Also,
vor diesem Problem steh ich berufsbedingt sehr häufig beim Anwalt. Folgendes käme in Betracht:
Zunächst einmal Brief schreiben und sehen ob er zurückkommt. Insofern kannst du zwar die „Eigenhändig“-Wahl usw. treffen, hat derjenige aber einen Bevollmächtigten, bringt dirs es auch nichts. Allerdings warum sollte der dort wohnen wenn dein Adressat es nicht mehr tut?
Wenn du vor Versendung des Briefes die Anschrift testen willst, gibt es Postanfragekarten bei der Post. Hier kannst du Absender und zu prüfende Anschrift eintragen, kostet einmal Porto + extra Porto für Bearbeitung. Hat allerdings längst nicht mehr den Stellenwert wie früher wo der Postmann selbst vor Ort nachgeschaut hat, wird jetzt zentral bearbeitet.
Einwohnermeldeamtsanfragen kann jeder stellen, sofern es nur um Namen und Anschrift und ggf. Verzugsanschrift geht wenn keine Auskunftssperre eingetragen ist. Dann müsstest du ein rechtliches Interesse (Titel o.Ä.) glaubhaft machen. Sofern es nur um Namen und Anschrift geht, liegen die Gebühren oft zwischen 4,80 und 6,00 €. Wenns mehr Angaben bei Nachweis des Interesses sind, wird mehr fällig, oft eben genannte 10,00 €.
Die Telefon-Cds sind sehr nützlich. Zwar kannst du im Internet genauso die aktuellen Namen und Anschriften und Telefonnummern (soweit die Daten vom Anschlussinhaber für Veröffentlich in Register freigegeben wurden) herausfinden. Wie gesagt, finden sich im Internet aber nur die aktuellsten Eintragungen. Hast du alte CDs kannst du hierüber nützliche Infos herausbekommen, oft verziehen die Leute in den näheren Umkreis, haben erst später die Daten ihres Telefonanschlusses nebst Anschrift aus den Registern für die Öffentlichkeit herausnehmen lassen. Typisches Schuldnerverhalten.
Insofern einfach mal „blöd“ bei unmittelbaren oder vielleicht sogar unter gleicher Hausnummer wohnhaften Nachbarn anrufen. Ganz nach dem Motto, „oh bin ich hier bei …“ oder „auf der Suche nach altem Schulfreund“ oder so. Viele sind heutzutage noch ziemlich naiv und geben doch recht einfach wenn mans geschickt anstellt hilfreiche Infos raus.
Tja, sodann gibts natürlich noch einiges anderes: kostenpflichtige Bürgel- oder Creditreform-Auskünfte. Detektiv u. Ä.
Wie gesagt, es kommt ganz drauf an, warum du die Daten benötigst und du dies nachweisen kannst.
lg, yvi
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