Ich habe ein Problem bei Aussäen: Die Keimlinge gehen mir regelmässig ein.
Am Anfang geht jeweils alles ganz glatt: die Samen keimen nach ca. 2 Wochen und heraus kommt ein Pflänzchen mit zwei Blättchen.
Danach ist aber Schluss: Die Pflanzen scheinen sich irgendwie nicht weiter zu entwickeln (machen keine weitern Blätter). Irgendwann so ca. 2 Wochen nach dem Keimen werden dann die Stile ganz dünn und die Pflanzen gehen ein. Habe eigentlich sonst einen recht grünen Daumen, aber hier scheint es einfach nicht zu klappen. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte?
Ich säe im Haus in einem Blumentopf mit gekaufter Blumenerde.
Die Pflanzen sind in der Nähe eines Fensters, haben aber kein direktes Sonnenlicht.
Ich gebe so ca. alle 3 Tage Wasser und versuche, die Erde feucht, aber nicht nass zu halten.
Ach ja, vielleicht sollte ich noch sagen, was ich ansäe: im Moment versuche ich es mit einem Kraut, welches in Äthiopien für Kaffee verwendet wird. Ich hatte das gleiche Problem aber auch schon mit Pfefferminze und anderen Kräutern.
Und dann noch was: ich habe immer mal wieder recht viele Trauermücken und versuche, diese mit Gelbfalllen zu reduzieren. Könnte es sein, dass diese Biester mein Pflänzchen anknabbern?
Kann mir jemand weiterhelfen? Wäre toll, danke schon jetzt!
Trauermücken und die beschriebenen Symptome lassen vermuten, dass die Sämlinge viel zu nass stehen und möglicherweise auch ein ungeeignetes Substrat verwendet wird.
Wenn Substrat aus Torf, nur solches mit einem hohen Anteil an stark zersetztem Torf, und mit Perlit und Ton (eventuell zusätzlich etwas Sand, aber Vorsicht damit - der drainiert und lüftet relativ gut, hat aber ein jämmerliches Wasserhaltevermögen, schlechte Pufferkapazität -) versetzt. Auf geringen NPK-Gehalt achten, handelsübliche Blumenerde ist für fast alle Sämlinge viel zu stark aufgedüngt. Nur Saaten, die es feucht brauchen, feucht halten - und auch nur bis zur Keimung. Dann sehr mäßig feucht (oberflächlich trocken) weitermachen.
Zum Pikieren ein gut drainierendes Substrat, z.B. Niempresskuchen, verwenden.
Für viele Sämlinge, z.B. fast alle Kreuzblütler, gehen Kultursubstrate überhaupt nicht, man muss dann besser mit - ggf. aufgemischter - Gartenerde arbeiten.
ich hatte damit auch Probleme, und die Trauenmücken habe ich als Schuldige identifiziert. In der Anzuchterde (Normale eignet sich wie schon erwähnt weniger) die man so im D**ner und so kauft, sind die Trauermücken anscheinen gleich mit eingebaut (ist mein Verdacht, selbst aus frischer Anzuchterde ohne Samen, noch verpackt, kamen die Mistviecher raus. Habe das gemerkt, weil ich die Erde in einer durchsichtigen Plastikbox aufbewahre).
Was bei mir wirklich geholfen hat war die Erde vorher zu Mikrowellisieren *g*. Ich gebe die Erde immer bevor ich etwas aussähe in eine alte Mikrowellenschüssel und tu sie bei 650W 5 min aldente kochen
Den Tip hat mir ein befreundeter alter Gärtner gegeben, allerdings hatte der noch einen alten Nudeltopf und den Ofen verwendet. Geht denke ich beides, aber ich versau lieber billige Plastikschüsseln als teure Töpfe