Persönlichkeit verändern

Hallo Fachleute,

Scheffe hat einen Berater engagiert, der uns in vielen tagelangen Workshops erfolgreicheres Kommunizieren beibringen will. In einem anderen Betriebsteil hat er schon Workshops für „erfolgreichere Persönlichkeiten“ durchgeführt.
Ich vermute, das ist ein Scharlachtan.
Psychotherapeutische Ausbildung des Knaben: War mal Offizier bei der Bundeswehr.
Leider euphorisiert er die Teilnehmer seiner Seminare und alle sind unkritisch begeistert.
Um Persönlichkeit überhaupt zu verändern, wenn ich Branden, Metapher und Kollegen damals richtig verstand, braucht man wohl viel Erfahrung und keine Geschäftsführertätigkeit im Lebenslauf.
Ich hab mir schon die Finder blutig gegooglet: Welche Fragen muss ich stellen, um rauszufinden, wo der Haken an dem Ganzen ist, wie den Anbieter für mich zu „entlarven“?
Wie kann ich geistig in den Pflichtseminaren abschalten, so dass ich meinen Schnabel halten kann (Arbeitsplatzerhalt)?

Es dankt schon mal

Strubbel
&:open_mouth:)

Nachtigall…
…ick hör…

Scheffe hat einen Berater engagiert, der uns in vielen
tagelangen Workshops erfolgreicheres Kommunizieren beibringen
will. In einem anderen Betriebsteil hat er schon Workshops für
„erfolgreichere Persönlichkeiten“ durchgeführt.

Heißt die Firma, die erfolgreiche Persönlichkeiten heranbildet, zufällig mit 6 Buchstaben, vorne mit „P“ und hinten mit „s“?

Ich vermute, das ist ein Scharlachtan.
Psychotherapeutische Ausbildung des Knaben: War mal Offizier
bei der Bundeswehr.

Das ist erstmal noch nichts Ehrenrühriges.

Ich hab mir schon die Finder blutig gegooglet: Welche Fragen
muss ich stellen, um rauszufinden, wo der Haken an dem Ganzen
ist, wie den Anbieter für mich zu „entlarven“?

Ein Indiz ist es, wenn die auf alle Fragen eine Antwort haben. Und wenn Fragen, die am Rand zum Kritischen nippen, abgewürgt werden. Und weiterhin, wenn der fortwährend kritische Frager dann argumentativ kalt gestellt wird.

Weitere Indizien sind, wenn über die Betreiber der Beraterfirma nichts konkretes zu ergooglen ist, etwa über eine betriebswirtschaftliche, journalistische oder psychologische Berufslaufbahn.

Wie kann ich geistig in den Pflichtseminaren abschalten, so
dass ich meinen Schnabel halten kann (Arbeitsplatzerhalt)?

Du machst dir gleich zu Anfang den Referenten mit sachten Beipflichtungen zum Freund. Dann hast du Ruhe.

Schöne Grüße

To.i
Generalleutnant a.D.

Hi,

Du hast den „Scharlatan“ doch schon entlarvt und Unternehmensberater darf und kann sich schließlich jede® nennen.

Wenn Du so kritisch wie hier geschrieben bist und bleibst, dürfte dieser Typ Dir nichts anhaben können - wieso und wozu also willst Du Dir die Mühe machen, ihn „bloß zu stellen“? U. U. bewirken seine Tricks ja bei den anderen etwas (im Sinnes des Bezahlenden) Positives . . .

Übrigens kann ich mir keinen Chef vorstellen, der ernsthaft die Persönlichkeit seiner Mitarbeiter ändern will - bestenfalls will er, dass diese mehr in seinem Sinne aktiv sind/werden.

Tach,

P ist richtig, aber der ist selbstständig. Muss ick wohl Ommm sagen, bis ick in Trance falle…
Dankeschön!

Strubbel
=:open_mouth:I

Tach Tom,

doch, erfolgreiche Verkaufspersönlichkeiten, Maximierung des Profits durch bessere Ausbeutung der Angestellten. Esoterikmist eben.

Strubbel
=:open_mouth:(

Hi.

Hallo Fachleute,

Passt auf mich nicht zu.

