Pflanzenwachstum

Hallo Gartenfreunde,

gerade versuche ich mir vorzustellen wie man ein neues Beet anpflanzen könnte. Ich möchte die Pflanzen in Gruppen setzen. Das Beet ist ca. 1-1,20 Meter tief und 8 Meter lang. Rechts wächst mit ein wenig Glück die von mir gesuchte Kermesbeere und links ein Holunder. In der Mitte steht eine Schwazerle (ist aber noch ganz klein)und habe mir für einen voll sonnigen Standort folgende Pflanzen ausgesucht:

Eisenkraut, Phlox, KugelDistel, Malve, Ehrenpreis, türkischer Mohn, Pfingstrose, Schleifenblume, Steinnelke, Katzenminze, Sternglockenblume.

Im Handel werden alle Pflanzen zu 3-5 Stück je Packung angeboten. Nur die Pfingstrose ist einzeln gepackt.

Nun meine Frage:
Wie viele Pflanzen benötige ich z.B. vom Phlox? Reichen 3 und im nächsten Jahr vermehren die sich??? Das Beet will ich ja auch nicht gleich gnadenlos überfüllen und dann am Ende wieder Pflanzen auspflanzen müssen.

Hallo Alexandra,

gerade versuche ich mir vorzustellen wie man ein neues Beet
anpflanzen könnte. Ich möchte die Pflanzen in Gruppen setzen.
Das Beet ist ca. 1-1,20 Meter tief und 8 Meter lang. Rechts
wächst mit ein wenig Glück die von mir gesuchte Kermesbeere
und links ein Holunder.

… innerhalb von 2 Jahren mindestens doppelt so breit wie jetzt, bis zu 5 Meter hoch

In der Mitte steht eine Schwazerle
(ist aber noch ganz klein)

in 5 Jahren nicht mehr.

und habe mir für einen voll sonnigen
Standort folgende Pflanzen ausgesucht:

Eisenkraut, Phlox, KugelDistel, Malve, Ehrenpreis, türkischer
Mohn, Pfingstrose, Schleifenblume, Steinnelke, Katzenminze,
Sternglockenblume.

Im Handel werden alle Pflanzen zu 3-5 Stück je Packung
angeboten. Nur die Pfingstrose ist einzeln gepackt.
Nun meine Frage:
Wie viele Pflanzen benötige ich z.B. vom Phlox? Reichen 3 und
im nächsten Jahr vermehren die sich???

Phlox wuchert und zwar sehr

Das Beet will ich ja
auch nicht gleich gnadenlos überfüllen und dann am Ende wieder
Pflanzen auspflanzen müssen.

Staudenbeete sollten und müssen spätestens alle 5-7 Jahre komplett erneuert werden.
Du wirst Dich wundern, wie alles in die Breite geht, ineinander- und übereinanderwächst.
Außerdem wird es je nach Standort, Boden und Wurzeldruck durch Holunder und vor allem Schwarzerle (Du weißt, dass sie ein Säufer ist?) Gewinner und verlierer geben.

Übrigens sind Pfingstrosen keine Pflanzen für vollsonnige Standorte. Sie stammen aus lichten Wäldern - in sofern gut, sobald der Holli und die Erle ein bisschen aus der Kinderstube sind.
Du weißt, dass ein Containerling dieser Pflanze die ersten 5 Jahre ausgesprochen mickrig aussieht?
Ich habe das Glück, Bestände aus Großmutters Zeiten immer wieder teilen zu können. Diese blühen regelmäßig und heftig. Meine Neukäufe sind jetzt seit 3 bzw. 2 Jahren gepflanzt und schieben jetzt so langsam mehr als 2 Blattstängel. Blüten werden wohl noch dauern.

Schleifenblume ist zumindest in meiner Region einjährig, samt aber fleißig aus; bleibt eher klein.
Türkischer Mohn bildet eine Pfahlwurzel aus.
Gut überlegen, wo Du ihn hinsetzt. Umsetzen ist möglich. Aber - die Wurzel treibt am alten Standort wieder aus, wenn Du nicht sehr tief gräbst.
Vom Wuchs braucht Mohn gerne mal 2-3 Jahre, bis er wirklich was wird. Aber dann braucht er gut 1qm; dafür zieht Mohn bereits mittsommerlich ein.

