Pfifferlinge haltbarkeitsfrage

guten abend,

gestern vormittag habe ich pfifferlinge gekauft über die eine frischhaltefolie waren, aber schon sehr frisch. doch leider habe
ich verpennt gleich die folie zu entfernen, grober fehler.

habe - tja und nun sind die pilze feucht.

nun frage ich mich, kann man sie noch gut verwenden oder werfe
ich sie lieber weg (sehen ja für mein auge nicht mehr wirklich
lecker aus und eigentlich würde ichs wechwerfen).

sind schon noch fest, aber eben feucht und sehen dann leicht
angedischt aus*grusel

was meint ihr? kennt sich da wer aus?

danke im voraus
LG
nina

Hallo… auch Guten Abend,

also wenn die Pilze schon „matschig“ aussehen, dann hast du nach dem zubereiten „Pilzmus“. Das Aussehen kommt ueberwiegend davon, das durch die Feuchtigkeit die Zellen der Pilze zum Teil zerstoert sind. Wenn man sie dann kocht zerfallen sie dann zu einem unschoenen Brei.

Deshalb wuerde ich sie an deiner Stelle leiber dem Kompost zukommen lassen.

Tschau
Peter

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Hi
Feucht? na und? Das wären sie mit Folie im Kühlschrank auch, vermutlich noch feuchter. Rin in die Pfanne…
HH

Hallo Nina,

gestern vormittag habe ich pfifferlinge gekauft über die eine
frischhaltefolie waren

Unter einer Frischhaltefolie wird jeder Pilz irgendwann mehr oder wenig giftig.
Wenn die nicht mehr wirklich einwandfrei aussehen / riechen / sich anfühlen wandern die dann bei mir jedenfalls direkt auf den Kompost.

Grüße von
Tinchen

guten morgen,

danke für die bestätigung - ich habe sie gestern auch entsorgt.

kenne aber leute, die futtern die glatt noch - wie helge wohl auch.

aber das packe ich nicht, mich ekelt es da.

wollte mich da einfach mal „abstimmten“ - ob ich mal wieder über-
sensibel bin*g

bin ich aber gar nicht:smile:

danke und schönen tag!

LG
nina

Hallo,

Unter einer Frischhaltefolie wird jeder Pilz irgendwann mehr
oder wenig giftig.

jeder Pilz wird irgendwann mehr oder weniger giftig, genau wie Fleisch, Obst und Gemüse. Die Frischhaltefolie kann da nur bedingt was für. Die Frischhaltefolie hat m.E. nur den Effekt, daß das Kondenswasser nicht abgeleitet wird (und so der Gammelvorgang u.U. schneller eintritt), was man aber problemlos mit einer Tupperdose, einem Gefrierbeutel oder Plastikschale auch hinbekommt. Was also ist an Frischhaltefolie so besonderes?

Gruß,
Christian

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WICHTIGER WARNHINWEIS zu den pfifferlingen
hallo nina, hallo auch alle anderen,

normalerweise bin ich weit entfernt davon, vor lebensmitteln zu warnen, die radioaktiv verstrahlt sein könnten, weil ich ein großteil dieser reaktion für hysterisch halte.
in diesem fall bin ich jedoch hinreichend sensibilisiert durch persönlich gewonnene eindrücke und vor allem informationen zu dem thema.

also: sollten die pfifferlinge, die jetzt überall angeboten werden, ein etikett auf dem körbchen haben, auf dem „WERAS ®“ mit angegebener herkunft „ru“ steht: finger weg!

um es kurz zu machen: die pilze stammen NICHT , wie auf dem etikett angegeben aus rußland, sondern aus weißrußland (belarus - das ist ein riesen unterschied) und noch genauer: aus GOMEL, der am meisten radioaktiv verstrahlten gegend im gebiet der ehemaligen sowjetunion.

wir sind der sache nachgegangen, weil wir skeptisch waren - nicht, weil die pilze aus rußland stammen sollen (rußland ist groß und dort wachsen leckere pilze), sondern aus einem bauchgefühl heraus… und weil wir uns mit der problematik eingehend befaßt haben.

für diejenigen, die es nicht wissen: der GAU von cernobyl vor 20 jahren hatte eine radioaktive „wolke“ zur folge, die sich nicht gleichmäßig verteilt hat, wie man annehmen könnte, sondern sich im heutigen weißrußland am stärksten niedergeschlagen hat - in der gegend um gomel. nach wie vor ist dort schilddrüsenkrebs an der tagesordnung (dort wurde, zum großen teil mit privaten deutschen geldern, eine der besten krebskliniken der welt eingerichtet. schilddrüsen-OPs gehen dort ab, wie anderwo das brezelbacken). an diesem problem wird sich leider in den nächsten 26000 - 40000 jahren nichts ändern.

ich betone aber, das ich hier auf keinen fall eine politische (oder nuklearphysikalische) diskussion lostreten will. nehmt die information zur kenntnis oder laßt es auch meinetwegen.

