War der japanische Angriff auf den Flottenstützpunkt Pearl Habor nur ein geeigneter Anlass für US- Präsident Roosevelt?
War der japanische Angriff auf den Flottenstützpunkt Pearl
Habor nur ein geeigneter Anlass für US- Präsident Roosevelt?
ja war er,die Amis haben schon lange vorher mit verschiedenen Massnahmen (Ölembargo) darauf hingearbeitet, den Japanern blieb gar nix anderes übrig, dass sie den 1. Schuss abgeben mussten
voher war die Mehrheit gegen den Krieg, nacher 83% dafür und in kurzer Zeit 1Million Freiwillige gemeldet. Die US Grossindustrie und die Banken konnten sich doch so einen grossen Krieg zur Profitmaximierung wirklich nicht entgehen lassen 
guckst du auch mal hier
http://video.google.de/videoplay?docid=-535224649588…
mal gucken, wann der Micha mit dem Gegenbeweis aufläuft 
Der Mikesch
Hallo,
ich bin nicht der Micha, hoffentlich enttäuscht das jetzt nicht. Aber trotzdem eine Meinung. Roosevelt wollte in den Krieg, aber damit wwar er 1940 schon nicht durchgekommen. Immerhin aber gelang es ihm ja, das Lend&Lease für die Engländer durchzusetzen.
Die Gründe waren vielfältig und, betrachtet man die Bereitschaft, die Zeche aus dem amerikanischen Steuersäckel zu zahlen, sicher nicht auf reine Profitmaximierung zurückzuführen. Also Schluß mit dieser Märchentheorie. Was sich schon lange abspielte, war ja eine Blockbildung. England und Frankreich waren verbündet und Schutzmächte Polens. Amerika stand immer irgendwie undefiniert hinter England. Das wurde ja auch in weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert. Aber der Krieg war weit weg und genauso wie in Europa, so wollten damals viele Leute nicht in einen weiteren europäischen Krieg ziehen. Natürlich waren mit Deutschland und Italien ja auch zwei der drei Achsenmächte im Krieg. Für Amerika war Japan die wunde Stelle. Die Japaner hatten bereits '36 in China losgeschlagen und dort kämpften auch amerikanische Freiwillige. Man war also bereits indirekt im Krieg. Was man aber brauchte,. um die Sache endgültig zu erklären, war ein heißer direkter Krieg. Wobei es gar nicht alleine um Japan ging sondern um alle Achsenmächte. Aber ein Krieg mit Japan war ein „naher“ Krieg aus amerikanischer Sicht. Der konnte die Bevölkerung kriegswillig machen. Welche Maßnahmen aber waren es, die Japan zum Angriff „provozierten“? Man hatte das Kontingent japanisch stämmiger Einwanderer pro Jahr drastisch gekürzt. Und man hatte, als Mittel der Diplomatie ein Ölembargo verhängt, solange Japan sich im Krieg in China befand. Also alles eigentlich durchaus legitime Maßnahmen.
Pearl Harbour war also so oder so ein aggressiver Akt und dadurch, dass man die Übersetzung der Kriegserklärung nicht rechtzeitig schaffte, auch noch diplomatisch unterste Schublade. Trotzdem, im Januar 1942, also eigentlich nur Tage nachdem Amerika im Krieg war, stimmten Chuirchill und Roosevelt darin überein, dass Europa der Prioritätsschauplatz war, der Krieg im Pazifik die nachrangige Rolle spielte. Noch klarer konnte man es wohl kaum ausdrücken, worum es wirklich ging.
Der Rest ist Geschichte. Die bösen Amis haben den Krieg gewonnen, uns von Hitler befreit, im Marshallplan, den wir ja nie bezahlen mussten, Profitmaximierung aus der eigenen Tasche betrieben und, weil sie mal eben dabei waren, gleich noch den Aufbau von ein paar anderen Ländern bezahlt.
Gruß
Peter B.
