Petition gegen die Internet-Zensur

Hallo zusammen!

Momentan läuft auf dem Petitionsserver des Bundestages eine Petition gegen die geplante Internetzensur:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=pe…

Auch sehr empfehlenswert ist die Mitzeichnung der Petition gegen die Überwachung des Nutzerverhaltens auf Websites:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=pe…

ACHTUNG: Eine Anmeldung ist nötig. Der Server ist gerne überlastet.

Warum solltet ihr mitzeichnen? Die Kurzform:

  • Es wird behauptet, daß es um die Bekämpfung von Kinderpornografie und Kindesmißbrauch geht. Das ist eine Lüge. Das Thema wird vorgeschoben, um möglichst wenige Gegenstimmen zu haben und diese gleich noch schnell mundtot machen zu können. Alternativ geht es um billigen Populismus auf Kosten mißbrauchter Kinder.

  • Die Liste gesperrter Internetseiten wird ausschließlich vom BKA erstellt und kontrolliert. Sonst ist sie geheim. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch andere Seiten als KiPo aufgenommen werden dürfen. Listen anderer Länder zeigen deutlich, daß auch bei einer Zweckbindung ein Großteil der gesperrten Seiten *keine* KiPo enthält.

  • Statt zu zensieren sollten die Seiten endgültig vom Netz genommen und gegen die Betreiber und Urheber des Material ermittelt werden! Das scheint aber mit Sperrlisten vernachlässigt zu werden. Auf ausländischen Sperrlisten auftauchende Seiten mit KiPo waren tw. noch nach Jahren verfügbar.

  • Nach aktuellen Plänen werden „Besucher“ der Stopseite aufgezeichnet. Schon dieser Besuch soll als möglicher Anfangsverdacht gelten. Dabei sind keinesfalls alle Seitenbesuche bewußt oder gewollt! Man denke an Weiterleitungen oder Dienste für verkürzte URLs.

Soweit die Kurzfassung. Für die Leute die etwas Zeit entbehren können nun zu den Hintergründen:

Der Gesetzesentwurf sieht die Einführung einer geheimen Sperrliste vor. Die
Internetprovider sollen zur Umsetzung dieser Webseitensperrung verpflichtet
werden. Besucher der entsprechenden Seiten bekommen dann eine Art „Stopp-Schild“ zu sehen, und der versuchte Seitenaufruf wird protokolliert.

Diese Sperrung soll auf Basis des DNS geschehen. Ich will hier nicht zu
technisch werden, aber kurz gesagt bedeutet dies, dass die Seiten eben nicht vom Netz genommen werden. Derartige Sperren sind für technisch einigermaßen versierte Benutzer mit Leichtigkeit zu umgehen und können auch von technisch unbedarften Benutzern nach einer kurzen Anleitung umschifft werden.

Die Adressen auf der Sperrliste selbst bleiben unter Verschluss, es ist
keinerlei Kontrolle der gesperrten Inhalte möglich. Die alleinige Zuständigkeit liegt beim BKA. Dies entspricht praktisch einer Aufhebung der Gewaltenteilung. Gut Zusammengefasst ist dieser Sachverhalt in einem Artikel aus der „Zeit“:

„Kein Richter überprüft die Sperrlisten, keine parlamentarische
Kontrollkommission, kein Datenschutzbeauftragter. Das BKA ist Ermittler,
Ankläger und Richter in einer Person! Bei der Telefonüberwachung muss ein
Richter vorher prüfen, ob sie gerechtfertigt ist. Nicht erst hinterher und nur, falls sich jemand beschwerte.“
(http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-bka-ge…)

Ginge es lediglich um die Bekämpfung von Kinderpornographie, so wäre es ein
Leichtes, die entsprechenden Seiten ein für allemal vom Netz zu nehmen: Aus den bekannt gewordenen Sperrlisten anderer Länder ist zu ersehen, dass der Großteil der Server, auf denen kinderpornographisches Material gehostet wird, in den USA und der EU stehen, wobei Deutschland(!) und die Niederlande die Spitzenstellung innerhalb der EU einnehmen. Eine Auswertung der Sperrlisten ist unter http://scusiblog.org/?p=330 zu finden.

