neulich gab es eine Diskussion darüber, ob man beim Autofahren mehr Benzin verbraucht, wenn man mit eingeschaltetem Licht fährt.
Argumente pro: die von der Lichtmaschine erzeugte elektr.Energie geht nicht verloren. Sie wird zum Aufladen der Batterie benutzt. Ist diese vollständig aufgeladen, „entlastet“ diese Energie den Antrieb der Lichtmaschine durch elektomagnetische Felder.
Argumente contra: Die Lichtmaschine läuft unabhängig davon, ob man die Beleuchtung anschaltet oder nicht. Die überschüssige Energie wird in Wärme umgewandelt, d.h. sie geht verloren.
Ich hoffe, jemand von Euch kennt sich mit der Materie aus und kann den Streit beenden.
ein generator laesst sich um so schwerer drehen, je hoeher die last (verbraucher) ist.
wenn ich das licht einschalte benoetige ich mehr leistung, um den generator zu drehen. diese leistung wird vom motor erzeugt, der sie aus dem treibstoff bekommt.
wenn ich gar keine elt. verbraucher an der lichmaschine haengen haette, und die kontakte offen waeren, wuerde der motor den generator mit der leistung antreiben, die notwendig ist, um die inneren widerstaende des generator zu entlasten.
der generator wuerde aber keine leistung abgeben. es gibt an der stelle keine ueberschuessige energie, weil solange kein strom fliesst, wir auch keine energie erzeugt. ausser vielleicht ein bissel schmutz fuer die felder, und wirbelverluste…
welche felder da wo was entlasten sollten will mir nicht einfallen.
es seien 2*55w (abblendlicht) + 2* 23w (ruecklicht)
in der summe 156w, bei einem pkw mit 100kw motorleistung sind das also 0,2% bei vollast. der adac hat wohl mal nen test gemacht, und sind auf einen mehrverbauch von 0,3 liter oder so gekommen…
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Ein ohne Belastung laufender Generator (=Lichtmaschine) benötigt für den Antrieb, sagen wir mal 500 kg Dieselöl am Tag.
Ein mit Vollast laufender Generator (also derselbe) braucht 4000 kg Dieselöl.
Zwischen einem leerlaufendem Gen. und einem unter Vollast oder auch Halblast laufendem ist ein großer Unterschied im Verbrauch.
Bei der Lichtmaschine des Kfz ist es ebenso.
Hast Du eine Drehzahlanzeige im Wagen? Dann laß den Motor mal in leerlauf drehen und schalte einen elektr. Verbraucher ein. Due siehst, wie sich die Drehzahl kurzzeitig verringert.
Die Lichtmaschine wird über den Regler des notwendigen Leistungsbedarfs angepaßt. Braucht man im Auto keinen Strom (was bei der vielen Elektronik heute nicht sein kann) dann wird die Leistung der Lima runtergeregelt und sie läuft „Leer“ mit.
Umgekehrt schalte alles ein was einzuschalten ist und Du wirst feststellen, wie der Motor zu kämpfen hat, bzw. wie der Keilriemen durch die Belastung sogar anfängt zu zirpen oder knirschen.
physikalsich gesehen:
die EINZIGE Energiequelle im Auto ist das Benzin! (Die Batterie ist nur ein Zwischenspeicher). Wenn ich jetzt Licht einschalte, erhöht sich mein Energie- und damit der Benzinverbrauch.
Technisch gesehen:
die Kraft zum Drehen der Lichtmaschine wächst mit der Stromstärke durch die Leiter in der Lichtmaschine. Um die Drehzahl beizubehalten, braucht man also mehr Kraft und die kommt vom Motor -> höherer Benzinverbrauch.
logisch gesehen:
wenn der Benzinverbrauch unabhänig von der Last wäre, könnte ich doch eine ganze Kleinstadt an die Lichtmaschine anschließen und alle Energieprobleme wären gelöst…
ich kann ebenfalls die Aussagen meiner Vorredner unterstützen:
Im Auto meiner Eltern (Polo Diesel, 1 Jahr alt) ist mir folgendes aufgefallen:
Lasse ich das Auto mit eingelegten Gang aber ohne Gas zu geben rollen (Motorbremse) und schalte dann die Klimaanlage ein, verstärkt sich die Bremswirkung geringfügig, es ist, als ob man ganz leicht das Bremspedal antippen würde. Außerdem verändert sich auch der Klang des Motors im Leerlauf, wenn man die Klimaanlage aus- oder einschaltet.