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War der japanische Angriff auf den Flottenstützpunkt Pearl
Habor nur ein geeigneter Anlass für US- Präsident Roosevelt?ja war er,die Amis haben schon lange vorher mit verschiedenen
Massnahmen (Ölembargo) darauf hingearbeitet, den Japanern
blieb gar nix anderes übrig, dass sie den 1. Schuss abgeben
musstenvoher war die Mehrheit gegen den Krieg, nacher 83% dafür und
in kurzer Zeit 1Million Freiwillige gemeldet. Die US
Grossindustrie und die Banken konnten sich doch so einen
grossen Krieg zur Profitmaximierung wirklich nicht entgehen
lassenguckst du auch mal hier
http://video.google.de/videoplay?docid=-535224649588…
mal gucken, wann der Micha mit dem Gegenbeweis aufläuft
Der Mikesch
Hallo Peter
Hallo,
ich bin nicht der Micha, hoffentlich enttäuscht das jetzt
nicht.
an dich hab ich gar nicht gedacht
der Micha bringt das alles kürzer zusammen 
Aber trotzdem eine Meinung. Roosevelt wollte in den
Krieg, aber damit wwar er 1940 schon nicht durchgekommen.
Immerhin aber gelang es ihm ja, das Lend&Lease für die
Engländer durchzusetzen.
Die Gründe waren vielfältig und, betrachtet man die
Bereitschaft, die Zeche aus dem amerikanischen Steuersäckel zu
zahlen, sicher nicht auf reine Profitmaximierung
zurückzuführen.
Na aber doch, natürlich nicht für den Steuerzahler sondern für die Banken, die das Geld in Form von Krediten dem Staat leihen, nämlich die FED und andere Banken, du solltest dir auch mal das Video gönnen
Also Schluß mit dieser Märchentheorie. Was
sich schon lange abspielte, war ja eine Blockbildung. England
und Frankreich waren verbündet und Schutzmächte Polens.
Amerika stand immer irgendwie undefiniert hinter England. Das
wurde ja auch in weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert.
Aber der Krieg war weit weg und genauso wie in Europa, so
wollten damals viele Leute nicht in einen weiteren
europäischen Krieg ziehen. Natürlich waren mit Deutschland und
Italien ja auch zwei der drei Achsenmächte im Krieg. Für
Amerika war Japan die wunde Stelle. Die Japaner hatten bereits
'36 in China losgeschlagen und dort kämpften auch
amerikanische Freiwillige. Man war also bereits indirekt im
Krieg. Was man aber brauchte,. um die Sache endgültig zu
erklären, war ein heißer direkter Krieg. Wobei es gar nicht
alleine um Japan ging sondern um alle Achsenmächte. Aber ein
Krieg mit Japan war ein „naher“ Krieg aus amerikanischer
Sicht. Der konnte die Bevölkerung kriegswillig machen.
Also hat man zielgerichtet darauf hingearbeitet,im Tagebuch des Kriegsministers steht ja auch nicht umsonst: Wir müssen sie dazu bringen,den 1. Schuss zu tun
Der Rest ist Geschichte. Die bösen Amis haben den Krieg
gewonnen, uns von Hitler befreit, im Marshallplan, den wir ja
nie bezahlen mussten, Profitmaximierung aus der eigenen Tasche
betrieben und, weil sie mal eben dabei waren, gleich noch den
Aufbau von ein paar anderen Ländern bezahlt.
Die Banken die die Kredite der Regierung gaben, haben durchaus dort noch mal Profit gezogen, in dem sie erst die Zerstörung finanzierten und dann am Wiederaufbau auch verdienen. Altbewährtes Muster der AMIs für eigene Konjunktur zu sorgen. Im Irak läufts nach dem selben Muster, bei den Israelis und Palästinern ebenso, dort blecht regelmässig die EU für die Zerstörungen der Israelsis 
Noch ne Empfehlung: ARD Dokumentation : Hitlers amerikanische Geschäftsfreunde
Gruß
Peter B.
