Liebe/-r Experte/-in,
wir holen gerade Angebote ein, um Pflaster auf unserer Terrasse zu verlegen.
Unsere Terrasse ist teilweise unterkellert und da wir ein Holzriegelhaus haben, musste die Terrasse und auch rundherum abgedichtet werden (Flämmpappe)
Lt. Hausbaufirma müssen wir 3 cm unter der Hauskante bleiben, damit kein Wasser eindringen kann.
Jetzt haben wir das Problem, dass unsere Kellerfirma beim betonieren kein Gefälle eingeplant hat und wir auch nur sehr wenig Gefälle schaffen werden (wegen der Vorgabe von der Hausbaufirma)
Wer haftet eigentlich für diesen Mangel, lt. Ö-Norm ist ja ein Gefälle vorgegeben?! Jeder redet sich jetzt auf den anderen hinaus…
Bzw. was/wie verlegen wir jetzt am Besten und welches Material würden Sie verwenden?
Danke im Voraus für die Hilfe!
Lg Bibi
Hallo,
das ist bestimmt alles sehr ärgerlich.
„Wer haftet eigentlich für diesen Mangel, lt. Ö-Norm ist ja ein Gefälle vorgegeben?! Jeder redet sich jetzt auf den anderen hinaus“
Ich würde sagen, es haftet der, der sich nicht an die Vorschrift / Norm gehalten hat. (Architekt oder ausführende Firma)
Ich würde als Kunde schweres Geschütz auffahren und nur das abnehmen und auch bezahlen, was fachlich richtig ist, bzw. konkret vereinbart war. (früher war ich da viel zu weich)
Jeder (außer nat. Politiker, Manager und Banker) muß hetzutage für seine Arbeit gerade stehen.
Wenn die falsch gemachte Leistung einmal bezahlt ist, ist der Vertragspartner nicht mehr greifbar und selbst hat man ein Leben lang diesen Mangel an der Backe.
(bin wahrscheinlich deshalb zum Selbermacher geworden)
Die baulichen Gegebenheiten kenne ich ja nun nicht, ich verstehe es so: das Gefälle soll vom Haus weg, über die danebenliegende Decke des Kellers, die dann gleizeitig Terrasse ist, geführt werden. Und die Kellerdecke hat nun kein Gefälle.
Wenn jedoch Flämmpappe (kenne ich als Schweissbahn) fehlerfrei verschweißt ist, sollte kein Wasser durchdringen. Insofern ist die darüberliegende Schicht unwichtig. Egal, ob diese Gefälle hat oder nicht. Pflaster ist ja eh nicht wasserdicht.
-falls ich hier was falsch verstanden habe, bitte ich um Aufklärung-
Gruß
Hallo.
(Keller)- Decken haben i.d.R. keine Gefälle, da Decken beim betonieren automatisch eine plane Oberfläche haben.
Wichtig und richtig ist der ausreichende Abstand der Fläche zur Dämmung bzw. Wand, um das Aufsteigen von Wasser zu verhindern. Bei einer professionellen Abdeckung nach unten (z.B. ein Aluprofil und Silikon) und der !ausreichenden Abdichtung der Kellerwand ! wäre 1 cm auch ausreichend.
Als Belag bietet sich bei geringer Aufbauhöhe ein Plattenbelag aus Beton an (Platten mit 3-5 cm in einem Estrichbett). Natursteinplatten sind auch möglich. Sie sollte nur möglichst unstrukturiert sein /= Wasser kann besser ablaufen) und müssen wasserdicht verfugt werden. Das Gefälle: oft reichen 0.5 % aus, wenns nicht gerade die Wetterseite ist. 2 % sind zuviel, die sieht man in der Kaffetasse.
Moin Bibi!
Da ich normalerweise keine Keller baue, kenne ich mich auch nicht mit den dabei einzuhaltenden Normen aus.
Gibt es zufällig, wie in anderen Gewerken auch, eine Schlichtungsstelle Bau?
Aber zu den noch möglichen Maßnahmen:
Bei glatten Oberflächen reichen ja zur Not 1-2% Gefälle aus.
Da mir jetzt die verbliebene Höhe nicht bekannt ist, es sich laut Deiner Beschreibung aber ein wenig Knapp anhört, wären vielleicht Platten aus Beton mit normalen 5 cm Höhe in einem Betonbett (nicht zu dünn, wegen dem Frost, evtl. Moniermatte mit einarbeiten) zu empfehlen. Naturstein variiert in der Dicke etwas.
Letze Maßnahme wären Fliesen für Außenbereiche in Terracottanachbildung etc..
Holzbeläge erachte ich hier als ungünstig, da die Oberfläche zur Wasserabführung nicht dicht ist und die Holzunterkonstruktion Höhe frisst.
Ich hoffe, da war jetzt was bei. Ansonsten ruhig nachhaken.
Tschüss Ralle