Pegelanpassung bei 12 MHz

Hallo, ich hoffe ihr könnt mir mal wieder helfen.

Ich habe eine Digitalsignal mit einem Pegel von -0,8V für die ‚0‘ und ca. 2,5 V für die ‚1‘. ich benötige nun einen Pegel von ca. 1 V für ‚0‘ und ca. 5 V für die ‚1‘. Dafür müsste das Signal verstärkt und nach ‚oben‘ geschoben werden.

Das wollte ich nun mit Hilfe eines Operationsverstärkers (Verstärkung & Offsetverschiebung) vornehmen, habe aber das Problem den ‚passenden‘ OP auszuwählen.

Mein anfänglicher Fehler war bisher, dass ich im ersten Testaufbau einen LM318 mit einer Bandbreite von 15 MHz verwendet habe. Durch die steilen Flanken der Rechtecksignale reicht diese nicht aus und das Signal ist nicht mehr zu erkennen.

Nun die Frage an euch, ob ihr mir einen Empfelung eines OPs für einen Frequenz von ca. 12 MHz geben könnt.

Auch für alternative Vorschläge bin ich offen…

Danke für eure Hilfe

mfG,
erdbrink

Hallo,

dafür kannst Du normalerweise jeden HCT-Baustein verwenden (also z. B. 74HCT32). Man sollte ggf. über zwei Widerstände (einer längs, einer auf +5 V) das Signal etwas anheben, damit es nicht ins Negative geht und dafür mehr ins Positive. Dasselbe würde am Ausgang machen, damit der gewünschte L-Pegel mit 1 V entsteht.

Gruß

Dieter

Hallo Erdbrink,

mir fällt Einiges ein.

Op-Amp: als Analog-Verstärker? Das pflegt man mit Digitalsignalen nicht zu machen, müsste aber gehen, vorausgesetzt, die Bandbreite und die Slew-Rate reicht. Evtl. geht das sogar ohne neg. Versorgungsspannung.

Normalerweise würde etwas mit „Schwelle“, wie Dieter z. B. schreibt, ein Gatter mit oder ohne Schmitt-Trigger eingesetzt. Problem: Bis -0,8 V am Eingang ist dabei kritisch. (Dieter, wie konntest Du das übersehen :smile:

Ein rel. schneller Komperator wäre auch angebracht. Ob eine Ausgangspegelverschiebung mit Widerständen reicht, weiß ich bei Deiner Applikation enenso wenig, wie ob man sie wirklich braucht. Evtl. geht auch das ohne neg. Versorgungsspannung.

Oder ein schneller RS-485-Receiver-Baustein. Der kann bei 0/+5V-Verorgung mit +/-7V Eingangsspannung klar kommen, hat Differenzeingänge, so dass Du am anderen Eingang die Schwelle definieren kannst. Das geht ohne neg. Versorgungsspannung!

Wenn’s auf einen niederohmigeren Ausgang ankommt: Mit einem Multiplexer ('HCT4053) zwischen selbst erzeugten +1V und +5V umschalten.

Die Vorschläge sind variierbar, aber wie das so ist, wenn ich nicht genau weiß, was Du wirklich brauchst, muss ich halt ein Lehrbuch über alle Möglichkeiten schreiben :wink:

Grüße

Uwe

Hallo Uwe,

Problem: Bis -0,8 V am Eingang ist dabei kritisch. (Dieter,
wie konntest Du das übersehen :smile:

Habe ich nicht übersehen, deshalb hätte ich auch am Eingang eine RR-Schaltung verwendet. Möglicherweise wäre auch eine Zusammenschaltung aus Diode und Widerstand nach +5 V denkbar (könnte natürlich bei den 12 MHz kritisch sein, aber das Prinzip ist sicher auch hier anwendbar).

Gruß

Dieter

Hallo, ich hoffe ihr könnt mir mal wieder helfen.

Ich habe eine Digitalsignal mit einem Pegel von -0,8V für die
‚0‘ und ca. 2,5 V für die ‚1‘. ich benötige nun einen Pegel
von ca. 1 V für ‚0‘ und ca. 5 V für die ‚1‘. Dafür müsste
das Signal verstärkt und nach ‚oben‘ geschoben werden.

Hallo,

wenn die Invertierung nicht stört, täte es auch ein einfacher Transistor mit Pullup-Widerstand nach 5V; 2 hintereinander und die Phase stimmt auch wieder.

Gruss Reinhard

Hallo Dieter,

lass Dich nicht beirren. Deine (erste) Lösung wäre selbst ohne RR perfekt. Die notwendigen Dioden bis 20mA hat jeder HCT eingebaut. Ein einfacher Eingangs-Vorwiderstand > 100Ohm ist daher genug des guten.

Gruß
achim

Danke euch
Hallo,

ich hab mir eure Artikel jetzt durchgelesen und muss mich erstmal damit befassen. Dafür habe ich jedoch erst am WE wieder Zeit. evtl. melde ich mich dann nochmal, bis hierher aber erstmal vielen Dank.

mfG,
erdbrink

Hi,

eine RR-Schaltung verwendet. Möglicherweise wäre auch eine
Zusammenschaltung aus Diode und Widerstand nach +5 V denkbar
(könnte natürlich bei den 12 MHz kritisch sein, aber das
Prinzip ist sicher auch hier anwendbar).

Mit 'nem Kondensator parallel zur Diode hast Du auch die 12 MHz wieder sicher im Griff.

Ja, es gibt viele Wege nach Rom.

Uwe

Gruß

Dieter