Pferdefleischskandal

Ein Kunde hat vor 4 Monaten eine vom Pferdefleischskandal betroffene Lasagne von einer Supermarkt Kette gekauft. Schon damals kam ihm die Lasagne komisch vor, das sagte er auch seiner Frau. Jetzt hat er erfahren, dass eben auch seine Lasagne betroffen war. Er hat auch noch den Kassenzettel. Er ist der Meinung, dass diese Unternehmen damit nicht einfach durchkommen dürfen, den Verbraucher so zu behandeln. Wen kann er verklagen?
Ihm ist bewußt, dass das Fleisch nicht schädlich ist. Trotzdem hatte er keine Lust Pferdefleisch zu essen!

Guten Abend!

Ein Kunde hat vor 4 Monaten eine vom Pferdefleischskandal
betroffene Lasagne von einer Supermarkt Kette gekauft. Schon
damals kam ihm die Lasagne komisch vor…

Vielleicht ist es der Normalfall für die Fertiglasagne, daß sie sch…e schmeckt.

Jetzt hat er erfahren, dass eben auch seine
Lasagne betroffen war.

Vermutlich erfuhr der Kunde, daß die jetzt im Handel befindliche Lasagne Pferdefleisch enthalten kann. Was in der vom Kunden längst verspeisten Lasagne enthalten war - vielleicht Esel, Pferd, Ratte, Asseln, Hunde, ein Finger vom Mann an der Rührmaschine o. ä. - kann der Kunde nicht beweisen. Und wer behauptet, muß beweisen.

Die Aussicht, mit einer Klage Erfolg zu haben, ist also ungefähr so groß, wie auf einen ehrlichen, sorgfältig arbeitenden und die Rückverfolgbarkeit strikt beachtenden Lebensmittelhersteller oder Fleischimporteur zu treffen.

Weiterhin guten Appetit!

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Wen kann
er verklagen?

Auf was hin?
Hat er Geld für eine Klage?
Hat er außer dem Kassenzettel einen Beweis für Pferdefleisch?
:wink:

Gruß:
Manni

Hi,

welcher Schaden ist ihm entstanden?

bye
Rolf

welcher Schaden ist ihm entstanden?

naja, bis zum Hals voll mit Phenylbutazon geht er bei jedem unverhofften Geräusch gleich durch. Und ausserdem halten ihm jetzt die ganzen Kinder so blödsinnige Zuckerwürfelchen hin immer. Das kann einem schon ziemlich an die Nieren gehen.

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Guten Tag,

Die Aussicht, mit einer Klage Erfolg zu haben, ist also
ungefähr so groß, wie auf einen ehrlichen, sorgfältig
arbeitenden und die Rückverfolgbarkeit strikt beachtenden
Lebensmittelhersteller oder Fleischimporteur zu treffen.

Interessant fände ich trotzdem, welche Möglichkeiten einer Klage sich grundsätzlichen bieten könnten? Selbst wenn alle Beweise schlüssig wären, welche Ansprüche würden sich überhaupt ergeben? Ist da mehr als (wenn überhaupt) der Anspruch auf eine neue tiefgefrorene Lasagne?

T.

Hallo!

Das ist relativ einfach: wenn Pferdefleisch dazugemischt wurde, obwohl nur Rindfleisch gekauft wurde, entspricht die Leistung nicht dem Vertrag und es liegt somit ein Sachmangel vor. Und dann gelten die entsprechenden Rechtsfolgen.

Schadenersatz ist ein eigenes Kapital, aber die wichtigste Voraussetzung ist immer, dass überhaupt ein Schaden vorliegt…

Gruß
Tom

Hallo!

Das ist relativ einfach: wenn Pferdefleisch dazugemischt
wurde, obwohl nur Rindfleisch gekauft wurde, entspricht die
Leistung nicht dem Vertrag und es liegt somit ein Sachmangel
vor. Und dann gelten die entsprechenden Rechtsfolgen.

