Hallo Lutz,
Der Lautsprecher des PC, die serielle Schnittstelle oder auch
die Soundkarte könnten als Quelle gelten. Mittels einfacher
Software (unter Qbasic z.B. Sound) sind doch Töne
verschiedener Frequenzen recht genau erzeugbar.
Diese Signale wären mit einem Festfrequenzosszillator mischen
Das ist ungünstig, wenn Du mit Frequenzen oberhalb des Langwellenbereiches arbeiten willst. Der Frequenzbereich reicht nur bis ca. 20 kHz um die Oszillatorfrequenz und Du brauchst ein sehr steiles Filter, um die Oszillatorfrequenz und das 2. Seitenband am Mischerausgang zu unterdrücken.
oder vervielfältigen, um eine Oszillatorfrequenz zu erzeugen.
Wenn der Frequenzbereich nicht so groß ist, geht das mit einem einfachen PLL-Vervielfacher. Wenn der Frequenzbereich größer sein soll muß man eine PLL mit flankengetriggerten Phasenkomperator nehmen, mit der man sich aber auch ein größeres Phasenrauschen erkauft.
Einfacher ist es aber mit digital programmierbaren PLL-Oszillatoren, die es schon in großer Auswahl gibt. Solche Teile befinden sich heute in jedem Empfänger. Es gibt sogar vollintegrierte PLL-Synthesizer mit on-chip-Oszillator, die über einen weiten Frequenzbereich programmierbar sind, wie z.B. der ICD2051 von Cypress. Dieser ist aber als Taktgenerator für Digitalschaltungen gedacht und vermutlich nicht für Empfänger geeignet.
Kann man mit einfacher Schaltungstechnik die
Rechteckschwingungen in Sinusschwingungen umwandeln ?
Ja, mit einem Tiefpass oder Bandpass
Was wäre, wenn reine Rechteckschwingungen als
Oszillatormischsignal verwendet würden (abgesehen von großen
Filteraufwand )?
Das ist egal, solange keine Mischprodukte mit den Oberwellen entstehen können, die im gleichen Frequenzbereich liegen wie das Nutz-Mischsignal. Alles andere erledigen die Filter.
Gibt es bereits realisierte (und/oder gescheiterte) Versuche
dazu ?
Wie gesagt, in modernen Empfängern ist das gängige Praxis. Statt des PCs ist dort nur ein kleiner Mikrokontroller drin.
Jörg