PC/Software für Kinder?

So, ihr lieben(den) Eltern, jetzt bestätigt mich in meiner Unmut oder revidiert mich: Was haltet ihr von PC-Spielen für Kinder „…ab 2 Jahre“, so gesehen im Buchladen, kürzlich, und natürlich mit den renitenten Teletubbies! Ich meine, das Kind sollte doch für so ein Spiel wenigstens die Maus halten/bedienen können!!! Ich finde selbst die Spiele ab 3…4 Jahre (was Standard ist, als Untergrenze) für verfrüht … Was habt ihr für Erfahrungen damit? Ab wann an den PC? (Ich meine nicht diese quäkenden Kindercomputer, typische Großeltern-Hass-Geschenke!) Habt ihr gar Erfahrungen mit Spielen? Und: Kann ich meine 4-jährige Tochter beim Diablo-2-Spielen zuschauen lassen? (*lach*) Gruß Stefan

Hi Stefan,

So, ihr lieben(den) Eltern, jetzt bestätigt mich in meiner

Unmut

Gerne!!!

Ich bin zwar keine Mutter, dafür aber - bis die erste Windel voll ist - eine überaus liebe, liebende und vermutlich geliebte Tante & Teilzeit-Stiefmutter, und kriege schon einen Anfall, wenn ich nur „Teletubbies“ - bzw. wie ich es nenne: „Volksverdummung in der Frühphase“ - höre.

Meine Nichten, Neffen & Teilzeit-Stiefkinder kriegen so einen Scheiß nicht, wenigstens nicht von mir. Damit will ich allerdings keinesfalls sagen, daß ich ausschließlich „pädagogisch sinnvolles Spielzeug“ verschenke.

Meine beiden Stiefkinder (damals so mit 4-5 Jahren) fanden es ohnehin viel aufregender, um drei Uhr morgens auf den Spielplatz zu gehen (war ja auch schön leer), mitten in der Silvester-Nacht zu kochen und Kuchen zu backen oder zu Dritt in einem durchaus abenteuerlich im Wohnzimmer aufgebauten Indianer-Zelt zu nächtigen. Selbstverständlich haben wir uns vorher entsprechend frisiert, geschminkt und die traditionelle indianische Kleidung bestehend aus Handtüchern, Decken, Blumenschleifen, etc., angelegt. Ich war natürlich die hübscheste (die Kids haben mich ja frisiert und geschminkt). Das macht den Monstern Spaß, aber doch nicht das stupide Rumgehocke vor dem Bildschirm.

Du kannst Deinem kleinen Ungeheuer natürlich einen Plüsch-Teletubbie kaufen, aber doch nicht ein PC-Spiel dazu. Erstens, versteht kein Kind das dämliche „oh, oh“ und außerdem, wie soll ein Kind dabei lernen, sich zu artikulieren? Mit „oh, oh“ kommen wir in dieser Welt leider nicht sonderlich weiter.

Ein zweijähriger Zwerg soll außerdem lieber Bauklötze stapeln oder im Sandkasten buddeln, aber nicht stundenlang vorm Computer hocken. Nur zur Info: Erstklässler haben eine Dauerkonzentrationsfähigkeit von maximal 15 Minuten (!!!).

Kann ich meine 4-jährige Tochter beim Diablo-2-Spielen zuschauen lassen?

Logisch: siehe Konzentrationsfähigkeit!!! *g*

Also: etwas Phantasie bitte! Die hat ein Kind - gerade heutzutage - wesentlich nötiger als einen Computer!!!

Viele Grüße

Tessa

Lieber Duplo statt Diablo!
also

  • was mit den Fingern machen - greifen, bewegen
  • Was mit den Händen machen - Bausteine
  • Was mit den Augen machen - Bilderbücher
  • Was mit den Ohren machen - Lieder vorgesungen kriegen
  • Was mit dem Mund machen - selber erzählen
  • Was mit dem Gehirn machen - Geschichten erzählt bekommen
  • Was mit Pappi machen - rumbalgen und knuddeln
  • was mit Mami machen - knuddeln und rumbalgen
  • was mit den Füßen machen - rennen, hüpfen, laufen, springen, schreiten, wandern

Alles selber machen, alles mit Mami und Papi und den Geschwistern machen.

Die Glotze? erst wenn die Kinder im Bett sind und ihr eigenes Traumkino sehen können.
Der PC? Erst wenn man sich damit den Ernst des Lebens vereinfachen kann. Da hat noch Zeit!

Gruß Eckard.

