Persönliche Neugier von mir !

Hallo Iwan!

Bleiben wir mal bei der psychischen Seite.
Besonders bei den Menschen, die bei einen Problem gleich am
Boden liegen und nicht weiter wissen.
Sie haben dann Depressionen, Angst und Panikattacken, usw.
Haben diese Menschen, ein zu geringes Selbstbewußtsein oder
sind sie von Natur aus zu sensibel ?

Ich habe vor kurzem von einem Experiment gehört:
In zwei verschiedene Käfige wurden Hunde gesperrt. Der eine Käfig war allerdings oben offen.
Nun wurde ein sehr unangenehmes Geräusch erzeugt, die Hunde wurden unruhig und wollten weg. Die Tiere im oben offenen Käfig entdeckten tatsächlich bald die Fluchtmöglichkeit und sprangen hinaus.

Nun wurden beide Gruppen in oben offene Käfige gesteckt. Und wieder wurde dieses Geräusch erzeugt.
Die Hunde, die schon einmal flüchten konnten, brauchten diesmal nicht lang, um zu wissen, wie man der Situation entkommt.
Die anderen Hunde hingegen legten sich still hin und erduldeten die Qual, ohne nocheinmal nach einer Lösung zu suchen.

Vielleicht ergeht es den Menschen ähnlich? Wer beim ersten Mal keinen Ausweg findet (oder gezeigt bekommt), sucht beim nächsten Mal gar nicht mehr danach?

Hanna

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Hallo Enno,

Allerdings ist für mich nicht jeder ein potentieller
Suizidkandidat, der davon spricht. Hier würde mich
interessieren, wieviel Prozent derer, die ihr Suizidvorhaben
auch umsetzen konnten, vorher ihre Absicht angekündigt haben.
Bei den Fällen in meinen näheren Bekanntenkreis, waren solche
Absichten für einen Laien zumindest nicht vorhersehbar.

Dazu möchte ich Erwin Ringel (ein Psychiater, der sich vor allem mit dem Selbstmord beschäftigt hat) zitieren:

„Zunächst einmal muß man wissen, daß solche Ankündigungen viel häufiger stattfinden, als im allgemeinen angenommen wird: mindestens bei 80 %, wahrscheinlich aber fast allen Selbstmördern, kommen sie teils in direkter, teils in indirekter, aber deutlich erkennbarer Form vor.“

Dies steht in einem kleinen Buch, daß Ringel zur allgemeinen Information geschrieben hat.

Mir ist allerdings, im Gegensatz zu dieser Aussage, auch schon aufgefallen, daß bei den Selbstmordfällen unter meinen Bekannten die Näherstehenden fast immer sehr aus den Wolken gefallen sind.

Mich würde interessieren, warum das so ist.

Grüße,

I.

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Was wenn er gesprungen wäre?
Hallo,

krasser Versuch, den du damit ihm angestellt hast!
Was hättest du aber gemacht, wenn er schnurstracks aufs Gerüst geklettert wäre und gesprungen wäre??

mipiace

Hi Idomeneo,

Mir ist allerdings, im Gegensatz zu dieser Aussage, auch schon
aufgefallen, daß bei den Selbstmordfällen unter meinen
Bekannten die Näherstehenden fast immer sehr aus den Wolken
gefallen sind.

Mich würde interessieren, warum das so ist.

vielleicht, weil es vorher niemand wahrhaben wollte, die Zeichen nicht beachtet oder als einfacher Durchhänger abgetan wurden. Zu der Tatsache, dass vor vielen psychischen/Seelen-Krankheiten einfach die Augen verschlossen werden (aus welchen Gründen auch immer), gab es ja gerade erst einen größeren Thread hier.

Grüße
Natascha

Was dann?
Beihilfe zum Selbstmord ist meines Wissens nicht strafbar. Und der Kumpel hätte seinen Willen gehabt.

Wo also ist das Problem?