Schadenersatz ist ein eigenes Kapital, aber die wichtigste
Voraussetzung ist immer, dass überhaupt ein Schaden
vorliegt…

Ja, und hier sieht man mal deutlich die Schwächen unseres Staates (der natürlich auch viele Stärken hat); nämlich er - der Staat - ist unfähig und vor allem auch unwillig seine Bürger zu schützen. Das ist erstaunlich, sind es doch die vielen kleinen Bodenkriecher, die jeden Tag auf Ihr Geld aufpassen müssen, damit sie über die Runden kommen, die den Staat am Leben halten. Die wenigen Reichen sind für den Staat praktisch unwichtig.

Fazit; wenn man mir Pferdefleisch verkauft hätte, welches als Rind- oder Schweinefleisch ausgewiesen ist (und es auch so beim Verkauf als Rind- oder Schwein angeboten wurde), und ich da praktisch nichts gegen machen kann, dann, ja dann könnte und sollte man den einen oder anderen Menschen vielleicht doch verstehen, wenn hier mal Selbstjustiz verübt wird.

Wir müssen endlich mal einsehen, dass es Menschen gibt, die bewust bestimmte Dinge nicht essen wollen. Wenn diese dann aber getäuscht werden, empfinde ich das als ziemliche Unverschämtheit…

Grüße
J

Es ist wahnsinn was sich europäer alles gefallen lassen. Scheiße essen macht auch nicht unbedingt krank. Ich bin Linsensuppenproduzent und fang jetzt an meine Scheiße drunter zu mischen. Die koch ich noch ab, dann kommt niemand zu schaden, dann muß ich keine Klagen befürchten.

Seht ihr, wie blöd eure Antworten sind!! Wahnsinn! Der Kunde wird klagen bis der Arzt kommt! Genauso wie ein Hundeliebhaber ein psychischen Schaden hätte, wenn er Hund ißt, hat er keine lust Pferde zu essen!!

Wie bitte? Ich glaube ja wohl, hier hakt es bei irgend jemandem.

Schaden hin oder her ist doch wohl erstmal egal. Hier ist min. Betrug im Spiel.

Was ist denn, bei du bei deinem VW Onkel einen VW bestellt, und der dir einen chinesischen Nachbau verkauft, ohne dir was davon zu sagen?

Wo ist da der Schaden?
DAs ist Betrug! Und ein Staat, der da nicht massiv genau die Leute schützt, die ihm am Leben halten, nämlich die vielen kleinen Steuerzahler, der ist selbst ein Betrüger, wenn nich noch viel Schlimmeres.

Hier müsste also eine Art Example statuiert werden, welches dann der Industrie auch ganz klar deutlich macht; vorsicht mit Beschiss gegenüber Steuerzahlern, das gibt mächtig Ärger, weil das sind die Melkschweine des Staates!

Denn an das Geld der wenigen Reichen kommt der Staat ja nicht ran, weil er zu blöde ist!

Grüße
J

Danke!! Von 20 Antworten in diversen Foren, ist Ihrer der erste Beitrag, der Verständnis zeigt. Danke! Selbstjustiz ist nicht die Anwort. Aber einfach mal dem Kunden empfehlen zum Psychater zu gehen und zu klagen.

Übrigns bin ich immer der Meinung, dass 90% der Menschheit dumm ist. Und das passt hier zu den Antworten.

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Schaden hin oder her ist doch wohl erstmal egal. Hier ist min.
Betrug im Spiel.

Erstmal: Ohne Schaden (der hier aber vorliegen würde), auch kein Betrug, von „egal“ kann diesbezüglich also keine Rede sein.

Was ist denn, bei du bei deinem VW Onkel einen VW bestellt,
und der dir einen chinesischen Nachbau verkauft, ohne dir was
davon zu sagen?

Die Frage ist doch, inwiefern die letzten in der Kette (sprich die Kaufhäuser) von der Sache wussten. Wussten sie nichts (so stellt es sich im Moment dar), fehlt die Täuschungsabsicht, ergo auch kein Betrug.

Gruß

Anwar

Hallo Jörg!

Seht ihr, wie blöd eure Antworten sind!! Wahnsinn! Der Kunde
wird klagen bis der Arzt kommt!

