Pavor nocturnus

Hallo,
hat jemand schon Erfahrungen mit dem sogenannten Nachtschreck gemacht? Wie lange hält sich diese Erscheinung? Gibt es wirklich gar nichts, wie ich meiner Tochter helfen kann - und mir natürlich auch, ich hab das Gefühl, ich leide mehr darunter als sie.
Gruß, Miriam

Hallo Miriam
ist das, wenn z.B. ein kleines Kind völlig aufgelöst, schweißgebadet und zitternd zu Mami ins Bett kommt weil die Unfugs (hast du wieder unfug geträumt?) wieder da sind? Wenn der Traum dann in den Wachzustand mitgenommen wird und man so völlig darin gefangen bleibt, dass die Panik steigt und steigt?
Schlafrituale, Traumrituale, meditative Wachträume zum in den Schlaf mitnehmen, Amulette und Talismane ( für euch beide:wink:) helfen super.
weiß aus Erfahrung
Susanne
viel Glück

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo, Susanne,
nein, genau das ist es nicht. Lea wacht NICHT auf, sie weint ganz erbärmlich, tritt und schlägt, wenn ich sie auf den Arm zu nehmen versuche, lässt sich nicht aufwecken und das Weinen wird immer schlimmer, bis ich sie wieder ins Bett lege. Dort tritt sie weiter und strampelt. Irgendwann dreht sie sich um und schläft weiter. Sie weiß am nächsten Tag nichts mehr davon und erinnert sich auch nicht, was sie geträumt hat. Meist dauert diese Phase 10-15 Minuten. Jede Nacht, zwischen halb 11 und 11 momentan.
Gruß, Miriam

Hi!

Ich wüßte nichts, das man machen kann - außer: beim Kind bleiben.
Alles andre muß man, da jedes Kind anders ist, selbst rausfinden: beruhigt sich das Kind schneller, wenn man´s in den Arm nimmt oder regt es sich darüber erst recht auf? Hilft es dem Kind, wenn man mit beruhigender Stimme redet oder auch nur sch-sch-sch murmelt?

Zum Glück waren es bei uns immer nur kurze Phasen, die aber durchaus wiederkommen konnten.

alien

Hallo Miriam,

zwei meiner Kinder hatten das früher auch. Mittlerweile sind sie erwachsen. Ich hatte damals in ELTERN gelesen, dies sei ein Entwicklungsschritt. Krieg´s aber nicht mehr genau zusammen.

Gruß
S

Hallo Miriam,
kenne das Phänomen nicht aus erster Hand.

Eingeborene verwenden gegen böse Träume Traumfänger. Versuch mach kluch, schaden wird es nicht.

Du schreibst nicht, wie alt deine Tochter ist. Vielleicht nimmst dú sie mal für ein paar Tage/Wochen/Monate mit in euer Bett.

Unser Sohn hatte gar kein Kinderbett, ist heute 12 und kommt immer noch gern zu uns (wird allerdings inzwischen etwas sperrig …). Schlechte Träume kennt er gar nicht und belächelt mich wegen meiner nur mitleidig.

LG und ruhige Nächte wünsche ich euch
sine

Hallo, Susanne,
ja, das hab ich auch gelesen, aber mir geht allmählich nachts der Schlaf aus, da es immer in meiner absoluten Tiefschlafphase passiert. Lea macht es nicht soviel aus, aber ich bin im sechsten Monat schwanger und nicht sicher, wie lange ich das so durchhalte. Zumal ich - wenn ich mal wach bin, richtig wach - auch nur noch sehr schwer, wenn überhaupt, wieder einschlafe.
Gruß, Miriam

Hallo Miriam,
kenne das Phänomen nicht aus erster Hand.

Eingeborene verwenden gegen böse Träume Traumfänger. Versuch
mach kluch, schaden wird es nicht.

Hab ich schon probiert, aber früher, wegen Träumen. Lea hatte dann keine mehr, dafür ich.

Du schreibst nicht, wie alt deine Tochter ist. Vielleicht
nimmst dú sie mal für ein paar Tage/Wochen/Monate mit in euer
Bett.