Eine Verfolgung der Inhalte anstatt einer bloßen Zensur ist also möglich. In
einer Aktion des Vereins Carechild wurden innerhalb 8 Arbeitsstunden 16 Domains, welche auf der dänischen Sperrliste waren, vom Netz genommen.

Bleibt also die Frage: Wozu Netzsperren anstatt einer effektiven Bekämpfung und Verfolgung der Straftäter? Bereits jetzt werden Stimmen laut, welche die
Ausweitung der Netzsperren auf andere Inhalte wie etwa Glücksspielseiten oder
File-Sharing-Angebote fordern. Nachzulesen unter:
http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-For…

Doch dies ist noch das geringste Übel. Die geplanten Netzsperren öffnen Tür und Tor für eine gezielte Zensur regierungskritischer Seiten. Dies ist keine
Paranoia, sondern in anderen Ländern mit einer ähnlichen Infrastruktur bereits geschehen (http://www.theregister.co.uk/2008/02/18/finnish_poli…). „Kollateralschäden“ wie der Wikipedia-Artikel zum Album „Virgin Killer“ der Scorpions (http://en.wikipedia.org/wiki/Virgin_Killer#Internet_…) sind dagegen eigentlich nur eine witzige Notiz am Rande.

(Der Langfassungsteil stammt von http://www.thomasmoehle.de/zensur/index.php/Petition )

Hallo,

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=pe…

Danke. Ich denke, das ist sehr wichtig.

Soweit die Kurzfassung. Für die Leute die etwas Zeit entbehren
können

… empfiehlt es sich möglicherweise auch mal, Kontakt zu den örtlichen Bundestagsabgeordneten aufzunehmen und mit ihnen (freundlich) zu diskutieren und Argumente zu nennen. Nicht wenige Abgeordnete haben sich mit der Thematik einfach noch nicht selbst auseinandergesetzt und kennen nur die (meines Erachtens völlig falsche) Argumentation der laut agierenden Befürworter.

Tut was dagegen, seid freundlich aber bestimmt. Schreibt Mails, ruft an, schreibt Briefe. Tut was ihr könnt.

Sebastian

Soweit die Kurzfassung. Für die Leute die etwas Zeit entbehren
können

… empfiehlt es sich möglicherweise auch mal, Kontakt zu den
örtlichen Bundestagsabgeordneten aufzunehmen und mit ihnen
(freundlich) zu diskutieren und Argumente zu nennen. Nicht
wenige Abgeordnete haben sich mit der Thematik einfach noch
nicht selbst auseinandergesetzt und kennen nur die (meines
Erachtens völlig falsche) Argumentation der laut agierenden
Befürworter.

Definitiv! Ich wollte nur nicht noch mehr mit in den Artikel werfen. Er ist so schon recht umfangreich geworden und lange Artikel schrecken oft ab. Daher auch die Kurzfassung am Anfang.

Auch mit Freunden und Bekannten über das Thema sprechen kann nie schaden. Viele haben davon bisher kaum Notiz genommen bzw. auch nur die offiziellen Regierungsjubelarien aus der Presse.

Genauso ist es sehr hilfreich Leserbriefe an Zeitungen zu schicken und um kritische Berichterstattung zu bitten. Aufmerksamkeit in der Bevölkerung ist wichtig und ein Bewußtsein für die Gefahren von Zensur.

Tut was dagegen, seid freundlich aber bestimmt. Schreibt
Mails, ruft an, schreibt Briefe. Tut was ihr könnt.

Wobei ein Anruf oder gar ein Treffen vermutlich die größte Wirkung hat, eine Mail aber gerne mal ignoriert wird.

Gruß, Jan.

Auch mit Freunden und Bekannten über das Thema sprechen kann
nie schaden. Viele haben davon bisher kaum Notiz genommen bzw.
auch nur die offiziellen Regierungsjubelarien aus der Presse.