Um Persönlichkeit überhaupt zu verändern, wenn ich Branden,
Metapher und Kollegen damals richtig verstand, braucht man
wohl viel Erfahrung und keine Geschäftsführertätigkeit im
Lebenslauf.

Was Sie dazu und in welcher Form sagten weiss ich nicht, und ob du das richtig verstanden hast kann ich auch nicht beurteilen.

Die Liste der erfolgreichen in Psychologie unkundigen Persönlichkeitsverenderer ist aber lang.

Muss nicht unbedingt gelernt sein. Und sowieso geht es einem nicht egal wie lange und gute Bildung er genoss, wenn in der Zielperson nicht unbefestigte Gebiete vorhanden sind.

Diese Gebiete kann man mit etwas Sensibilität bewusst aber auch unbewusst wahrnehmen und dort erfolgreich ansetzen.
Dabei sind z.B Betrüger und Co. Naturtalente:smile:

Gruß.

Balázs

Hallo,

was hat erfolgreiches Kommunzieren mit einer Veränderung der Persönlichkeit zu tun?

Schöne Grüße,
Jule

Das ist die alles entscheidende Frage, die hier nur der Referent beantworten kann.

1 „Gefällt mir“

Rhetorik studieren
Hallo Strubbel,

erfolgreicheres Kommunizieren
„erfolgreichere Persönlichkeiten“

unter den vielen Begriffen, die alle mit dem Wort „Persönlichkeit“ belegt werden, finden sich auch Fachtermini, die in der Psychologie bzw, Psychotherapietheorie gebräuchlich sind (und dort diskutiert werden). Z.B. im Zusammenhang mit Persönlichkeitsentwicklung, oder mit sog. Persönlichkeitsstörungen.

Bei dem, was du andeutest, handelt es sich vermutlich um ein Verkäufertraining? Ein Gebiet, das sich für keine Perversion psychologischer Begriffe zu schade ist.

Psychotherapeutische Ausbildung des Knaben: War mal Offizier bei der Bundeswehr.

Spricht für sich: Er hat gelernt, Menschen auf Linie zu drillen. Und das ist sicherlich bei euch auch mit „erfolgreich“ gemeint. Nämlich:

Leider euphorisiert er die Teilnehmer seiner Seminare und alle sind unkritisch begeistert.

D.h. wie ziehe ich die Zuhörer/Kunden erfolgreich in Richtung meiner Interessen über den Tisch. Du siehst: Bei vielen funktioniert es. Man kann es lernen.

Um Persönlichkeit überhaupt zu verändern, wenn ich Branden, Metapher und Kollegen damals richtig verstand, braucht man wohl viel Erfahrung und keine Geschäftsführertätigkeit im Lebenslauf.

Was wir damals in diesem Thema diskutierten, ist „Persönlichkeit“ keineswegs im hier gemeinten Sinne. Und es gibt viele Geschäftsführer, die sich sehr wohl um Sensibilität, Menschenkenntnis und empathische Kommunikation mit ihren Mitarbeitern bemühen und in diesem Sinne eben auch „erfolgreich“ sind. Das betrifft insbesondere die Mitarbeitermotivation.

In deinem Falle scheint es aber darum zu gehen, eure Funktionabilität ausschließlich im Geschäftsinteresse zu optimieren. D.h. eure individuelle, subjektive Motivation soll mit den Geschäftsinteressen synchronisiert werden. Das hat mit „Persönlichkeit“ nichts zu tun, sehr viel aber mit raffiniertem Drill auf wohldefinierte Denkwege. Die Methoden, die euch zur Nachahmung nahegelegt werden haben den Anschein, verlockend zu sein. In Wirklichkeit seid ihr die Objekte, auf die diese Methoden angewendet werden.

Wie man das durchschauen kann, dazu hat To.i ja schon einige Beispiele genannt.

Wie kann ich geistig in den Pflichtseminaren abschalten, so dass ich meinen Schnabel halten kann (Arbeitsplatzerhalt)?