Dies zeigt sehr anschaulich, wie durch einen zusätzlichen elektrischen Verbraucher der Motor mehr Leistung erbringen muss und damit natürlich auch mehr Energie verbraucht.
Frage ans Forum: Dass die Klimaanlage den Kraftstoffverbrauch erhöht, dürfte bekannt sein, aber wieviel macht das Licht aus?
Der Stromverbrauch der Scheinwerfer dürfte wesentlich geringer sein, oder?
Mag sein, dass mehr Benzin verbraucht wird. ABER: diese 0.x Liter sind es mir wert, wenn ich dadurch auch nur ein bisschen besser gesehen werde (und meiner meinung werde ich dadurch SEHR viel besser gesehen) und dadurch unter Umständen mal einen Umfall vermeiden kann.
Gruss
Marc ***derimmermitlichtfährt***
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
die klimaanlage enthält wie jeder kühlschrank auch nen kompresse mit so locker 500 watt antriebsleistung, rat mal wo die abgezapft wird, und ob der nun elektrisch odr mechanisch betrieben wird iss dabei egal
zum lich
also die drehstromlichtmaschienen entwickeln eine gegen ElektroMotorischeKraft wenn wenn leistung abgezapft wird, also z.B. durchs laden der batterei, durch eingeschaltete verbraucher
jeder verbraucher hat ne spezifische leistung (in watt, steht drauf) und der motor erzeugt sonundsoviel kilowatt, je nach dem wie tief man mit dem gaspedal das bodenblech verbeult, damit für den antrieb noch bisserl was übrig bleibt, ists halt notwenig das neben den 1-5 kilowatt die so ein auto so braucht für scheibenheizuntg, scheinwerfer, radio, lüfter, batterie, zündung, Bordcomputer, beleuchtung, etc… evt. + klima, suchscheinwerfer, funk, oder 1000 watt hifi anlage, der motor noch so 20…100 kilowatt auffe straße bringt
fast richtig
Hallo Max,
im Prinzip ist das natürlich richtig, was Du schriebst, aber:
Hast Du eine Drehzahlanzeige im Wagen? Dann laß den Motor mal
in leerlauf drehen und schalte einen elektr. Verbraucher ein.
Due siehst, wie sich die Drehzahl kurzzeitig verringert.
Alle modernen Autos verfügen um dem entgegenzuwirken über eine elektronische Leerlaufstabilisierung, die genau das verhindert, das die Leerlaufdrehzahl sich verändert, egal wieviele Verbraucher man nun einschaltet.
Gruss Sebastian
Mag sein, dass mehr Benzin verbraucht wird. ABER: diese 0.x
Liter sind es mir wert, wenn ich dadurch auch nur ein bisschen
besser gesehen werde (und meiner meinung werde ich dadurch
SEHR viel besser gesehen) und dadurch unter Umständen mal
einen Umfall vermeiden kann.
Gruss
Marc ***derimmermitlichtfährt***
irgendwo hast Du Recht. Ich selbst schalte privat, wie am Bus immer früh die Beleuchtung ein. Gerade auch wegen dem Aspekt des übersehen werden.
Aber: An Sommertagen, wo die Sonne mit 100 000 und mehr Lux vom Himmel knallt mach ich es nicht. Auch nicht, wenn es gesetzlich geregelt wäre. Bei Sommertagen wirken Deine Scheinwerfer wie Kerzen gegen die Sonne. Zudem hast Du einen erhöhten „Verschleiß“ der Reflektoren, weil diese durch die Hitze Müde und matt werden.
