PC Autonetzteil nur wie?

Hi,
ich rätsel mal wieder grad an etwas.
Ich hab vor mir einen Computer ins Auto zu bauen (klingt komisch…is aber so), soll dann zur navigation und als Media Station dienen + TFT mit Tochscreen.

Mein Problem is grad nur, wie versorge ich das Meinboard mit Strom.
Diese Mainboards haben ja die eigenart ein bisschen mehr Strom zu ziehen als manch andere Geräte.
Es würde ja verschiedene Lösungen geben:

per Wechselrichter eine 230V~ Spannung erzeugen und dann ein PC Netzteil anschließen. (aber große Verluste)

per Spannungsregler, bsp. 7812 mit Längstransistor, hat aber zusätzlichen Spannungsabfall an diesem Transistor.

oder dann einen LOW Drop Spannungsregler, welcher aber relativ teuer ist und nur für 7A geeignet ist.

Ich weiß ja net welche Möglichkeiten es noch geben würde, aber die per Spannungsregler und Länstransistor würde denke ich eher in Frage kommen. Und wenn dann sollte man am besten Transistoren verwenden mit einer geringen Ube.

MFG Siggi

Es gibt Industriemainboards, die brauchen nur 5V.
Für die VIA Epiasysteme sollen afaik auch nur max. 12V brauchen.

Wechselrichter und PC-Netzteil oder DC/DC-Wandler
Hallo darksky,

Deine Idee mit Wechselrichter und PC-Netzteil ist bereits eine brauchbare Lösung, weil billig, schnell und einfach zu realisieren.
Das PC-Netzteil stellt nicht nur negative Spannungen zur Verfügung, sondern hat auch Schutzeinrichtungen wie Abschaltung bei Unterspannung an den Ausgangsspannungen (infolge zu hoher Belastung), sowie generell Überlastabschaltung und Kurzschlusssicherung.

Energie sparst Du am einfachsten dadurch ein, indem Du einen Prozessor verwendest der nur mit der minimal nötigen Taktfrequenz betrieben wird. Beispielsweise ist der Athlon XP +1700 mit Thoroughbred-Kern (wichtig: kein Palomino oder Barton-Kern!) sicher eine gute Wahl, da er im Vergleich hohe Rechenpower bei niedrigster Leistungsaufnahme von Prozessoren seiner Klasse bietet.
Schau hier zu die Tabelle „Verlustleistung“ auf der HP:
http://de.shuttle.com/cpu_athlonxp.htm#sockelaathlo
an (im unteren Viertel der HP).

Wenn Du eine Selbstbaulösung anstrebst, dann sei Dir gesagt, dass die Bordspannung im Auto sehr stark schwanken kann. Daher machen Längsregler keinen Sinn, da sie nur ein „Zuviel“, nicht jedoch ein „Zuwenig“ an Spannung ausregeln können. Daher kommen nur Schaltregler (DC/DC-Wandler) für die Erzeugung der benötigten Spannungen in Frage.
Außerdem ist das Auto-Bordnetz mit Spannungs-Spikes „verseucht“, wovor Du Deine Selbstbauelektronik auch schützen müsstest.

Am einfachsten und verbrauchsmäßig günstigsten ist es, Du besorgst Dir 4 Stück industriegefertigte DC/DC-Wandler mit jeweils ausreichender Ausgangsleistung, schließt die Masseleitungen zusammen, und Deine PC-Stromversorgung für´s Auto ist fertig.
Bei den DC/DC-Wandlern wäre es nur von Vorteil glaube ich, wenn diese eine galvanische Trennung zwischen Eingang- und Ausgangsspannung besitzen, denn damit können Störungen im Auto-Bordnetz nicht so leicht auf die Ausgänge übertragen werden. Viel Erfolg!

Gruß, Alexander

Hallo Siggi,

in der aktuellen PC Professionell ist das als Projekt genau beschrieben:
Dort werden aber ausschliesslich Komponenten verwendet, die mit 12V Versorgung auskommen.
Hauptkompenenten sind ein Mainboard von VIA, ein 2GB Microdrive und ein 10.4’’ TFT.

Nachzulesen in ‚PC Professionell‘ 8/04, Seite 50.

Gruss
Hans

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Hi,

ich bin mir ziemlich sicher, in einer der letzten c’t Computerzeitschriften etwas über ein fertiges Netzteil gelesen zu haben, daß mit 12 V statt 220 V funktioniert, für genau Deinen Zweck.
Ich habe es mir deshalb gemerkt, weil ich gerne einen Rechner in mein Campingmobil einbauen will.
Gibts also fertig zu kaufen.

Gruß
Moriarty

Hi nochmal,
ich hab hier n DC DC Wandler mit 200W gefunden:
http://www.dc2dc.com/store/images/PW-120-M.pdf
Was meint ihr würde das reichen um ein Board mit einem Celeron 2,4GHz zu betreiben??
Was mich auch n bissl wundert is, dass dieses keine -5V erzeugt, wird dies nicht benötigt??

MFG Siggi

Hallo Miteinander

Hallo darksky,

Deine Idee mit Wechselrichter und PC-Netzteil ist bereits eine
brauchbare Lösung, weil billig, schnell und einfach zu
realisieren.