LG
Mikesch
Hallo,
sie HÄTTEN verdient, wenn die Kredite zurückbezahlt worden WÄREN. Natürlich, an jedem Krieg verdient der eine oder andere. Irgendwoher kommt die Munition ja. Aber gesamtwirtschaftlich betrachtet war der 2.Weltkrieg für die Amerikaner ein Verlustgeschäft. Und der Marshallplan wurde ja nie von den Empfängern bezahlt. Es gab auch keine Reparationszahlungen an Amerika. Also denk Dir das ganze Ding mal durch:
Eine Bank macht Gewinn, wenn sie Kredite vergibt und diese Kredite mit Zinsen zurückgezahlt werden. Werden die Kredite von vorneherein zinsfrei oder unter dem umgerechneten Fixkostensatz der Bank vergeben ist es sowieso ein Verlustgeschäft. Wird dann der Kredit nicht zurückgezahlt, ist es ein ganz dickes Verlustgeschäft. Das sagt einem der gesunde Menschenverstand.
Das Antiamerikanismus in ist, dass die Amis die „bösen Cowboys“ sind, die das Öl im Irak stehlen, und wahrscheinlich auch aus Gewinnsucht Hitler’s rosarotes Kaninchen gestohlen haben, ist deutscher Zeitgeist. Man ist eben nun wieder wer (weil die Amis ja die Wiedervereinigung unterstützt haben) da kann man mal die Hand beißen, die einen sechzig Jahre lang gefüttert hat. Aber das ist auch schon alles.
Gruß
Peter B.
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Hallo Peter
Die Banken die die Kredite der Regierung gaben, haben durchaus
dort noch mal Profit gezogen, in dem sie erst die Zerstörung
finanzierten und dann am Wiederaufbau auch verdienen.
Altbewährtes Muster der AMIs für eigene Konjunktur zu sorgen.
Im Irak läufts nach dem selben Muster, bei den Israelis und
Palästinern ebenso, dort blecht regelmässig die EU für die
Zerstörungen der IsraelsisNoch ne Empfehlung: ARD Dokumentation : Hitlers amerikanische
GeschäftsfreundeGruß
Peter B.LG
MikeschHallo,
sie HÄTTEN verdient, wenn die Kredite zurückbezahlt worden
WÄREN. Natürlich, an jedem Krieg verdient der eine oder
andere. Irgendwoher kommt die Munition ja. Aber
gesamtwirtschaftlich betrachtet war der 2.Weltkrieg für die
Amerikaner ein Verlustgeschäft. Und der Marshallplan wurde ja
nie von den Empfängern bezahlt. Es gab auch keine
Reparationszahlungen an Amerika. Also denk Dir das ganze Ding
mal durch:
Eine Bank macht Gewinn, wenn sie Kredite vergibt und diese
Kredite mit Zinsen zurückgezahlt werden. Werden die Kredite
von vorneherein zinsfrei oder unter dem umgerechneten
Fixkostensatz der Bank vergeben ist es sowieso ein
Verlustgeschäft. Wird dann der Kredit nicht zurückgezahlt, ist
es ein ganz dickes Verlustgeschäft. Das sagt einem der gesunde
Menschenverstand.
Richtig und die FED hat nie und nimmer Kredite gegeben die nicht zurückgezahlt werden. Der amerikanische Staat - der Steuerzahler hat die mit Sicherheit zurückgezahlt.
Das Antiamerikanismus in ist, dass die Amis die „bösen
Cowboys“ sind,
ooch jetzt komm nicht mit der Leier
den Ruf haben sie sich die letzten Jahrzehnte schwer erarbeitet. Der Obama hat ja schon gesagt, dass die Europäer für die sich selbst ohne Not eingebrockte Sch****** im Irak und Afghanistan mehr bluten sollen.
Wenn man aber das wahre Ziel dieser Agressionen betrachtet ist alles ziemlich logisch…
die das Öl im Irak stehlen,
der Saddam hat sogar die Frechheit besessen im Jahr 2000 Öl nur noch gegen Euros zu verkaufen, damals 0,90 US$
Gruß
Peter B.
LG
Mikesch
Der konnte 2000 nicht mehr so richtig viel verkaufen. Der lag nämlich unter UNO- Embargo. Das Ding mit dem Euro kam daher, dass ein paar Europäer eher bereit waren das zu unterlaufen. Deswegen bekam er für das Bisschen, was er schwarz verkaufte, Euros.
