Persönliche Neugier von mir !

Hallo

Vor etwa 5 Jahren kam ich durch Zufall, mit jemanden in
Kontakt der angeblich Selbstmord begehen wollte.
Ein Freund D. rief mich an, ob ich für ein paar Stunden
bei K. in seiner Wohnung bleiben könnte.
K. gehört nicht zu meinen engeren Freundeskreis, über dem Buschfunk habe ich aber schon erfahren, das es mit seiner Ehe wohl bergab geht.
Ich wollte mir das abwimmeln, sein Gejammer anzuhören, meine liebe Frau will nicht mehr mit mir usw.
Außerdem kenne ich K. kaum.
Dann erzählte D. das die Frau von K. die Scheidung eingereicht hat und auch schon aus der Wohnung ausgezogen ist.
Na und passiert bei jeder dritten Ehe, ich sah bis dahin
kein Problem.
Dann kam es heraus. K. hat Selbstmordabsichten.
Er will mit seinen PKW auf die Autobahn falsch auffahren.
Ich sagte zu D. hat er kein Seil um sich aufzuhängen.
Nach einigen hin und her, habe ich mich bereit erklärt
zu K. zu fahren.
Dort angekommen, verabschiedete sich D. sofort, mit
der Bemerkung, das gegen 23.00 Uhr jemand vorbei kommt
um mich abzulösen.
K. war leicht angetrunken und in der Wohnung konnte
man den Zigarettenqualm in Scheiben schneiden und das
mir als NR.
Erst mal Fenster auf.
Wie zu erwarten, mußte ich sein Gejammer über mich ergehen lassen, seine Frau ist so lieb und die beste,
er könne ohne sie nicht mehr leben usw.
Ich sagte ihm, das ich das verstehe, Frauen sind nun mal
wie eine Droge, ohne sie kann Mann nicht leben.
Nur als Geisterfahrer auf der Autobahn sein Leben zu beenden, das muß doch nicht sein, nach dem Unfall erfolgt eine stundenlange Vollsperrung und Du möchtest doch sicher nicht, das ich wegen Dir, dann im Stau stehen muß.
Das wollte er mir keinesfalls antun.
Ich weiss was besseres, komm mit.
Dann ging es im Auto, durch einige Nebenstraßen, er wollte wissen wo ich hin fahre, das wußte ich selbst nicht so genau, ich suchte eine abgelegene Baustelle.
Nach ein paar Minuten kam ich in die Schlüterstraße,
das war nun gerade nicht der Ort, den ich gesucht habe,
hier standen aber einige Häuser, die gerade von außen
saniert wurden.
Ok, wir stiegen aus, ich ging mit ihm zu einen Haus, an
dem ein Baugerüst stand.
Wenn ich Dir ein Zeichen gebe, dann ist niemand zu sehen
und Du kletterst an dem Baugerüst bis ganz nach oben.
Ich fahre dann weg und wende, gebe dann 2 mal Lichthupe,
dann kannst Du von oben herunterspringen, am besten mit
dem Kopf zuerst.
Er sah mich fassungslos an und mußte erst mal wieder
eine rauchen.
Dann fing er an herumzustottern, er kann das nicht, er
habe Angst.
Ich sagte ihm, davor hätte ich auch Angst, von da oben
herunterzuspringen.
Es gibt für Dich nur 2 Möglichkeiten, entweder Du überwindest Deine Angst oder Du hörst auf über Selbstmord nachzudenken.
Zwei oder Drei Jahre später wurde D. zu einer Hochzeitsfeier eingeladen.
Ich fragte, wer dieser Trottel ist, der da heiraten will.
Es war K., einige lernen wohl nie aus ihren Fehlern.
Jetzt stellt sich mir die Frage, warum einige Selbstmord
begehen wollen, nur weil der Partner sich von einen trennt.
Ich selbst habe schon einige Trennungen hinter mir, habe
aber kein Problem damit, wenn meine Freundin sagt, es
reicht ihr mit mir und weg ist sie.
Die nächste wartet schon.
Wie und warum bekommen einige dann solche Zustände,
wie Depressionen, Nervenzusammenbrüche, Suizidgedanken.
Nicht nur bei w-w-w. habe einige diese Probleme, auch in
anderen Foren lese ich darüber.
Jeder hat einmal private oder berufliche Meinungsverschiedenheiten, nur muß man da bestimmte Charaktereigenschaften haben oder von Natur aus psychisch labil sein um solche Zustände zu bekommen ?
Ich kann dieses nur schwer nachvollziehen, da mir solche
Zustände fremd sind.
Gibt es verständliche Erklärungen dafür ?
Danke !

