Personalverantwortung - Anpassung der Bezüge

Hallo zusammen,

ich freue mich über Tipps zu folgender Situation:

Seit 2 Jahren Tätigkeit als wissenschaftlicher Referent/Zahnarzt bei einem Unternehmen, das Medizinprodukte herstellt.

Hauptaufgabengebiete:

  • Konzeption und Durchführung des Programms wissenschaftlicher Veranstaltungen
  • Wissenschaftliche Vorträge vor Fach- und Laienpublikum
  • Beratung von Anwendern bei Problemen in Behandlung und Behandlungsplanung
  • Besuch und Bewertung wiss. Fachtagungen
  • Organisation von Referentenaus- und weiterbildungsprogrammen
  • Kontaktpflege zu Meinungsführern

Die Vergütung beträgt 80T€ brutto p.a. inkl. eines variablen Anteils von 1/13 je nach erbrachter Leistung.

Das Unternehmen beabsichtigt nun, dem Mitarbeiter Personalverantwortung als Teamleiter für zwei Referenten (Zahntechniker) zu übertragen.

Ich erwarte, dass man mir auf eine Frage zur Bezugsanpassung sagt: „Sie machen das erst mal ein halbes Jahr, und dann reden wir über eine Anpassung.“

Meine Fragen:

  1. In welcher Höhe werden in einem solchen Fall durchschnittlich die Bezüge angepasst? Gibt es da einen Richtwert o.ä.?

  2. Wird dies üblicherweise mit der Übertragung der Aufgabe vorgenommen oder gibt es da in der Regel auch so eine Art „Probezeit als Teamleiter“ und später eine Anpassung?

  3. Kann ich die Übertragung der Personalverantwortung auch ablehnen oder an Bedingungen knüpfen, wenn ich mit den Konditionen nicht einverstanden bin oder mir gar keine Anpassung abgeboten wird? Im derzeitigen Arbeitsvertrag steht nichts von Personalverantwortung.

Ich danke jedem für jeden konstruktiven Hinweis, da ich mich zwar zum einen über die Beförderung freue, aber zugleich fürchte, dass mir der entstehende Mehraufwand, der mit der Aufgabe verbunden ist, nicht entsprechend vergütet werden wird. Insbesondere weil ich einen nicht einfach zu führenden MA übernehmen soll.

Vielen Dank im Voraus,

MadMorphi

  1. Kann ich die Übertragung der Personalverantwortung auch
    ablehnen oder an Bedingungen knüpfen, wenn ich mit den

Damit wäre ich vorsichtig, denn wenn Du die Personalführung ablehnst wird man kaum in Deinem Bereich eine zusätzliche Person mit den Führungsaufgaben betrauen. Du mußt dann eher damit rechnen ausgetauscht zu werden.

Hallo Madmorphi,

die Übertragung der fachlichen Führung eines Teams von
Mitarbeitern gehört nach meinem Dafürhalten zu einer der
Standardaufgaben, die einem höher qualifiziertem Angestellten
nach einigen Jahren im Betrieb zugeteilt werden.
Das hat noch nichts mit Personalverantwortung im engeren
Sinne zu tun. Personalverantwortung hat nur derjenige, der
für Mitarbeiter auch disziplinarisch die Verantwortung hat,
nicht rein fachlich.
Du solltest die neue Aufgabe als erste Bewährungsprobe sehen.
Deine Forderungen nach einer höheren Vergütung kannst Du erst
nach einigen erfolgreich abgeschlossenen Projekten mit konkreten
Erfolgen untermauern, nicht schon im Vorfeld.
Als Tip kann ich Dir noch die Seite http://www.ingenieurkarriere.de/bewerberservice/karr…
empfehlen, falls Du sie noch nicht kennst.
Stöbere dort im Archiv, es sind viele Beiträge enthalten, die
Deine momentane Situation tangieren. Viel Erfolg.
Grüße
Christian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Bezeichnung „Teamleiter“ klingt drollig bei lediglich 2 zu führenden MA… aber ich kenne die Strukturen in Eurer Fa. natürlich nicht.

Ich vermute, Du hast mit Personalführung bisher nicht viel am Hut? Dann wäre so etwas der ideale Einstieg, denn 10 - 15 MA sind eine Full-Time-Aufgabe.

Insofern würde ich auch keinesfalls ablehnen, sondern die Chance sehen (nicht das Risiko). Im Übrigen zahlen die wenigsten Firmen schon vorab einen Bonus… :smile:

Woher weißt Du, dass der eine MA schwer zu führen ist?! Vorsucht, denn meine Erfahrung ist, dass in 80% der Fälle die Vorhersagen, die mir zugetragen wurden, NICHT stimmten! Du solltes in personellen Dingen defintiv nur Deine eigenen Erfahrungen gelten lassen (alles andere fällt eigentlich auch unter Mobbing).