Ansonsten ist Dein Geschichtswissen offensichtlich unvollständig. Kredite aus dem Lend&Lease sind bis heute in dreistelligen Milliardenhöhen eingefroren. Das betrifft hauptsächlich England und zu einem geringeren Teil auch Frankreich. Was den Marshallplan angeht, wusstest Du, dass der zum Teil auch aus direkten Spenden finanziert wurde. Und dass es Care immer noch gibt (Deutschland gründete wohl nach Kanada und den USA die dritte Landesorganisation, aber das war erst 1980). Das auch Care, das ja aus Spenden finanziert wird, größtenteils von amerikanischen Spenden lebt. Hast Du jemals so einen Fundraiser gesehen?
Natürlich ist vieles über Steuern finaziert worden und der amerikanische Steuerzahler hat einen großen Teil des 2.Weltkrieges bezahlt. Der deutsche Steuerzahler konnte es nicht, der war Hitler gefolgt und hatte einen Krieg verloren. Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ein Land geschichtlich in den letzten 100 Jahren nicht anderes zustande gebracht hat, als eine der blutigsten Diktaturen überhaupt plus zwei verlorene Weltkriege, dann sollte man es sich dort nicht ganz so einfach mit dem Verurteilen machen. Vor allem nicht, wenn die, die man so gerne verurteilt jahrzehnte während des Kalten Krieges für unseren Schutz gesorgt haben. Und was die typisch deutsche Ignoranz gegenüber der jetzigen Situation angeht, darüber haben wir ja schon genug geschrieben.
Gruß
Peter B.
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Hi!
Die Banken die die Kredite der Regierung gaben, haben durchaus
dort noch mal Profit gezogen, in dem sie erst die Zerstörung
finanzierten und dann am Wiederaufbau auch verdienen.
Altbewährtes Muster der AMIs für eigene Konjunktur zu sorgen.
Im Irak läufts nach dem selben Muster, bei den Israelis und
Palästinern ebenso, dort blecht regelmässig die EU für die
Zerstörungen der Israelsis
Dolle Logik!
Wenn das so ist, dann müsste das doch auch für Großbritannien gelten. Schließlich haben die Briten auch gegen Nazi-Deutschland Krieg geführt, haben - trickreich und verschlagen, die wie Briten nun mal sind - die Deutschen mit dem Münchner Abkommen von 1938 und dem Tolerieren der Besetzung der Tschechoslowakei die Deutschen in die „Polen-Falle“ tappen lassen (frei nach dem Grundsatz: „Die Briten werden uns schon nix tun!“), um dann ganz frech am 3. September 1939 den Krieg zu erklären - alles nur, damit die Wirtschaft und die Banken in Großbritannien so richtig viel Kohle machen kann.
Oder gibt es ausgerechnet da plötzlich einen Unterschied?
Grüße
Heinrich
Hallo Peter
um noch mal zur Ausgangsfrage zu kommen hätte ich folgenden Vorschlag.
Die Amis brauchten einen Anlass um „richtig“ im Krieg mitmischen zu können. Pearl Harbour war der ersehnte 1. Schuss des Gegners. Die Regierung hat es hervorragend verstanden, der Welt zu erklären, sie hätten von alledem nix gewusst und wäre völlig überraschend angegriffen worden.
Alles andere bringt uns wohl nicht weiter. Das dürfte auch der Wahrheit entsprechen.
LG
Mikesch
Hi! (einmischenderweise)
Die Amis brauchten einen Anlass um „richtig“ im Krieg
mitmischen zu können. Pearl Harbour war der ersehnte 1. Schuss
des Gegners.
Wenn das so stimmt, warum haben die USA Nazi-Deutschland nicht am 01.November 1941 den Krieg erklärt?
Grüße
Heinrich
Hallo
Hi! (einmischenderweise)
Die Amis brauchten einen Anlass um „richtig“ im Krieg
mitmischen zu können. Pearl Harbour war der ersehnte 1. Schuss
des Gegners.Wenn das so stimmt, warum haben die USA Nazi-Deutschland nicht
am 01.November 1941 den Krieg erklärt?
warum sollten Sie?? Die Engländer kämpften doch schon mit amerikanischem Material gegen uns, uns selbst zu attakieren war damals Rüstungstechnisch noch gar nicht möglich,vielleicht mit einem Bomber oder so…
Die Sache offiziell zu machen hat dann auch noch blöderweise der A.H. getan.
