Peter S. Beagle

Hallo,

gerade habe ich von Peter S. Beagle „Das Zauberhaus“ gelesen. Und ich finde, es hebt sich wunderbar von der üblichen Fantasy ab wo man in Band 1-99 durch irgendwelche merkwürdigen Welten geschleust wird und jeder Autor versucht, so anstrengend wie Tolkien zu klingen. Vielleicht bin ich auch einfach zu schlicht gestrickt. Jedenfalls hoffe ich auf diesem Wege gute Tipps zu Büchern zu erhalten, die in eine ähnliche Richtung gehen, wie Beagle.

Beste Grüße

Avera

Ein paar Empfehlungen
Hallo Avera -

Hallo –

willkommen in der Welt der Fans von Peter Soyer Beagle, von dem ich alles mit Ausnahme der etwas schwächelnden „Sonate des Einhorns“ bedenkenlos empfehlen kann:
He, Rebeck!
Das Volk der Lüfte
Es kamen drei Damen im Abendrot (mein Privatfavorit)
Das letzte Einhorn (wobei gerade dieser werdende Klassiker mich nicht sooo begeistert hat)
Das indische Nashorn (Erzählungen)
Der Zauberer von Karakosk (Erzählungen)

Ich liste Dir mal – unter Vermeidung von Tolkienähnlichkeiten) ein paar andere phantastische Bücher auf, die mich mal schwer beeindruckt haben – vielleicht ist etwas dabei?
Jonathan Carroll, Das Land des Lachens
John Crowley, Little Big oder Das Parlament der Feen
Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte
Mark Helprin, Wintermärchen
Ursula K. LeGuin, Die Wilde Gabe
Vielleicht wäre auch Das Geheimnis des Alten Waldes von Dino Buzzati interessant für Dich.
Das Meiste des Genannten dürfte z.Zt. vergriffen sein; aber dank Booklooker, Tauschticket und co. kommt man ja mittlerweile recht günstig auch an ältere Titel.

Es grüßt aus dem Buch nebenan:
der Pengoblin

Ein ganz herzliches Hallo!

willkommen in der Welt der Fans von Peter Soyer Beagle, von
dem ich alles mit Ausnahme der etwas schwächelnden „Sonate des
Einhorns“ bedenkenlos empfehlen kann:
He, Rebeck!
Das Volk der Lüfte
Es kamen drei Damen im Abendrot (mein Privatfavorit)
Das letzte Einhorn (wobei gerade dieser werdende Klassiker
mich nicht sooo begeistert hat)
Das indische Nashorn (Erzählungen)
Der Zauberer von Karakosk (Erzählungen)

Bis auf Das Volk der Lüfte und der Zauberer von Karasok kenne ich alle, trotzdem Danke!

Ich liste Dir mal – unter Vermeidung von Tolkienähnlichkeiten)
ein paar andere phantastische Bücher auf, die mich mal schwer
beeindruckt haben – vielleicht ist etwas dabei?
Jonathan Carroll, Das Land des Lachens

Wahnsinn!! Außer mir gibt es also doch noch andere Menschen auf diesem Planeten, die Jonathan Carroll kennen. Es gab eine Zeit, da habe ich ganz viel von ihm gelesen.

John Crowley, Little Big oder Das Parlament der Feen
Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte

Werde ich mich umgehend zu besorgen versuchen

Mark Helprin, Wintermärchen

Wieder so eine Ausnahmeerscheinung, ich kenne nur noch einen weiteren Menschen, der das gelesen hat.

Ursula K. LeGuin, Die Wilde Gabe

An die traue ich mich nicht so ganz ran, da befürchte ich Tolkinismus.

Vielleicht wäre auch Das Geheimnis des Alten Waldes von Dino
Buzzati interessant für Dich.

Das Meiste des Genannten dürfte z.Zt. vergriffen sein; aber
dank Booklooker, Tauschticket und co. kommt man ja
mittlerweile recht günstig auch an ältere Titel.

Ich versuche es dann immer erst mal bei Abebooks

Kennst Du Im Reich der Engel, von Bernard Werber? Ist zwar was ganz anderes, aber auch toll. Leider so was von vergriffen…

Es grüßt aus dem Buch nebenan

Das ist nett!!

Liebe Grüße

Avera

Der J.-Carroll-und-M.-Helprin-Fanclub
„Wenn Du nur zwei Beinkleider besitzest - so verkaufe davon eines und leiste dir dafür ein Buch.“ (G. Chr. Lichtenberg)

Heyá -

ah, hätte ich mir denken können, dass Du alles andere von Beagle schon hast. Mir fiel übrigens zwischenzeitlich auch noch „Illywhacker“ von Peter Carey ein - das fand ich auch mal sehr gut, auch wenn es im Unterchied zu Beagles Geschichten nix fürs mehrmalige Genießen ist.

