Hallo peace !
Ich habe Für Dich eine mögliche Abgrenzung/Definition, die momentan die gängigen Diagnosekriterien berücksichtigt:
Sind folgende Kriterien erfüllt, kann man von einem Pathologischen Internetgebrauch oder von „Internetsucht“ sprechen:
Einengung des Verhaltensraums
Der Betroffene verausgabt über eine längere Zeitspanne den größten Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung und denkt dauerhaft an den nächsten oder zurückliegenden Internetgebrauch.
Kontrollverlust
Die Person hat ein ausgeprägtes Verlangen, das Internet zu nutzen und eine verminderte Kontrolle über die Dauer seiner Internetaktivität. Trotz des bestehenden Wunsches, nicht online zu sein, kann sie den Internetkonsum nicht reduzieren.
Toleranzentwicklung
Im Laufe der Zeit ist eine immer ausgeprägtere Nutzung des Internets bis zum selben Effekt der Befriedigung notwendig.
Entzugserscheinungen
Ist es für die Person nicht möglich, im Internet zu surfen, so treten unterschiedliche unangenehme emotionale und körperliche Zustände (z.B. Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Nervosität, Niedergeschlagenheit) auf.
Negative soziale und personelle Konsequenzen
Verschiedenste andere Aufgaben und Interessen können vernachlässigt werden. Trotz bewusst wahrgenommener erheblicher, eindeutig schädlicher Folgen wie Fehlzeiten bzw. Schul- und Ausbildungsabbrüche, Gefährdung der Karriere, Verlust des Partners oder finanzielle Probleme, wird der Gebrauch des Internets fortgeführt.
„Internetsucht“ – keine eigenständige Diagnose
Die pathologische Nutzung des Internets ist keine eigenständige Diagnose sondern in den meisten Fällen Ausdruck und Symptom weiterer Probleme oder psychischer Störungen wie: Depressionen, Angststörungen, Burnout oder Suchtmittelmissbrauch oder –abhängigkeit. Häufig findet sich bei den Betroffenen eine Unfähigkeit zu entspannen, ein ausgeprägt niedriger Selbstwert sowie depressives Erleben. In vielen Fällen wird das Internet als Möglichkeit genutzt, um Problemen zu entkommen und dysphorische Stimmungen abzubauen.
Wenn Du merkst, dass Dich Dein eigenes Verhalten stört und Du aber nicht allein in der Lage bist Dein Verhalten zu ändern (siehe 2), kann es auch eine Möglichkeit sein, eine Beratungsstelle aufzusuchen oder einen psychologischen Therapeuten mit verhaltenstherapeutischer Ausrichtung anzusprechen.
Manchmal braucht man ja nur mal einen Tipp, wie man besser abschaltet…
Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Abschalten!
Mach jetzt bitte den PC aus!
Du hast morgen noch die Gelegenheit Dir Informationen zu dem Thema zu suchen.
Belohne Dich für das Abschalten mit etwas, dass Du gerne machst, oder tust!
Liebe Grüße
Thorn