@christian: sorry, daß ich hier nicht ausschließlich ein rezept oder behandlungsmethode irgendwelcher lebensmittel poste - aber ich denke, das war r/wichtig.

gruß
ann

PS: ich kann gut damit leben, wenn irgendwelche dumpfbacken meinen, dieses posting sei ein ausdruck meiner profillierungssucht. ich wünsche ihnen einen guten appetit.
auch werde ich nicht im einzeln erläutern, wie ich an meine informationen gekommen bin (ich verreise nämlich morgen für ein paar tage und bin etwas knapp mit zeit, sorry).

PS2: die zuständigen behörden sind informiert. eventuell reagieren sie ja noch in dieser legislaturperiode. vielleicht beschleunigt es ja den vorgang etwas, wenn auch ihr solche körbchen („WERAS ®“) euren zuständigen behörden und dem verbraucherschutz meldet.

Folgen d. Verzehrs radioaktiv belasteter Lebensm.?
Hallo Ann,

passt zwar eigentlich gar nicht hierher, aber ich möchte meine Frage trotzdem mal hier anschließen (hab sogar versucht einen archivtauglichen Titel zu produzieren :wink:.

Was hat es für Folgen, wenn man (einmalig / jedes Jahr / jeden Monat / jede Woche) solch belastete Lebensmittel zu sich nimmt?

Also riskiert man zB auch beim einmaligen Verzehr Spätfolgen wie Krebs o.ä.? Oder macht es auch hier die Masse und wirklicher Gefahr setzt man sich nur dann aus, wenn man regelmäßig (wie regelmäßig?) soetwas „genießt“?

Grüße,
Sue

Hallo Sue,

passt zwar eigentlich gar nicht hierher, aber ich möchte meine
Frage trotzdem mal hier anschließen (hab sogar versucht einen
archivtauglichen Titel zu produzieren :wink:.

*Lob, Tätschel* gg

Was hat es für Folgen, wenn man (einmalig / jedes Jahr / jeden
Monat / jede Woche) solch belastete Lebensmittel zu sich
nimmt?
Also riskiert man zB auch beim einmaligen Verzehr Spätfolgen
wie Krebs o.ä.? Oder macht es auch hier die Masse und
wirklicher Gefahr setzt man sich nur dann aus, wenn man
regelmäßig (wie regelmäßig?) soetwas „genießt“?

Ich bin wie die zu Recht besternte Ann kein Freund von Panikmache.
Für fast alles gibt es Grenzwerte, auch für Radioaktivität. Sicher wird man von ein paar Pilzen im Salat ebensowenig Krebs bekommen wie vom einmaligen Röntgen.
Bei Radioaktivität tendiere ich allerdings zur Devise: besser gar nix als wenig. In der Annahme, daß Ann mit ihren Quellen und Belegen recht hat würde ich die Finger davon lassen. Interessant wäre nun, wie hoch die Belastung denn wirklich ist, Ann, hast Du Meßwerte?

Gruß
BeLa

hallo sue,

Was hat es für Folgen, wenn man (einmalig / jedes Jahr / jeden
Monat / jede Woche) solch belastete Lebensmittel zu sich
nimmt?

ohne jetzt mediziner zu sein: ich glaube, es ist das strontium, das sich in der schilddrüse ansammelt und nicht abgebaut werden kann. folge ist eklatant gehäuft schilddrüsenkrebs.

