PDS = SED + SPD = Regierung?

Kann mir mal jemand erklären, wo denn der Unterschied zwischen der alten SED und der heutigen PDS erklären. was hat sich denn da geändert?
Wurden alte Köpfe rausgeschmissen, die für so vieles verantwortlich waren?

Wer kann mir mal erklären, wie man solche Personen, die vor 15 Jahren noch eine Diktatur mit Schießbefehl befürworteten und praktizierten (!), heute evtl. an der Budnesregiereung beteiligen will?

Und vor allem, was für eine Denke muß da bei der SPD dahinter stehen, solche Parteien auch noch hoffähiug zu machen?

Geht es um schlichweg Machterhalt um jeden - wirklich jeden - Preis?

Vielleicht hat ja jemand vernünftige Argumente - außer dem üblichen dasistdochallesschneevonmgestern sch…

danke euch

ric

Geht es um schlichweg Machterhalt um jeden - wirklich jeden -
Preis?

Ich sehe den Sündenfall - wenn ich überhaupt einen Sündenfall sehe - nicht dort sondern bei der CDU-CDU und FDP-LDPD Vereinigung. Die Blockparteien waren um kein Deut besser als die SED, haben alles mitgetragen. Und eine Vereinigung ist ja noch eine viel nähere Annäherung als eine Koalition.

Insofern konnte ich die Aufregung von CDU und FDP um eine mögliche Koalition mit der PDS nie Ernst nehmen.

Hallo Ric,

die PDS ist derzeit ein recht wild zusammengewürfelter Haufen aus Linksalternativen, alt-68ern und ehemaligen Kadermitgliedern. Letztere scheinen mir in der Minderheit zu sein. Politisch haben sie meinem Eindruck nach nicht mehr viel zu melden. Wundert mich auch nicht, die Machtstrukturen, auf denen deren Seilschaften gründen, sind schlicht nicht mehr existent.
Die anderen beiden Gruppen haben weder mit Kommunismus noch mit dem Mauerbau besonders viel am Hut. Für sie ist die PDS nicht mehr oder nicht weniger als ein Mittel, um Politik zu machen. Wie auch immer die dann aussehen soll.

Eigentlich finde ich das bedauerlich. Schließlich ist unsere politische Landschaft in den vergangenen Jahren eher nach rechts gedriftet. Eine wirkliche linke, sozial orientierte Partei gibt es derzeit keine, ganz im Gegensatz zu den vielen Gruppen am rechten Rand des Parteienspektrums.

Auch wenn ich selbst kein linker bin, so ist das für das langfristige demokratische Gleichgewicht nicht unbedingt gut. Derzeit ist bei uns grenzenlose Selbstbedienung (Spendenskandal) und deren Geheimhaltung (Stasi-Akten) fast schon sozial akzeptiert. Dabei ist Geld nicht nur zum persönlichen Vergnügen da, sondern beinhaltet auch die Verantwortung zum sinnvollem Einsatz im gemeinnützigen Sinne. Andernfalls kann ein Gemeinwesen nicht lange funktionieren.

So kann ich Deine Besorgnis über die PDS kaum teilen. Ich sehe die Probleme wie gesagt woanders.

Oliver

Nicht unbedingt Besorgnis, sondern…

Hi Oliver,

ich als Wessi, der einmal ein paar Tage bei Rotlicht damals bei den Freunden übernachten durfte, versuche einfach zu verstehen, was da ab geht.

Und ich frage mich, ist unsere Demokratie wirklich noch eine solche oder nur eine andere Art der „labilen“ Pseudo-Monarchien, wo die Regierenden sich nahezu alles leisten könenn, nur um ihre Macht zu erhalten und wenns halt nicht mehr klappt, dann wählt man halt einen neuen…

das war so der Hintergedanke.

und vor allem ob nun noch Kader da oder nicht, ist es in unserer Demokratie bereits legalisiert und offensichtlich kein Problem, mit der Nachfolgeorganisation von Mauerschützen und Diktatoren klass. Form zu kooperieren, auch nur wieder um der Machterhalt willen???