Also, alles bestens gelaufen für die Geschichtsbücher … und wie man sieht, es wirkt noch heute:wink:
Grüße
Heinrich
LG
Mikesch
Die Amerikaner haben den Krieg nicht am 1.November erklärt, da der Angriff auf Pearl Harbour erst am 7.Dezember war. Die Kriegserklärung von Seiten Deutschlands erfolgte dann auch so schnell, dass ja keine mehr von amerikanischer Seite notwendig war.
Was die Situation vor Pearl Harbour angeht, so muss man die Details betrachten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es lediglich legitime Maßnahmen wie eine Einschränkung der Immigrationszahlen für Japaner in die USA gegeben sowie ein Ölembargo, das ja noch nicht einmal international war. Die USA weigerten sich einfach, an die kriegführende Achsenmacht Japan Öl zu liefern. Es dürfte selbst Di schwerfallen, daraus ein Fehlverhalten zu konstruieren.
Man rechnete mit Spannungen, das sicher. Und man war auch sicher, dass es irgendwann zu einem Zusammenstoß kommen würde, denn Japan hatte sich bereits als deutlich aggressiv erwiesen. Es führte Krieg in China, Korea war bereits seit 1910 annektiert und das sogenannte Mandschuko war nichts anderes als ein Marionettenstaat. Und schließlich hatte das japanische Armeeoberkommando, das de facto die Regierungsmacht war, bereits offen von Ansprüchen auf die Philippinen gesprochen. Die ersten ein bis zwei Millionen Getöteter, Deportierter und in Lagern Internierter gingen bereits auf das japanische Konto. Vielleicht ist es also doch irgendwo verständlich, dass Japan sich in Amerika in dieser Zeit keiner nennenswerten Beliebtheit erfreute.
Das war der Dreh- und Angelpunkt der Sache. Der Pazifik war den Amerikanern näher und Japan in medientechnischer Hinsicht ebenfalls, jedenfalls in der frühen Phase. Der Bevölkerung waren die Gräuel, die Japan verübte, einfach geläufiger als die, die in Deutschland stattfanden. Und um Amerikan in einen Krieg zu bringen, brauchst Du immer die Bevölkerung. Die „bösen Cowboys“ haben ziemlich konkrete Vorstellungen davon, was gut und was böse ist. Erschießungen von tausenden Gefangenen, Zwangsprostitution durch die japanische Armee, das waren Dinge, die das amerikanische Volk so oder so kriegsbereit gemacht hätten. Von Deutschland wusste man solche Dinge in Amerika aber bis Mitte 1941 noch nicht. In Europa ging es um England gegen Deutschland, aber es wurde weitestgehend als „normaler“ Krieg wahrgenommen.
Roosevelt wollte in den Krieg. Zum Teil hatte er da keine anderen Moralvorstellungen als die Bürger im Lande auch. Er wusste nur aus seinen Quellen mehr darüber, was sich in Europa abspielte. Er wusste auch, dass es zum Konflikt mit Japan kommen würde, denn der war aus oben erwähnten Gründen unvermeidbar. Trotzdem hat er sich auch was Japan angeht an die diplomatischen Spielregeln gehalten. Auch daraus wirst Du bei allem Amntiamerikanismus kein Fehlverhalten konstruieren können.
