Pflanzentod durch Altersschwäche?

Hallo liebe Wissenden,

(habe versucht zu googlen, bin aber nicht fündig geworden.)

Sterben Pflanzen an Altersschwäche? Anders ausgedrückt, haben auch Pflanzen nur eine gewisse Lebenserwartung? Oder würden sie, wenn die Bedingungen es ihnen erlauben, immer weiter wachsen?

(Es heißt ja z.B. bei manchen Bäumen, sie können bis zu x-hundert Jahre alt werden, das impliziert dann ja wohl, dass sie danach sterben!?)

Im konkreten Fall gibt gerade meine Epipremnum (Efeutute) „den Geist auf“. Sie ist bereits mehrere Jahrzehnte alt (Erbstück meiner Oma) und seit 1,2 Wochen werden die Blätter alle gelb und fallen ab, obwohl ich an den Bedingungen nichts geändert habe.

Lieben Gruß in die Runde,
jeanne

Hallo,

obwohl ich an den Bedingungen nichts geändert habe.

Vielleicht ist das eine Ursache. Gelegentliches Umtopfen und Düngen ist auch bei diesen eigentlich nicht umzubringenden Pflanzen vorteilhaft. Ich hab welche mit den Wurzeln in Aquarien und den Eindruck, dass sie ganz gute Nährstoffzehrer sind.

Grüße
orange

Hi,

mit Bedingungen nicht geändert meinte ich, dass ich weder weniger noch mehr als üblich gieße und sie nicht umgestellt habe.
Natürlich dünge ich meine Pflanzen gelegentlich und topfe sie auch bei Bedarf um.

Trotzdem danke,
Grüße,
jeanne

Hallo Jeanne,

Sterben Pflanzen an Altersschwäche? Anders ausgedrückt, haben
auch Pflanzen nur eine gewisse Lebenserwartung? Oder würden
sie, wenn die Bedingungen es ihnen erlauben, immer weiter
wachsen?

ja, auch Pflanzen altern. Sicher differieren einige gesteuerte Altzerungsmechanismen von denen die im Menschen wirksam sind (sofern wir diese kennen). Ich weiß z.B. nicht, ob Pflanzen so etwas wie Telomere besitzen, die festlegen, wie oft eine Zelle sich teilen darf, bevor sie stirbt. Aber es gibt biochemische Steuermechanismen, die z.B. festlegen, dass einjährige Pflanzen ihre gesamte Energie in die Fruchbildung stecken und dann sterben. Bei Bäumen führt ihr fortwährendes Wachstum und die Art des Wachsens irgendwann zwangsläufig zum Tod, denn das Innere der Sprossachse stirbt irgendwann ab, der Baum wird morsch und kollabiert unter seinem eigenen Gewicht.
Einige ganz grundlegende Alterungsmechanismen wirken sowieso bei Tieren und Pflanzen gleichermaßen, und zwar die, die nicht biologisch gesteuert sind. Alle Lebewesen unterliegen äußeren Einflüssen, wie Giften, UV-Strahlung oder Radikalen, die bei der Zellatmung entstehen und das Erbgut schädigen. Diese Schäden sammeln sich über kurz oder lang an und führen zum Tod der Zellen und damit irgendwann zum Tod des gesamten Organismus. Das mag unterschiedlich lange dauern, aber da kommt kein Lebewesen drum herum.

(Es heißt ja z.B. bei manchen Bäumen, sie können bis zu
x-hundert Jahre alt werden, das impliziert dann ja wohl, dass
sie danach sterben!?)

Ja.

Im konkreten Fall gibt gerade meine Epipremnum (Efeutute) „den
Geist auf“. Sie ist bereits mehrere Jahrzehnte alt (Erbstück
meiner Oma) und seit 1,2 Wochen werden die Blätter alle gelb
und fallen ab, obwohl ich an den Bedingungen nichts geändert
habe.

Bei einem so plötzlichen Ableben würde ich im Zweifelsfall nicht unbedingt auf Altersschwäche plädieren. :smiley:

LG, Jesse

Aus alt mach jung

Im konkreten Fall gibt gerade meine Epipremnum (Efeutute) „den
Geist auf“. Sie ist bereits mehrere Jahrzehnte alt (Erbstück
meiner Oma) und seit 1,2 Wochen werden die Blätter alle gelb
und fallen ab, obwohl ich an den Bedingungen nichts geändert
habe.

Lieben Gruß in die Runde,
jeanne

Hi Jeanne,

gib dem Erbe Deiner Oma eine zweite Chance und schneide noch gesunde Teiltriebe ab, die in einem Wasserglas schnell neue Wurzeln treiben.

Viele Grüße, Sonja