Ein PC-Netzteil mit einem einfachen Wechselrichter zu betreiben würde ich mit vorsicht betrachten. Die modernen PCnetzteile arbeiten mit einer mehr oder minder guten „PFC-Korrektur“ die mit den vom Wechselrichter zur Verfügung gestellten trapezförmigen Spannungsverläufen nicht immer klar kommt und ggf. Schaden nehmen können.

Gruß Armin

Das PC-Netzteil stellt nicht nur negative Spannungen zur
Verfügung, sondern hat auch Schutzeinrichtungen wie
Abschaltung bei Unterspannung an den Ausgangsspannungen
(infolge zu hoher Belastung), sowie generell
Überlastabschaltung und Kurzschlusssicherung.

Energie sparst Du am einfachsten dadurch ein, indem Du einen
Prozessor verwendest der nur mit der minimal nötigen
Taktfrequenz betrieben wird. Beispielsweise ist der Athlon XP
+1700 mit Thoroughbred-Kern (wichtig: kein Palomino oder
Barton-Kern!) sicher eine gute Wahl, da er im Vergleich hohe
Rechenpower bei niedrigster Leistungsaufnahme von Prozessoren
seiner Klasse bietet.
Schau hier zu die Tabelle „Verlustleistung“ auf der HP:
http://de.shuttle.com/cpu_athlonxp.htm#sockelaathlo
an (im unteren Viertel der HP).

Wenn Du eine Selbstbaulösung anstrebst, dann sei Dir gesagt,
dass die Bordspannung im Auto sehr stark schwanken kann. Daher
machen Längsregler keinen Sinn, da sie nur ein „Zuviel“, nicht
jedoch ein „Zuwenig“ an Spannung ausregeln können. Daher
kommen nur Schaltregler (DC/DC-Wandler) für die Erzeugung der
benötigten Spannungen in Frage.
Außerdem ist das Auto-Bordnetz mit Spannungs-Spikes
„verseucht“, wovor Du Deine Selbstbauelektronik auch schützen
müsstest.

Am einfachsten und verbrauchsmäßig günstigsten ist es, Du
besorgst Dir 4 Stück industriegefertigte DC/DC-Wandler mit
jeweils ausreichender Ausgangsleistung, schließt die
Masseleitungen zusammen, und Deine PC-Stromversorgung für´s
Auto ist fertig.
Bei den DC/DC-Wandlern wäre es nur von Vorteil glaube ich,
wenn diese eine galvanische Trennung zwischen Eingang- und
Ausgangsspannung besitzen, denn damit können Störungen im
Auto-Bordnetz nicht so leicht auf die Ausgänge übertragen
werden. Viel Erfolg!

Gruß, Alexander

Auch Hi,

ich rätsel mal wieder grad an etwas.
Ich hab vor mir einen Computer ins Auto zu bauen (klingt
komisch…is aber so), soll dann zur navigation und als Media
Station dienen + TFT mit Tochscreen.

Mein Problem is grad nur, wie versorge ich das Meinboard mit
Strom.
Diese Mainboards haben ja die eigenart ein bisschen mehr Strom
zu ziehen als manch andere Geräte.
Es würde ja verschiedene Lösungen geben:

Coole Sache, würd ich mit 'nem „alten“ Laptop machen.
Ist flach, leise und hat alle nötigen Anschlüsse OnBoard.
Ausserdem ist die Sache mit dem Netzteil etwas einfacher, ein entsprechender „Car Adapter“ sollte leicht zu finden sein.

Bei Ebay hab ich grad noch IBM Thinkpads mit PIII, 700MHz, 20GB-Platte für 400 Euronen gesehen. Dies sollte ausreichend sein.

Grüsse
Andre

hi!
kuckst du mal hier:
www.uni-magdeburg.de/roeblitz/carmp3

ansonsten würd ich mir grosse gedanken über die wärmeabfuhr machen. der sommer lässt zwar im moment noch zu wünschen übrig aber was nich is, kann ja noch werden :smile:. die ganzen PC-komponenten sind meist nur bis Tamb=40°C spezifiziert. im auto kanns gern mal wärmer werden. im kadett hatte ich da grosse probleme, weil der kofferraum wie ein treibhaus war. im astra ist das jetzt besser - nicht zuletzt wegen der ausgereifteren belüftung. ein >1GHz-rechner hat wesentlich mehr abwärme als mein kleiner P1. besonders auf das TFT kann ja dann auch mal die volle sonne draufknallen (garnich gut).

wie auf der seite gesagt, bevorzuge ich die 12V->230V-&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:C variante. der eigenbau vonnem netzteil ist selbst mit fundierten kenntnissen und guter ausstattung eine heikle, langwierige und komplizierte sache. ich beobachte das schon geraume zeit bei meinem studienkollegen :smile:. ein kommerzielles kostet zu viel.

sooo scheisse is der wirkungsgrad bei meiner methode gar nicht. der spannungswandler macht nicht viel abwärme (vielleicht 10-15%).
ein linearlängsregler hat WESENTLICH böseren wirkungsgrad.

schöne grüsse und viel erfolg!

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