Patchworking

Hallo

mich würden persönliche Meinungen dazu interessieren, warum und ob alleinerziehende Frauen von Männern (mit oder ohne Nachwuchs) weniger begehrt sind (von Männern, die eine langfristige Beziehung anstreben und von Männern, die Angst vor Bindungen haben*. Und in welchem Maße das so ist (wahrgenommen wird)… Nichts belehrendes, persönliches, nur, falls jemand Ideen hat…

Männer haben wohl Angst vor Kuckuckskindern, aber das Kind ist / die Kinder sind ja dann schon vorher da. Bei Patchworkfamilien sieht man, dass alleinerziehende Männer sich mit a. Frauen zusammentun, aber davon gibt’s ja nicht so viele, und in diesem Falle wäre die Frau, wenn sie genug Mutterinstinkt hat, ja sehr praktisch.

*Es könnte z.B. sein, dass ein einsamer Cowboy sich eine „Familie“ sucht, um dort dazu zu gehören, aber ohne Verantwortung für die Familie, die Kinder zu tragen.

Grüße

Hallo!

warum
und ob alleinerziehende Frauen von Männern (mit oder ohne
Nachwuchs) weniger begehrt sind

Haben sie das? Gibt es dazu Studien und Statistiken, auf die du hier verlinken kannst, oder ist das nur dein persönlicher Eidruck? Und wenn es nur dein persönllicher Eindruck ist, sollte man nicht erst einmal diskutieren und untersuchen, ob es wirklich auch allgemein so ist, bevor man darüber diskutiert, warum es so ist?

Gruß,
Max

Hallo Max,

das „ob“ war in der Frage enthalten. Es ist meine „Idee“, daher würden mich persönliche Meinungen und Erfahrungen interessieren. Das „ob“ würde mich auch mehr interessieren- dann wird sich der Grund schon finden.

Statistiken sind mir gerade zu weit weg, es ist ja nicht einmal der Ansatz einer Begründung darin enthalten und die Bedingungen der Erhebungen sind mir persönlich zu wenig durchschaubar. Habe auch nicht semesterlang Statistik studiert (wenn eine Studie vorläge, würde ich sie mir ansehen), aber als Mann bspw. oder als alleinerziehende Frau müsste man doch wissen, was man selbst will (Erfahrungen der Frau und Beuteschema des Mannes). D.h. wenn man wüsste, was man selbst will, dann hat man sich über die Gründe vielleicht schon mal Gedanken gemacht (z.B. wie mann es findet, wenn eine Frau ein Kind zunächst verschweigt oder sich gleich als Mutter sichtbar macht, wenn die Frau eine männliche Familienergänzung sucht und nicht nur einen Liebhaber) etc.

Dies könnte ja auch zu Rückschlüssen darüber führen, warum und wieviele Männer Frauen zur Mutter machen, obwohl sie keine Vaterrolle übernehmen möchten.

Grüße I.

Moin,

ich weiß nicht, ob es stimmt, das Frauen mit Kindern weniger begehrt sind.

Aber mir ist nicht ganz klar, warum jemand den Begriff „Patchwork“ (ich spreche kein Englisch und fand diese Übersetzungen: Flickwerk/ Stückwerk) dem Begriff „Familie“ voranstellt. Was soll das? Gibt es wirklich Paare/ Familien, die von sich selbst als „Flickwerk“ reden? Ich glaube nicht. Mir kommt es so vor, das diese Begrifflichkeit die Entscheidungen des betreffenden Paares - und letztlich auch die Stellung dieser Familien in der Gesellschaft - abwertet. Ist das gewollt oder wieder mal Ausdruck allgemeiner Gedankenlosigkeit?

Ich mag da gar nicht weiter drüber nachdenken…

Gruß Ralf

Dies könnte ja auch zu Rückschlüssen darüber führen, warum und
wieviele Männer Frauen zur Mutter machen, obwohl sie keine
Vaterrolle übernehmen möchten.

Dahinter muss keine Absicht stecken, ein Mann schläft vorrangig nicht mit einer Frau um sie zu schwängern, geh ich mal stark davon aus. Es kann eben passieren.
Und warum er sie dann sitzen lässt? Tja, dafür gibt es wohl genug Gründe.

Gruß
wildpferd

Hallo Ralf,

eine ganz übliche Begriffverwendung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stieffamilie#Patchworkf…

Gruß
wildpferd

Ja, das geschieht unabsichtlich. Aber evolutionsbiologisch gesehen ist es praktisch, viele Kinder zu zeugen, um das Erbgut weiterleben zu lassen. Hat vermutlich also „nur“ etwas mit Verantwortungsübernahme zu tun. Wer möchte schon so viele Kinder ernähren, wie er unbewusst zeugen möchte. Wenn die Frau es darauf abgesehen hat, von einem vielversprechenden Mann schwanger zu werden, muss sich dieser ja auch sehr gut dagegen wappnen können- wenn die Frau selbst wenig über Verantwortung nachdenkt bzw. diese nicht tragen will und zum Beispiel vieles unbewusst „passiert“.

Ist schon ziemlich funktionell gedacht. Vielleicht, weil es eine „neue Erscheinung“ ist.

Ein Bekannter hat eine Frau mit Kind geheiratet.