Der Arbeitsplatzerhalt hindert selbstverständlich, die Motivation und Zielrichtung des Trainers zu entlarven. Entziehen kannst du dich mutmaßlich nicht. Also nutz die Situation aus und studiere, wie er es macht. Studier seine Rhetorik: Nicht was er sagt ist wesentlich, sondern wie er es sagt: Formulierung, Tonfall, rhetorische Techniken. Insbesondere der
Pluralis auctoris und
/t/rhetorischer-stil/4628232/2
wird dir auffallen.

So kannst du die Zeit nutzen, um diese techniken zu lernen. Nur wenn man sie genau kennt, kann man sich vor Infizierung schützen.

Viel Vergnügen dabei! :smile:

Gruß
Metapher

Esoterikmist eben.

Hallo,
die Bemerkung ist interessant, weil m.E. in der Wirtschaft in diesen Zusammenhängen sehr viel mit Esoquatsch gearbeitet wird. Bei den Skeptikern wird dann viel über Homöopathie etc geredet aber man könnte hier auf diesem Gebiet sehr viel mehr tun. Für Dich im aktuellen Fall könnte es helfen, schwammige Aussagen belegen zu lassen. … Wie waren die Abschlüsse vorher … wie nachher in belastbaren Zahlen. Was bedeutet Motivation, wie ist es messbar usw.

OT:
vor kurzem war ich in einer großen Getriebefabrik. Die Arbeiter sagten mir, dass neue Manager unbedingt wollten, dass in der Produktion, also da, wo die Maschinen stehen keine Stühle vorhanden sind. Es ist nicht möglich, sich mal 2 Minuten hinzusetzen.

Durchgesetzt hat man das Wegnehmen der Stühle wie eine Glaubensfrage. Aber keiner konnte mir den Vorteil dieser Aktion sagen - immer nur Spekulationen und Unterstellungen.

Vor ein paar Jahren war ich in einem vergleichbaren Werk in Schweden. da hatten die Leute nicht nur Sitzmöglichkeiten direkt an den Maschinen, sondern auch Computer, um ihre Stunden einzugeben usw. Als ich dann mal fragte, wo ich meine Mails mal abrufen könnte, war ich überrascht, dass ich genau an so einem Computer direkt ins Internet gehen konnte.

Was ich meine ist: Im einen Fall vertraut man den Mitarbeitern und behandelt sie als Partner, während man im anderen Fall die Leute für ziemlch unmündig hinstellt und mit solchen Stuhlaktionen einen krassen Gegensatz zwischen Management und Arbeitern herstellt.

Und wenn so eine Glaubensfrage erst mal durchgesetzt wird, dann gibt es niemanden, der das auch mal hinterfragt: Wie hat sich die Produktion veränder, seit es keine Stühle mehr gibt …?

Stell die richtigen Fragen!

Alles Gute
Polweiler

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Genau hingucken :wink:

Es handelt sich um zwei Workshops in zwei verschiedenen Betriebsteilen. Die einen lernen das mit dem Kommunizieren, die anderen sind die mit der Persönlichkeit…

Wobei wir (sic! :wink:) sehr aufpassen müssen, dass wir die richtigen Begriffe verwenden. Persönlichkeitsveränderung hat doch schon ein wenig einen anrüchigen, pathologischen touch. Das ist böse! Das heißt besser

Persönlichkeitsentfaltung
Persönlichkeitsentwicklung
Persönlichkeitsbildung
Persönlichkeitswachstum
Persönlichkeitstraining (Ein netter Slogan dazu: „Persönlichkeitstrainings, die tiefer wirken“… wo geht’s bitte zu meinem Unterbewusstsein?)
Persönlichkeitsstärkung…

Habe ich noch einen zentralen Begriff vergessen?

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Glück auf aus dem Ruhrpott!

Bei dem, was du andeutest, handelt es sich vermutlich um ein
Verkäufertraining? Ein Gebiet, das sich für keine Perversion
psychologischer Begriffe zu schade ist.

Es ist ein bisschen schade, dass das so pauschal herabgewürdigt wird. Viele meiner Kollegen, mich eingeschlossen, können (sich) nicht richtig verkaufen. Deshalb bin ich immer noch als Headhunter unterwegs, um einen geeigneten Trainer zu finden, you remember?

Das Verkäufer/Dienstleister - Kunde - Verhältnis sollte nach WIN/WIN aufgestellt sein.