Nun kommen wir zu Pearl Harbor selbst. Die Verschwörungstheorie besagt, man hat gewußt, dass ein Angriff stattfinden würde und eine Flotte geopfert um einen Grund zu haben. Ist diese Theorie haltbar? Schauen wir auf die Fakten.
a.) Der Marinegeheimdienst hatte aus dem Funkverkehr Hinweise auf eine größere Flottenaktion gefischt. Aber das Ziel Pearl Harbour war nicht genannt worden.
b.) die Angriffsverbände liefen unter Funkstille, es gab auch keine Möglichkeit einer Luftaufklärung. D.h. am Morgen des 7.Dezember hätten sich diese Schiffe sonstwo befinden können.
c.) Ein US Zerstörer hat ein U-Boot vor Pearl erfasst, von dem hätte angenommen werden können, dass es sich um ein japanische handelte. Der Zerstörer hat dieses U-Boot angegriffen, da es getaucht in US Gewässern lief. Das war nach damaligem Völkerrecht und vor allem Seerecht zulässig. Aber es war kein Hinweis auf einen bevorstehenden Angriff auf Pearl. Denn japanische U-Boote hatten bereits seit Monaten überall aufgeklärt, nicht nur vor Pearl.
d.) Die Bucht von Pearl galt als zu flach für einen Angriff durch Torpedobomber. Tatsächlich verwendeten die Japaner modifizierte Torpedos, ein technischer Trick, der den Amerikanern bis dahin unbekannt war. Ebenfalls unterschätzte man bei der US Navy die Wirksamkeit von Sturzkampfbombern gegen Schiffsziele. Das lag zum Teil daran, dass man ja bereits wusste, dass deutsche Sturzkampfbomber sich gegen Schiffe als nicht besonders präzise erwiesen hatten, nicht einmal gegen Schiffe, die in englischen Häfen an der Pier lagen.
Wenn man das alles zusammennimmt, dann zeigt sich, dass die Verschwörungstheorie über den bösen Roosevelt, der eine Flotte geopfert hat, kaum haltbar ist. Alleine schon die Annahme, dass ein derartiger Angriff technisch nicht möglich ist, hätte ja einen Plan, genau dort eine Flotte zu opfern ad absurdum geführt. Und diese Annahme herrschte eben in der US Flotte und war auch gegenüber dem Präsidenten bestätigt.
Heute nachträglich das Geschichtsbild zu verändern um mal eben seinem modisch aktuellen Antiamerikanismus frönen zu können ist mit Sicherheit KEINE Geschichtswissenschaft. Es ist Polemik übelster Sorte. Da kannst Du gleich weitermachen. Der böse Washington hat die armen Engländer rausgeschmissen. Und dann sind die bösen Cowboys auch noch über den armen Kaiser gerollt und den Adolf, dem haben sie ja auch Steine in den Weg geschmissen als am deutschen Wesen die Welt genesen sollte. Denk mal drüber nach, da fällt Dir noch mehr ein. Wahrscheinlich steckte auch hinter den Care-Paketen ein böser Masterplan.
Gruß
Peter B.
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Weil der Angriff auf Pearl erst am 7.Dezember 1941 erfolgte und die Kriegserklärung Deutschlands am 11.Dezember diesen Schritt ohnehin hinfällig machte? Es wird ja immer vergessen, das die USA damals bereits eine Demokratie waren, da konnte der Präsident nicht einfach einen Krieg erklären. Und bis das durch Kongress und Seant war, hatte Deutschland sowieso schon den Krieg erklärt.
Gruß
Peter B.
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Mikesch, ich schlage vor, die Geschichtsbücher zu lesen, gründlich zu lesen, statt über sie nur zu reden. Vor allem, wenn Du schon über technische Machbarkeiten redest. Das war ja bei Pearl der Punkt, den Du mal eben zu erwähnen vergessen hast und hier geht es ja gleich wieder los. Natürlich war es möglich, einen Krieg gegen Deutschland zu führen und soweit die maximale Ausdehnung der Neutralität das zuließ tat man das ja auch. Im Atlantik gegen U-Boote, als Rüstungslieferant für England und sowie man offiziell im Krieg war, durch Verlegung von Bombern nach England. Was unmöglich war, war lediglich ein Angriff direkt von Amerika aus auf Deutschland selbst. Aber da gab es ja diese Insel …
Gruß
Peter B.
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War der japanische Angriff auf den Flottenstützpunkt Pearl
Habor nur ein geeigneter Anlass für US- Präsident Roosevelt?
