Persönliches Problem

…ich weiss, man soll eine Überschrift wählen, die das Problem
umschreibt (gell Metapher?), aber …na egal.
Jetzt zu meinem Problem, wenn es denn eins ist:
Hab gerade die ersten 34 Seiten vom Lazarus-Kind gelesen und
muß das Buch weglegen, weil ich den Text vor Tränen nicht mehr
lesen kann. Nix bes., und doch. Ich, die vom 16. Lj. an zwischen
Kranken, Leiden und schreckl. Schicksalen „groß geworden“ bin,
entdecke jetzt, nachdem ich gekündigt habe, solche Seiten an mir. Es macht mir wirkl. zu schaffen, zumal ich im realen Leben
keine „Kranken“ mehr sehen kann…Gibt es dafür eine Erklärung?
Bin ich erst jetzt in der Lage, die Dinge zu sehen, wie sie
wirklich sind, oder ist es ganz einfach nur Trauer des Abschieds von meinem einstmals Traumjob?
Wenn Freunde derzeit über Krankheiten reden, über Bekannte, die
es „erwischt“ hat etc., dann bin ich ganz schnell weg. Selber
aber, hab ich tatsächl. erstmals im Leben Angst um mich!!!
Es kommt so vieles hoch, ich will auch nichts davon verdrängen, nur warum jetzt? Ich arbeite ja noch da, zwar höchstens noch mit
40 %, aber immerhin…, die Tage sind gezählt und ich bin eigentlich unheimlich froh, diesen Schritt gewagt zu haben.
Warum aber werde ich jetzt so „weich“???
Mir reicht ein einziger psychol. Begriff, der dieses „Phänomen“
erklärt. Für andere wüßte ich bestimmt eine Erklärung, für mich
selber leider nie!
Herzl. Dank fürs Lesen erstmal.

Heidi-Dilarah *wederpessimistischnochdepressivnurverwirrt*

Hallo Heidi-Dilarah,

Vielleicht ist es so:
Du musstest bis jetzt im Umgang mit den Leidenden immer Stärke zeigen - das kann man nur, wenn man das Leid nicht so dicht an sich heranlässt.
Jetzt hast du diese Rolle aufgegeben - und du schreibst ja, dass du froh darüber bist - und darfst endlich einmal weich sein. Vorher hast du dir das nicht erlaubt.

Klio.

Du musstest bis jetzt im Umgang mit den Leidenden immer Stärke
zeigen - das kann man nur, wenn man das Leid nicht so dicht an
sich heranlässt.

so einfach ist das nicht, mir wurde schon immer nachgesagt, für
diesen Job zu „warmherzig“ zu sein, damit hab ich mir ausein-
andergesetzt und eben meine Strategie (furchtbares Wort) ent-
wickelt. Bezeichnenderweise hatte ich für Sekunden, wenn irgend-
was passierte, immer kurz Angst, die ich aber erfolgreich
überwinden gelernt habe.

Jetzt hast du diese Rolle aufgegeben - und du schreibst ja,
dass du froh darüber bist - und darfst endlich einmal weich
sein.

Diese, wie Du schreibst „Rolle“ ist ja ein großer Teil meines
Lebens und weil ich mein Leben in Zukunft anders gestalten MUSS,
leg ich diesen Teil von mir ja nicht automatisch ab.

Vorher hast du dir das nicht erlaubt.

Ich will hier nicht als „Wiederporst“ (*lacht*) erscheinen, aber
das hab ich mir erlaubt. Ich hatte z.B. früher nur Kontakt zu
Medizinern, sowohl dienstl., als privat. Und natürlich waren
meine Partner Ärzte, vor vielen Jahren kam ich mir selber „spanisch“ vor und hab mir erlaubt, dies zu ändern. Also so in der Art: Dienst ist Dienst und danach bin ich ich. Deshalb
verwirrt es mich ja so, jetzt all dem, dem ich entfliehen will,
hinterher zu trauern (???) … oder was immer es ist.

Ich bedanke mich für Deine Antwort, auch wenn sie so für mich
nicht gilt…aber vielleicht ja doch… ich weiss es einfach nicht!

Liebe Grüße
H.-D.

Klio.

