Hallo,
alle wissen, Rauchen verursacht Krebs. Diverse Schädlingsbekämpfungsmittel und manche Bakterien etc. stehen ebenfalls in Verdacht.
Habe gerade in der Glotze gehört, Zucker gehört jetzt auch zu den Krebsmachern.
Mich erstaunt diese Krebspanik etwas. Letzlich sterben alle, die nicht vorher ein anderes Ende finden, an Krebs da dies auch schlicht eine Alterskrankheit ist (man könnte sagen: das Leben selbst ist Krebserregend).
Gerade in den reichen Ländern aber, in denen geraucht, Zucker en Masse verzehrt und viel verm. behandeltes Gemüse sowie Fleisch aus Massentierhaltung incl. diverser Inhaltstoffe gegessen wird, ist die Lebenserwartung am höchsten und steigt dauernd weiter.
Meine Angehörigen sind fast ausnahmslos an Krebs gestorben, mal schlimmer, mal harmloser. Schlimm waren vor allem die Krankenhausepisoden.
Ich gehe davon aus, auch mal an Krebs zu sterben. Hat auch seine Vorteile, da es i.d.R. langsam genug geht, um sich mit dem Gedanken abzufinden, die Hinterlassenschaft zu regeln und Abschied zu nehmen.
Ein plötzlicher Tod ist für die Nachkommen meist schwerer zu verdauen und der Rest schwierig zu regeln.
Ich frage mich angesichts all dessen, weshalb hierzulande nur das Wort Krebs zu fallen braucht, um alle mehr oder weniger in Panik zu versetzen?
Dioxineier könnten krebserregend sein und schon ißt sie vier bis acht Wochen keiner mehr etc. Nach ein paar Wochen ist dann meist alles wieder vergessen bzw. der nächste Lebensmittelskandal da.
Beim Thema Herzinfarkt oder anderen Todesursachen ist das nicht in dem Maße der Fall - und es gibt durchaus sehr fiese nichtkrebsige Arten zu sterben.
Oder sehr plötzliche wie Verkehrsunfälle. Aber läßt auch nur einer das Auto oder Fahrrad stehen, weil er bei einer Fahrt ein gewisses Risiko zu sterben eingeht? Man käme garnicht auf die Idee, oder?
Dabei sind Verkehrsunfälle in jungen Jahren das Hauptsterberisiko, also nicht unerheblich und in dem Alter deutlich wichtiger als Krebs.
Führt dann womöglich zu Paradoxen wie mal eben mit 180 kmh zum nächsten Hofladen zu fahren um dioxinfreie Eier einzukaufen und dabei tödlich zu verunglücken.
Haben wir eine kollektive Krebsphobie? Oder möchten wir lieber schnell und unbewußt z.B. an Herinfarkt sterben? Aber was ist dann mit Schlaganfällen, die oft nur lähmen und einschränken, manchmal ins Koma führen?
Frage mich wirklich, was an Krebs soviel furchteinflößender ist, als an anderen Todesarten.
Oder ist es der Tod an sich, mit dem man sich als Krebspatient halt meist bewusst auseinandersetzen muss (bei vielen anderen, wenig thematisierten Krankheiten allerdings auch), der dieser Gesellschaft so Angst macht?
Sorry, wenn das jetzt etwas hopplahopp daherkommt. Das Thema geht mir schon lange vage im Kopf rum, aber die heutige Info, dass jetzt auch Zucker krebserregend ist, wir aber trotzdem immer alle älter werden, hat mich dazu gebracht, mal spontan meiner Verwunderung Ausdruck zu verleihen.
Wie seht Ihr das? Habt Ihr mehr Angst vor Krebs als vor anderen Krankheiten? Und wenn ja oder nein, warum?
Gruß, Paran
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