Malve - welche denn? Es gibt mehrere. Stockrosen überleben nur, wenn ihnen das Klima zusagt. Gefüllte schlechter als ungefüllte. Platzbedarf eher mäßig.
Anders sieht es z.B. mit „Käsepappel“ aus.
Wuchert und wuchert.

Ehrenpreis - auch hier: welcher denn?
Einige sind schöne, kniehohe Lückenfüller. Andere bilden bodennahe Polsterrasen und sind nie mehr auszurotten. Meiner Großmutter Rasen bestand im Frühling nur aus winzigen blauen Blütchen. Die Nachbarn, Grasfanatiker, haben sie verflucht.

Kugeldistel - ja, sehr nett. Eine zahme Pflanze. Macht sich nicht sehr breit. Pieckst nur.

Genauso Eisenkraut und Katzenminze.
Eisenkraut ist bei mir in der Region nicht winterhart. Katzenminze mag unseren Boden nicht.

Zu Steinnelke und Sternglockenblume sage ich nichts.
Ich habe diese Pflanzen nie versucht.

viele grüße
Geli

Hallo Geli,

danke für die ausführliche Antwort. Habe bei dem Versender der Pflanzen einfach mal meine Einkaufsliste ausgefüllt und daraufhin meinen Geldbeutel bitterlich weinen hören… Bin also gestern in den Baumarkt und habe mir dort Zwiebeln und Samen geholt und werde die meisten Pflanzen selbst anziehen. Da der Garten riesig ist und wir ihn wirklich fast komplett ausgeräumt haben, werde ich auch damit noch eine Weile leben müssen, dass die Beete nicht ganz so voll sind wie in langjährig gepflegten Anlagen.

Der Verkäufer in der Gartenabteilung hat früher in einer richtigen Gärtnerei gearbeitet und mir noch ein paar Tips gegeben. Er meinte auch, dass ich mir das mit dem Vorziehen der Pflanzen zu großen Teilen sparen kann, da das Beet schön in der Sonne liegt und relativ früh warm wird, soll ich die Samen einfach direkt reinkippen und abwarten was sich durchsetzt. Bei einer Packung Samen für 1-5 Euro finde ich das eine gute Alternatieve zu den teuren Stauden die dann auch nicht mehr Fülle rein bringen. Werde wohl nur im Frühling noch ein paar Gräser für die Trockenmauer besorgen bzw. aus unserem Brachland in das Beet umsetzen…

Ansonsten heißt es jetzt für mich: Erfahrungen über Erfahrungen sammeln - der erster richtiger Garten… da wird wohl noch einiges frühzeitig verenden und anderes wachsen von dem man es nie geahnt hätte. …so, in dem Sinne gehe ich mal ne Runde buddeln.

Wünsche Dir einen schönen Tag!

Alexandra

Ach ja, zum Thema Schwarzerle: Das ist ok mit dem Saufen und sogar gewollt. Wir wohnen in einem Tal und da am tiefsten Punkt des Ortes umgeben von Weinhängen. Wenn es hier regnet, dann läuft wirklich alles bei uns zusammen. Die Vorbesitzer des Hauses haben den Keller mit einem ausgefeilten System „trocken“ gelegt und selbst im Hochsommer, wenn es Wochen lang nicht geregnet hat geht die Pumpe im Pumpensumpf an und befördert Wasser weg. Die Pumpe liegt bei -1 Meter… das dürfte die Erle freuen. Wir haben im letzten Jahr, als wir das Haus bekommen haben, nicht einmal den Garten gegossen und dennoch war alles toll grün. Haben damals mit der Baumschule geredet, weil wir ja die Wahl zwischen Weide und Erle hatten und die haben uns auch zur Erle geraten, da deren Wurzeln mehr nach unten gehen - die Beete also nicht ganz so leer säuft wie eine Weide mit flachen Wurzeln…und wenn alles nichts hilft - wir haben einen Kamin ;o)

Pflanzen tauschen
Guten Morgen!