Ausnahmen: Fahrten in Länder, wo es vorgeschrieben ist, weil ich dort die Polizei nicht verstehe und kräftig blechen muß.
Aber: An Sommertagen, wo die Sonne mit 100 000 und mehr Lux
vom Himmel knallt mach ich es nicht. Auch nicht, wenn es
gesetzlich geregelt wäre. Bei Sommertagen wirken Deine
Scheinwerfer wie Kerzen gegen die Sonne. Zudem hast Du einen
erhöhten „Verschleiß“ der Reflektoren, weil diese durch die
Hitze Müde und matt werden.
ich glaube, hier ist der Grund, warum wir immer mehr Polizei und Ordnungshüter brauchen.
Du hast natürlich recht, bei knallender Sonne verlieren die Scheinwerfer ihre Wirkung.
Aber, wie sollte man das Einschalten dann regeln?
Eine Möglichkeit wäre Lichtstärkemeßgeräte für alle Verkehrsteilnehmer vorzuschreiben (wieviele würden da wieder schreien).
Man sieht jetzt schon in der Dämmerung etliche Fahrzeuge ohne Beleuchtung.
Wenn ein Gesetzgeber (bis jetzt nur im Ausland) generell Abblendlicht vorschreibt, dann aus Gründen der Unzulänglichkeit der Verkehrsteilnehmer, ohne konkrete Regelung zu handeln.
Hinzu kommt, daß die Sinne der einzelnen Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind. Der eine sieht wie ein Adler, der andere wie ein Maulwurf.
Der eine findet 100 Lux hell genug, der andere sieht bei 300 Lux nichts mehr.
Diese Thematik gehört natürlich in ein ganz anderes Brett (vielleicht Recht?). Mir war es wichtig hier einen Anstoß für weitere Überlegungen zu geben, und vielleicht mehr Verständnis für Regeln und Gesetze zu erreichen.
…und, sei mir nicht böse, bis der Reflektor tatsächlich vom Licht abgenützt wird, landen die meisten Blechkisten in der Schrottpresse. in der Regel verrosten die Reflektoren, was wiederum auf die Unzulänglichkeit der Menschen, nämlich Schlamperei bei der Verarbeitung, zurückzuführen ist.
ich glaube, hier ist der Grund, warum wir immer mehr Polizei
und Ordnungshüter brauchen.
???
Du hast natürlich recht, bei knallender Sonne verlieren die
Scheinwerfer ihre Wirkung.
Aber, wie sollte man das Einschalten dann regeln?
Ist doch geregelt: In der StVO steht: §17 Während er Dämmerung, bei Dunkelheit, oder wenn es die Sichtverhältnisse erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen.
Eine Möglichkeit wäre Lichtstärkemeßgeräte für alle
Verkehrsteilnehmer vorzuschreiben (wieviele würden da wieder
schreien).
Unnötig. Die Polizei müßte nur denen, die es vergessen Geld abnehmen, dann würde es klappen. Aber dann schreien die nächsten nach dem Polizeistaat.
Man sieht jetzt schon in der Dämmerung etliche Fahrzeuge ohne
Beleuchtung.
Wenn ein Gesetzgeber (bis jetzt nur im Ausland) generell
Abblendlicht vorschreibt, dann aus Gründen der
Unzulänglichkeit der Verkehrsteilnehmer, ohne konkrete
Regelung zu handeln.
Stimmt nicht. Im Absatz 2 zu § 17 steht, daß mit Standlicht alleine nicht gefahren werden darf.
Wir werden keine 100%ige Sicherheit erreichen. Auc nicht mit Abblendlicht am Tag.
Alle modernen Autos verfügen um dem entgegenzuwirken über eine
elektronische Leerlaufstabilisierung, die genau das
verhindert, das die Leerlaufdrehzahl sich verändert, egal
wieviele Verbraucher man nun einschaltet.