Grüße von
Wil

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Hi coco

depressionen werden im hirn ausgelöst. kurz gesagt passiert
folgendes: der stoff, der für positive gedanken zuständig ist,
kann nicht mehr in genügendem masse im hirn aufgenommen
werden. als folge wird vermehrt negativ gedacht. negative
gedanken lösen weitere negative gedanken aus, es entstehen
rückkopplungsmechanismen im hirn, die positive gedanken
verhindern. wenn jemand tief in einem solchen teufelskreis
drin ist, kann er nur mehr schwer alleine rauskommen, da
solche hirninternen biologischen prozesse nicht bewusst
gesteuert werden können.
auslöser für depressionen können genetische anlagen, als auch
schwerwiegende ereignisse im leben sein. die gewichtung
letzteren ist halt wieder individuell. beim einen kann eine
scheidung der auslöser sein, bei einem anderen nicht.

Da bin ich richtig froh, das ich mir nicht soviele Gedanken
mache und genetisch nicht so veranlagt bin.

Gruß Iwan

Hallo Hanna

Vielleicht ergeht es den Menschen ähnlich? Wer beim ersten Mal
keinen Ausweg findet (oder gezeigt bekommt), sucht beim
nächsten Mal gar nicht mehr danach?

Selbst die einen Ausweg gezeigt bekommen, nehmen ihn nicht
immer an, einen Hund kann man dressieren, beim Menschen
ist das wohl etwas anders.

Gruß Iwan

hi iwan

Da bin ich richtig froh, das ich mir nicht soviele Gedanken
mache und genetisch nicht so veranlagt bin.

ja, das kannst du laut sagen. leute die so veranlagt sind, haben kein einfaches schicksal.

das heisst aber natürlich nicht, dass man allem gegenüber total unsensibel sein soll, denn sonst degradiert man zur maschine. und maschinen können auch nicht glücklich sein.

grüssli
coco

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Hallo mipiace

krasser Versuch, den du damit ihm angestellt hast!

Das war kein Versuch oder Test mit ihm.

Was hättest du aber gemacht, wenn er schnurstracks aufs Gerüst
geklettert wäre und gesprungen wäre??

Ich hätte ihn springen lassen, um den Schaden so klein
wie möglich zu halten.
Mich stören diese Selbstmörder, die noch andere in den
Tod mitnehmen wollen.
Egal ob als beabsichtigter Geisterfahrer auf der Autobahn
oder die Typen, die sich vor einen Bus oder die U-Bahn
werfen.
Wie es den Fahrern danach danach geht, interessiert einen
Selbstmörder anscheinend nicht.
Hauptsache er hatte seinen Spass.
Das die Betroffenen ihren Job vielleicht nicht mehr nachgehen
können, sind dann die Begleiterscheinungen.

Gruß Iwan

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‚Konfrontationstherapie‘ zweifelhaft
Naja, wenn du mit „Beihilfe zum Selbstmord“ den Rest deines Lebens in Zufriedenheit verbringen kannst, schön für dich, ich könnte es nicht.
Ich bin eher für die andere Schiene, die Leute von diesen Trips anders runterholen als mit Konfrontationstherapien, die eh zweifelhaft sind.

mipiace

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Mich würde interessieren, warum das so ist.

weil IMHO die meisten Menschen heute total unsensibel für die wirklich wichtigen Dinge im Leben geworden sind.

Wer den ganzen Tag nur über sein Auto, die Bank oder Hartz IV nachdenken muss weil ihm der Boden unten den Füßen weggerissen wird hat in seinem Kopf keinen Platz mehr für die Äußerungen der Person die neben ihm steht.