Gruß Iwan

Hallo Iwan

Gefühle zu haben wie Trauer, Enttäuschung, Verzweiflung und Schmerz gehört doch mit zum menschlichen Dasein.
Ich würde mir eher Gedanken darüber machen wenn ein Mensch keine Gefühle hat oder sie nicht nachvollziehen kann ob bei ihm nicht etwas schief gelaufen ist und warum er Gefühle als nicht normal ansieht.
Ob es „normal“ ist gleich mit Selbstmordgedanken zu reagieren sei mal dahingestellt. Denke das hängt mit der persönlichen Disposition zusammen.

Gruß
Schiwa

Auch!
Hallo!

Du macht mich auch neugierig.

Du schreibst:

Vor etwa 5 Jahren kam ich durch Zufall, mit jemanden in
Kontakt der angeblich Selbstmord begehen wollte.

In deiner ViKa steht aber:
Alter 18-19

Und weiter schreibst du noch mehr:

Die nächste wartet schon.

Ich bewundere dich! *g*

Gruß

Interessanter Aspekt! owT
!

Hi,

Du schreibst:

Vor etwa 5 Jahren kam ich durch Zufall, mit jemanden in
Kontakt der angeblich Selbstmord begehen wollte.

In deiner ViKa steht aber:
Alter 18-19

„Ich fahre dann weg“

Man kann zwar auch ohne Führerschein fahren, aber mit 13? Der Besofski ist wohl auch auf dem Hinweg nicht gefahren.

J~

Hallo peet

Du schreibst:

Vor etwa 5 Jahren kam ich durch Zufall, mit jemanden in
Kontakt der angeblich Selbstmord begehen wollte.

In deiner ViKa steht aber:
Alter 18-19

Ich verrate Dir jetzt ein Geheimnis, aber nicht weiter erzählen, das einzige was in der Vika stimmt, ist der
Ort nach der Postleitzahl. :smile:

Gruß Iwan

Hi Jame~

Man kann zwar auch ohne Führerschein fahren, aber mit 13? Der
Besofski ist wohl auch auf dem Hinweg nicht gefahren.

Klar, da macht es doppelt soviel Spass. :smile:

Gruß Iwan

Hallo Schiwa

Gefühle zu haben wie Trauer, Enttäuschung, Verzweiflung und
Schmerz gehört doch mit zum menschlichen Dasein.
Ich würde mir eher Gedanken darüber machen wenn ein Mensch
keine Gefühle hat oder sie nicht nachvollziehen kann ob bei
ihm nicht etwas schief gelaufen ist und warum er Gefühle als
nicht normal ansieht.
Ob es „normal“ ist gleich mit Selbstmordgedanken zu reagieren
sei mal dahingestellt. Denke das hängt mit der persönlichen
Disposition zusammen.

Das ist alles schön und gut, ich hätte aber gern erfahren,
warum und weshalb bei einigen, die private oder berufliche
Probleme haben, das gleich Depressionen und die schon im
ersten Artikel beschriebenen Zustände auslöst.

Gruß Iwan

Hallo,
was ist daran so schwer zu verstehen ? Menschen bewerten Ereignisse halt unterschiedlich. Wenn sich jmd. wg. einer gescheiterten Beziehung das Leben nimmt, dann evtl. weil er zu dieser Zeit keine lebenswerte Zukunft ohne den Ex-Partner sah. Rational betrachtet mag dies unsinnig erscheinen aber rationale Beweggründe dürften nur selten eine Rolle beim Suizid spielen.
Allerdings ist für mich nicht jeder ein potentieller Suizidkandidat, der davon spricht. Hier würde mich interessieren, wieviel Prozent derer, die ihr Suizidvorhaben auch umsetzen konnten, vorher ihre Absicht angekündigt haben. Bei den Fällen in meinen näheren Bekanntenkreis, waren solche Absichten für einen Laien zumindest nicht vorhersehbar.

Gruss
Enno

hi iwan

auch wenn ich dir dein geschichtchen nicht glaube, trotzdem ne antwort.

es gibt leute mit härteren und mit weicheren knochen. der eine bricht sich beim sturz vom velo den arm, der andere bei einem hypothetisch genau gleich ablaufenden sturz nicht. menschen sind unterschiedlich angelegt, psychisch wie physisch. der eine lebt nach kriegserlebnissen stabil weiter, der andere überwindet es nie und bleibt ein psychisch wrack.

falls dir diese erklärung nicht reicht, dann präzisiere bitte deine frage.

gruss
coco

Hi Iwan,

ich denke, dass jeder Mensch auf diese Weise reagieren könnte - nur braucht es bei manchen mehr negative Einflüsse, die zusammenkommen, also z.B. nicht nur die Trennung, sondern dazu noch Stress im Job, nervenaufreibender Umzug, Familienangehörige krank oder was auch immer. Wie Coco geschrieben hat - manche sind halt härter im Nehmen als andere.