Wahnsinn!! Außer mir gibt es also doch noch andere Menschen
auf diesem Planeten, die Jonathan Carroll kennen. Es gab eine
Zeit, da habe ich ganz viel von ihm gelesen.

In dem Fall wirst Du mit mir bedauern, dass es das im Roman „Das Land des Lachens“ dauernd erwähnte gleichnamige Buch nicht gibt, oder?

John Crowley, Little Big oder Das Parlament der Feen

Nur so zum Anfixen: das Buch hat eines der schönsten Schlusskapitel der mir bekannten phantastischen Literatur. Außerdem liebe ich Literatur, in der spannende Gebäude drin vorkommen (daher zählt auch Peakes Gormenghast zu meinen Lieblingen)

Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte

Eines meiner fünf Bücher für die Insel. Marco Polo berichtet dem Kublai Khan von seinen Reisen und von den Städten, die er besucht oder erträumt oder erdacht hat. Eigentlich kein Roman, aber für mich eines der sprachlich schönsten Bücher, die es gibt (auch dank der guten Übersetzung natürlich).

Mark Helprin, Wintermärchen

Wieder so eine Ausnahmeerscheinung, ich kenne nur noch einen
weiteren Menschen, der das gelesen hat.

Ach, Du warst das.

Ursula K. LeGuin, Die Wilde Gabe

An die traue ich mich nicht so ganz ran, da befürchte ich
Tolkinismus.

Als bekennender lebenslanger LeGuin-Anbeter sehe ICH natürlich jede Menge Unterschiede. Aber speziell bei Die Wilde Gabe bist Du vor allem Tolkienepischen recht sicher. Wenn Du auch Englisch gern liest, empfehle ich von ihr auch Changing Planes und Always Coming Home unbedingt! (beides nicht übersetzt)

Kennst Du Im Reich der Engel, von Bernard Werber? Ist zwar was
ganz anderes, aber auch toll. Leider so was von vergriffen…

Ist das der Mensch mit den Ameisenromanen? Die fand ich mal spannend. Ich sehe schon: die Suchliste wird wieder länger.

Was mir auch noch einfällt als gute Literatur mit (teils sehr verschieden gearteten) phantastischen Elementen:
Julian Barnes, Eine Geschichte der Welt in 10 1/2 Kapiteln
Lars Gustafsson, Das seltsame Tier aus dem Norden
Virgil Burnett, Der Fluch von Montarnis. Chronik einer Stadt am Rande der Welt
Undundund…

„We doctors know
a hopeless case, if -
listen! There’s a hell
of a good universe
next door - let’s go!“
e.e. cummings

In diesem Sinne: auf Wiederlesen!

Pengoblin

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„Wenn Du nur zwei Beinkleider besitzest - so verkaufe davon
eines und leiste dir dafür ein Buch.“ (G. Chr. Lichtenberg)

Na, dann werde ich eben nur noch in Röcken laufen und bald ganz viel zu lesen haben.

Falls Dir noch mehr einfällt, nur zu, meine tiefempfundene Dankbarkeit ist Dir sicher. An die verschiedenen von Dir genannten Bücher und Autoren werde ich mich herantasten. Was Deine Empfehlungen aber ganz unmittelbar zu Folge haben, ist die Bestellung zweier Carroll-Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, sowie die Wiederbestellung des bereits vor ca. 20 Jahren gelesenen Wintermärchens. Und wieder einmal zeigt sich, gute Bücher soll man nie, niemals wieder weggeben, sie laufen einem doch hinterher.

Übrigens habe ich mich erst kürzlich an Walter Moers gewagt: Rumo. Ich habe mich köstlich amüsiert, zu Anfang jedenfalls und bin bis Seite 474 gekommen. An der Stelle habe ich mich entschieden, mich keiner weiteren Blutrünstigkeit mehr aussetzten zu müssen. Punkt.

Ach, Du warst das.

Ursula K. LeGuin, Die Wilde Gabe

Habe ich mir auch bestellt.

Kennst Du Im Reich der Engel, von Bernard Werber? Ist zwar was
ganz anderes, aber auch toll. Leider so was von vergriffen…

Ist das der Mensch mit den Ameisenromanen? Die fand ich mal
spannend. Ich sehe schon: die Suchliste wird wieder länger.

Ja, das ist der mit den Ameisen, die kenne ich aber nicht persönlich. Im reich der Engel ist ein einerseits witziges, andererseits ziemlich tiefsinniges Buch über das fiktive Jenseits. Eines der Bücher, die ich verliehen und nie wieder gesehen habe :frowning:(

Für heute erst mal wieder tausend Dank!

Liebe Grüße

Avera