Pflegeberufe sind

…Scheisse bezahlt, anstrengend und haben keine Lobby in der Öffentlichkeit.
Warum sollten sich junge Leute auf diesem Gebiet engagieren?

Am 14.10.03 haben die beiden Schmidts einen Runden Tisch zur Verbesserung der ambulanten und stationären Pflege ins Leben gerufen.
http://www.bundesregierung.de/
Ziel der Initiative sind höhere Qualität und größere Sicherheit in der Pflege. Die Experten sollen konkrete Anstöße zu entwickeln, um die pflegerische Versorgung zu verbessern.
Aufgabe des Runden Tisches ist es, Best-Practice-Beispiele zu beschreiben und damit Orientierungshilfe zu geben. Zudem sollen häufige Fehler und Fehlerquellen aufgespürt werden. Überflüssige Vorschriften sollen abgebaut werden. Am Ende soll eine Charta der Rechte hilfebedürftiger Menschen stehen.

Der Runde Tisch wird dazu folgende Fragen bearbeiten:
-Wie kann die Qualität der Betreuung und Pflege in den Heimen und in der ambulanten Pflege verbessert werden?
-Wie soll ein besser an den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen ausgerichtetes Versorgungsangebot aussehen und wie können nicht notwendige Umzüge in Heime verhindert werden?
-Wie lässt sich der Ruf der ambulanten Pflegedienste verbessern?
-Wie kann die Stellung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen verbessert werden?
-Wie können mehr Kräfte für den Beruf der Altenpflege gewonnen und wie lässt sich die Verweildauer in diesem Beruf verlängern?
-Wie entlastet man die Pflegekräfte durch Entbürokratisierung?

Der Runde Tisch ist auf zwei Jahre angelegt. 2005 (!!!) sollen die erarbeiteten Maßnahmen vorgestellt und Handlungsempfehlungen verabschiedet werden.

Mein Kommentar:
Super - Arbeitsgruppen sind immer hilfreich - lenken sie doch von aktuellen Problemen ab und verschieben notwendige Entscheidungen in die Zukunft.

Gruß
karin

Hallo,

…Scheisse bezahlt, anstrengend und haben keine Lobby in der
Öffentlichkeit.

So scheisse bezahlt sind die nicht. Ich hatte lange genug damit zu tun. Es gibt sicher Berufe, wo man mehr verdienen kann. Aber ich sehe die Pflegeberufe wirklich nicht unterbezahlt an. Das ist ein Voruteil, was sich hartnäckig hält. Und die ganzen „Trinkgelder“ muss man auch beachten.

Ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören.

Herzlichst

Sarah

Hallo,

So scheisse bezahlt sind die nicht. Ich hatte lange genug
damit zu tun.

In welcher Funktion und Warum jetzt nicht mehr?

Es gibt sicher Berufe, wo man mehr verdienen
kann.

Da sind wir uns einig.

Aber ich sehe die Pflegeberufe wirklich nicht
unterbezahlt an. Das ist ein Voruteil, was sich hartnäckig
hält.

Nun, wenn man die körperlichen, psychischen und seelischen Belastungen sieht, ist der Beruf sicherlich unterbezahlt.
Dazu kommt die Schichtarbeit, die ein geregeltes Familienleben sehr erschwert.
Dazu kommt die strafrechtliche Verantwortung.
Dazu kommen die unzähligen ungeplanten Überstunden, die ein Privatleben fast unmöglich machen.
Dazu kommt die Hierarchie, die ein Aufsteigen fast unmöglich macht.
Es gibt viele Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich, jedoch werden sie minimal (wenn überhaupt) vergütet - und darum sind sie unattraktiv.

Und die ganzen „Trinkgelder“ muss man auch beachten.

Die „Trinkgelder“ in den Pflegeberufen sind zu vernachlässigen (spätestens seit Einführung der Pflegeversicherung) und Diese sind auch nicht erwünscht, da sonst Patienten sich eine „bessere Pflege“ erkaufen könnten.
Allerdings bekommt man zu Feiertagen ziemlich viel Schokolade geschenkt - Das stimmt.
Ich mag aber keine Schokolade.

Herzlichst

Sarah

Gruß
karin