Ich überlege z.Z., mir einen neuen PC zuzulegen und spiele mit
dem Gedanken, ihn mir selbst zusammenzubauen. Da ich mich nur
oberflächlich auskenne: Kennt jemand eine gute Beschreibung
oder Anleitung der wichtigsten Dinge, die man beachten sollte
Als erstes solltest du dir überlegen, wofür du den Rechner brauchst! Das ist absolut notwendig, um die Komponenten zu bestimmen.
Eine sehr kluge Entscheidung den Rechner selbst zusammen zu
bauen.
Nun ja… aller Anfang ist schwer. Man sollte sich da auf jedenfall von einem Fachmann beraten lassen. Aber nicht von einem Spielefanatiker, der einem zu P4 mit 4 GHz und ner GeForce3 Ti500 rät…
Eine Beschreibung kann ich dir leider nicht bieten aber
ein paar tipps:
- Möglichst nur Komponenten kaufen die in namhaften
Zeitschriften getestet worden sind (nein ich meine nicht
Computer Bild :-} )
Ja, ich denke das ist einer der besten Tipps. Auf jeden Fall immer die FAQs des Herstellers zum aktuellen Produkt lesen, damit man bekannten Problemen (z.B. mit Grafikkarten oder Soundkarten) von vornherein aus dem Weg geht.
- Du solltest Engish können, da nahezu alle Mainboard
Beschreibungen in English sind.
Nimm ein ASUS-Board, die sind gut (deutsche Firma, auch wenn sie in Asien produziert) allerdings auch etwas teurer. Dafür stimmt der Support.
- Beim Prozessorkauf nicht die Wärmeleitpaste und den
passenden Lüfter vergessen mit zu bestellen.
Bei Intel: Kauf einen „in-the-Box“, dann passts auf jedenfall.
- Wenn möglich lass dir von jemanden helfen der schon einmal
einen Rechner zusammen gebaut hat.
Wie schon oben erwähnt: Such dir jemand, der wirklich ahnung hat. „Ich hab das schonmal gemacht“ ist gefährlich…
- Beim Kauf darauf achten das richtige Ram zu bestellen.
Sollte in der MBoard-Beschreibung stehen.
- Das einzigste Problem beim Bau ist das Mainboard.
Na wenn du dich da mal nicht täuschst… 
Vielleicht nicht das einzige Problem, aber mit Sicherheit die grösste Fehlerquelle.
Beim selber basteln wird oft der Fehler gemacht, dass man bei jedem einzigen Teil ein paar Mark sparen will. Selber bauen ist nunmal teurer! Wer sich aber die Zeit und das Geld nimmt, bekommt einen guten Rechner.
Weitere Tipps:
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Gehäuse: hier auf keinen Fall sparen, wenns klappert ist das sehr nervig! Gefährlich ist auch die Verletzungsgefahr bei nicht richtig gestanzten Teilen. Immer prüfen, ob sich das Gehäuse leicht öffnen lässt und alles leicht zugänglich ist. Am besten ist es, wenn sich nur ein Seitenteil abnehmen lässt und die Laufwerksschächte herausnehmbar/-schwenkbar sind. Von der Bauform her ist ein Midi-Tower am besten geeignet (je nach dem, wo der Rechner steht).
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Bildschirm: Immer vorher anschauen/testen! Er sollte möglichts eine flache Röhre haben (bei CRTs) und auch die „Leistungs-Reserven“ sollten nicht zu knapp bemessen sein. (17" mind. 82 KHz, 19" mind. 96KHz, eher mehr) TFTs werden derzeit zu genüge getestet, einfach irgenwo nachlesen.
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Tastatur/Maus: Keine Billigsachen kaufen, man ärgert sich nur damit! Das sind „Verbrauchsgegenstände“ (vor allem die Maus). Billigware hält nicht so lange. Mann zahlt irgendwann also genau so viel.
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Laufwerke: Bei der Festplattengrösse braucht man sich keine Sorgen zu machen, alles oberhalb von 20 GB brauchen die Wenigsten. Das beste Preis/Leistungsverhältnis haben derzeit die 40GB-Brüder. Schnell sind sie alle, „Silent-Drive“ ist hier das Zauberwort! Beim CD-ROM würde ich zu einem TEAC 32x (bekommt man wahrscheinlich nicht mehr) oder 40x greifen. Die sind stabil, schnell und zuverlässig. Leise sind die Dinger alle nicht…
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Grafikkarte: Da hängts jetzt stark davon ab, was man damit macht. Bildbearbeitung? Spiele? Oder doch nur Office/Internet? Für Spiele kann das Ding nicht schnell genug sein, aber der Durschnittsbürger schreibt ja seine Briefe nicht in 3D… Da reichen eigentlich 16 MB. Bei gelegentlichen Spielchen tun es 32 MB sicher auch, der Grafikchip sollte allerdings nicht zu alt sein. Wichtig ist hier auf jedenfall die Treiberunterstützung des Herstellers. Das bekommt derzeit nVidia am besten hin.
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Prozessor: Tja, hier gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Es wird darüber auch viel diskutiert. Ich kann dir hier also nur meine persönliche Meinung bieten. Das Beste, was dir passieren kann ist ein P3 auf einem BX-Board. Ist vielleicht in einigen Augen nicht mehr Zeitgemäß, aber bisher unübertroffen. Taktfrequenzen zwischen 700 und 1000 MHz reichen derzeit auch für anspruchsfolle Spiele.
Noch was zum Schluss. Wenn man nicht auf den schnellsten Rechner angewiesen ist und er auch noch günstig sein soll kann man ja in den Kleinanzeigen/Auktionen nach Komponenten Ausschau halten. So entstehen in letzter Zeit meine Rechner… 
Ich hoffe geholfen zu haben.
Bernd