Also riskiert man zB auch beim einmaligen Verzehr Spätfolgen
wie Krebs o.ä.? Oder macht es auch hier die Masse und
wirklicher Gefahr setzt man sich nur dann aus, wenn man
regelmäßig (wie regelmäßig?) soetwas „genießt“?

ich sag mal so: wenn man früchte des waldes oder des feldes von dort verspeist, wo die sogenannten hot spots (das sind relativ kleine radioaktiv verseuchte und absolut tödliche stellen), erübrigt sich die frage wahrscheinlich.
wiederholter genuß „normal“ radioaktiv verseuchter lebensmittel wird zum einen von der strahlendosis abhängen und sich wie gesagt zumindest in der schilddrüse bemerkbar machen.

schöne grüße
ann

PS: mit rücksicht auf das kochbrett bitte ich, die diskussion bis auf nächste woche mittwoch zu vertagen und in ein anderes brett zu verlegen.

ohne jetzt mediziner zu sein: ich glaube, es ist das
strontium, das sich in der schilddrüse ansammelt und nicht
abgebaut werden kann. folge ist eklatant gehäuft
schilddrüsenkrebs.

In der Schiddrüse sammelt sich eher Jod (deswegen auch die Kaliumjodid-Tabletten), Strontium reichert sich eher in den Knochen an.

Die Häufung von Schilddrüsenkrebs entstand IMHO in den ersten Tagen nach dem Unfall (auch wenn er uU erst Jahre später ausbricht), da die in Frage kommenden Jod-Isotope sehr kurze Halbwertszeiten (wenige Tage) besitzen, heute also praktisch nicht mehr vorhanden sind.

LG
Stuffi

hi bela,

Interessant wäre nun, wie hoch die Belastung denn wirklich
ist, Ann, hast Du Meßwerte?

nein, das interessiert mich nicht sonderlich. mich interessiert, ob die pilze belastet sind. da streite ich mich nicht um bequerel oder rem.

tatsache ist:

1.) die gegend um den reaktor tschernobyl ist deshalb evakuiert und heute (fast) menschenleer, weil sich die radioaktivität gerade im boden und den pilzen angesammelt hat. du weißt sicher, daß das, was wir als pilz bezeichnen, nur der fruchtkörper des eigentlichen pilzes ist. der weitaus größere teil des pilzes wächst unterirdisch und ist nicht selten mehrere hektar groß.

2.) der radioaktive fall out schlug sich zum sehr großen teil in der gegend um gomel nieder. wenn dort pilze wachsen, so sind sie die nächsten paar tausend jahre verseucht. gomel ist eine weißrussische stadt. weißrußland erhält keine zahlungen zur bekämpfung der folgen des GAUs von offizieller seite, weil dort ein pöserpöser diktator regiert.

3.) der die firma „WERAS“ sitzt nicht, wie sie uns weismachen will, irgendwo in den endlosen weiten rußlands, sondern inmitten des verstrahlten gebietes.

4.) http://weras.ru/

5.) selbst wenn nur der firmensitz in gomel wäre, die ware selbst aber z.b. aus der mongolischen steppe oder ungefährlichen gewächshäusern stammte, fehlt eindeutig der herkunftsnachweis

schöne grüße
ann

(nach diktat verreist)

im weggehen noch schnell: eben erfahre ich, daß ein kritisches fernsehmagazin die strahlenbelastung messen läßt

In der Schiddrüse sammelt sich eher Jod (deswegen auch die
Kaliumjodid-Tabletten), Strontium reichert sich eher in den
Knochen an.

das is mir wurscht. echt jetzt.

Die Häufung von Schilddrüsenkrebs entstand IMHO in den ersten
Tagen nach dem Unfall (auch wenn er uU erst Jahre später
ausbricht), da die in Frage kommenden Jod-Isotope sehr kurze
Halbwertszeiten (wenige Tage) besitzen, heute also praktisch
nicht mehr vorhanden sind.

sag das bitte den heutigen schilddrüsenkrebspatienten in gomel. die wissen sicher gar nicht, daß sie nicht krank sind.

http://www.tschernobylhilfe.ffb.org/dispans.htm

und nun schluß der diskussion hier (anderwo gern. wenn ich zurück bin)

ciao

LG
Stuffi

sag das bitte den heutigen schilddrüsenkrebspatienten in
gomel. die wissen sicher gar nicht, daß sie nicht krank sind.

Habe ich das behauptet? Ich habe nur Strontium/Jod richtiggestellt.

LG
Stuffi

Jetzt meinetwegen EOD.

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MOD: Teilthread abgeschlossen
Hallo zusmmen,

der eigentliche Hinweis war durchaus in Ordnung, die nachfolgende Diskussion über Folgen von Strahlenbelastung etc. - wie auch schon angemerkt - hier eher fehl am Platze.

Gruß,
Christian