Toll geschrieben, Tessa, Tanten sind mit Sicherheit die besseren Mütter, aber abgesehen davon, dass 3- und 4-jährige Kinder nachts um 3 in’s BETT gehören, hast du keine meiner Fragen beantwortet.

Sagt mal, stotter ich???
Ich will keine Nachhilfe in „Was man mit Kindern machen kann“, sondern Erfahrungen mit PC und Software für Kinder um die 3…4 Jahre. *kopfschüttel*

*kopfschüttel*
Ich hatte Dich schon richtig verstanden, Stefan.
Was ich mit meinem Posting ausdrücken wollte war, dass für Kinder in diesem Alter die Auseinandersetzung mit der realen Welt wichtig ist.
Und wenn die Software noch so gut gemacht ist, sie kann die reale Welt nicht ersetzen.
Für Kinder im Vorschulalter ist weder der Fernseher noch irgendein Programm im PC geeignet, ihre Entwicklung zu fördern. In dieser Entwicklungsstufe geschieht die Orientierung im REALEN Erlebnisbereich und die Einübung sozialer Grundfunktionen.
Konkret zu Deiner Frage: Es gibt keine „geeignete“ Software für 3 - 4jährige! Punkt.
Man belehre mich eines Besseren.
Gruß Eckard.

Hi,

wenn sie unter Jetleg leiden und aufgekratzt sind: SCHON.

hast du keine meiner Fragen beantwortet.

Doch, aber die Antworten hast Du offensichtlich nur kurz überflogen. Deswegen nochmal in absoluter Kurzform:

COMPUTER IST NIX FÜR ZWEIJÄHRIGE!

Liebe Grüße

Tessa

Nachtrag
Sicher wird Deine kleine Tochter nicht fürs Leben verdorben, wenn Sie dir beim Daddeln zuschaut. Nach 5 Minuten wird es ihr sowieso langweilig.
Stattdessen solltest Du dich lieber mit ihr befassen.
Eckard.

Hallo Stefan,

unsere Tochter ist 3 3/4 Jahre alt und spielt seit ca. einem halben Jahr ab und an „Klopf an“ aus dem Terzioverlag. Angeblich für Kinder ab 2 - aber das halte ich für zu früh.

Jule hat am Anfang 5 Minuten gespielt, sie hat erstmal gelernt, die Maus zu führen. Dieses Spiel ist sehr kurz, jederzeit abbrechbar. Es stellt einige Anforderungen - m.E. genau richtig für 3,5jährige.

Wir können Jule den PC nicht vorenthalten, arbeiten doch beide Elternteile damit (Informatiker). Sie sieht uns damit arbeiten. Also erlaube ich ihr auch einen geringen Umgang damit. Ein Spielchen am PC ist mir lieber als Fernsehen, da Jule hier wenigstens aktiv werden muß.
Ich lasse mein Kind dabei nie alleine.

Gerne spielt Jule mit meinem Mann Mahjongg, und zwar sucht sie dabei die passenden Steine zusammen.

Ich denke ab 3,5 Jahre kann man ein Kind an den PC heranführen und hier gilt, wie auch im anderen Leben: die Dosis machts.

Unsere Tochter geht auch nur an den PC, wenn sie möchte - ich frage sie nicht danach, ob sie will.

Momentan liegt Jule’s PC-Zeit bei ca. 10 Minuten im Monat, ich denke, daß kann ich gut vertreten :smile:))

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.

Viele Grüße
Sani

Hallo!

Meine Tochter bekam natürlich auch mit, daß ich am PC arbeite und wollte dann immer Bilder ansehen. Als sie ca 2 ¾ Jahre alt war, habe ich dann die Spiele „Billi Banni im Kindergarten“ und „Fisher Price – Auf dem Bauernhof“ (oder so ähnlich) gekauft. Billi Banni hat sie sehr gerne gespielt und hier auch gut die Mausbewegungen gelernt, Fisher Price fand sie nicht so toll. Jetzt ist sie 4 und hat mittlerweile eine nette PC-Spiele-Sammlung. Hier spielt sie besonders gern Schneewittchen und die sieben Hänsel, Fritzi Fisch, , Max und Marie-Spiele, Benjamin Blümchen, Addy Vorschule und Harry Hops (Tivola finde ich generell sehr gut). Wenn sie spielt bin ich meistens dabei (PC steht in der Küche). Jetzt im Sommer hat sie kaum gespielt (außer wenn sie ihren Freundinnen stolz „ihren“ PC vorgeführt hat), im Herbst/Winter wird es sicherlich wieder mehr. Ich versuche aber, daß sie nicht mehr als ½ - ¾ - Stunde am Tag Fernsieht/PC-spielt (zusammen). Teletubbies hab ich übrigends auch gekauft – das war sein Geld nicht wert. Sogar meine Tochter hat dieses Spiel nach ein paar Minuten jedesmal wieder aufgehört, obwohl sie Teletubbi-Fan war. Hinter den Sinn dieses Spieles bin ich heute noch nicht gekommen.