  • er hat sie geheiratet, wollte sie also „sicher“ „besitzen“
  • Sie ist sehr viel jünger (15-20 Jahre) als er, er konnte also trotz seines hohen Alters nochmal mit dem Nachfolger-zeugen beginnen
  • innerhalb von kürzester Zeit hat er 4 Kinder mit ihr gezeugt.
  • er hat eine halbe Familie zurückgelassen

In diesem Fall hat die erste Frau keine neue Familie gegründet / gründen können (aufgrund ihres Alters könnte sie mit einem neuen Mann keine Kinder mehr zeugen), sie hat aber auch keinen Freund, zusätzlich ist die vorhandene Restfamilie z.T. auseinandergefallen, was natürlich auch an anderen Faktoren liegen kann.
Der Bekannte hat die neue Frau „eingenommen“, damit sie nicht noch weitere Kinder von einem anderen Mann bekommen kann (evol.-biologisch gedachte Vermutung). (Kurz vor Torschluss.) Er hat mit vier weiteren eigenen Kindern ein „gutes“ Gegengewicht gebildet (das Kind der Frau ist somit eher eine Randfigur und evtl. auch „mitverantwortlich“ für die Jüngeren und daher eher Auftragserfüller als „Auftrag“, Erfüllungsgehilfe seiner Mutter).

Das zeigt doch, dass er evtl. in einem gewissen Sinn genommen hat, was er kriegen kann, und dann versucht hat, damit umzugehen; dass es also nicht die erstbeste Wahl (hier ja die zweite nach einem ersten Familienleben) war, mit einer alleinerziehenden Frau eine Beziehung einzugehen. (Übertrieben gesagt eine Notlösung.)

Der Bekannte hat die neue Frau „eingenommen“, damit sie nicht
noch weitere Kinder von einem anderen Mann bekommen kann
(evol.-biologisch gedachte Vermutung). (Kurz vor Torschluss.)
Er hat mit vier weiteren eigenen Kindern ein „gutes“
Gegengewicht gebildet (das Kind der Frau ist somit eher eine
Randfigur und evtl. auch „mitverantwortlich“ für die Jüngeren
und daher eher Auftragserfüller als „Auftrag“,
Erfüllungsgehilfe seiner Mutter).

???

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ok, so besser?

Der Bekannte hat die neue Frau „eingenommen“, damit sie nicht
noch weitere Kinder von einem anderen Mann bekommen kann
(evol.-biologisch gedachte Vermutung).

Mit „eingenommen“ meine ich, er hat ihre „Festung“ eingenommen (als „Ritter“). So hat er Sicherheit vor neuen Einmischungen durch Konkurrenten.

(Kurz vor Torschluss.)

Bei ihr, das heißt, sie hatte gerade keine anderen Möglichkeiten und evtl. Torschlusspanik.

Er hat mit vier weiteren eigenen Kindern ein „gutes“
Gegengewicht gebildet

Ein „eigenes“ Gegengewicht gegen das Kind (der Frau und) des ehemaligen (?, evtl. nicht ausschlaggebend) Konkurrenten. (Nebenbei: auch ein Gegengewicht gegen die Frau.)

(das Kind der Frau ist somit eher eine
Randfigur

…neben vier eigenen Kindern und als Ältester, nicht IN der Reihe, eigentlich schon fast aus dem Haus, nicht Fixpunkt der Erziehungsbemühungen und der väterlichen Aufmerksamkeit… nur Altlast von ihr…

und evtl. auch „mitverantwortlich“ für die Jüngeren

der Älteste ist den Eltern am nähesten (hier der Mutter), sorgt oft für die Jüngeren mit (trägt Verantwortung), ist evtl. auch mal stückweise Partnerersatz der Mutter gewesen, also jedenfalls nah mit ihr verbunden und ihr zugehörig (= wieder weiterer Aspekt)

und daher eher Auftragserfüller als „Auftrag“,
Erfüllungsgehilfe seiner Mutter).

Erfüllungsgehilfe in o.g. Sinne, Mitarbeiter der Mutter (Auftragserfüller), nicht Auftrag des Vaters als „sein gedeihender und gedeihen sollender Sohn“, denn er ist nicht direkter Nachfahre, „Königssohn“, sondern steht eher oder GANZ außen vor…

???

Ich meinte damit, dass er „in Not“ war, und dass er aus seiner Notlage heraus eine Frau mit Kind genommen hat. Dass er „in Not“ war, wollte ich mit diesen Fakten belegen, er hat sich Einiges „einfallen“ lassen müssen, und dazu zählte auch ggf., dass er sich auf eine Frau mit Kind eingelassen hat. Dann hat er zumindest versucht, die „negativen“ Folgen abzumildern (durch andere der genannten Fakten).

Jetzt klarer?

Ist schon ziemlich funktionell gedacht. Vielleicht, weil es
eine „neue Erscheinung“ ist.

Eigentlich nicht.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Sterblichkeit auch hier in Europa deutlich größer war als heute, besonders die der Mütter, so dass die meisten Ehen schon nach gar nicht so langer Dauer durch den Tod geschieden wurden. Schon aus wirtschaftlicher Notwendigkeit haben sich die meisten schon bald nach dem Tod des Ehepartners wieder verheiratet.

Grüße

=^…^=

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