Möchte Euere Meinung lesen, warum auf unserem Planeten alles Biologische auf die Vormachtstellung des Mannes hinausläuft. Man weiss ja
immer die Männchen packen zu und „wollen“. Die Weibchen „haben zu wollen“! Das Phänomen ist vor allem bei den meisten Religionen
sehr krass. Die Bibel z.B. ist ein Männerbuch und Herr Gott hatte einen Sohn und dann erst die vielen Bibelautoren …
Nicht nötig zu erwähnen die hunderte von Bibelauslegern und die katholische Weiterführung solcher Einseitigkeit.
Man kennt ja die soziale Stellung der Frau bei Juden und Moslims.
Wer hat eine Hypothese auf Lager ?
Mit Gruss: engelhard
Möchte Euere Meinung lesen, warum auf unserem Planeten alles
Biologische auf die Vormachtstellung des Mannes hinausläuft.
Man weiss ja
immer die Männchen packen zu und „wollen“. Die Weibchen „haben zu wollen“!
Ist das so? Ist körperliche Stärke so entscheidend beim Menschen?
Nehmen wir mal den guten alten Thomas Hobbes und seinen Naturzustand: Du weisst schon homo homini lupus… Hobbes ist nämlich der Ansicht, dass die Menschen hinsichtlich ihrer Fähigkeiten relativ gleich begabt sind.
Trotz der Tatsache, dass es stärkere und schwächere Menschen gibt, „wird man gewiß selten einen so schwachen Menschen finden, der nicht durch List und in Verbindung mit anderen, die mit ihm in gleicher Gefahr sind, auch den stärksten töten könnte“ (Leviathan, Kap.13).
Der Naturzustand von Hobbes als Krieg aller gegen alle bezieht z.B. erstmal auch die Frauen mitein. Später denkt er freilich wieder sehr konventionell und hat mit Logiklücken seine Herrschaft legitimiert, in der wieder nur die Männer als Familienväter-Patriarchen die Subjekte des Gesellschaftsvertrages sind. (wenn dich das näher interessiert, führe ich das gerne noch mehr aus…spannend, wie gerade die Naturrechtsphilosophen es hinkriegen, einerseits die Gleichheit der Menschen zu postulieren, sie aber dann doch irgendwie an ihrer eigenen Theorie immer ziemlich rummurksen müssen, dass es mit der Ungleichheit der Frauen dann wieder hinhaut…)
Das Phänomen ist vor allem bei den meisten Religionen
sehr krass. Die Bibel z.B. ist ein Männerbuch und Herr Gott
hatte einen Sohn und dann erst die vielen Bibelautoren …
Es gibt doch auch die ein oder andere recht rabiate Frau, gerade im 1. Testament:wink: (frag mal den Holofernes was er von Frauen im Krieg hält:wink:)…und Prophetinnen und Heldinnen undundund: Deborah Ruth, Esther…
Man kennt ja die soziale Stellung der Frau bei Juden und
Moslims.
Hä? Soziale Stellung der Frauen bei den Juden?? Hab ich was verpasst?
Man kennt ja die soziale Stellung der Frau bei Juden …
Zuerst muss differenziert werden, was hier mit Juden gemeint sein können, da es die Juden nicht gibt. Selbst die gläubigen Juden teilen sich in verschiedene Richtung, welche gerade hier unterschiedliche Ansätze haben.
So versucht z. B. das Reformjudentum im Sinne der Emanzipationsbewegung viele Elemente im Judentum aus seiner Sicht so anzupassen, dass es hier zur Gleichheit der Geschlechter kommt und zur sozialen Gleichstellung.
Im orthodoxen Judentum wird diese Gleichheit aber nicht angenommen, sondern unterschieden zwischen Mann und Frau. Dieses bedeutet aber erst einmal keine Wertung. Erst beide zusammen als eine Einheit von Mann und Frau sind das Ziel und beide müssen dazu ihren Beitrag leisten, was nicht heissen kann, dass hier eines der Geschlechter den Vorrang hat.
Viele Kommentatoren sehen z. B. die Frau innerhalb der Schöpfung über dem Mann stehend, da sie zum einen nach dem Mann erschaffen und zum anderen aus der Rippe des Mannes, im Gegensatz zur Erde erschaffen wurde.
Diese unterschiedliche Sicht auf die Geschlechter wirkt sich auch im sozialen Raum aus, da auch hier jeder seinen spezifischen Aufgaben hat. So sind die Männer mehr für das öffentliche Leben und die Frauen mehr für das familiäre, häusliche Leben zuständig. Da aber das fomiläre Leben im orthodoxen Judentum höher steht, sollte daraus nicht der falsche Schluss gezogen werden, die Frauen wären machtlos.
Dieses Verhältnis lässt sich schon in der Tora finden, wo zwar hauptsächlich von und über Männer berichtet wird, aber die Frauen immer als gleichberechtigt neben den Männern auftauchen (z. B. Sarah und Awraham). Öfters ist auch hier zu lesen, dass die Frauen (zuhause) die Entscheidungen des Mannes vorweg nehmen (siehe Rivka und Jakow).
Schalom,
Eli
PS. Den Beitrag von Barbara zu diesem Thema habe ich nicht verstanden oder sollte hier nur ein Vorurteil bedient werden? Das wollte ich nicht annehmen…
hallo, engelhard
Du bist da nicht ganz informiert: es gibt sehr wohl Völker die das Matriarchat haben (Philippinen, Benin, …fallen mir gerade aus dem Stehgreif ein)*. In Tibet soll es z.B. üblich sein, dass eine Frau mehrere Männer heiratet. Meist sind es Brüder.
Auch in der Natur kommt die "Frauen"dominaz vor.
Bei den Säugetieren ist die Dominanz des Männchens evtl. dadurch bedingt, dass das Weibchen unter ihn muss, um begattet zu werden. Es gibt aber auch noch andere Formen der Vermehrung.
Grüße
Raimund
* das war übrigens sehr oft ein Problem für die christlichen Missionare. Die meinten immer, das wäre Sünde und versuchten die Bevölkerung umzuerziehen zum Patriarchat.
Ich glaube ja nicht das dieser Umstand religiöse Umstände hat.
Ich glaube einfach, daß in der Urzeit der mann der Beschützer der Frau war, weil er körperlich stärker war. Dadurch hat sich dann das Rollenverhalten gebildet daß heute durchaus in allen Bereichen seine Gültigkeit hat. Ob in der Familie oder in der Wirtschaft - der Starke schafft an.
Was sich vielleicht zwischen den Geschlechtern im Laufe der Zeit geändert hat ist, daß heute nicht mehr nur reine körperliche Kraft gefragt ist und dadurch auch die Frau mit ihren Stärken punkten kann. Man(n) wird ja mit der Zeit auch schlauer.