Jein
Pearl harbour hat ja eine interessante Vorgeschichte:
Japan wollte sich in China ein Kolonialreich zusammenräubern, und durch die Weltwirtschaftskrise (Die in Japan sehr stark einschlug) wurden die Kompromißbereiten Politiker und Militärs in Japan entmachtet. Dies führte zu einer expansiven Aussenpolitik gegen China und einen im Kern aufgrund der schieren Größe des Landes nicht für Japan gewinnbaren Krieg, solange die Chinesische Führung weiterkämpfen wollte.
Japan begann also, den Nachschub an China abzuschneiden, der über die Südchinesischen Häfen und via Burma ins Land kam.
Dabei begannen Sie, zunehmend US-Amerikanischen Interessen zu beeinträchtigen.
Irgendwann 1939 gab es dann einen Zielwechsel in der japanischen Politik. Zum Hauptziel China kam nun des Ziel Südostasien hinzu (wegen der dortigen Rohstoffe) 1940 schien mit der Niederlage Frankreichs die Zeit reif, Nordindochina wurde japanisch besetzt (übrigens ohne Widerstand der dortigen Vichy-treuen Franzosen) und später dann Südindochina. mit der Besetzung Südindochinas war der Bart dann endgültig ab und die USA verhängten ein Ölembargo und froren die Konten Japans ein.
(Im Kern allerdings eher symbolische Maßnahmen, denn Japan war bereits 1940 nahezu pleite und hätte die benötigten Rohstoffe nicht mehr bezahlen können…)
Die Niderlage in Frankreich zwang dann die USA dazu, die Flottenrüstung zu verstärken, und ein gewaltigen Schiffsbauprogramm aufzusetzen, welches bis 1943 die US-Navy derartig überlegen gemacht hätte, dass keine andere Flotte auch nur den hauch einer Chance gehabt hätte. Dies widerum veranlasse Japan, Mitte 1940 ein Programm zur volle Gefechtsbereitschaft der Flotte durchzuziehen die dann Ende 1941 erreicht wurde.
Ende 1940 sah die Geostrategische Position für die USA ziemlich finster aus:
Frankreich geschlagen, Großbritannien mit dem Rücken zur Wand, zunehmende faschistische Tendenzen in Südamerika, Ein Aggressiv-expansives Japan im Westpazifik, das die Position der USA auf den Philipinen massiv bedroht. Zugleich wurden wegen der ums Überleben kämpfenden SU große Teile der Ferostarmee nach Westen verlegt, was für Japan größere Truppenkontingente freisetzte, die ansonsten zum Schutz der Mandschurei benötigt wurden.
Der Drang japans nach Süden bedrohte nicht nur die ostasiatischen Kolonialgebiete, sondern auch Australien.
Aus geostrategischer Sicht konnten die USA weder ein von Deutschland beherrschtes Europa noch ein japanisches Asiatisches Großreich zulassen.
Klar war aber auch, dass eine Expansion japans nach Süden zum Krieg führen würde, und das für Japan massivste Hindernis für den Weg nach Süden war die US-Navy. Solange diese intakt war, bestand die Gefahr, dass sich die beiden Flotten gegenseitig zu Klump schossen, was sich zwar die USA, nicht aber die Japaner leisten konnten.
Zugleich stand Japan vor dem Problem, eigentlich zwei Basen gleichzeitig angreifen zu müssen, nämlich Pearl Harbour (Hawaii) und Subic Bay (Philippinen) Das wurde erst kurz vor Kriegsausbruch mäöglich, als die japaner Flugzeuge hatten, die von Formosa aus die Philipinen erreichen konnten. Damit wurden die Träger für den Angriff auf Pearl frei
Es kam also zu folgender Situation:
Die USA hatten ein klares Zeichen gesetzt, ein weiteres Zurückweichen kam nicht mehr in Frage. Zugleich war Japan ausserstande, die Expansive Politik einzustellen. Damit war der Krieg unausweichlich geworden, die Frage war nur, wo die Japaner den Hauptschlag führen würden.
Das war, von den US-Militärs unerwartet, eben in Pearl.
Aber es wäre egal gewesen, ein Angriff auf Singapur oder Hongkong hätte genauso zum Krieg geführt.
Gruß
Mike