In einem Unternehmen sollen die Führungskräfte zyklisch
die Abteilungen wechseln.
Da ich aus der Technik komme und mich mit Themen der
Personalführung/Personalwesen nicht auskenne frage ich
hier nach Sinn und Zweck einer solchen Massnahme.
mfg Arne
Nun, für die Rotation von Führungskräften kann es einige Gründen geben; z.B.:
- Das Unternehmen erhofft sich einen know-how Transfer, weil beispielsweise der Bereichsleiter eines technischen Bereiches, welcher mit der handwerklichen Abwichlung von Geschäftsvorfällen zu tun hat, in einen Bereich wechselt, welcher sich überwiegend mit Ausplanung und Projektierung beschäftigt. Der „Planer und Projektierer“ wechselt in Bereich, welcher vielleicht mit Vertrieb und Marketing zu tun hat.
Man erhofft sich, das dadurch der Blickwinkel erweitert wird und vom Focus auf den eigenen Bereich auf eine Gruppensicht umgeschwenkt wird.
Darüber hinaus müssen sich die Führungskräfte gemeinsam organisieren (eine Art Führungsteam entwickeln), da man sich ja schon beim nächsten „Bäumchen wechsel dich“ geradewegs mit den eigenen Fehlern und Unschärfen direkt auseinander setzen muß.
(Hier ist noch Platz für die eigen Fantasie, wie es in deinem Unternehmen aussieht, weist Du am besten selbst…)
Auf jeden Fall wird dadurch ein Entwicklungprozess initiert, der die Führungskräfte zwingt, sich in andere Bereiche und Aufgaben hinzuarbeiten und nicht nur „von Thron zu Thron“ zu kommunizieren.
Ein Nebeneffekt dieser Rotation ist, das man feststellt , das es unter den FK`s ein „faules Ei“ (im übertragenen und/oder im direkten Sinne…) gibt, welchen man dann, je nach dem wie es sich darstellt, entweder weiterentwickeln muß oder die Möglichkeiten der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sucht.
In jedem Falle ist die Phase der Rotation (ein solches Instrument wird nicht ewig genutzt) für FK`s ziemlich anstrengend, da sie im großen und ganzen nicht gerade als homogene Arbeitsgruppe im Unternehmen agieren, sondern dafür verantwortlich sind, Unternehmensziele um/durchzusetzten.
Aber dafür gibts ja auch ´nen Firmenwagen, Geld und Streß…
Viele Grüße
Sir James