Sie ist drei und wehrt sich gegen großes Bett, kommt nur ganz selten, sie ist stolz, ein großes Kind zu sein mit eigenem Bett. Unser Bett ist für sie nur Spielzeug bzw. Spielwiese für tagsüber, zum Purzelbäume machen udgl. mehr. Und wenn sie in unserem Bett schläft, schlafe ich garantiert nicht mehr.

Unser Sohn hatte gar kein Kinderbett, ist heute 12 und kommt
immer noch gern zu uns (wird allerdings inzwischen etwas
sperrig …). Schlechte Träume kennt er gar nicht und belächelt
mich wegen meiner nur mitleidig.

LG und ruhige Nächte wünsche ich euch
sine

Hallo Elbin,

gibt´s bei euch auch einen Mann/Vater, der dir das weinende Kind mal abnehmen kann. Vielleicht sogar getrennt schlafen, damit wenigstens 2 - 3 Nächte pro Woche Ruhe ist??

Ich fürchte, anders könnt ihr nicht mit dem Problem umgehen. Geht so schnell wie es gekommen ist. Nur wann???

Gruß
S

Hallo,
gibt es, aber wenn der nachts geht, wird das Gebrüll noch viel schlimmer!! Dann ist absolut Mama-Zeit. Und selbst, wenn er geht, bin ich trotzdem wach. Immerhin kann der Papa mal tagsüber mit ihr spielen, hauptsache ich bin in der Nähe.
Gruß, Miriam

Hallo,

haben das Problem auch mit unserem Kind (5 jahre). als er kleiner war hatte er fast jede nacht einen nachtschreck so ca 1-2 stunden nach dem einschlafen. das beste war ihn einfach weinen und um sich schlagen zu lassen und aufzupassen das er sich dabei nicht verletzt oder weh tut. wenn wir versucht haben ihn zu beruhigen oder gar auf den arm zu nehmen wurde es nur schlimmer und es dauerte dann auch länger. glücklicherweise hatten wir ein buch was uns sehr geholfen hat dieses problem als nachtschreck zu erkennen und damit umzugehen. gut ist es wenn man mit dem kind ein ruhiges abendritual vor dem zu bettgehen einführt. wir haben festgestellt das bei aufregenden erlebnissen am tag (Geburtstagsparty ect.) er dann hundertprotzenig sehr intensive nachtschreckphasen hatte.
Was später noch half war es den fernseher einzuschalten dann hat er sich beruhigt. es hängt aber auch davon ab wie wach oder nicht wach er ist. das heißt bei einem nachtschreck ist das kind nicht wach aber auch nicht richtig im schlaf also ich zitiere am besten mal aus dem buch „…Nachtschreck Attacken passieren 1-4 Std. nach dem Einschlafen, also im ersten Drittel der Nacht. Aus dem Tiefschlaf heraus kommt es zu einem unvollständigen Erwachen. Der Wechsel zurück zum Tiefschlaf gelingt nicht sofort, sondern das Kind bleibt längere Zeit in dem Zustand zwischen Schlafen und Wachen. In diesem Zustand beginnt es zu schreien und um sich zu schlagen…“ (Annette Kast-Zahn, Hartmut Morgenroth „Jedes Kind kann schlafen lernen“)

bei unserem Kind hat sich das Problem mit dem Älterwerden veringert und tritt wirklich nur nach grossen Ereignissen/ Erlebnissen auf z. Bsp. bei unserer Hochzeit wo er auch sehr lange auf war und mit uns gefeiert hat.

Ich hoffe ich konnte die einwenig helfen und dir etwas von der angst nehmen. ich weiss es ist wirklich beunruhigend das eigene kind so zu erleben und nicht wirklich was dagegen tun zu können. wie gesagt uns half es weniger zu machen und nur aufzupassen und machmal konnte ich ihn auch wecken wenn ich merkte das er mehr in der wachphase war aber das ging erst viel später nachdem man ihn in diesen situationen sehr gut kannte und damit umgehen konnte.

alles gute

chrissie

Hallo Susanne,

gibt´s bei euch auch einen Mann/Vater, der dir das weinende
Kind mal abnehmen kann.

Bei dem Nachtschreck erreicht man mit berühren oft genau
das Gegenteil --> es dauert länger und wird schlimmer.