Grüße
Natascha

Hi coco

auch wenn ich dir dein geschichtchen nicht glaube,

Diese ist auch nicht so wichtig.

es gibt leute mit härteren und mit weicheren knochen. der eine
bricht sich beim sturz vom velo den arm, der andere bei einem
hypothetisch genau gleich ablaufenden sturz nicht. menschen
sind unterschiedlich angelegt, psychisch wie physisch. der
eine lebt nach kriegserlebnissen stabil weiter, der andere
überwindet es nie und bleibt ein psychisch wrack.

Das ist super beschrieben.

falls dir diese erklärung nicht reicht, dann präzisiere bitte

Bleiben wir mal bei der psychischen Seite.
Besonders bei den Menschen, die bei einen Problem gleich am
Boden liegen und nicht weiter wissen.
Sie haben dann Depressionen, Angst und Panikattacken, usw.
Haben diese Menschen, ein zu geringes Selbstbewußtsein oder
sind sie von Natur aus zu sensibel ?
Was geht in ihnen vor, das sie denken, es gibt keine Lösung ?

Gruß Iwan

Hallo,
„härter im Nehmen“ ist eine Sicht, die andere, daß dergleiche Vorfall für verschiedene Menschen unterschiedlich relevant ist. In ihrer Analogie ausgedrückt, würde dergleiche Vorfall bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Unfälle produzieren (Sturz aus 2m, 5m, …) - der Knochenstabilität wäre dagegen z.B. einheitlich.

Gruss
Enno

Hi Natascha

Da fällt mir ein, wir müssen ja noch etwas zu Ende bringen,
womit wir im Chat aufgehört haben. :smile:
Ich habe auch schon die passende Idee gefunden.
Am besten ich sende Dir diese per Mail.

ich denke, dass jeder Mensch auf diese Weise reagieren könnte.

Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, das jeder
auf Probleme so reagieren „könnte“.

  • nur braucht es bei manchen mehr negative Einflüsse, die
    zusammenkommen, also z.B. nicht nur die Trennung, sondern dazu
    noch Stress im Job, nervenaufreibender Umzug,
    Familienangehörige krank oder was auch immer.

Bis auf den Umzug, muß ich mich fast täglich, mit solchen
Sachen herumschlagen.

Wie Coco
geschrieben hat - manche sind halt härter im Nehmen als
andere

Ich würde da nicht in hart und weich einteilen wollen.
Es ist schwer für mich, es genauer zu definieren, nur ich
glaube das die Menschen, die bei einen Problem gleich
umfallen, gefühlsmäßig zu sensibel auf ein Problem reagieren.
So in etwa: Jetzt geht die Welt unter, das ist das Ende.

Gruß Iwan

hi iwan

Bleiben wir mal bei der psychischen Seite.
Besonders bei den Menschen, die bei einen Problem gleich am
Boden liegen und nicht weiter wissen.
Sie haben dann Depressionen, Angst und Panikattacken, usw.
Haben diese Menschen, ein zu geringes Selbstbewußtsein oder
sind sie von Natur aus zu sensibel ?
Was geht in ihnen vor, das sie denken, es gibt keine Lösung ?

ich denke nicht, dass ein geringes selbstbewusstsein der auslöser ist. wenn sie dieses haben, dann wird es eher eine folge von depressionen oder angstzuständen sein.

depressionen werden im hirn ausgelöst. kurz gesagt passiert folgendes: der stoff, der für positive gedanken zuständig ist, kann nicht mehr in genügendem masse im hirn aufgenommen werden. als folge wird vermehrt negativ gedacht. negative gedanken lösen weitere negative gedanken aus, es entstehen rückkopplungsmechanismen im hirn, die positive gedanken verhindern. wenn jemand tief in einem solchen teufelskreis drin ist, kann er nur mehr schwer alleine rauskommen, da solche hirninternen biologischen prozesse nicht bewusst gesteuert werden können.

auslöser für depressionen können genetische anlagen, als auch schwerwiegende ereignisse im leben sein. die gewichtung letzteren ist halt wieder individuell. beim einen kann eine scheidung der auslöser sein, bei einem anderen nicht.

wie es bei panikattacken und angstzuständen aussieht, weiss ich leider nicht. wird wahrscheinlich auch mit der ausschüttung und aufnahme von stoffen im hirn zusammenhängen.

grüssli
coco

3 „Gefällt mir“

Hallo Iwan,

die Menschen unterscheiden sich voneinander aufgrund ihrer Anlage und bisherigen Lebensgeschichte.

Dabei gibt es, grob gesagt, drei große Wegpunkte, an dem die Weichen gestellt werden, so glaube ich wenigstens oder versuche es mir vorzustellen.