Grüße,
J~

hi,

und was ist mit dem Zyniker? Könnte zum. als Hobby durchaus passen :smile:

Gruß
Maja

Hi Maja

und was ist mit dem Zyniker? Könnte zum. als Hobby durchaus
passen :smile:

Das habe ich aus einen anderen Forum, hierher übernommen,
weil ich dort gelegentlich als solchen bezeichnet wurde. :smile:

Gruß Iwan

Hallo Iwan

Ich verrate Dir jetzt ein Geheimnis, aber nicht weiter
erzählen, das einzige was in der Vika stimmt, ist der
Ort nach der Postleitzahl. :smile:

Die eMail-Adresse müsste auch noch stimmen, sonst würde dich das System hier gar nicht posten lassen :wink:)

MfG Peter(TOO)

Hallo J~,

Mich würde interessieren, warum das so ist.

weil IMHO die meisten Menschen heute total unsensibel für die
wirklich wichtigen Dinge im Leben geworden sind.

Wer den ganzen Tag nur über sein Auto, die Bank oder Hartz IV
nachdenken muss weil ihm der Boden unten den Füßen weggerissen
wird hat in seinem Kopf keinen Platz mehr für die Äußerungen
der Person die neben ihm steht.

Das liegt auch daran, das jeder eine Rolle spielt. Zudem fordert die Gesellschaft, also eigentlich wir alle, dass jemand einfach „zu funktionieren“ hat. Wer sich nicht an diese Regel hält ist ein Sonderling/Aussenseiter oder im besten Falle irgendwie krank.

Kenst du folgenden Dialog:
A: „Hallo wie gehts?“
B: „schlecht“
A: „Schön, mir geht es auch gut“
A: *kurze Pause durch eine leichte Irritiertheit*
A: „Wusstest du schon …“

Es gibt auch Leute die anders reagieren, aber das sind nicht viele …

MfG Peter(TOO)

Hallo Tatza,

ich denke, dass jeder Mensch auf diese Weise reagieren könnte

  • nur braucht es bei manchen mehr negative Einflüsse, die
    zusammenkommen, also z.B. nicht nur die Trennung, sondern dazu
    noch Stress im Job, nervenaufreibender Umzug,
    Familienangehörige krank oder was auch immer. Wie Coco
    geschrieben hat - manche sind halt härter im Nehmen als
    andere.

Stress ist eine körperliche Reaktion auf die geistige Einstellung und somit gar nicht richtig objektiv erfassbar. Es gab ende der 70er eine Untersuchung von amerikanischen Stressforschern betreffend die basler Fasnacht. Laut amerikanischen Stressnormen, müssten die aktiven Fasnächtler wie die Fliegen sterben …

Weiterhin hat das Ganze auch noch mit der eigenen Lebenserfahrung und wohl auch mit der Fantasie zu tun.

Als mögliche Lösung für Probleme steht Suizid eigentlich immer „zur Verfügung“, nur wird normalerweise dieser Lösungsansatz gar nicht in Betracht gezogen. Erst wenn alle anderen gefundenen Lösungsmöglichkeiten subjektiv als noch schlechter bewertet werden, wird diese Lösung ernsthaft in Betracht gezogen. Dies kan daran liegen, dass die anderen Lösungen falsch bewertet werden oder „gute Lösungen“ gar nicht gefunden werden.

Manchmal liegt die gefundene Lösung auch darin, einen Suizid anzudrohen und damit Andere zu „erpressen“ oder die Aufmerksamkeit zu erlangen.

Aber im Prinzip etwas vereinfacht:

  1. Liste erstellen
  2. Bewerten
  3. die am besten bewertete Lösung ausführen.

Das ganze ist natürlich dynamisch und es kann zu jeder Zeit neu und anders bewertet werden und die Liste kann sich ändern. Gerade punkt 1 und 2 sind wohl das Problem wo sich „Fehler“ einschleichen.

Bei deiner Geschichte wurde wurde zuerst Punkt 2 neu neu überdacht, als der ganze Plan „konkret“ wurde.

MfG Peter(TOO)

Mich würde interessieren, warum das so ist.

Vielleicht, weil die Leute, die es wirklich machen wollen, nicht so
viel davon reden, sondern es einfach tun…ohne zu jammern.