Frage in die Runde!
Im Jahr 1888 stirbt eine Frau einen Tag nach der Geburt ihres Kindes. Als Todesursache wird Peritonitis angegeben. Das Kind lebt noch elf Tage länger. Peritonits ist ja eine Entzündung des Bauchfelles. Kann man davon ausgehen, dass bei der Geburt damals was schief gelaufen ist? Welche Schlüsse kann man aus diesen spärlichen Informationen ziehen?
Ich danke schon im voraus für alle Hinweise.
N.
Hallo,
für die darmalige Zeit war es nicht ungewöhnlich, das Kinder kurz nach der Geburt starben. Ich denke, dass sich die Geburt regelrecht gestalltet hat. Zur damaligen Zeit, konnte eine Peritonitis nur bedingt behnandelt werden.
Liebe Grüße
Crinale
Frage in die Runde!
Im Jahr 1888 stirbt eine Frau einen Tag nach der Geburt ihres
Kindes. Als Todesursache wird Peritonitis angegeben. Das Kind
lebt noch elf Tage länger. Peritonits ist ja eine Entzündung
des Bauchfelles. Kann man davon ausgehen, dass bei der Geburt
damals was schief gelaufen ist? Welche Schlüsse kann man aus
diesen spärlichen Informationen ziehen?
Hi, nicht unbedingt, es kann sein (man beachte das Jahr 1888), dass die Frau schon vor der Geburt an einer Gonorrhoe erkrankt war, die Peritonitis zum Zeitpunkt der Geburt im Anfangsstadium schon vorhanden war und durch den Geburtsvorgang einen rapiden Verlauf annahm.
Die einzig wirksame Behandlungsweise mit Antibiotika gab´s damals noch nicht.
MfG ramses90
Ich danke schon im voraus für alle Hinweise.
N.
Im Jahr 1888 stirbt eine Frau einen Tag nach der Geburt ihres
Kindes. Als Todesursache wird Peritonitis angegeben. Welche Schlüsse :kann man aus
diesen spärlichen Informationen ziehen?
Im Grunde keine.
Peritonitis bei der Mutter ist unwahrscheinlich, denkbar wäre eine damals noch nicht bekannte Fruchtwasserembolie.
Tod des Kindes: postnatale Asphyxie, Fruchtwasseraspiration mit folgender Lungenentzündung usw. Da sind viele Gründe denkbar, das kann man gar nicht diskutieren.
Hallo,
In der heutigen Zeit ist die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Diagnose in den Totenscheinen deutlich geringer als vermutet. Der kausale Zusammenhang ist sehr oft falsch. Also ich halte es für unwahrscheinlich, dass damals die Diagnosen valide waren.
Wenn jemand eine Peritonitis hatte, warum soll die gerade dann so lebensbedrohlich akut werden, wenn du Geburt eingetreten ist?! Die Sterblichkeit früher war eben deutlich höher, weil viele Dinge eben nicht bekannt waren, und man Komplikationen nicht beherschen konnte.
Die unterschiedlichsten Ursachen sind möglich. Deshalb ist es nichts ungewöhnliches, wenn ein Kind 11 Tage nach Geburt verstirbt.
Im Gegenzug dazu glaubt man ja heute alles zu wissen, und verhindert manchmal eine natürliche Geburt und macht sich mehr Probleme als man sie ohne Hilfe gehabt hätte.
Insgesamt kommt man leider nicht weiter…
Liebe Grüsse
Anja
Vielleicht noch eine Ergänzung. Die Frau hatte zuvor schon zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht. Als Todesursache des dritten Kindes wurde ein Krampfanfall („Fraisen“)angegeben. Ich vermute, dass dies eine Sammelbezeichnung für verschiedene Todesursachen war und hier nicht weiterhilft. Vielleicht kann aber jemand sagen, welche Todesursachen für eine Frau, die gerade entbunden hat, damals gängig waren und welche davon vielleicht mit Peritonitis verwechselt weren konnten?
Danke wieder vorab!
N.