Es ist erstens die Anlage, die einer mitbringt, und durch die sich die Menschen hinsichtlich ihrer psychischen Konstitution vermutlich ebensosehr unterscheiden wie hinsichtlich ihrer körperlichen Merkmale. Dies ist aber im Detail nur sehr schwer zu erkennen, da es überlagert ist durch:

zweitens die frühen Erfahrungen in den ersten Lebensjahren. Dies wird in der psychoanalytischen Entwicklungslehre mit den Phasen (oral, anal, phallisch und ödipal) beschrieben. Obwohl dieses Modell (wenngleich immer noch umstritten) mehr oder weniger Allgemeinwissen geworden ist, ist es trotzdem für den einzelnen schwer faßbar und nicht ohne weiteres möglich, seine „Herkunft“ aus seiner Frühgeschichte heraus zu verstehen. Bekannte „Frühstörungen“ sind die narzistische, die schizoide sowie die Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Drittens, am leichtesten nachvollziehbar sind die Weichenstellungen
der Pubertät bis zu Beginn des Erwachsenenalters: der Einstieg in’s Beziehungsleben vor allem.

Nur kurz zu Deinem Beispiel: Für Dich mag es so sein, wenn Deine Freundin von Dir weg will, dann „wartet schon die nächste“. Aber ein anderer fürchtet, vielleicht lange Zeit keine mehr zu finden, weil sein Selbstvertrauen aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen gering ist.

Normalerweise haben wir Kontakt zu Menschen, die uns relativ ähnlich sind, oder wir gehen auf sie in den Punkten, wo sie merklich verschieden von uns sind, nicht weiter auf sie ein, sodaß unsere Kontakte eher oberflächlich bleiben.

Einen Menschen auch in seiner Verschiedenheit und Fremdheit wirklich zu verstehen versuchen, zu begreifen, warum einer gerade da verletzlich ist, wo andere robust sind, das ist schwerste Arbeit.

Grüße,

I.

Hallo,

der stoff, der für positive gedanken zuständig ist, kann nicht mehr in
genügendem masse im hirn aufgenommen werden.

wenn Du auf Serotonin anspielst - existiert ein einfacher kausaler Zusammenhang zwischen Serotoninmangel und Depressionen ? M.M. ist das strittig.

Gruss
Enno

Hi Enno,

ja, es ist bei jedem Menschen unterschiedlich, wann er wie (stark) worauf reagiert. Wollte damit nur sagen, dass es jeden treffen kann.

Grüße
Natascha

hallo enno

wenn Du auf Serotonin anspielst - existiert ein einfacher
kausaler Zusammenhang zwischen Serotoninmangel und
Depressionen ? M.M. ist das strittig.

ja, ich meine das serotonin. ich denke auch nicht, dass depressionen nur durch so einen einfachen kausalen zusammenhang entstehen. aber das serotonin scheint einen sehr grossen einfluss für solche zusammenhänge zu haben, deshalb auch die beta-blocker.

grüssli
coco

Hi Iwan,

Da fällt mir ein, wir müssen ja noch etwas zu Ende bringen,
womit wir im Chat aufgehört haben. :smile:
Ich habe auch schon die passende Idee gefunden.
Am besten ich sende Dir diese per Mail.

stimmt. *g* Also auf, Mail her! *wart* :smile:

Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, das jeder
auf Probleme so reagieren „könnte“.

Warum nicht?

  • nur braucht es bei manchen mehr negative Einflüsse, die
    zusammenkommen, also z.B. nicht nur die Trennung, sondern dazu
    noch Stress im Job, nervenaufreibender Umzug,
    Familienangehörige krank oder was auch immer.

Bis auf den Umzug, muß ich mich fast täglich, mit solchen
Sachen herumschlagen.

Dann hast Du evtl. den Vorteil, dass Du Dich von allem distanzieren kannst und es nicht (zu sehr) an Dich ranlässt.

Ich würde da nicht in hart und weich einteilen wollen.
Es ist schwer für mich, es genauer zu definieren, nur ich
glaube das die Menschen, die bei einen Problem gleich
umfallen, gefühlsmäßig zu sensibel auf ein Problem reagieren.
So in etwa: Jetzt geht die Welt unter, das ist das Ende.

Es ist ja nicht gesagt, dass jemand bei jedem Problem gleich zusammenklappt, sondern einfach irgendwann keine Kraft mehr hat, aus welchem Grund auch immer. Natürlich gibt es auch „Sensibelchen“, die aus allem ein riesen Trara machen, aber Dein Ausgangsposting bezieht sich ja auf eine Trennung, was von vielen Menschen als nicht alltäglich und schmerzhaft angesehen wird. :smile:

Grüße
Natascha