Hi Heidi-Dilarah,

Ich würde dir gerne etwas mehr schreiben, verstehe aber nicht ganz um was es dir geht? Vieleicht könntest du dein Problem doch genauer formulieren?

Weinen, Schmerz, Trauer, vermeintliche Schwäche sind dies Seiten, die du an dir nicht kanntest, oder was meintest du damit?

HfG Harald

Hallo,

Ich würde dir gerne etwas mehr schreiben, verstehe aber nicht
ganz um was es dir geht? Vieleicht könntest du dein Problem
doch genauer formulieren?

wenn ich das so genau wüßte: eine Mischung aus Trauer, Schmerz,
Erleichterung, Hoffnungslosigkeit, sogar Angst, dann wieder
Freude, Tatendrang, Erlösung (in der Art, mir fällt ein riesen
Stein vom Herzen)…endlos Nachdenken, ob es nicht schade ist,
mein „Fachwissen und Erfahrung“ jetzt vielleicht zu vergeuden,
und:

Seiten, die du an dir nicht kanntest…

zu entdecken und nichts damit anfangen zu können…
und eben eine „Weichheit“, die ich mir nie hätte vorstellen
können, jedenfalls nicht an mir, nicht das ich nicht emotional
wäre, aber alles in der richtigen Dosierung eben, nicht so
überraschend, wie es mir jetzt häufig passiert…

ob Dir das nun allerdings im Verständnis meiner Verständnis-
losigkeit weiterhilft???

Liebe Grüße
H.-D.

Hallo Heidi
Ich glaube, ich kann dir nachfühlen, obwohl ich nicht weiß, ob ich richtig liege, schreib
ich mal meine „Vermutung“ dazu. Ich denke schon, daß Krankenschwester sein, ein „verhasster
Traumjob“ sein kann. Und auch wenn du dich zur Kündigung durchgerungen hast, hast du dich
doch auch bisher damit arangieren können. Ärzte privat, Job ist job. .etc.
Das ist das Eine, das „Bewußte“, das was das „Denken“ aus der Anforderung: Krankenschwester
sein, gemacht hat. Davon wolltest du dich lösen, hast eben aufgehört dem „Denken“ zu folgen,
indem zu gekündigt hast. Völlig in Ordnung.
Das Unbewußte, das „Wahre“ oder das „Ehrliche“ ist geblieben. Was war es, weswegen du
Krankenschwester werden wolltest? Geld oder Anerkennung kanns ja nicht gewesen sein :wink:
War es: für Menschen dasein wollen? Helfen wollen? Zuhören wollen? Hilfe geben wollen?
Ich glaube, das ist das, was in jedem von uns ist. Nur in den meisten wird es früher oder
später erstickt. Man wird enttäuscht, man fällt gutgläubig rein, wird ausgenutzt etc.
Als Krankenschwester ist es etwas anders. Da „hat“ man, was viele suchen - man kann Hilfe geben! Aber man hat auch das Drumrum, was nicht dazu gehört: fehlende Zeit, nörglige Oberschwestern,
Leiden sehen und nicht handeln können/dürfen, Undank, selbst an die eigenen Grenzen kommen und
nicht weiterwissen.
„Das“ gehört nicht zum Helfen wollen dazu. Das ist den Umständen entsprungen, der Gesellschaft,
den Gesetzen, den Bürokraten, den selbst-unsicheren Mitmenschen.
Das wolltest du wohl loswerden, das andere nicht. Mit der Kündigung hast du nun beides „los“.
Und damit kam wohl auch eine Art schlechtes Gewissen. Trauer, ja, auch. Wegen der Verlust von
Vertrautem…aber ich glaube, das ist es nicht.
Schlechtes Gewissen ist hier sicher nicht angebracht. Es ist nicht schlecht, diesen dämlichen
Umständen von „Helfen in Deutschland“ den Rücken zu kehren. Wenn du weiterhin helfen willst um des helfens
willen, um des „mit sich zufrieden seins“ willen, dann wird dein nächster Job wohl wieder in
diese Richtung gehen müssen.
Aber vielleicht kannst du die Anzeichen der Unzufriedenheit eher einordnen.
Hoffe geholfen zu haben und wünsche dir viel Glück :smile:
Kerstin

Liebe Kerstin,

… den Bürokraten, den selbst-unsicheren Mitmenschen.