Gruß
Elke

Hallo Sine,

es hat nichts mit schlechten Träumen zu tun.

Gruß
Elke

Hallo Miriam,

bist du sicher, dass es sich um Nachtschreck handelt?
Mit drei Jahren ist es reichlich früh dafür.
Normalerweise sind die Kinder so etwa 6 bis 10 und
ziemlich genau so lange hat es auch bei unserem Sohn gedauert.
Was mich auch etwas zweifeln lässt, dass du schreibst es
fällt in deine Tiefschlafphase. Normalerweise kommt eine
Nachtschreck-Phase etwa 1-2 Stunden nach dem Einschlafen
(bei uns war es dann immer so etwa um 21 Uhr).

Guck mal hier:
http://www.eltern.de/forfamily/gesundheit_ernaehrung…
Vielleicht hilft dir das. Da kannst du auch weitersuchen,
wenn es sich doch um etwas anderes handelt.

Nachtschreck ist übrigens für die wachen Erwachsenen
wesentlich schlimmer als für die Betroffenen.
Unser Sohn sah immer ganz fremd aus und beruhigte sich
am besten, wenn man ihn ganz in Ruhe ließ - allerdings
kam er ins Wohnzimmer, wo Licht war. Setzte sich dort
aufs Sofa und brüllte ein paar Minuten. Dann umkreiste
er den Sofatisch einige Male, schmiss sich dann aufs
Sofa und schlief ein. Nach einigen Minuten konnte man
ihn entweder wecken oder ins Bett tragen. Er war
dann immer total friedlich und man hatte nicht
den Eindruck, dass ihm etwas Sorgen gemacht hat.

Gruß
Elke

Hallo,

ich hab mit „abnehmen“ icht „berühren“ gemeint, sondern der Mutter die Möglichkeit zu verschaffen, sich zurück zu ziehen und woanders zu schlafen, wo sie nicht gestört wird.

S

1 „Gefällt mir“

Hi, Elke,
ja, ich bin sicher, dass es Nachtschreck ist, ich habe inzwischen mit dem Kinderarzt gesprochen, der auch Nachtschreck sagt. Es fällt in meine Tiefschlafphase, weil ich oft mit meiner Tochter oder nur wenig später ins Bett gehe. Da sie erst zwischen 20 und 21 Uhr schlafen geht (oft mehr Richtung 21), passiert es dann so zwischen halb 11 und 11 nachts.
Gruß, Miriam

Hi, Chrissie,
ja, das gleiche Buch hab ich auch gelesen, deshalb kam ich ja auf Nachtschreck. Ein festes Abendritual haben wir schon lange, aber ich werd mal darauf achten, wie der Tag vorher war und ob ich nach sehr ereignisreichen Tagen nicht die „Ruhephase“ vor dem Schlafen etwas verlängern kann. Vielen Dank für den Tipp.
Gruß, Miriam

Hallo,
hat jemand schon Erfahrungen mit dem sogenannten Nachtschreck
gemacht? Wie lange hält sich diese Erscheinung? Gibt es
wirklich gar nichts, wie ich meiner Tochter helfen kann - und
mir natürlich auch, ich hab das Gefühl, ich leide mehr
darunter als sie.

Hallo, Miriam

Viele gute Antworten hast du schon bekommen. Ich möchte eine hinzufügen, die noch niemand erwähnt hat. Früher gab es vor dem Schlafen eine Phase der Ruhe, des Vertrauens und der Liebe, nämlich mit einer schönen Geschichte und anschließendem Beten. Kindern ist der Zugang zu Engeln kein Problem. Wenn die sichersten Freunde der Menschen auch den Eltern noch nicht völlig fremd geworden sind, kann man ihnen Kind und Schlaf (sogar den eigenen) getrost anvertrauen.

Mich wundert ja ein wenig, dass „Talismanen“ mehr Vertrauen geschenkt wird als unserer lang erprobten kulturellen Tradition. Es gibt wunderschöne Engelgeschichten, -figuren und -bilder. Anders als Amulette, die man erst durch Dranglauben aufladen muß, sind Engel von selbst Boten der Liebe.
Gruß von Geris