Das kann ich nicht bestätigen. Noch habe ich es bei keinem Fahrzeug erlebt, daß die Leerlaufdrehzahl sich nicht „kurzzeitig verringert“, wenn man einen „fetten“ Verbraucher einschaltet. Das liegt einfach daran, daß die Leerlaufstabilisierung nicht unendlich schnell arbeitet. Natürlich gleicht die Stabilisierung das rasch wieder aus, aber zunächstmal macht die Drehzahlmessernadel einen Schlenker nach unten, was nicht an der dann schwankenden Spannungsversorgung des Drehzalmessers liegt, wie das Motorengeäusch belegt.
Hi Gunther,
in der Theorie ist das was Du schreibst richtig. Aber in der Praxis ist es zumindest bei meinen Autos (das drittletzte war Bj.99) anders. Nun könnte es natürlich daran liegen, das in diesen Fahrzeugen die Nadel des Drehzahlmesser mehr als üblich gedämpft war und ich es somit nicht wahrnehmen konnte. Aber selbst bei meinem alten Scirocco (Bj.81) war dies Dank der DLS nicht merklich. Alerdings arbeitet die DLS oberhalb eines gewissen Drehzahlbereiches nicht mehr (bei VW nur zwischen 600-840 U/Min.) Ist also ein Absinken der Leerlaufdrehzahl am Drehzahlmesser sichtbar und die Leerlaufdrehzahl beträgt 900 U/Min., ist es für mich erklärlich. Die DLS ermittelt die Zeitspanne zwischen Soll- und Ist-Wert in Rekordzeit (Millisekundenbereich) und korrigiert den ZZP in Richtung früh (Anhebung der Leerlaufdrehzahl).
Gruss Sebastian
logisch gesehen:
wenn der Benzinverbrauch unabhänig von der Last wäre, könnte
ich doch eine ganze Kleinstadt an die Lichtmaschine
anschließen und alle Energieprobleme wären gelöst…
Motorradfahrer sind sehr gefährdete Verkehrsteilnehmer; für sie ist es besonders wichtig, gesehen zu werden, daher müssen sie immer mit Licht fahren.
Wenn nun auch alle Autos tagsüber mit Licht fahren, sinkt die Reizschwelle der Autofahrer für ‚Licht im Rückspiegel‘ und es wird wahrscheinlicher, dass man Motorradfahrer übersieht.
Daher ist meine Meinung: Autos tagsüber ohne Licht!
Desweiteren denke ich, dass ein Auto das Licht nicht benötigt, um besser gesehen zu werden - alleine schon ob der Größe.
Verunglimpfung ?
Hi Dennis,
als „Nordlicht“ möchte ich hier doch wiedersprechen.
Licht am Tage ist für Moppeds prima, bei Autos Unsinn.
Und diese Vergleiche mit den Skandinavischen Ländern hinken jedesmal enorm. Bei deren Verkehrsdichte brauchen die Autos schon eher mal Licht damit man sie erkennt. Schliesslich kann man in Schweden Strecken fahren, da erschrickt man richtig, wenn man mal ein Auto sieht. Genauso ein Käse, wie der Führerschein ab 17, weil man in Schweden damit gute Erfahrungen gemacht hat.
Beste Grüsse aus dem Norden
Sebastian
als „Nordlicht“ möchte ich hier doch wiedersprechen.
Mach mal…
Licht am Tage ist für Moppeds prima, bei Autos Unsinn.
Sag ich doch… und andere auch.
Und diese Vergleiche mit den Skandinavischen Ländern hinken
jedesmal enorm.
Och jo.
Bei deren Verkehrsdichte brauchen die Autos
schon eher mal Licht damit man sie erkennt. Schliesslich kann
man in Schweden Strecken fahren, da erschrickt man richtig,
wenn man mal ein Auto sieht.
In Dänemark hat mich auf der Autobahn JEDER dänische bus überholt und ich Arschloch bin anständig 80 gefahren… weil Angst vor der dänischsprechenden Polizei.
Genauso ein Käse, wie der
Führerschein ab 17, weil man in Schweden damit gute
Erfahrungen gemacht hat.