Ja, das ist in der Tat wichtig. Ich hatte gerade vor ein paar Tagen das Thema am Arbeitsplatz, das ist spannend zu diskutieren, auch hier dominierte die in bekannter Weise frisierte Argumentation. Aber man kann eben Augen öffnen …

Wobei ein Anruf oder gar ein Treffen vermutlich die größte
Wirkung hat, eine Mail aber gerne mal ignoriert wird.

Ja, aber immerhin habe ich eine Mailantwort bekommen, eine CDU-Abgeordnete[1], die mir dezidiert geantwortet hat, warum sie dafür stimmen wird.

Ich bin gerade auf ihre Argumente im Detail nocheinmal eingegangen und bin gespannt, ob noch eine Reaktion darauf kommt, aber die Tatsache, dass meine Mail immerhin gelesen und beantwortet wurde, fand ich schoneinmal erfreulich.

Schönen Gruß,

Sebastian

[1] Rita Pawlewski

zu spät…
Moin,
es ist wie bei der VDS, diese ganzen Petitionen kommen einfach immer erst, wenn die Sache eigentlich schon gelaufen, das Gesetz schon verabschiedet ist…
Was nötig ist, das der CCC neue Leute für Lobbyarbeit bekommt.

MfG

Unsinn!
Das Gesetz ist geplant, aber noch nicht verabschiedet!
Das ganze ist noch im Entwurfsstadium.

Gruß
Christian

TEILERFOLG!
Hallo,

es gibt einen Teilerfolg zu vermelden:

http://www.n-tv.de/1150879.html

von mir aus recht herlichen Dank, an alle die sich beteiligen.

Gruss,

55000
…und mit über 55000 Zeichnungen sollte es inzwischen die Erfolgreichste Onlinepetition überhaupt sein. Und hoffentlich nimmt es kein Ende…

Hy,

Das Gesetz ist geplant, aber noch nicht verabschiedet!
Das ganze ist noch im Entwurfsstadium.

EBen. Dann ist es eben schon zu spät, weil DA dann schon die politiker (ich verallgemeinere das einfach mal) schon beim Mittagessen Ihre Kollegen angehauen haben „Du, Du wählst doch bestimmt PRO meinem Entwurf ab, ja?! Dann bekommst Du auch den Ferrari, den Du Dir gewünscht hast“.
Wenn dann son Aktivist mit nem Stapel Blätter wedelt passiert da auch leider nicht mehr viel.
Wie HABEN bereits 1984, aber KEINER hats hier kapiert. Sorry, Jungs. VIEL zu spät.
Aktivismuss muss sein, aber es wird wie damals auch schon bei der Startbahn West nix ändern.

Gruß
h.

1 „Gefällt mir“

Hy,

Hallo,

Das Gesetz ist geplant, aber noch nicht verabschiedet!
Das ganze ist noch im Entwurfsstadium.

EBen. Dann ist es eben schon zu spät, weil DA dann schon die
politiker (ich verallgemeinere das einfach mal) schon beim
Mittagessen Ihre Kollegen angehauen haben „Du, Du wählst doch
bestimmt PRO meinem Entwurf ab, ja?! Dann bekommst Du auch den
Ferrari, den Du Dir gewünscht hast“.

das ist falsch.
Das Entwurfsstadium spielt sich auf Referentenebene ab. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gesetz noch nicht ausgearbeitet, sondern es gibt mehrere Entwürfe des Gesetzes, die mit mehreren Ministerien abgestimmt werden und immer wieder durch die verschiedenen Arbeitsgruppen der Ministerien laufen.
Politiker werden von ihren jeweiligen Referenten über das Gesetz aufgeklärt und es wird an der Position der Politiker zu diesem Gesetz gearbeitet und wie sie ihre Position deutlich machen sollen.

Wenn dann son Aktivist mit nem Stapel Blätter wedelt passiert
da auch leider nicht mehr viel.