Das wolltest du wohl loswerden, das andere nicht. Mit der
Kündigung hast du nun beides „los“.
Und damit kam wohl auch eine Art schlechtes Gewissen. Trauer,
ja, auch. Wegen der Verlust von Vertrautem…

Ich erkenne einiges wieder, auch wenn die bes. Umstände eine
Rolle spielen, die letztlich zur Kündigung geführt haben
(Bürokratie, Chef, etc.)

Schlechtes Gewissen ist hier sicher nicht angebracht. Es ist
nicht schlecht, diesen dämlichen
Umständen von „Helfen in Deutschland“ den Rücken zu kehren.

Ja, zumindest, wie es jetzt abläuft, deswegen, hab ichs ja
auch getan, lieber schwebe ich eine Weile in der Luft, kann
mich selber aber ertragen und hab mein Gewissen nicht verkauft…

Wenn du weiterhin helfen willst um des helfens
willen, um des „mit sich zufrieden seins“ willen, dann wird
dein nächster Job wohl wieder in
diese Richtung gehen müssen.

Man kann auf vielerlei Weise helfen. Ich glaube nicht, in diesem
Job weiterarbeiten zu müssen, ich möchte was ganz anderes
versuchen, aber man möchte soviel. Noch fehlt der nötige Elan,
das Potential richtig einzusetzen, auch von daher ist eine
kleine Auszeit wohl gar nicht so schlecht!

Hoffe geholfen zu haben und wünsche dir viel Glück :smile:

Ja, es ist schön, wenn man bestimmte Dinge mal aus der Sicht
von anderen sehen darf, es hilft immer, den eignen Blickwinkel
zu überprüfen und danke und auch für Dich alles Gute.

H.-D.

Weichheit und Gefühle
Hi,

Ich habe so die Idee, daß du Schwierigkeiten mit deiner Gefühlswelt hast und im Begriff bist zu merken, daß sich Gefühle nicht endlos steuern lassen. Dies scheint dich sehr stark zu verunsichern und die grübelnden Gedanken erschrecken dich.

Ich bin mir nicht sicher, wie weit oder wie tief du dir dein
" Problem " anschauen willst, daher hier erstmal einen Halt!?

MfG Harald

Hi,

Ich habe so die Idee, daß du Schwierigkeiten mit deiner
Gefühlswelt hast und im Begriff bist zu merken, daß sich
Gefühle nicht endlos steuern lassen. Dies scheint dich sehr
stark zu verunsichern und die grübelnden Gedanken erschrecken
dich.

Ja, so empfinde ich mich zeitweise, verunsichert und erschrocken über das, was in mir abläuft, weil ichs noch nicht verstehe.

Ich bin mir nicht sicher, wie weit oder wie tief du dir dein
" Problem " anschauen willst, daher hier erstmal einen Halt!?

Ich denke ehe es zu einem ernsthaften „Problem“ wird, möchte ich dem schon entgegenwirken…

LG
H.-D.

Hallo Heidi,

was du als dein Problem schilderst habe ich auch bei mir bemerkt.
Ich habe auch eine berufliche Veränderung vor mir, sehe es größtenteils sehr positiv und bin doch zur Zeit etwas „rührseliger“ als sonst.
Jedesmal wenn ich in eine Situation komme wo Gefühle im Spiel sind, die müssen nicht mich betreffen, es genügt auch wenn ich nur „Zuschauer“ bin…also wenn ein Mensch einem anderen hilft (ich meine nicht die angeborene Höflichkeit), sondern wirklich nette vom Herzen kommende Gesten, berührt mich das.
Oder wenn ich z.B. im L&L Brett den Artikel von Anja lese, dann macht dieser mich mehr betroffen als sonst.

Kranken, Leiden und schreckl. Schicksalen „groß geworden“ bin,
entdecke jetzt, nachdem ich gekündigt habe, solche Seiten an
mir. Es macht mir wirkl. zu schaffen, zumal ich im realen
Leben
keine „Kranken“ mehr sehen kann…Gibt es dafür eine
Erklärung?

