Patenschaft?

Holla Liebe Eltern,

wo finde ich denn etwas über Sinn und Unsinn einer Patenschaft?

Im Sommer kommt meine kleine Zaubermaus zur Welt und da sie das Ergebnis eines Urlaubsflirts ist, ist der Vater leider nicht zur Hand :o(…
Ein guter Freund von mir würde die Patenschaft über die Kleine übernehmen und somit auch mal als männlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Da ich mit der Kirche nichts am Hut habe, suche ich nach Ideen wie wir das Umsetzen können.
Leiten sich aus der Patenschaft für den Paten bzw. das Patenkind Rechte/Pflichten ab?

Ideen, Links, Hinweise nehme ich mit freuden zur Kenntnis…

Zauberm@us

Hallo Zaubermaus.

Forsche mal im Archiv. Unter dem Stichwort „Paten“ kommt einiges, auch zu den Aufgaben eines Paten. Ein Pate, der nicht kirchlich das Amt übernimmt, hat meines Wissens keine rechtlichen Pflichten, sondern eher moralische Pflichten. Er begleitet das Kind durchs Leben und soll etwas mehr sein, als nur ein schenkender Onkel ( oder Tante ). So habe ich mir das jedenfalls bei der Wahl unserer Paten vorgestellt. Hat leider nicht so richtig geklappt.
Betreffs kirchlicher Patenschaften findest du Tipps in den Suchmaschinen in Zusammenhang mit den Kirchen.
Gruß
Rabchen

Hallo Zauberm@us,

bei mir war es so, daß eine Freundin um die ein Kumpel von mir und ich gebuhlt haben sich für meinen Kumpel entschieden hat, ich aber die patenschaft für deren erste zwei Kinder übernehmen durfte. Da beide Kinder nicht getauft sind, ist es keine „offizielle“ Patenschaft. Anfangs, als sie noch in einer Nachbarstadt wohnten, hab ich mich regelmäßig dort blicken lassen und mich um die Kinder gekümmert, wenns nötig war (Auszeiten für die Eltern z.B.). Inzwischen sind sie aber ca. 700 km weit weggezogen, sodaß regelmäßiger Besuch nicht möglich ist. Zudem hab ich inzwischen selber eine Familie gegründet, was die freie Zeit auch nicht sehr vergrößert :wink:

Wenn sie noch in der Nähe wohnen würden, würde ich es als meine Aufgabe ansehen, mich weiter persönlich um sie zu kümmern, ev. ein Ansprechpartner sein für Dinge, die man mit einem Erwachsenen besprechen will, aber wovon die Eltern nicht unbedingt was wissen müssen :wink:
So bleibt es bei sporadischen Besuchen und einem Sparvertrag, den die beiden zu ihrem 18. Geburtstag ausgezahlt kriegen.

Gandalf

Ein Pate, der nicht
kirchlich das Amt übernimmt, hat meines Wissens keine
rechtlichen Pflichten, sondern eher moralische Pflichten.

Hat ein „kirchlicher“ Pate rechtliche Pflichten? Ich kenne mich in kirchlichen Dingen nicht aus, aber wg. Trennung von Kirche und Staat erscheint mir das unlogisch…

Gruß

J.

Nein…
Hallo José.
Sorry, war unklar formuliert. Nein, rechtliche Pflichten haben Paten sowieso nicht ( glaub ich :smile: ). Wenn die Eltern testamentarisch verfügen, dass das Kind nach dem Tod der Eltern beim Paten aufgenommen werden soll und der Pate sich damit einverstanden erklärt, dann hätte er rechtliche Pflichten. Aber das hat nix mit Kirche zu tun. Aber moralische Pflichten hat er gegenüber den Eltern des Patenkindes. So würde ich es sehen.
Gruß
Rabchen

Hallo Zauberm@us,

durch Erfahrung im Familien-u.Bekanntenkreis finde ich es besser
ein nahes Familienmitglied für eine Patenschaft zu nehmen.
Freunde als Paten haben sehr oft nicht über Jahre die Ausdauer
das Kind mitzubegleiten. Aber noch besser sind sicher 2 Paten…
davon kann man nie genug haben *gg*, einmal Geschwister oder Cousin/e und dann dein guter Freund.
Der Sinn einer Patenschaft ist das Versprechen an die Eltern, sich um das Patenkind zu kümmern wenn es den Eltern nicht mehr möglich ist, also im schlimmsten Falle - beim Tod beider Eltern ein Elternersatz zu sein. Der Pate muß das Kind nicht verpflichtend selber großziehen aber er/sie sollten auf das Wohl des Patenkindes bedacht sein.

Doch glücklicherweise sind Paten für die meisten Kinder einfach
ein persönlicher „Besitz“ gerade bei mehreren Kindern, die
Großeltern und Eltern muß man mit den Geschwistern teilen, der
Pate darf sein Patenkind bevorzugen, des tut der Kinderseele gut.

Da ich mit der Kirche nichts am Hut habe, suche ich nach Ideen
wie wir das Umsetzen können.

Eine kirchliche Taufe verpflichtet das Kind zu nichts, es kann
dann im Laufe seines Lebens selber entscheiden wie weit es Glauben kann und will. Aber da rede ich dir nichts drein, weil
dein Kind es auch ohne Taufe später selber entscheiden wird.

Leiten sich aus der Patenschaft für den Paten bzw. das
Patenkind Rechte/Pflichten ab?

keine gesetzlichen…aber MORALISCHE…ich finde eine Patenschaft sollte man schon sehr Ernst nehmen. Viel wichtiger
als ein zusätzlicher Geschenkegeber ist… ein Pate als zussätzlicher Ansprechpartner der ein Fünkchen Liebe und Verständis gibt.

Meine Taufpatin (die Schwester meiner Mutter und selber Mutter von drei Kindern) ist auch heute noch sehr wichtig für mich, ich habe auch in schwierigen Zeiten immer Rückhalt gefunden, ich habe immer meine Probleme mit ihr teilen können und sie hat mir meistens mehr Selbstvertrauen geschenkt als meine Mutter.

Liebe Grüße
Kerbi