Pc/internet-sucht?

hallo leute!

mir fällt in letzter zeit immer mehr auf das ich extrem viel zeit online verbringe, ich mache mir gedanke darüber ob es nicht bereits zu viel ist.

dabei ist es nicht so das ich chatte, die ganze zeit in sozialen netzwerken unterwegs bin oder spiele, ich google einfach durch die gegend von einem thema zum anderen, schau bei ebay, lese in foren, schlag was in wikipedia nach etc.

heute morgen bin ich zb schon wieder 2h am pc ohne eigentlich wirklich irgendwas gemacht zu haben…
es ist auch oft so das wenn ich irgendwas im kopf habe das erst mal googlen muss (mir kommt grade irgendwas in sinn das ich wissen will) - also setz ich mich mal kurz vor den rechner und komme schnell von der ursprüngliche sache zur nächsten usw und bin wieder lange am „rumsurfen“. ich habe auch das gefüh irgendwie für alles notorisch zu wenig zeit zu haben.

was ich zum thema internetsucht gelesen habe passt aber irgendwie nicht so ganz in mein schema-

deswegen frage ich - ist das normal hat es doch bereits eine art suchtcharakter?

Ob du süchtig bist, lässt sich meiner Meinung nach aus deinen paar Zeilen schwerlich interpretieren. Dazu müsste man deine restlichen Lebensumstände und Verhaltensweisen ebenfalls betrachten.
Stell dir doch einfach mal vor, wie es ohne Internet wäre. Da würdest du im Lexikon nachschlagen, die Tageszeitung lesen, bummeln gehen etc.
Wärest du dann auch süchtig?
Gruß

Hermann

Hallo,
ich persönlich kann Deine Schilderung sehr gut nachvollziehen. Im Prinzip geht es mir ähnlich. Derzeit bin auch ich gezwungen, mir weitgehend autodidaktisch viel Wissen in verschiedensten Gebieten anzueignen. Dafür bediene ich mich selbstverständlich auch des Netzes. Es ist für mich ein ARBEITSMITTEL. Natürlich schalte auch ich mal ab, mach ne Pause, trinke meinen Pott und quarze nebenbei. Dann surfe ich auch mal „sinnfrei“. Find ich auch ok. Aber: Ich weiß am Ende einer Tätigkeit auch noch, was ich eigentlich suche. Verliere also nicht den Blick auf das Wesentliche. Und wenn ich es „im Kopp“ kriege, fahr ich zur Entspannung auch mal 20 km Fahrrad, trinke dort einen Kaffee und fahr wieder zurück. Freue mich an der Natur etc… Das pustet mir dann auch den Schädel frei.
Stell Dir mal eine Frage: Hälst Du es eine Woche ohne aus?
LG

Warum willst Du Dein Verhalten so hart bewerten?

Was gibt Dir Deine Arbeit/Surfen/Schreiben/Gedankenaustausch im Netz?

Wie fühlst Du Dich damit? Unzufrieden?

Falls unzufrieden musst Du was ändern und Dir eine Beschäftigung suchen, mit der Du Dich zufriedener fühlst.

O.

Hallo peace !

Ich habe Für Dich eine mögliche Abgrenzung/Definition, die momentan die gängigen Diagnosekriterien berücksichtigt:

Sind folgende Kriterien erfüllt, kann man von einem Pathologischen Internetgebrauch oder von „Internetsucht“ sprechen:


Einengung des Verhaltensraums
Der Betroffene verausgabt über eine längere Zeitspanne den größten Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung und denkt dauerhaft an den nächsten oder zurückliegenden Internetgebrauch.

Kontrollverlust
Die Person hat ein ausgeprägtes Verlangen, das Internet zu nutzen und eine verminderte Kontrolle über die Dauer seiner Internetaktivität. Trotz des bestehenden Wunsches, nicht online zu sein, kann sie den Internetkonsum nicht reduzieren.

Toleranzentwicklung
Im Laufe der Zeit ist eine immer ausgeprägtere Nutzung des Internets bis zum selben Effekt der Befriedigung notwendig.

Entzugserscheinungen
Ist es für die Person nicht möglich, im Internet zu surfen, so treten unterschiedliche unangenehme emotionale und körperliche Zustände (z.B. Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Nervosität, Niedergeschlagenheit) auf.

Negative soziale und personelle Konsequenzen
Verschiedenste andere Aufgaben und Interessen können vernachlässigt werden. Trotz bewusst wahrgenommener erheblicher, eindeutig schädlicher Folgen wie Fehlzeiten bzw. Schul- und Ausbildungsabbrüche, Gefährdung der Karriere, Verlust des Partners oder finanzielle Probleme, wird der Gebrauch des Internets fortgeführt.

„Internetsucht“ – keine eigenständige Diagnose
Die pathologische Nutzung des Internets ist keine eigenständige Diagnose sondern in den meisten Fällen Ausdruck und Symptom weiterer Probleme oder psychischer Störungen wie: Depressionen, Angststörungen, Burnout oder Suchtmittelmissbrauch oder –abhängigkeit. Häufig findet sich bei den Betroffenen eine Unfähigkeit zu entspannen, ein ausgeprägt niedriger Selbstwert sowie depressives Erleben. In vielen Fällen wird das Internet als Möglichkeit genutzt, um Problemen zu entkommen und dysphorische Stimmungen abzubauen.

Wenn Du merkst, dass Dich Dein eigenes Verhalten stört und Du aber nicht allein in der Lage bist Dein Verhalten zu ändern (siehe 2), kann es auch eine Möglichkeit sein, eine Beratungsstelle aufzusuchen oder einen psychologischen Therapeuten mit verhaltenstherapeutischer Ausrichtung anzusprechen.
Manchmal braucht man ja nur mal einen Tipp, wie man besser abschaltet…

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Abschalten!
Mach jetzt bitte den PC aus!
Du hast morgen noch die Gelegenheit Dir Informationen zu dem Thema zu suchen.

Belohne Dich für das Abschalten mit etwas, dass Du gerne machst, oder tust!

Liebe Grüße
Thorn