Nur das schafft langfristige Bindungen zum beiderseitigen Vorteil.

Psychotherapeutische Ausbildung des Knaben: War mal Offizier bei der Bundeswehr.

Spricht für sich: Er hat gelernt, Menschen auf Linie zu
drillen. ,

Oh, es gibt auch stille Nachrichtenoffiziere… :wink:

In deinem Falle scheint es aber darum zu gehen, eure
Funktionabilität ausschließlich im Geschäftsinteresse zu
optimieren. D.h. eure individuelle, subjektive Motivation soll
mit den Geschäftsinteressen synchronisiert werden.

Ich sehe aber nichts Verwerfliches, wenn des Unternehmens Interessen mit denen der Mitarbeiter im Einklang sind.
Möglicherweise hat die Geschäftsleitung hier menschliche Defizite und hat deshalb ein Outsourcing veranstaltet. Möglicherweise ein bisschen daneben gegriffen.

Der Arbeitsplatzerhalt hindert selbstverständlich, die
Motivation und Zielrichtung des Trainers zu entlarven.
Entziehen kannst du dich mutmaßlich nicht. Also nutz die
Situation aus und studiere, wie er es macht. Studier seine
Rhetorik: Nicht was er sagt ist wesentlich, sondern wie er es
sagt: Formulierung, Tonfall, rhetorische Techniken.

Das ist richtig.

So kannst du die Zeit nutzen, um diese techniken zu lernen.
Nur wenn man sie genau kennt, kann man sich vor Infizierung
schützen.

Ich bin immer vorsichtshalber mal begeistert. Auf diese Weise entkommt mir nichts Wichtiges. Hinterfragen und kritisch sein kann ich zu jedem Zeitpunkt.
Allerdings gibt es immer Anhaltspunkte, die Alarmglocken herausfordern. Seinen Virenscanner sollte man also immer mitlaufen lassen.

To.i

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Huhu,

Verkaufstrainings sind ja okay, aber dann soll man das sagen und von einem kompetenten Trainer durchführen lassen.
Aber nicht eine Erfolgspersönlichkeit mit lebenslangem Erfolg, erfolgreichen Finanzen usw. postulieren.
Die Erfahrungen aus dem anderen Standort zeigen, dass absolute Gemeinplätze abgesondert werden, eine Schaumschlägerei großen Ausmaßes auf uns Mitarbeiter treffen wird.
Es finden sich ulkigerweise weder Kommentare, noch Erfolgsmeldungen zu Methode und Firma im Netz.
Ein paar Fragen werde ich sich am Anfang stellen, dann aber den Schnabel halten und einen neuen Rekord im Malen von Männekieken aufstellen.

Strubbel
8:open_mouth:)

Hallo Janina,

Genau hingucken :wink:

Hach ja. Lesen erleichtert das Verständnis doch ungemein. Danke für den Anstupser :smile:

Schöne Grüße,
Jule

Hallo,

versuche ihn aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und pick dir das für dich brauchbare raus.

Wenn du greifbare Fakten brauchst, google mal nach seinem Namen und vielleicht bist du überrascht bei dem, was du über ihn findest.

Auch psychische Berater benötigen keine Ausbildung um sich so zu nennen.

Gruß
Roland

Tach Roland,

leider ist im ganzen Netz nichts zu finden. Weder positives, noch negatives.
Nur ein Xingprofil.
Ich werde einfach in den Workshops jede Aussage verweigern. Könnte mich ja selbst belasten.

Strubbel
3:open_mouth:)

Danggescheen
Hallo Antworter,

euch allen lieben Dank für die Antworten, werde es beherzigen und für den Rest einfach aus dem Fenster sehen.

Strubbel wünscht ein schönet Wochenende!

Y:open_mouth:)

Hallo,

leider ist im ganzen Netz nichts zu finden. Weder positives,
noch negatives.

Das ist DAS Alarmzeichen schlechthin.

Genau wie, wenn ausschließlich Positives zu finden ist, und keine einzige kritische Stimme.

Nur ein Xingprofil.
Ich werde einfach in den Workshops jede Aussage verweigern.
Könnte mich ja selbst belasten.

Was ist das für ein Arbeitgeber?

To.i