Zum Pflanzenwachstum können Dir Bücher (aus der Bücherei oder ein paar Klassiker fürs Regal) bzw. das Internet besser weiterhelfen.

Gerade im zeitigen Frühjahr gibt es mancherorts Pflanzenbörsen. Die Gartenbesitzer räumen ihre Beete aus und um und dabei wird manche Staude geteilt oder ausgemustert. Die kann man dann evtl. auf so einer Börse günstig kaufen. Dazu gibt es dann noch Erfahrungen der Vorbesitzer gratis.

Und Du kannst sicher sein, dass die Pflanzen in Deiner Region gut gedeihen.

Anosnsten rate ich durchaus zu Versuch und Irrtum in Sachen Staudenbeet. Das ist zwar mehr Arbeit, weil man vile korrigieren muß, aber man lernt eine Menge dabei.

Anzucht aus Samen ist durchaus eine Alternative, vor allem, wenn man große Flächen zu bepflanzen hat.

Auch rate ich eher als zum Baumarkt zu einer guten Staudengärtnerei. Die Pflanzen dort sind von besserer Qualität, durchaus sogar günstiger. Außerdem gibt es dort auch Beratung und größere Auswahl.

Viel Erfolg
kernig

Super, danke für den Tip mit der Börse!!! Werde mich mal umhören.

…wir fahren einen Misch aus Baumarkt - Baumschule - Staudengärtnerei und Versandhandel. Da wo es uns ganz wichtig ist gehen wir natürlich zum Experten ;o) wobei die uns auch nicht immer helfen konnten siehe Suchaktion Erle. Da konnte nur der Förster weiter helfen.

Hallo,

du hast zwei Möglichkeiten bei einem neuen Staudenbeet: entweder du pflanzt so, dass die Pflanzen Platz haben und in ein paar Jahren einen geschlossenen Bestand bilden - bis dahin sieht’s etwas kahl aus. Oder du pflanzt am Anfang mehr und rupfst mit der Zeit wieder welche aus.

Dein Beet hat gut 8 m². Nehmen wir mal an, wir pflanzen bei der Erle bis an den Stamm. Der Holunder braucht einen m² (Steht der Holunder IM Beet? Dann bliebe ja gar nix mehr übrig.), die Kermesbeere auch einen m².

Fangen wir mit den großen, langlebigen Stauden an:
Die Pfingstrose braucht langfristig auch einen m² und volle Sonne.
Das selbe Phlox. Beide können bei guten Bodenbedingungen 20-50 Jahre am selben Platz stehen.

Nimm nicht zu viel verschiedenes, z.B. zwei Pfingstrosen und vier, fünf Phlox brauchen langfristig fünf m². Bleiben noch ein kleiner Rest zwischen den großen Stauden, den du füllen musst.

Aus deiner Liste ist dazu kaum etwas geeignet, viel zu nass für Türkischen Mohn etc. Vielleicht magst du ein paar Bergenien oder Storchenschnäbel dazu nehmen, 10-15 Stück sollten reichen.

Im Handel werden alle Pflanzen zu 3-5 Stück je Packung
angeboten. Nur die Pfingstrose ist einzeln gepackt.

Was ist das denn für ein Handel? Baumarkt? Die packen immer drei zusammen, damit wenigstens eine überlebt :wink:

Gruß, Jens

Danke, jetzt habe ich mal eine Vorstellung wieviel Platz wer einnehmen wird. Werde also sparsam mit den Pflanzen umgehen und zwischen den Stauden ein paar Einjährige sähen. Wenn es dann doch zu eng werden sollte… wir haben ja im nächsten Jahr noch ein paar Beete in Planung. Da kann ich ggf etwas übersiedeln.

Holunder steht mit seinem Stamm direkt am Ende vom Beet… die andere Hälfte überwächst unser Eingangstor und den Weg.

Gepackt sind die Stauden(wurzeln) sowohl in den Gartenmärkten in Tüten… im Versandhandel werden die größeren Stauden auch häufig in 3er oder 5er Sortiment angeboten.