Es gibt keinen Aktivisten, der mit einem Stapel Blätter wedeln könnte. Die Online-Petition erfolgt, wie der Name schon sagt, online, also ohne Unterschriftenlisten in der Öffentlichkeit.
Ab 50.000 Unterzeichner wird diese Petition öffentlich(!) bearbeitet. Was der Petitionsausschuss ist und wie er besetzt ist, lese bei Wikipedia.

Wie HABEN bereits 1984, aber KEINER hats hier kapiert. Sorry,
Jungs. VIEL zu spät.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass Du Dich aus der demokratischen Beteiligung zurückgezogen hast und meinst, man können keinen Einfluss ausüben. Das ist das Problem, woran die Demokratie krankt.
Mit Menschen wie Dir, hätte es nie ein 1989, nie eine Wende gegeben. In Wahrheit ist nicht der Staat das Problem, sondern es sind die Bürger, die ihre demokratischen Grundrechte nicht ausüben und verkümmern lassen.

Aktivismuss muss sein, aber es wird wie damals auch schon bei
der Startbahn West nix ändern.

Natürlich erhalten Aktivisten nicht automatisch Recht. Es gab auch da mehrere Meinungen.
Es gibt hunderte Beispiele, wo Umweltschützer Autobahnumleitungen und Nicht-Bauten bewirkt haben, z.B. kein Autobahnbau durch die Hunteniederung, Umlegung der A20 aufgrund eines FFH-Gebietes, die Versorgung mit vergünstigter Fernwärme für Braunschweig. Das kostete den Steuerzahler etliche Millionen und dafür muss es unbedingt gute Gründe geben, denn man darf auch als Aktivist niemals vergessen, dass man weder die Weisheit noch das Recht für sich gepachtet hat. Es gab auch gute Gründe für den Bau der Startbahn West.

Ein Roman ist kein guter Grund, Aufgeben auch nicht, sondern die Einführung von Zensur wie in anderen Staaten dann geschehen, die Nichtsperrung von Servern, die unkontrollierbare Geheimhaltung von gesperrten Seiten. DAS sind gute Gründe, die man immer wieder nennen muss.

Wegschauen löst kein Problem.
Niemals Aufgeben!
Gruß, Ingo

1 „Gefällt mir“

…und mit über 55000 Zeichnungen sollte es inzwischen die
Erfolgreichste Onlinepetition überhaupt sein. Und hoffentlich
nimmt es kein Ende…

Bezogen auf die bisherige Laufzeit ja, bezogen auf die Gesamtmitzeichner nein:

http://mogis.wordpress.com/2009/05/07/next-stop-1281…

Also, weiterhin Mitzeichner finden und nicht nur die Petition unterstützen, sondern auch andere informieren, Zeitungen und Politiker anschreiben!

http://netzpolitik.org/2009/petition-gegen-internetz…

semi-OT Re^3: Unsinn!
Moien

Ein Roman ist kein guter Grund, Aufgeben auch nicht, sondern
die Einführung von Zensur wie in anderen Staaten dann
geschehen, die Nichtsperrung von Servern, die
unkontrollierbare Geheimhaltung von gesperrten Seiten. DAS
sind gute Gründe, die man immer wieder nennen muss.

Du vergisst was: die VDS. Mit dieser universellen* Möglichkeit der Überwachung hat die EU (das ist ja kein deutsches Erzeugniss) die Schwelle zu einer 1984-mässigen Überwachung der Bürger überstritten. Ich kann einen Brief verschicken ohne mich auszuweisen, ich kann aber als Ottonormal nicht über Internet eine Seite aufrufen ohne (fast) komplett die Hosen fallen zu lassen. Und jeder Depp kommt zumindest an die Zuordnungsdaten IP => User ran**.

Der Eingriff in das DNS Systeme ohne Überwachungsmöglichkeit durch 3. ist der nächste logische Schritt. Hoffentlich geht bei der Bevölkerung ein Licht auf wenn wir (wie in England) nicht mehr auf wikipedia*** zugreifen können. Die breite Masse hat ja keinen blassen Schimmer von dem was hier aufgebaut wird. Mit dem Tabuthema KP kann man jeden Gegner der Pläne sehr schnell in eine Ecke drängen.