Ich bin kein Profi aber ich kann mir gut vorstellen daß durch die vielen Jahre die du mit Kranken und deren Leiden im Unterbewußtsein mitgelebt hast, einfach dein Potential an Hilfe leisten erschöpft ist. Du mußtes immer deine privaten Gefühle hintanstellen und wenn es dir selber nicht gut ging, in einem Umfeld von Leiden arbeiten. Das geht nur mit Verdrängung des eigenen *ICHs* !

Bin ich erst jetzt in der Lage, die Dinge zu sehen, wie sie
wirklich sind, oder ist es ganz einfach nur Trauer des
Abschieds von meinem einstmals Traumjob?

Beides würde ich sagen, weil du Heidi, eine wichtige Entscheidung für dein Leben getroffen hast. Ich kenne dich als starke und sensible Frau und darum weiss ich daß du dir die Entscheidung nicht leicht gemacht hast. Du hast sicher einen langen Weg der unterdrückten Gefühle hinter dir. Gedanken ob es momentaner Frust ist…oder ob es dir schon an die Substanz geht…Gedanken des Versagens…und Gedanken der Selbtbehauptung.

Wenn Freunde derzeit über Krankheiten reden, über Bekannte,
die
es „erwischt“ hat etc., dann bin ich ganz schnell weg.

Das wird sich wieder ändern wenn du einige Zeit ohne direkten Kontakt mit Krankheit erlebst.

Selber

aber, hab ich tatsächl. erstmals im Leben Angst um mich!!!
Es kommt so vieles hoch, ich will auch nichts davon
verdrängen, nur warum jetzt? Ich arbeite ja noch da, zwar
höchstens noch mit
40 %, aber immerhin…, die Tage sind gezählt und ich bin
eigentlich unheimlich froh, diesen Schritt gewagt zu haben.
Warum aber werde ich jetzt so „weich“???

Weil du nicht mehr mit „Aller Kraft“ deine Gefühle unterdrücken mußt…weil du ein Ende der Anstrengung siehst…weil du dir gegenüber zuläßt so zu empfinden ! Weil du nicht mehr nur für die Anderen stark sein mußt…und weil du für dich und deine Gefühle einen Spielraum läßt.
Du bist im Grunde froh diesen Schritt gewagt zu haben und doch ist es eine neue Situation für dich und du mußt erst lernen damit umzugehen…dadurch bist du unsicher.

Mir reicht ein einziger psychol. Begriff, der dieses
„Phänomen“
erklärt. Für andere wüßte ich bestimmt eine Erklärung, für
mich
selber leider nie!

Ich weiß leider keinen psychologischen Begriff dafür, ich kann nur mit dir fühlen wie es dir geht und dir sagen, ich finde deine Gedanken und Empfindungen ganz normal.

Liebe Grüße und halt die Ohren steif *gg*
Kerbi

Hallo Kerbi,

das hast Du sehr sehr nett geschrieben und Du und die anderen
haben recht, manchmal hilft es, einfach mal seine Gefühle
mitzuteilen, um sich wieder zurechtzufinden. Das hab ich nie
so recht gekonnt. Dabei hat mir www. sehr geholfen, wenn
ich´s mir hätte auch nie vorstellen können.
Ich bedanke mich bei Dir für die einfühlsamen Zeilen und
wünsche auch Dir alles Gute für die Zukunft.

PS: und ja, leider es ist schon an die Substanz gegangen,
ich bin durch das alles ziemlich krank geworden, aber hab
es geschafft, mich da durchzubringen, es waren zuviele
Verluste in den letzten Jahren und bin endlich nun soweit
gekommen, auch die letzte Hürde (Arbeit wechseln) zu nehmen,
denn ich will ja leben für meine Kinder und für mich und
des Lebens wegen, denn das Leben ist schön, nur muß man es
erkennen…aber das wäre eine andere Geschichte :wink:

Liebe Grüße
H.-D.

was du als dein Problem schilderst habe ich auch bei mir
bemerkt.
Ich habe auch eine berufliche Veränderung vor mir, sehe es
größtenteils sehr positiv und bin doch zur Zeit etwas
„rührseliger“ als sonst.
Jedesmal wenn ich in eine Situation komme wo Gefühle im Spiel
sind, die müssen nicht mich betreffen, es genügt auch wenn ich
nur „Zuschauer“ bin…also wenn ein Mensch einem anderen hilft
(ich meine nicht die angeborene Höflichkeit), sondern wirklich
nette vom Herzen kommende Gesten, berührt mich das.
Oder wenn ich z.B. im L&L Brett den Artikel von Anja lese,
dann macht dieser mich mehr betroffen als sonst.

