Hallo,
mir ist diese Frage sehr peinlich und ich weiss auch nicht, ob ich sie im richtigen Brett stelle. Aber eine Antwort haette ich schon gerne…
Wie kommt es, dass man seine eigenen Koerpergerueche manchmal gar nicht eklig, sondern beinahe angenehm findet? Oder geht das nur mir so? Ich meine echt Tabu-Sachen wie Stinkefuesse, Haare und Fuerze. Das hat doch bestimmt medizinisch-biologische Ursachen, so von wegen eigene Gesundheitskontrolle und so? Weiss da jemand etwas naeheres zu oder kann mich aufklaeren?
Danke, und viele Gruesse,
Tini
Absolut nicht peinlich: Koerpergerueche
Hallo Tini,
Wie kommt es, dass man seine eigenen Koerpergerueche manchmal
gar nicht eklig, sondern beinahe angenehm findet?
Das ist doch ganz natürlich so!!!
Auch der normale (nicht krankhafte) Ausfluss und die eigenen Exkremente stinken nicht, sie haben lediglich einen Geruch.
Aber in unserer Gesellschaft lernen wir, dass der Körper mit allen seinen Düften „stinkt“. (Wobei ich Achselschweiß, wenn er beginnt, sich zu zersetzen und scharf riecht, auch nicht mag).
Deine Frage müsste eher lauten:
Warum werden wir dazu erzogen, die natürlichen Düfte als unangenehm zu empfinden?
Dass Du Deine Körpergerüche „entdeckst“ und magst, zeigt, dass Du ein positives Körperbewusstsein entwickelt hast. Lass Dir das nicht nehmen!
Übrigens: Wir nehmen Düfte stärker wahr, als uns bewusst ist. Auch in der Partnerwahl stellt der Körpergeruch des anderen ein Kriterium dar.
Auch die Redewendung „Ich kann dich nicht riechen!“ ist ein Hinweis auf Zeiten, wo wir uns mehr von unserer Nase leiten ließen.
Schöne Grüße
Hanna
Hi Tini,
die Nase hat die meist angenehme Eigenschaft, zu erschöpfen, was bedeutet, daß sie nach mehr oder weniger kurzer Zeit bei gleichbleibenden Gerüchen, diese nicht mehr wahrnimmt. Z.B. wenn Du morgens aufstehst, riescht Du meist nichts besonderes. Nach dem Duschen aber, wenn Du die Fenster zum Lüften aufmachen willst mieft es. Über Nacht hat sich die nase an diesen ‚Mief‘ gewöhnt und nimmt ihn nicht mehr wahr. Nach einer Erholungszeit aber sehr wohl wieder. Das was an Deinem Körpergeruch für Dich übrigbleibt ist deshalb eher angenehm, weil Dein Körper Dich mag und die ‚unangenehmen‘ Gerüche ausblendet und die eher angenehmen ‚in der Nase läßt‘.
Gandalf
Hallo,
das halte ich auch für normal und gut so. „Riechen“ kann ich
mich nur nicht, wenn irgendwas mit mir nicht stimmt, z.B. hatte
ich nach einer Fischvergiftung über einen Monat den Eindruck
süßlich nach Hühnchen zu riechen, was ich als echt widerlich
empfand.
Gruss
Enno
Hallo Hanna!
Gefällt mir gut, Dein Beitrag!
Offenbar ist Tini schlecht erzogen worden
oder dabei, sich selbst umzuerziehen.
Ekel ist anerzogen, um Tabus möglichst dauerhaft zu verankern. Tabus müssen aber immer mal hinterfragt werden! Es kam oft genug vor, daß sie der Machterhaltung dienten (z.B. Sex-Tabu durch Kircheninstitution) oder einfach auf Irrtümern begründet waren (Ekel vor „Keimen“ und daher unsinniger Desinfektionsmittelgebrauch in der häuslichen Küche).
Will nur zwei Links hinzufügen:
„Was ist Ekel?
Ekel ist eine Abwehrhaltung, die unterschiedliche kulturelle Ausprägungen kennt. Diese Abwehrhaltung entsteht nicht aus einer naturgegebenen Veranlagung, sondern wird von den gesellschaftlichen Normen vorgegeben. Ekel wird definiert als eine im Laufe der Sozialisation errichtete emotionale Schranke. Dass es so schwerfällt, Ekel zu verringern oder ihn sogar ganz abzubauen, liegt daran, dass er bereits in frühester Kindheit anerzogen wird.
…“
http://www.netdoktor.de/sex_partnerschaft/fakta/ekel…
und ein Radiobeitrag mit geradzu herzerfrischenden
Ekeleien (neben Erklärungen):
http://www.hr-online.de/hf/hr2/manuskripte/2002/02-1…
Tschuess, Sven.
körper
wenn es riecht, sind es aromatische, also keto-verbindungen, die dein körper ausströmt. pheromone riechen zum teil fischartig. hast du angst, schwanger zu werden, erlebst du sie eher als störend. dann kann eine spirale helfen, mit pille riechst du sie unter umständen gar nicht. sogar während der regel