Wegschauen löst kein Problem.
Niemals Aufgeben!

Ich will freien Zugriff auf wikipeida & Co und habe deshalb einen Proxy ausserhalb der EU. Benutzen musste ich ihn bis jetzt nur einmal. Hoffen wir mal dass es dabei bleibt.

cu

* Einschränkung auf „schwere Straftaten“ ? Pustekucken: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29512/1.html

** http://arstechnica.com/tech-policy/news/2009/04/rapi…

*** http://www.itwire.com/content/view/22166/53/

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Öffentlichkeit und Gegenwind
Eine paar kurze Aktualisierungen zum Thema:

Die Petition hatte bisher insofern echten Erfolg, daß auch größere Medien über die Zensurthematik berichten. Meines Wissens nach bisher leider nur online. Die Artikel sind aber endlich mehr als nur das Nachgeplapper der eigenartigen „Fakten“ und Ansichten der Regierung und eignen sich wunderbar um andere aufzuklären. Zwei Beispiele:

http://www.zeit.de/online/2009/20/kinderpornografie-…
http://www.stern.de/panorama/660382.html

Leider gibt es inzwischen auch den Versuch einer (zweiten) „Gegenpetition“. Dafür sollen offenbar Großveranstaltungen und die gleichen falschen Behauptungen (Internet sei rechtsfreier Raum + Hauptverbreitungsweg von KiPo) herhalten, um Stimmung gegen die Petition und für die Sperren zu machen:

http://www.kinderhilfe.de/aktuell.php?p=anzeigen&id=189

Dieser Verein scheint aber äußerst suspekt und das nicht nur mir:

http://koch.ro/blog/index.php?/archives/117-Deutsche…

Nochmal die Bitte: Wer es noch nicht getan hat, informiere bitte möglichst viele über die Hintergründe dieses Gesetzes und möglichst auch die Online-Petition! Schönes Infomaterial hat u.a. der AK Zensur (http://www.ak-zensur.de/) im Wiki auf Lager.

Gruß, Jan.

Hi,

Das Gesetz ist geplant, aber noch nicht verabschiedet!

EBen. Dann ist es eben schon zu spät,

das ist falsch.

Ab 50.000 Unterzeichner wird diese Petition öffentlich(!)
bearbeitet.

Also IMHO ist die ePedition doch zu spät weil diese weder vor der Gesetzesverabschiedung noch überhaupt von diesem Bundestag zu Kenntnis genommen werden wird.

Außerdem suggeriert dein zweiter oben genannter Satz eine unabdingbare Folgehandlung die im Heise-Ticker nicht so absolut dargestellt wird:

Schau mal:
http://www.heise.de/ct/Online-Petition-gegen-Interne…

>>Damit ist die Mindestzahl erreicht, ab der sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Antrag „im Regelfall“ in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen muss:

Das Gesetz ist geplant, aber noch nicht verabschiedet!

EBen. Dann ist es eben schon zu spät,

das ist falsch.

[…]

Ab 50.000 Unterzeichner wird diese Petition öffentlich(!)
bearbeitet.

Also IMHO ist die ePedition doch zu spät weil diese weder vor
der Gesetzesverabschiedung noch überhaupt von diesem Bundestag
zu Kenntnis genommen werden wird.

Viel früher ging es aber auch nicht, weil da noch keine konkreten Gesetzesplänes bekannt waren.

Es stimmt übrigens nicht, daß daß die Petition gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Bei der letzten Bundestagsdebatte zum Thema wurde bereits darauf verwiesen und, was besonders wichtig ist, sie hat die Berichterstattung etwas angestoßen (siehe auch mein anderen Post dazu).

Außerdem suggeriert dein zweiter oben genannter Satz eine
unabdingbare Folgehandlung die im Heise-Ticker nicht so
absolut dargestellt wird:

Schau mal:
http://www.heise.de/ct/Online-Petition-gegen-Interne…

>>Damit ist die Mindestzahl erreicht, ab der sich der
Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Antrag „im
Regelfall“ in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen muss: