Peer Gynt - Sinn?

Uff, ich habe mich durch Peer Gynt von Ibsen durchgekämpft! Kann mir jemand den tieferen Sinn erklären? Für mich ist das eine Aneinanderreihung von kuriosen Szenen der Selbstregflektion un dam Ende verstehe ich gar nichts mehr - außer dass Ibsen da anscheinend auch eine Menge von Hegel verarbeitet hat.
Wie ist das am Ende? Will Peer Gynt da nun in die Hölle und was hat diese Mutter-Kind-Braut-Erlösung am Schluß zu bedeuten? Ist das alles nur die nordische version von Faust? Un ddiese sständige Gerede vom Selbst und Für-Sich? Wer kann mir das alles ein klein wenig erklären?

Danke!

Gerd

Hallo Gerd,

hört sich ja ganz nach nem Seminar vonna Frau Sipos anna Uni Mainz an, oder für was musste den Käse da lesen ?

Okay, zu Inhalt:

P.G. ist jemand, der keine recht Identität besitzt und sich immer auf der Flucht vor sich selbst befindet. Unser Held /Antiheld sucht nach seinem Ich ohne ein Selbst zu erkennen. Er ist sowohl Abenteurer, Phantast etc., aber von allem eben nur nen bisserle.Die Figur des Knopfgießers ist sehr bezeichnend. Dieser will ihn als Rohstoff für bessere Menschen benutzen.
Am Ende erkennt er, dass er nie bei sich selbst gewesen ist,findet sein wahres Ich in der Liebe von Solveig: „Mein Kaiserreich war hier.“ Sie als Mutter und Geliebte verkörpert die christlichen Tugenden Glauben, Liebe, Hoffnung.

Die Maxime vom Dovre-Greis ist noch recht interessant: Sei dir selbst genug. p:G. im gegensatz dazu: Sei Du selber !

Wichtig zu sagen iss noch, dass im P.G. viele verschiedene Gesellschaftsformen aufeinander treffen, so die armen Leute, die Reichen repräsentiert durch die Ingrid…

Zur Faustischen Referenz: Natürlich wäre der P.G. so nicht geschrieben worden, wenn Goethe sich nicht am Faust-Stoff versucht hätte. Aber trotz einiger stilistischer Ähnlichkeiten und thematischer Beziehungen würde ich mich verwehren, ihn nur als nordischen faust abzutun.

alla, wenn Du noch Fragen hast, schreib doch einfach zurück.

Viel Glück ansonsten.
Nadine

Hallo Gerd,

hört sich ja ganz nach nem Seminar vonna
Frau Sipos anna Uni Mainz an, oder für
was musste den Käse da lesen ?

Nee, mach ich tatsächlich nur aus renem Eigeninteresse (meine Frau hat mir die CD mit der P.G.-Suite von Grieg geschenkt un ddaher will ich’s einfach wissen).

Unser

Held /Antiheld sucht nach seinem Ich ohne
ein Selbst zu erkennen.

Äh, muß ich Philosoph sein, um das zu vestehen: Unterschied zwischen „Ich“ und „Selbst“???

Am Ende erkennt er, dass er nie bei sich
selbst gewesen ist,findet sein wahres Ich
in der Liebe von Solveig: „Mein
Kaiserreich war hier.“ Sie als Mutter und
Geliebte verkörpert die christlichen
Tugenden Glauben, Liebe, Hoffnung.

Das verstehe ich (leider) auch nicht: Gleichzeitig Mutter, Geliebte…gut, Geliebte habe ich ja im Text erkennen können, aber wieso Mutter?

Die Maxime vom Dovre-Greis ist noch recht
interessant: Sei dir selbst genug. p:G.
im gegensatz dazu: Sei Du selber !

Tja, DAS verstehe ich nun auch nicht. Kannst du den Unterschied bitt ein wenig entfalten?

Sorry, bin kein Literaturkenner…

Gerd