PC-Programme ohne Betriebssystem?

Hallo,

IBM-kompatible Computer (also PCs :wink: ) müssen gewisse Spezifikationen einhalten, um sich „kompatibel“ nennen zu können.

Jeder PC bringt also gewisse Mindestvoraussetzungen hinsichtlich der Hardware mit.

Meine Frage: Gibt es Software, die auf einem PC gestartet werden kann, nicht ein Betriebssystem à la DOS, Windows, Linux etc. voraussetzt, und dennoch eine vollwertige Anwendung ist? Ich meine keine eventuellen Diagnoseprogramme (obwohl das schon auch in die Richtung geht), sondern etwas wie eine (vermutlich ziemlich simple) Textverarbeitung. Aber jedes Betriebssystem muß zuerst auf die individuelle Hardware „getrimmt“ werden, warum sollte es nicht auch Anwendungsprogramme geben, die dies leisten, und die dann ihre Voreinstellungen direkt auf Festplatte speichern?

Gruß,
Watchercallit.

Hi,

Meine Frage: Gibt es Software, die auf einem PC gestartet
werden kann, nicht ein Betriebssystem à la DOS, Windows, Linux
etc. voraussetzt, und dennoch eine vollwertige Anwendung ist?

Sowas habe ich mal im Bereich der Prozessteuerung gesehen - ist allerdings schon ewig her. Das war noch zu Zeiten, als RAM knapp und teuer war und man mit jeden Prozessortakt und jeder Byte gegeizt hat.

Warum sollte sich irgendein Hersteller die Mühe machen, eine PC-Anwendung mit den Funktionalitäten eines Betriebssystemes auszustatten, wenn er doch gleich ein BS „drunter“ setzen kann? Wäre doch unwirtschaftlich.

Gruß
Stefan

Hallo Watchercallit,

Meine Frage: Gibt es Software, die auf einem PC gestartet
werden kann, nicht ein Betriebssystem à la DOS, Windows, Linux
etc. voraussetzt, und dennoch eine vollwertige Anwendung ist?
Ich meine keine eventuellen Diagnoseprogramme (obwohl das
schon auch in die Richtung geht), sondern etwas wie eine
(vermutlich ziemlich simple) Textverarbeitung. Aber jedes
Betriebssystem muß zuerst auf die individuelle Hardware
„getrimmt“ werden, warum sollte es nicht auch
Anwendungsprogramme geben, die dies leisten, und die dann ihre
Voreinstellungen direkt auf Festplatte speichern?

Das gibt es schon noch, ist aber nur im Steuerungs-Sektor zu finden.

Da solche Geräte aber meist nicht in einer Büroumgebung arbeiten müssen verwendet man meist aber auch keine Harddisks, sondern Solidstate-Disks.
Eine sehr verbreitete Norm ist die „PC104“. Dies sind Module, auf welchen eigentlich auch alle Betriebssysteme für IBM-PCs funktionieren.
Aber das sind dann streng genommen keine echten Computer mehr. Ein Computer zeichnet sich dadurch aus, dass er „frei programmierbar“ ist. Also man kann damit Texte bearbeiten und, auch wenns dem Chef nicht passt, auch ein Spiel laufen lassen.
Technisch gesehen reicht auch die Rechenleistung deines Videorecorders um Spiele zu spielen aus, aber DU kannst das halt nicht selbst tun. Deshalb ist kein Computer.

Beim PC ist es ja gerade Sinn und Zweck, dem Programmierer eine Hardwareunabhängige Platform bereitzustellen. Das Betriebssystem stellt einerseits eine genormte Schnittstelle für den Programmierer einer Anwendung zur verfügung und auch eine für Programmierer der Treiber für die einzelnen Hardware-Komponenten (Treiber).

Zu DOS-Zeiten war da immer das Problem, dass man eine gute Textverarbeitung und einen guten Drucker hatte, aber keinen passenden Treiber.
Entweder musste der Druckerhersteller für alle möglichen Programme Druckertreiber erstellen oder der Programm-Hersteller musste für alle möglichen Drucker Treiber basteln, mit dem Ergebnis das immer nur die Hälfte der Möglichkeiten, welche das Programm oder der Drucker boten, überhaupt funktionierten. Die ist jetzt mit Win und Unix doch um einiges besser gelöst worden.

MfG Peter(TOO)

Hallo,

in Deiner Aussage steckt ein Widerspruch. Entweder es ist ein PC, dann braucht er auch ein Betriebssystem, denn nur so ist er in der Lage diverse Programme auszuführen, oder es ist ein embedded System, also eine Blackbox, die PC Hardware zur Abarbeitung einer ganz speziellen einzelnen Anwendung nutzt. Solche gibt es massenhaft, allerdings wird auch dabei zunehmend ein gängiges Betriebssystem eingesetzt, weil man so viel flexibler ist un dz.B. auf Treiber für hunderte Peripheriekomponenten zurückgreifen kann, die es fertig gibt. So arbeiten z.B. viele Fahrkartenautomaten, Parkscheinsysteme, etc. auf Basis von Windows NT (hatte neulich mal den Fall, dass so ein DB-Gerät von H&W mit eingezogener und gesicherter EC-Karte meiner Frau plötzlich die bekannte Meldung zum Herunterfahren anzeigte und dann neu mit NT4 bootete).

Allerdings gibt es auch Gründe, die gegen den Einsatz von Betriebssystemen sprechen, z.B. besonders hohe Sicherheitsanforderungen, bei denen man wirklich genau wissen muss, was zu jedem einzelnen Moment in jeder Speicherzelle stattfindet. Z.B. bei medizinischen Geräten, von denen Menschenleben abhängen oder in der Steuerung großer und gefährlicher Anlagen, wird man auf gängige PC-OS verzichten (meist allerdings dann auch gleich auf PC-Hardware).

Gruß vom Wiz

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