Patellaband Lig. patellae

Hallo,

nach einer ‚OP‘ traten Probleme mit der Sensibilität und dem Patellaband auf. Direkt nach dem Unfall hatte ich keine Schmerzen und volle Sensibilität.

Diagnose:
An der Innenseite des li. Kniegelenks ca. 7 cm lange Hauteröffnung bis zur Faszie. DMS (Durchblutung,Motorik,Sensorik) ohne Befund.

Der Arzt meinte zu mir, dass die Gelenkkapsel beschädigt ist und genäht werden muss. (Im Befund steht davon ja anscheinend nichts!)

Seitdem genäht wurde, habe ich unterhalb der Kniescheibe und an der Außenseite des Kniegelenks kein Gefühl mehr. Die ‚Kniescheibensehne‘, bzw. Patellaband ist leicht nach innen gezogen und ich spüre einen brennenden ziehenden Schmerz.

Weiß jemand, ob sich das wieder legt? Der Unfall ist nun 11 Tage her. Morgen sollen die Fäden gezogen werden.

Ich bin mir sicher, dass da was schief lief.
Da ich befürchte, dass der Arzt sich herausreden wird, möchte ich euch bitten, mir bei der Argumentation behilflich zu sein.

Meine Recherchen haben folgendes ergeben:
Ventral ist die Gelenkhöhle begrenzt durch das Ligamentum patellae und die Kniescheibe. Dort ist die Gelenkkapsel mit diesem Bandapparat verwachsen und läuft proximal wie distal in Bursi aus.

Kann da ein Nerv ‚beschädigt‘ worden sein, wurde da falsch zusammengenäht, oder hat jemand eine Idee, woran diese Beschwerden liegen könnten?

Im Voraus bedankt sich Diphda

Hallo!
Du sagst, die OP wäre jetzt 11 Tage her. Da sollest du auf jedenfall noch Geduld
haben. Ärzte sind keine Zauberer, die einen operieren und alles direkt weg ist
und man keine Schmerzen mehr hat. Das scheinen viele Leute zu vergessen. Der
erste Gedanke ist wohl immer gleich, dass der Arzt einen verpfuscht hat. Aber so
einfach sollte man es sich auch nicht gerade machen.

Ich habe 1995 eine Kreuzband-OP am Knie gemacht bekommen. Ich bekam als
Kreuzbandersatz einen Teil meiner Patellasehne entfernt. Seit dieser Zeit habe
ich in dem Narbenbereich kein Gefühl mehr. Es ist zwar komisch, aber man gewöhnt
sich dran. Der Grund ist, dass bei jeder OP mit Hautschnitten Nervenbahnen
durchtrennt werden, was man auch absolut nicht vermeiden kann. Oft wachsen sie
nach geraumer Zeit wieder zusammen, aber oft auch nicht. Dann bleibt ein
Taubheitsgefühl. Wie gesagt, sowas ist unvermeidbar.
Ich habe nach der OP 1 Jahr Schmerzen im Knie gehabt und hatte täglich
Wiederaufbautraining u. ä. gemacht.
Dein Befund scheint mir jetzt nicht so gravierend zu sein, wie du schreibst,
aber wie schon gesagt, braucht auch dein Körper eine gewisse Zeit, bis er diese
OP verkraftet hat und das Gewebe verheilt ist.

Normalerweise kann man auch seinen behandelnden Arzt nach dem Zustand fragen und
sich genau erklären lassen, was gemacht wurde. Der weiss es schließlich am
besten.

LG

Hallo!

Du sagst, die OP wäre jetzt 11 Tage her. Da sollest du auf
jedenfall noch Geduld
haben. Ärzte sind keine Zauberer, die einen operieren und
alles direkt weg ist
und man keine Schmerzen mehr hat. Das scheinen viele Leute zu
vergessen.

Ich hatte bereits mehrere Operationen und viele unfälle. Daher ist mir dies bewußt. 2 Ärzte haben bei mir sogar schier unmögliches erreicht.

Der
erste Gedanke ist wohl immer gleich, dass der Arzt einen
verpfuscht hat. Aber so
einfach sollte man es sich auch nicht gerade machen.

Du kannst ja nicht wissen, dass ich nicht so bin.

Der Grund ist, dass bei jeder OP mit Hautschnitten
Nervenbahnen
durchtrennt werden, was man auch absolut nicht vermeiden kann.
Oft wachsen sie
nach geraumer Zeit wieder zusammen, aber oft auch nicht. Dann
bleibt ein
Taubheitsgefühl. Wie gesagt, sowas ist unvermeidbar.

Das ist mir schon bewusst. Ich denke in meinem Fall ist dies ein bisschen etwas anderes. Bei mir handelt es sich um eine Schnittwunde und nicht um einen Eingriff, bei dem erst ein Schnitt gesetzt wird. Der Schnitt bei mir hinterlies ja eben keine Symptome wie Bewegungseinschränkung und Taubheitsgefühl, welches auf eine ‚Nervenschädigung‘ schließen lässt.

Dein Befund scheint mir jetzt nicht so gravierend zu sein, wie
du schreibst,

Wie gravierend ich dies empfinde bzw. DU, steht hier ja nicht zur Debatte :wink:

Normalerweise kann man auch seinen behandelnden Arzt nach dem
Zustand fragen und sich genau erklären lassen, was gemacht wurde. Der :weiss es schließlich am besten.

Schon richtig. Der behandelnde Arzt war ein Ambulanzarzt. Und genau darum geht es mir. Ich möchte mich ‚fachlich‘ vorbereiten und wissen, ob man aus medizinischer Sicht einen kausalen Zusammenhang zw. OP und später aufgetretenen Symptomen ausschließen kann.

Mir ist auch bewusst, dass man in einem Forum hierzu nicht unbedingt zuverlässige Antworten erhalten kann. Aber hier gibt es ja auch Ärzte, deren Kollegen-Krähe so weit weg ist, dass man ihr vielleicht eher ein Auge aushackt :wink:

Gruß Diphda