Cu

Ric

Hallo Ric,

ich bin nicht besonders überzeugt davon, daß der einzelne Politiker bezüglich seiner eigenen Entscheidungen besonders viel Spielraum hat. Ich denke, sein (Abstimmungs-)verhalten wird zum Großteil von Parteiinteressen, Wählerdruck und Lobbyisten bestimmt. Am besten kommt dies im Fraktionszwang bei Abstimmungen zur Geltung. Zumindest dort ist der einzelne nicht mehr als eine Marionette. Auch die höheren Ämter befinden sich in gegenseitiger Abhängigkeit. Und das ist auch gut so. Liegt in der Natur der Demokratie.

und vor allem ob nun noch Kader da oder nicht, ist es in
unserer Demokratie bereits legalisiert und offensichtlich kein
Problem, mit der Nachfolgeorganisation von Mauerschützen und
Diktatoren klass. Form zu kooperieren, auch nur wieder um der
Machterhalt willen???

Auch diese Leute sind nun mal Teil unser Gesellschaft geworden, und sofern sie nicht gegen die demokratische Grundordnung wenden, muß man sie als Teil der demokratischen Gemeinschaft akzeptieren. Würden wir sie einfach aufgrund unserer persönlichen Überzeugungen ausschließen, so wären wir ja nicht besser als ein Diktator, der auch nach Gusto Leute zuläßt oder ausschließt.
Ein ähnlich gelagertes Problem betrifft den Umgang mit Straftätern eines Unrechtsregimes: Sie müssen nach rechtsstaatlichen (und nicht nach ihren eigenen) Maßstäben verurteilt werden. Damit kommen sie oft viel zu gut weg. Aber wir können uns wenigstens sicher sein, sie korrekt behandelt zu haben, und müssen uns beim Blick in den Spiegel nicht fragen, ob unsere Methoden vielleicht auch nicht besser sind als die Methoden von denjenigen, die wir verurteilt haben. Und das ist schon was wert.

Wir müssen also mit diesen Leuten leben, wenn auch mit Zähneknirschen. Mehr noch - manchmal geht es nicht ohne sie. Beispiel Berlin: Eine ganze Reihe Mitglieder einer bestimmten Partei praktizierten Selbstbedienung in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß. Der Schaden muß vom Gemeinwesen getragen werden und beträgt auf die gesamte Einwohnerzahl Deutschlands umgerechnet über 1000 DM, für die Du und ich in den nächsten Jahren Zins und Zinseszins zahlen müssen.

Das Schlimmmste: Der *neue* Kandidat dieser Partei wurde von den alten Seilschaften auf den Schild gehoben, auf dem er jetzt steht. Wohl weil sie genau wissen, daß dieser weitere Entscheidungen genau im ihrem Sinne fällen wird. Es soll wohl alles so weitergehen. Die scheinen Macht für ihr gutes Recht zu halten.

Diesen Leuten ist Selbstbereicherung wichtiges als eine funktionierendes Gemeinwesen. Die stetige Raffung von Macht führt über längere Zeit zu diktatorischen Verhältissen. Also werg mit ihnen, und zwar dringend! Auch dann, wenn wir dafür zähneknirschend eine Regierungsmitgliedschaft der PDS dulden müssen.

So sehe ich es jedenfalls.

Oliver

Genau, Ralf hat recht. Die roten werden das schon machen, ich bin auch dafür. also her mit gysi und weg mit der cdu.

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mitgliedschaften ungleich waehlerpotential!
hi oli,

die PDS ist derzeit ein recht wild zusammengewürfelter Haufen
aus Linksalternativen, alt-68ern und ehemaligen
Kadermitgliedern. Letztere scheinen mir in der Minderheit zu
sein. Politisch haben sie meinem Eindruck nach nicht mehr viel
zu melden. Wundert mich auch nicht, die Machtstrukturen, auf
denen deren Seilschaften gründen, sind schlicht nicht mehr
existent.

du hast recht, das mitglieder der PDS vornehmlich unter den linken und alt-68ern zu finden sind. die mitglieder die einmal funktionäre etc. in der DDR SED waren, werden sicherlich immer weniger, aber die PDS wird eben von diesen vorrangig gewählt. den westlich angehauchten 68ern ist die PDS zu ossich und die richtig linken finden durch frau wagenknecht kaum gehör in der PDS. ich sehe bestimmt 2/3tel der wähler der PDS immernoch in ostdeutschen bürgen des alters 45 und aelter.

