Hallo!
kann man die beiden folgenden Systeme leistungsmäßig
vergleichen?
Der Windows-PC hat die deutlich stärkere Grafikkarte, die Grafik des Mac ist schon sehr schwachbrüstig. Ansonsten dürften die Geräte leistungsmäßig halbwegs vergleichbar sein.
Welches würdet ihr empfehlen? Den Windows-PC oder den Apple
iMac?
Ich würde prinzipiell einen Windows-PC kaufen, wobei ich von der konkret genannten Zusammenstellung doch in einigen Posten abweichen würde. Z.B. würde ich einen anderen Monitor (mit S-PVA-Panel) kaufen. Das ist ja gerade der Vorteil an „normalen“ PCs, man kann die Hardware nach eigenen Wünschen konfigurieren und muss nicht das kaufen, was der Hersteller lustig ist, einzubauen. Dies ist gleichzeitig auch der größte Nachteil an Mac - du kaufst ein vorgefertigtes Komplettpaket und hast noch weniger Einfluss auf die verbauten Komponenten, als beispielsweise bei Dell. Mit der Erweiterbarkeit sieht es auch schlecht aus, da Apple hier weitmöglich einen Riegel vorschiebt. Für ein Upgrade der schwachen Grafikkarte bist du dann wieder darauf angewiesen, bei Apple nachzukaufen (die machen ein selbstgestricktes BIOS auf ihre zugekauften PC-Komponenten), wo du dann für dieselbe Hardware den dreifachen Preis bezahlst.
Schreibt doch bitte einfach alles, was Euch dazu einfällt. 
Windows-PC:
„Aerocool Aeroengine Jr.Schwarz ohne Netzteil“ ~ 55 EUR
„ATX-Netzt.Seasonic S12-430 430 Watt“ ~ 65 EUR
Hier würde ich persönlich zu einem weniger verspielten und dafür etwas soliderem Gehäuse neigen, aber insgesamt sollte das Case schon okay sein. Das verbaute Netzteil ist hochwertig, müsste aber beileibe nicht so stark sein. Das kleinere S12-380 (380 watt) reicht dicke weit in die Zukunft, hier könnte man problemlos 15 EUR sparen.
„MSI RX1650XT-T2D256EZ, 256MB DDR3, PCI-E“ ~ 130 EUR
Bei der Grafikkarte würde ich dagegen etwas zulegen, da ich persönlich auch gerne mal ein Spielchen mache. Um aktuelle Spiele auf einem 20" TFT-Monitor ordentlich darzustellen, darf es aber schon gern eine Radeon X1950 Pro für 165 EUR sein, für „echte Zocker“ auch was schnelleres.
„NEC MultiSync LCD20WGX2 Pro, 20“, 2ms, DVI" ~ 500 EUR
Wie oben schon gesagt, würde ich in diesem Preisbereich einen Monitor mit S-PVA kaufen, auch wenn der NEC (S-IPS) ein eher gutes Gerät ist. Desweiteren finde ich 20" im Breitbildformat überhaupt etwas mickrig. Ein 20" 16:10-Monitor hat nur etwa die Höhe eines „normalformatigen“ (5:4) 17"ers, aber eine deutlich höhere Auflösung, dadurch wird die Darstellung natürlich auch ziemlich fiepslig und ist nur was für gute Augen. Tip: Der Samsung SyncMaster 215TW (21") hat zum kleineren Preis die bessere Bildqualität und das größere Panel! So richtig Spaß macht Breitbild aber erst ab 23". 
Der Rest der Zusammenstellung wäre für mich zumindest okay (auch wenn ich persönlich eher AMD zuneige), ich würde evtl. schnelleren Speicher (eher aus psychologischen als objektiven Gründen ^^) und vermutlich auch eine andere Festplatte kaufen, aber das sind mehr subjektive/ persönliche Vorlieben. Die Seagate 7200.10-Serie ist tatsächlich leise und recht flott, hatte letzte Woche die Gelegenheit, sie zu testen.
Apple iMac:
Apple ist für mich ein System für Leute, die keine Ahnung von Hardware und weder Zeit noch Lust haben, sich damit näher auseinanderzusetzen. Apple-Nutzer wollen einen Computer, den sie auspacken, anschließen und der im üblichen Alltagseinsatz perfekt funktioniert. Meist tut es das auch.
Apple stellt halt im Gegensatz zu anderen großen Assemblern (wie z.B. Dell) nicht nur die Hardware zusammen, sondern pflegt auch ein eigenes Betriebssystem und eigene Softwareangebote. Da alles aus einer Hand kommt, ist hard- und Software gut aufeinander abgestimmt (also früher war es zumindest mal so ^^). Der Nutzer muss sich nur noch wenig mit der Konfiguration seiner Hard- und Software (und den dabei auftretenden Problemchen) herumschlagen, weil die Ingenieure von Apple ihm das schon im Vorfeld abgenommen haben, und kann sich auf die Arbeit konzentrieren.
Der Nachteil der Sache ist natürlich die (gewollt) hohe Spezialisierung des Systems und die (gewollt erzeugten und liebevoll gepflegten) Inkompatibilitäten zur restlichen „PC-Welt“. Die Leistungsfähigkeit (besonders im Grafikbereich) bleibt hinter gleich teuren PCs zurück und die Auswahl an Hard- und Software ist aus Gründen der Firmenphilosophie sehr beschränkt, besonders das Aufrüsten von Hardware ist ohne entsprechende Tricks (Firmware „umflashen“) schwer möglich bzw. extrem teuer.
Die Vorteile des Windows-PCs:
- Erweiterungsmöglichkeiten
Sehr wichtig!
- keine Bindung an eine Firma (Apple)
- sieht toll aus (das Gehäusefenster und die LED-Lüfter)
Na iiihhhhh… ^^
Die Vorteile des Apple-PCs:
Es gibt auch kleine PC-Gehäuse
- sieht elegant aus (für meinen Geschmack)
Es gibt auch elegante PC-Gehäuse, man muss nicht so ein Kinder-Case kaufen 
Nun ja, ich schätze, da dürften die Unterschiede mit Windows Vista nicht mehr so gravierend sein…
Die penibel auf einander abgestimmte Hard- und Software bei Apple ist der große Vorteil, da so weitgehend Kompatibilitätsprobleme vom Anwender fern gehalten werden. Hierin liegt aber gleichzeitig auch der große Nachteil - da viele Komponenten nachträglich von Apple „getunt“ sind, stehen einem 99% des bestehenden (PC-)Hardwareangebotes und (bei Beschränkung auf OS X) locker 80% des bestehenden Softwareangebotes nicht zur Verfügung. Zwar soll man auf einem Mac mit dem Umstieg auf Intel-Technik ja nun auch Windows auf Hardwareebene laufen lassen können - aber tut man das, sind mit einem Schlag auch viele Vorteile des Mac dahin und man muss sich selber wieder mit seinen Treiberproblemchen etc. rumschlagen…
LG Jesse