Pfeiffersches Drüsenfieber

Moin zusammen,

Es wurde nach einer Blutuntersuchung festgestellt, dass ich pfeiffersches Drüsenfieber habe.
Meine Tochter ist drei Jahre, geht noch nicht in den Kindergarten und hustet und schnupft seit über zwei Wochen. Vor zwei Wochen hatte sie auch mal ein, zwei Tage etwas höhere temperatur.
Nun, weil Mutter ansteckend ist, dachte ich, ich gehe zum Kinderarzt und lasse klären, ob das Kind vielleicht auch ansteckend ist.
Der Kinderarzt war sehr pampig, sagte, er würde sicher nicht bei jedem Kind mit Schnupfen das Blut untersuchen und sagte, mein Kind hatte nichts ansteckendes.

Ich kenne mich mit Drüsenfieber nicht wirklich aus. Ist es ueberhaupt möglich, mein Kind nicht angesteckt zu haben?
Ich haette ausserdem trotzdem bedenken, wenn ich mein Kind mit anderen spielen liesse.
Sind diese vielleicht doch unbegründet?

Kennt sich jemand vielleicht damit aus?

Danke

Hallo

Würd mal den Arzt wechseln…

Hier die Seite ist mal recht informativ:
http://www.medizinfo.de/kinder/infektion/pfeiffer.htm

Gute Besserung
Gruß
Nelsont

Hi,

wenn Du akut Pfeiffersches Drüsenfieber hattest, ist es höchstwahrscheinlich, dass Dein 3 - jähriges Kind sich angesteckt hat.
Gut möglich, wenn es andere Kinder ebenso ansteckt - wenn diese nicht eh schon EBV positiv sind. Kontakt zu immungeschwächten Kindern v.a. sollte wirklich vermieden werden, ansonsten halte ich es für überzogen, sein Kind für 4 Wochen quasi unter Quarantäne zu stellen.
Die Durchseuchungsrate durch das Epstein - Barr - Virus liegt in unserer Bevölkerung ab dem Alter eines jungen Erwachsenen bei nahezu 100%.

Grüße,

Philsen

Man sollte es tiefer hängen. Der Kinderarzt hat natürlich recht. Da das Kind keine klinischen Symptome zeigt, ist eine Blutuntersuchung überflüssig. Um so mehr, da es keine spezifische Behandlung gibt.

Würd mal den Arzt wechseln…

Guter Rat. Wenn ein Arzt nicht überflüssig Geld ausgeben will, rasch wechseln. Wir haben’s ja, so sehr, daß wir manchmal nicht einmal die notwendigen Medikamente mehr verschreiben können.

Und je nach Sachlage kann der Arzt seine Maßnahmen auch noch in Form eines Regresses bezahlen. Sowas gibt’s bei Installateuren nicht.

Das Virus bleibt ein Leben lang im Körper.
Es gibt Ansätze, dass die übrig gebliebenden Pfeifersche-Drüsenfieber-Viren (EBV) mit einem noch unbekannten Faktor irgendwann Multiple Sklerose auslösen können.

Hallo,

Oder es liegt einfach daran, dass Leute mit MS das EBV Virus schlechter abwehren können?!?!
Der Klassiker, war zuerst das Ei oder das Huhn da :stuck_out_tongue:

Liebe Grüsse

Anja

Das sind noch die ungeklärten Sachen in Bezug auf EBV. Aber ein Zusammenhang, welcher auch immer besteht zwischen EBV und MS.

Hallo,
werden wir sehen. Ich denke, das wird sich genau wie bei anderen Erkrankungen zeigen, dass die Grunderkrankung (hier MS) eben für viele andere Erkrankungen (hier EBV) wegen Immundefizit eben „anfälliger“ macht.

So könnte man auch übertrieben formulieren:

Alle Menschen mit einer atypischen Pneumonie haben AIDS.

Aber keiner was es genau, darum abwarten

liebe Grüsse

Anja