so, das meine meinung dazu:

zur SPD haltung: klare machterhaltungspolitik m.E.! die SPD sieht halt ihren momentanen koalitionspartner die grünen maechtig wanken, und da die FDP sich nicht deutlich vor der wahl positionieren will, muss die SPD sich zwangslaeufig nach alternativen umsehen… durch gute politik konnte diese regierung ja nur vereinzelt auffallen!

gruss

showbee

hohohohohohhohohohohohoho, paß auf showbee, jetzt gehe sie alle auf dich los, stimme dir trotzdem zu

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hohohohohohhohohohohohoho, paß auf showbee, jetzt gehe sie
alle auf dich los, stimme dir trotzdem zu

gott sei dank, weiss ich auch einige user hinter mir!

gruss
und gute nacht

showbee

Hallo alle zusammen,
wenn ihr wüsstet, wie teilweise gleichgültig die meisten damals in die SED eingetreten sind, vielleicht, um einfach nicht aus der masse herauszuragen, dann würden euch, die ihr an der politik tatsächlich interessiert seit, die Haare zu Berge stehen. Ich kann es heute noch kaum glauben, habe es aber miterlebt. Und: Ich war nicht in der SED! Aus ebenso wenig Überzeugung. Eben einfach so. Mensch, das war der Zeitgeister der Ossies in den 80-ern: Mir doch egal. Alles Mist.
Jana

du hast recht, das mitglieder der PDS vornehmlich unter den
linken und alt-68ern zu finden sind. die mitglieder die einmal
funktionäre etc. in der DDR SED waren, werden sicherlich immer
weniger, aber die PDS wird eben von diesen vorrangig gewählt.

I disagree. PDS Mitglieder sind in der Regel die alten SED-Kader. Du mußt Dir vor Augen halten, dass 80 % der PDS Mitglieder über 60 Jahre alt sind !!!. Sicher wird in dieser Altersgruppe auch überdurchschnittlich die PDS gewählt, aber die PDS hat, zumindestens im Osten, die meisten Wähler unter den jungen Menschen, die die DDR nur noch in kleinen Teilen aktiv selbst erlebt haben.

den westlich angehauchten 68ern ist die PDS zu ossich und die
richtig linken finden durch frau wagenknecht kaum gehör in der
PDS.

Du darfst die Kommunistische Plattform um Frau Wagenknecht nicht unterschätzen. Innerhalb der PDS ist deren Einfluß recht hoch. Nur das kehrt die Partei natürlich nicht gerne nach aussen, weil Frau Wagenknecht sehr dem Image der Partei schadet, die sich als Partei der Demokratischen Kommunisten und nicht der alten SED-Kommunisten vom Schlage Wagenknecht versteht.

ich sehe bestimmt 2/3tel der wähler der PDS immernoch in

ostdeutschen bürgen des alters 45 und aelter.

Die PDS wird sogar zu 90 % von Ostdeutschen gewählt, aber nicht nur von den älteren sondern, wie obig schon beschrieben, auch von den Jüngeren.

zur SPD haltung: klare machterhaltungspolitik m.E.! die SPD
sieht halt ihren momentanen koalitionspartner die grünen
maechtig wanken, und da die FDP sich nicht deutlich vor der
wahl positionieren will, muss die SPD sich zwangslaeufig nach
alternativen umsehen… durch gute politik konnte diese
regierung ja nur vereinzelt auffallen!

Ich denke man muß sie SPD/PDS Problematik in zweiereli Sicht sehen. Die eine Seite ist die Landesebene die andere die Bundesebene.

Auf der Landeseben, vor allem in Ost-Deutschland, ist die PDS eine derart starke Macht, dass an ihr Politisch kein Weg vorbei führt. Die FDP und die Grünen sind in vielen Ostdeutschen Ländern schlicht nicht präsent, und somit bleibt der SPD gar nichts anderes übrig, wenn sie nicht in den sauren Apfel Große Koalition beissen will, als eine Regierung mit der PDS bzw. unter Duldung der PDS anzustreben.

Auf Bundesebene hat die SPD derzeit noch genug Alternativen zur PDS als Kaolitionspartner. So lange es Rechnerich möglich ist, wird die Koalition mit den Grünen fortgesetz, weil Schröder keinen handzahmeren Koalitionspartner finden wird :smile:. Und wenn die Grünen wegfallen, bleibt immer noch die FDP, die sich in letzer Zeit verstärkt bei der SPD anbiedert. Eine Koalition SPD/PDS halte ich für die nächsten 10 Jahre für schlicht undenkbar, dass würden die Westdeutschen Stammwähler und die Basis der SPD nicht mitmachen.

Lieben Gruß

Katja

na da bin ich gespannt

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Hi Ric!

Wer kann mir mal erklären, wie man solche Personen, die vor 15
Jahren noch eine Diktatur mit Schießbefehl befürworteten und
praktizierten (!), heute evtl. an der Budnesregiereung
beteiligen will?

Klar kann ich dir das erklären:
Aus den gleichen Gründen, warum man früher Leute, die aktiv die Nazis unterstützt haben, zum Bundeskanzler (Kiesinger) oder zu Ministerpräsidenten (Filbinger, FJStrauß) gewählt hat.

Grüße
Siegfried

Hi!

die PDS ist derzeit ein recht wild zusammengewürfelter Haufen
aus Linksalternativen, alt-68ern und ehemaligen
Kadermitgliedern. Letztere scheinen mir in der Minderheit zu
sein. Politisch haben sie meinem Eindruck nach nicht mehr viel
zu melden. Wundert mich auch nicht, die Machtstrukturen, auf
denen deren Seilschaften gründen, sind schlicht nicht mehr
existent.

Ich sehe das eher wie Katja.
Gerade Jugendliche, die keine negativen Erfahrungen mit dem DDR-Regime gemacht hatten und mit dem kapitalistischen System nicht richtig klarkommen, biedern sich der PDS an.

Die kommunistische Plattform in der PDS würde auch ich nicht unterschätzen.
Die Mitglieder sind eine Sache.
Aber die Wähler sind ganz klar auf Kurs.
Hier lauert eine große Gefahr für unser Land, denn unter Schröder haben die Ultraalinken nun wieder eine Chance und werden sie auch nutzen.
Alles eine Folge der Politik des reinen Machterhalts.
Mit Grünen und PDS ist Schröder höchstwahrscheinlich wieder dabei und die Eurosozis nach wie vor stark.

du hast recht, das mitglieder der PDS vornehmlich unter den
linken und alt-68ern zu finden sind. die mitglieder die einmal
funktionäre etc. in der DDR SED waren, werden sicherlich immer
weniger, aber die PDS wird eben von diesen vorrangig gewählt.
den westlich angehauchten 68ern ist die PDS zu ossich und die
richtig linken finden durch frau wagenknecht kaum gehör in der
PDS. ich sehe bestimmt 2/3tel der wähler der PDS immernoch in
ostdeutschen bürgen des alters 45 und aelter.

so, das meine meinung dazu:

zur SPD haltung: klare machterhaltungspolitik m.E.! die SPD
sieht halt ihren momentanen koalitionspartner die grünen
maechtig wanken, und da die FDP sich nicht deutlich vor der
wahl positionieren will, muss die SPD sich zwangslaeufig nach
alternativen umsehen… durch gute politik konnte diese
regierung ja nur vereinzelt auffallen!

Dem stimme ich zu.
Es geht bei den Linken auch nicht um sinnvolle Politik, sondern um das Durchpeitschen eines Traumes.
Der Sozialismus im Arbeiter- und Bauernstaat, heute allerdings regiert durch Politik UND Vorstände von Großunternehmen (um die Aufsichtsratsposten für die Politik nicht zu gefährden).

Nur wird dieser Spagat nicht funktionieren, denn die Leute, die 90% der Steuern bezahlen (KMUs und Bezieher höherer Gehälter), werden dann weg sein.

Grüße,

Mathias

hi,

I disagree. PDS Mitglieder sind in der Regel die alten
SED-Kader. Du mußt Dir vor Augen halten, dass 80 % der PDS
Mitglieder über 60 Jahre alt sind !!!.

okay, das mag stimmen und glaube ich ohne zu prüfen …

Sicher wird in dieser
Altersgruppe auch überdurchschnittlich die PDS gewählt, aber
die PDS hat, zumindestens im Osten, die meisten Wähler unter
den jungen Menschen, die die DDR nur noch in kleinen Teilen
aktiv selbst erlebt haben.

und da würde ich gern wissen, woher du das nimmst? meinund oder wissen? weil meine meinung ist eben anders (bekanntenkreis und nachbarn etc.)

wenn, dann sind die jungwaehler aber nicht überzeugt von der PDS politik, sondern eher protestwaehler die nicht rechts waehlen wollen (auch gut!) und diejenigen, die sich von petra paus haarschnitt und von gysis reden beeindrucken lassen!

das phänomen hatte man hier im osten, weil kaum ein jgdl. hier den schröder kannte, schily und lafontaine waren kaum bekannt und scharping … tsss…

den westlich angehauchten 68ern ist die PDS zu ossich und die
richtig linken finden durch frau wagenknecht kaum gehör in der
PDS.

Du darfst die Kommunistische Plattform um Frau Wagenknecht
nicht unterschätzen. Innerhalb der PDS ist deren Einfluß recht
hoch. Nur das kehrt die Partei natürlich nicht gerne nach
aussen, weil Frau Wagenknecht sehr dem Image der Partei
schadet, die sich als Partei der Demokratischen Kommunisten
und nicht der alten SED-Kommunisten vom Schlage Wagenknecht
versteht.

naja, aber ernstzunehmen sind deren forderungen nicht. gysi ist zwar schon für die dogmatik der partei zu weit rechts/liberal, aber wagenknecht vertritt keine wahlgewinnende mehrheit in deutschland (hoffen wirs!)!

Auf der Landeseben, vor allem in Ost-Deutschland, ist die PDS
eine derart starke Macht, dass an ihr Politisch kein Weg
vorbei führt. Die FDP und die Grünen sind in vielen
Ostdeutschen Ländern schlicht nicht präsent, und somit bleibt
der SPD gar nichts anderes übrig, wenn sie nicht in den sauren
Apfel Große Koalition beissen will, als eine Regierung mit der
PDS bzw. unter Duldung der PDS anzustreben.

okay, da geh ich mit. im landesparlament ist die politische arbeit der parlamentarier auch eher bedürfnisangepasst als im bundestag, da herrscht eher parteien/programmtikzwang!
und das ist auch gut so … *hihih*

Auf Bundesebene hat die SPD derzeit noch genug Alternativen
zur PDS als Kaolitionspartner. So lange es Rechnerich möglich
ist, wird die Koalition mit den Grünen fortgesetz, weil
Schröder keinen handzahmeren Koalitionspartner finden wird

-). Und wenn die Grünen wegfallen, bleibt immer noch die FDP,

die sich in letzer Zeit verstärkt bei der SPD anbiedert. Eine
Koalition SPD/PDS halte ich für die nächsten 10 Jahre für
schlicht undenkbar, dass würden die Westdeutschen Stammwähler
und die Basis der SPD nicht mitmachen.

ich denke er wird sich naechstes jahr auch für die FDP entscheiden, wenn die grünen nur 2% hinterliegen. einfach um bessere mehrheiten zu gewinnen. dazu kommt, das die grünen eher dulden als „opposition“ als kontra gehen. da bleibt dann nur die CDU/CSU die gg. regierung politik macht. da hat man bei möglichen schwierigen gesetzesabstimmungen die mehrheiten schneller im kasten…

gruesse vom

showbee

I disagree. PDS Mitglieder sind in der Regel die alten
SED-Kader. Du mußt Dir vor Augen halten, dass 80 % der PDS
Mitglieder über 60 Jahre alt sind !!!.

okay, das mag stimmen und glaube ich ohne zu prüfen …

Ist auch so. Ok, ob 80% weiß ich nicht, aber mindestens tendenziell ist das richitg.

Sicher wird in dieser
Altersgruppe auch überdurchschnittlich die PDS gewählt, aber
die PDS hat, zumindestens im Osten, die meisten Wähler unter
den jungen Menschen, die die DDR nur noch in kleinen Teilen
aktiv selbst erlebt haben.

und da würde ich gern wissen, woher du das nimmst? meinund
oder wissen? weil meine meinung ist eben anders
(bekanntenkreis und nachbarn etc.)

Ist der Kommentar der Wahlforscher in jeder Wahlanalyse nach einer ostdeutschen Wahl. Daher ist das auch richtig, was Katja schreibt. PDS - alte Mitglieder - junge Wähler, das ist ja das merkwürdige der Partei.

wenn, dann sind die jungwaehler aber nicht überzeugt von der
PDS politik, sondern eher protestwaehler die nicht rechts
waehlen wollen (auch gut!) und diejenigen, die sich von petra
paus haarschnitt und von gysis reden beeindrucken lassen!

Das kann natürlich richtig sein. Weiß ich nicht.
führt. Die FDP und die Grünen sind in vielen

okay, das mag stimmen und glaube ich ohne zu prüfen …

Das stimmt. Ist Nachzulesen in diversen Publikationen der PDS bezüglich deren Mitglieder.

und da würde ich gern wissen, woher du das nimmst? meinund
oder wissen? weil meine meinung ist eben anders
(bekanntenkreis und nachbarn etc.)

Ich habe in meinem Bekanntenkreis gott sei Dank niemand der PDS wählt :smile:. Diese Daten basieren auf Umfragen von seriösen Meinungsforschungs - und Wahlforschungsinstituten, die die Wähler der verschiedenen Parteien nach Alter, Einkommen etc. aufsplitten nach jeder Wahl. Sie haben natürlich keine 100%igen Anspruch auf Gültigkeit, da bei einer geheimen Wahl die Stimmen keiner Person zugeordnet können. Aber Erfahrungsgemäß liegt die Fehlertoleranz bei seriösen Instituten bei lediglich 2 bis 3 %.

wenn, dann sind die jungwaehler aber nicht überzeugt von der
PDS politik, sondern eher protestwaehler die nicht rechts
waehlen wollen (auch gut!) und diejenigen, die sich von petra
paus haarschnitt und von gysis reden beeindrucken lassen!

Oder weil sie von den Parolen der PDS affiziert werden, die für Arbeits - und Chancenlose recht attraktiv töhnen. Mehr Ausbildungsplätze, Geld von Oben nach Unten verteilen et cetera

das phänomen hatte man hier im osten, weil kaum ein jgdl. hier
den schröder kannte, schily und lafontaine waren kaum bekannt
und scharping … tsss…

Na ja, von den neuen PDS Leuten kannten die Bürger der DDR auch keinen, oder ?. Die alten SED-Kader sind ja Gott sei Dank größtenteils entsorgt und/oder nicht mehr in Führungspositionen.

naja, aber ernstzunehmen sind deren forderungen nicht.

Das ist richtig, aber wenn genug Menschen drauf anspringen…

gysi ist zwar schon für die dogmatik der partei zu weit
rechts/liberal, aber wagenknecht vertritt keine wahlgewinnende
mehrheit in deutschland (hoffen wirs!)!

Gysi und Wagenknecht sind die Aushängeschilder der Partei. Gysi wegen seinem Charme und seiner Eloquenz und Frau Wagenknecht wegen ihrem für Poltikerrinnen ungewöhnlich attraktivem äußeren :smile:.

okay, da geh ich mit. im landesparlament ist die politische
arbeit der parlamentarier auch eher bedürfnisangepasst als im
bundestag, da herrscht eher parteien/programmtikzwang!
und das ist auch gut so … *hihih*

Stimmt und vor allem darf man den Menschen im Osten auch nicht vor den Kopf stoßen. Wenn nun einmal 30 % der Menschen sich von der PDS vertreten lassen wollen und diese Partei die Demokratische Grundordnung der BRD nicht gefährdet, müßen die anderen Parteien und die Westdeutschen das akzeptieren.

Gruß

Katja