Ich denke, meine Tochter ist relativ normal entwickelt – auch trotz PC-Spielen, sie hat Freundinnen und ist kontaktfreudig – und die von Eckart beschriebenen Sachen machen wir auch.

Liebe Grüße

Karin

Danke, Karin (chatterin_30??? *lach*),

du hast mir geholfen! Viel Spaß mit deinem Kind!

Stefan

Pust!
Is’ ja gut, Meister!
Lade doch deine Schuldkomplexe (oder was immer) nicht auf mir ab. Ich spiele nicht am Computer, wenn mein Kind wach ist. Nur neulich sah sie mir nach dem Mittagsschlaf beim Beenden des Spieles zu, ich erklärte ihr, was das ist und sie wollte „auch Monster töten“. Außerdem: Es war ein Sche-herz!

Hallo Sani,
danke für deinen Artikel!!! Jetzt bin ich doch etwas entspannter … MahJongg ist 'ne gute Idee, das haben wir eh installiert *ggg* !

Viel Spaß mit deinem Kind!
Stefan

Mein Sohn hat auch schon mit 2 Jahren am PC gespielt. Er hat sehr schnell gelernt, mit der Maus umzugehen. Das erste Spiel war „Billi Banni - Spiel mit uns im Kindergarten“, wo man kaum klicken muss; ich finde dieses Spiel immer noch sehr gut. Es gibt noch weitere Spiele von Billi Banni, die ich auch gut finde (mein Sohn auch). Außerdem spielt er gerne Sesamstraße und Harry Hops. Teletubbies hat er mal bei Bekannten gespielt, aber das würde ich nie kaufen, es ist absolut blöd. In letzter Zeit spielt mein Sohn nur noch selten (er ist jetzt viereinhalb), weil ich ihm keine neue Spiele mehr kaufe. Ich finde, er hat durch diese Spiele viel gelernt (Formen, Farben etc.) und wenn es dem Kind Spaß macht - warum nicht?
Mein Sohn spielt auch gerne draußen, fährt Roller, tobt herum, macht sich dreckig etc.
Das eine schließt das andere nicht aus.

Gruß,
Delia

oh Gott oh Gott

COMPUTER IST NIX FÜR ZWEIJÄHRIGE!

Wie bitte soll ich meinem 2 1/2 jährigen Sohn erklären, was ich mache, wenn er mich zufällig mal am Rechner sieht (kommt eigentlich sehr selten vor, da ich meine Compi-Zeit versuche, in seine Schlafzeit zu legen) , wenn ich ihm das Teil nicht mal „vorführe“??
Ich denke, der Computer ist ein Medium, daß in unsere Zeit genauso selbstverständlich gehört wie der Fernseher, das Radio und Musik auf digitalen Tonträgern. Ich halte es für ein Gerücht, daß ein Kind Schaden nimmt, wenn es mal fünf Minuten (länger ist eh langweilig, wie er mir es dann sagt) die Geschichte vom kleinen Prinzen hört und sieht (ob er sie versteht, lasse ich mal dahingestellt sein). Auch die zwanzig Minuten „Der Bär im großen blauen Haus“ auf dem Kinderkanal in der Woche verkraftet der Zwerg mit Wonne! (Die Tubbies finde ich allerdings auch ZU blöde, als daß er sie in der Glotze zu Gesicht bekommt).
Ich denke, es gibt sehr schön gestaltete Software auch für kleine Kids (Tivoli), nur übertreiben sollte man es mit der Masse halt nicht!
Meistens sieht es eh so aus, daß mein Sohnemann mich mit den Worten „PAPA! Autos spielen!“ oder „Bilderbuch zeigen!“ von der Kiste wegzieht, was ihm auch nicht allzu schwer fällt - mir ist es sehr viel lieber, mit dem Kleinen stundenlang in seinem Zimmer unter Autos, Legos und Bilderbücher begraben zu sein, als an meinem Compi zu arbeiten…

Gruß
Guido, der einfach mal seinen Senf dazugeben mußte

Nachtrag
*WUNDER*

Ich finde es hier bei WWW immer wieder erstaunlich, wie kinderlose Leute ihr Fachwissen preisgeben…

Gruß
Guido