Wir befinden uns in einem Rechtsforum und nicht im Forum Bauchgefühle. Du hast vor Monaten eine Fertiglasagne verspeist und hast nicht einmal die Spur einer Ahnung, zu welcher Charge die Lasagne gehörte. Du hast rein gar nichts in der Hand und fragst nach Möglichkeiten zum Beschreiten des Rechtswegs. Ich schrieb dir bereits, daß es für dein Ansinnen keine Chance gibt. Das war mitnichten eine blöde Antwort, sondern der schlichte Sachverhalt.

Dennoch bist du nicht machtlos. Du kannst etwas tun. Ändere dein Verhalten als Verbraucher!

Unternehmen, die ihre Erzeugnisse falsch deklarieren, stellen damit unter Beweis, daß sie über kein funktionierendes Qualitätswesen verfügen. Da wird eingekauft und verarbeitet, was gerade billig zu haben ist - für einen Produzenten völlig indiskutables Dilettantengebaren. Das sollte für dich heißen: Von Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Pferdefleisch genannt werden, kaufst du nichts mehr, weil du ganz sicher davon ausgehen kannst, daß es ein geldgieriger unzuverlässiger Haufen von Banditen und Laien ist.

Außerdem machst du zukünftig deine Lasagne selbst. Sowas kann man wunderbar einfrieren, kostet mit besten Zutaten nur die Hälfte von Fertigfraß und schmeckt so lecker, daß du das Zeug vom Supermarkt nie wieder anrührst. Wenn also irgendwo „gut und günstig“ draufsteht, weißt du zukünftig, daß dahinter Einkäufer stecken, denen es am Allerwertesten vorbei geht, was sie einkaufen, Hauptsache billig. Dieses verkommene Pack trifft man nur an seiner empfindlichsten Stelle. Das ist nicht die Rechtsabteilung, das ist die Kasse.

Mit aussichtslosen Klagen triffst du dich nur selbst in deinem Portemonnaie und handelst dir einen Haufen Frust ein. Treffe statt dessen die Banditen da, wo es ihnen weh tut: Kauf deren Müll nicht mehr.

Gruß
Wolfgang

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Danke!! Von 20 Antworten in diversen Foren, ist Ihrer der
erste Beitrag, der Verständnis zeigt. Danke! Selbstjustiz ist
nicht die Anwort. Aber einfach mal dem Kunden empfehlen zum
Psychater zu gehen und zu klagen.

Hallo, danke auch.

Natürlich ist Selbstjustiz nicht so toll, aber es gibt Fälle - das muss ja hier nicht zwingend so einer sein - bei dem hilft nix anderes, z.B. weil Staat unfähig ist zu helfen.

Klagen scheint in so einer Sache ja wohl schwierig zu sein, wie man hier schon erfahren hat. Die Gesetze sind eben so ausgelegt, dass es der breiten Masse schwer gemacht wird, in vielen Fällen zu klagen. Das hat man sich so ausgedacht, um eben eine Klagewelle zu verhindern. Das hat seine Vorteile, ohne Frage. Klagen kosten dem Staat ja auch viel Geld. Es hat in manchen Fällen aber eben auch seine Nachteile, nämlich dann, wenn Klagen berechtigt sind - wie z.B. in diesem fiesen Pferdefleischskandal - aber defekto vom „Normalo“ nicht durchgeführt werden können.

Übrigns bin ich immer der Meinung, dass 90% der Menschheit
dumm ist. Und das passt hier zu den Antworten.

Na ja, das kann ich zwar nachvollziehen, aber dennoch meine ich, das man das so nicht sehen sollte. Selbst wenn es manchmal stimmt.

Grüße
Jürgen

Die Frage ist doch, inwiefern die letzten in der Kette (sprich
die Kaufhäuser) von der Sache wussten. Wussten sie nichts (so
stellt es sich im Moment dar), fehlt die Täuschungsabsicht,
ergo auch kein Betrug.

Gruß
Anwar

Oh…wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet das ja, dass wenn ich z.B. irgend etwas kaufe, mal ganz egal was das ist, eben eine SAche sagen wir mal, und dieser Gegenstand mir als „echt, also Original“ verkauft wird, und das dann doch eine Fälschung ist, das ich dann ja auch nix machen kann…

…wenn der Verkäuferonkel (oder Tante) sagt; ohhhh…da wusste ich ja gar nicht, dass das Ding gefälscht ist…ja das tut mir leid, da haben Sie wohl Pech gehabt. Das behalten Sie jetzt mal schön, weil ich will das Ding auch nicht wieder haben.

