Tüfteln und Probieren
Hallo,
in Deiner ViKa steht, daß Du Tüftler bist. Das heißt doch aber
nicht, daß Du nur durch pures Ausprobieren zum Ziel kommen kannst.
Wie wäre es denn, wenn Du mal etwas systematischer an die Sache
herangehst.
Vielleicht erläuterst Du uns auch mal, was Du vor hast.
Sowas kann hilfreich sein.
Versuche doch aber mal etwas
habe einen Kühler gefunden, welcher vielleicht 200w
abtransportieren kann:
http://cgi.ebay.de/Noctua-NH-U-9-Kuehler-luefterlos-…
was heißt denn vielleicht???
In der techn. Beschreibung des Kühlkörpers steht, daß er eine
Oberfläche von 3800cm² = 0,38m²
-> macht also bei 200W ca. 530W/1m²
-> bei zulässigen 10grd Temp.-diff also ca. 55W/(1m²*1grd)
Das ist kaum zu bewerkstelligen (außer evtl. mit gewaltigen
Gebläse zur Zwangskühlung.
Beim spezifischen Wärmeübergang Festkörper - Luft kann mam mit
einer Faustformel von
Pw = (5,6 + 4v) W/(1m²*1K) mit v in m/s bis ca. 5m/s rechnen.
Bei Zwangskühlung mit popligen 92mm-Lüftern kann man pro Stunde
optimistische 30m³ Luft durchschaufeln.
Mit diesen Angaben kann man Abschätzungen aus 2 Richtungen machen.
- Über den Wärmeübergang Kühlkörper - Luft
- Über die Wärmekap. der Kühlluftmenge
Beide Berechnungen sollte mit Deiner schulischen Ausbildung
problemlos nachvollziehbar sein.
Du wirst drauf kommen, daß mit dem Kühlkörper alleine durch den
Wärmeübergang zur Luft eine Temperaturdifferenz von 40…50grd
zu stande kommt. Zusätzlich mußt Du noch die Wärmedurchgänge
vom Petierelement und Kühlkörper berücksichtigen.
Damit wird das Peltierelement so heiß, daß es nix mehr kühlt.
Wenn Du also das System richtig auslegen willst, mußt Du
als erstes die Randbedingungen def. und dann die notwendigen
Größe und die Konstruktion des Kühlers daraus ableiten.
Das wäre dann halbweg ingenieurmäßiges herangehen.
Gruß Uwi