Kranken, Leiden und schreckl. Schicksalen „groß geworden“ bin,
entdecke jetzt, nachdem ich gekündigt habe, solche Seiten an
mir. Es macht mir wirkl. zu schaffen, zumal ich im realen
Leben
keine „Kranken“ mehr sehen kann…Gibt es dafür eine
Erklärung?

Ich bin kein Profi aber ich kann mir gut vorstellen daß durch
die vielen Jahre die du mit Kranken und deren Leiden im
Unterbewußtsein mitgelebt hast, einfach dein Potential an
Hilfe leisten erschöpft ist. Du mußtes immer deine privaten
Gefühle hintanstellen und wenn es dir selber nicht gut ging,
in einem Umfeld von Leiden arbeiten. Das geht nur mit
Verdrängung des eigenen *ICHs* !

Bin ich erst jetzt in der Lage, die Dinge zu sehen, wie sie
wirklich sind, oder ist es ganz einfach nur Trauer des
Abschieds von meinem einstmals Traumjob?

Beides würde ich sagen, weil du Heidi, eine wichtige
Entscheidung für dein Leben getroffen hast. Ich kenne dich als
starke und sensible Frau und darum weiss ich daß du dir die
Entscheidung nicht leicht gemacht hast. Du hast sicher einen
langen Weg der unterdrückten Gefühle hinter dir. Gedanken ob
es momentaner Frust ist…oder ob es dir schon an die Substanz
geht…Gedanken des Versagens…und Gedanken der
Selbtbehauptung.

Wenn Freunde derzeit über Krankheiten reden, über Bekannte,
die
es „erwischt“ hat etc., dann bin ich ganz schnell weg.

Das wird sich wieder ändern wenn du einige Zeit ohne direkten
Kontakt mit Krankheit erlebst.

Selber

aber, hab ich tatsächl. erstmals im Leben Angst um mich!!!
Es kommt so vieles hoch, ich will auch nichts davon
verdrängen, nur warum jetzt? Ich arbeite ja noch da, zwar
höchstens noch mit
40 %, aber immerhin…, die Tage sind gezählt und ich bin
eigentlich unheimlich froh, diesen Schritt gewagt zu haben.
Warum aber werde ich jetzt so „weich“???

Weil du nicht mehr mit „Aller Kraft“ deine Gefühle
unterdrücken mußt…weil du ein Ende der Anstrengung
siehst…weil du dir gegenüber zuläßt so zu empfinden ! Weil
du nicht mehr nur für die Anderen stark sein mußt…und weil
du für dich und deine Gefühle einen Spielraum läßt.
Du bist im Grunde froh diesen Schritt gewagt zu haben und doch
ist es eine neue Situation für dich und du mußt erst lernen
damit umzugehen…dadurch bist du unsicher.

Mir reicht ein einziger psychol. Begriff, der dieses
„Phänomen“
erklärt. Für andere wüßte ich bestimmt eine Erklärung, für
mich
selber leider nie!

Ich weiß leider keinen psychologischen Begriff dafür, ich kann
nur mit dir fühlen wie es dir geht und dir sagen, ich finde
deine Gedanken und Empfindungen ganz normal.

Liebe Grüße und halt die Ohren steif *gg*
Kerbi

Hi Heidi,

Deine Antworten auf meine Mails werte ich als Zustimmung, daß ich mich in deine Sachen einmischen darf.

Meiner Meinung nach ist das Problem bereits da! Ich sehe es jedoch anders als du; deine Idee die Gefühle mit denen du nicht klar kommst wegzumachen, bzw. etwas dagegen zu unternehmen betrachte ich als das Problem, nicht die Gefühle selbst.

Mit dieser Seite von dir dich auszusöhnen und sie dir anzuschauen, ja gar nützlich zu machen, empfinde ich als erstrebenswerte Ziele.

MfG Harald