Okay.

-)

So handhaben wir das ab jetzt.

-)

…wenn der Verkäuferonkel (oder Tante) sagt; ohhhh…da
wusste ich ja gar nicht, dass das Ding gefälscht ist…ja
das tut mir leid, da haben Sie wohl Pech gehabt. Das behalten
Sie jetzt mal schön, weil ich will das Ding auch nicht wieder
haben.

Kann es sein, dass dir der Unterschied zwischen Zivil- und Strafrecht nicht wirklich bekannt ist?

  • Anwar

Wie bitte? Ich glaube ja wohl, hier hakt es bei
irgend jemandem.

Oh ja. Und zwar gewaltig. :smile:

Schaden hin oder her ist doch wohl erstmal egal.
Hier ist min. Betrug im Spiel.

Betrug ist Strafrecht. In Strafsachen klagt der Staatswanwalt. Es gibt zwar durchaus das Institut der Privatklage, aber nicht bei Betrug. Wenn also die Frage so wie im Ursprungsposting lautet: „Wen kann der Verbraucher verklagen?“, ist Betrug hin oder her völlig egal, denn da kann man als Privatperson nicht klagen.

Es kann sich also nur um Zivilrecht handeln. Und da wäre es dann wohl eine Klage auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz. Schmerzensgeld ist im Prinzip Schadensersatz für einen immateriellen Schaden. Der Schadensersatz wiederum heißt im deutschen Recht so, weil dadurch ein Schaden ersetzt wird. Irgendwie logisch, oder?

Um einen Schaden zu ersetzen, muss man seine Höhe kennen. Und deshalb ist die erste und wichtigste Frage bei einem Schadensersatzprozes - tusch!-: „Welcher Schaden ist denn entstanden?“

Kurz gesagt: Das Posting, an dem sich deine von wenig Wissen getrübte Empörung entzündet hat, hat also eine absolut sinnvolle und juristisch bedeutsame Frage aufgeworfen.

M.

Was ist denn, bei du bei deinem VW Onkel einen VW bestellt,
und der dir einen chinesischen Nachbau verkauft, ohne dir was
davon zu sagen?

Wo ist da der Schaden?
DAs ist Betrug! Und ein Staat, der da nicht massiv genau die
Leute schützt, die ihm am Leben halten, nämlich die vielen
kleinen Steuerzahler, der ist selbst ein Betrüger, wenn nich
noch viel Schlimmeres.

Hier müsste also eine Art Example statuiert werden, welches
dann der Industrie auch ganz klar deutlich macht; vorsicht mit
Beschiss gegenüber Steuerzahlern, das gibt mächtig Ärger, weil
das sind die Melkschweine des Staates!

Denn an das Geld der wenigen Reichen kommt der Staat ja nicht
ran, weil er zu blöde ist!

Grüße
J

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wenn ich das richtig verstanden habe

Nein, hast Du nicht.

Lg,
M.

Danke!! Von 20 Antworten in diversen Foren, ist Ihrer der
erste Beitrag, der Verständnis zeigt.

Das hättest Du dann aber vorher schreiben sollen, daß es dir nicht an einer sinnvollen und juristisch korrekten Antwort gelegen ist.

Übrigns bin ich immer der Meinung, dass 90% der Menschheit
dumm ist.

Ja, definitiv.

M.

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Die Gesetze sind eben so
ausgelegt, dass es der breiten Masse schwer gemacht wird, in
vielen Fällen zu klagen. (…) Klagen kosten dem Staat ja auch viel :Geld.

Nö. Wenn ein Verbraucher jemanden verklagt, trägt die Kosten der Prozessverlierer.

aber defekto vom „Normalo“ nicht
durchgeführt werden können.

Doch, natürlich. Der „Normalo“ kann jederzeit auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld klagen. Aber eben nicht wegen Betruges, weil das eine Staatsklage ist. Und sei dir versichert: Der Staat wird da klagen.

Na ja, das kann ich zwar nachvollziehen, aber dennoch meine
ich, das man das so nicht sehen sollte.

Oh, ich finde, man kann das sehr wohl so sehen,

M.

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