Ein 87 jähriger Mann, Parkinson- u. Demenzkrank, seit 2 Monaten Bettlägrig ist momenant auf Kurzzeitpflege, zuvor hat er noch in seinem Haus gewohnt.
Nun muss er in ein Pflegeheim, da er zuhause nicht verpflegt werden kann. Die Sozialversicherung zahlt 1200 Euro von 3000/monatlich. Der Rest ist selbst zu tragen?
Kann das sein? Welche Maßnahmen kann man treffen um etwas mehr Unterstützung zu bekommen?
Der Mann hat noch kein Jahr lang Pflegestufe eins, würde allerdings momentan eher auf Pflegestufe 2 eingestuft werden.
Vielen Dank für eine Antwort!
Hallo Diva,
diese Differenz kenne ich von unserem örtlichen Pflegeheim hier auch. Ist wohl so Durchschnitt (zumindest in den westl. Bundesländern - neue Bundesländer ist durchschnittlich günstiger). Und Pflegestufe 2 wird bei Bedarf sicher das Heim nach Rücksprache beantragen - denn dann bekommen diese auch mehr Geld (und der Eigenanteil wird eher noch höher).
Kopf hoch - ist nicht einfach.
Liebe Grüße
Karin
Aber das ist doch Wahnsinn.
Er wohnte bis vor kurzem noch in seinem Haus, das er allerdings vor ein paar Jahren seinem Sohn überschrieben hat, der dort ebenfalls wohnt.
Die Räume des alten Manns können auch nicht vermietet werden, da er in die Familie seines Sohns „hineinintegriert“ gewohnt hat.
Wird wirklich jeder Verwandte „abgeklappert“?
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Die genauen Richtlinien kenne ich nicht, aber soweit ich weiss, sind nur Verwandte in gerader Linie (Kinder, Eltern etc.) „zahlungspflichtig“ - wobei hier auch relativ hohe Freibeträge gelten. Ob die Schenkung des Hauses „rückabgewickelt“ werden muss, hängt davon ab, wie lange diese schon zurück liegt. Aber was nicht von der Rente des Mannes, dessen „Vermögen“ und evtl. Anteilen der Kinder gedeckt wird, wird von der Sozialhilfe übernommen.
Aber hier am besten mit der Krankenkasse und mit dem Sozialamt sprechen.
Liebe Grüße
Karin
Hallo,
da stellt sich natürlich die Frage,wie begründen sich diese
3.000,- € monatlich???..
Selbst in einer Super Teuren Wohngegend wie München City komme ich für ein in einem Altenheim übliches Wohngelass nicht über eine Miete pro Monat von 700 €(Warm) hinaus…
Da bleiben dann immer noch 2.300,- € übrig…FÜR was??
Hallo,
Selbst in einer Super Teuren Wohngegend wie München City komme
ich für ein in einem Altenheim übliches Wohngelass nicht über
eine Miete pro Monat von 700 €(Warm) hinaus…
Hm, kommt mir jethzt ein wenig wenig vor. Aber es gibt eben einen
feinen Unterschied zwischen Alten- und Pflegeheim. Ein Satz von 3000
ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen für die Pfelgestufe 1, aber
liegt durchaus im Rahmen. Und wie unten schon gesagt: je höher die
Pflegestufe, desto höher zwar die Zuzahlung der Pflegeversicherung,
aber auch die Eigenleistung steigt. Evtl. wäre es sinnvoll, mal einen
Vergleich zu machen mit anderen Heimen in der Umgebung.
Und wegen der Heranziehung der Angehörigen: Nicht mit dem Sozialamt
oder der Krankenkasse sprechen - warum sollten die helfen, die wollen
Geld. Hier hilft nur eine gute anwaltliche Beratung.
lg
Richard
Hallo,
Selbst in einer Super Teuren Wohngegend wie München City komme
ich für ein in einem Altenheim übliches Wohngelass nicht über
eine Miete pro Monat von 700 €(Warm) hinaus…
Da bleiben dann immer noch 2.300,- € übrig…FÜR was??
Für die Rund-um-die Uhr-Pflege/Betreuung und Verpflegung.
Auf jeden Fall ist es hier in D völlig normal, dass Pflegegeld + Rente nicht für die Pflegekosten-Rechnung in einem Pflegeheim ausreichen.
Da werden kann die Kinder mit herangezogen, erst wenn das nicht ausreicht, gibt es noch Sozialhilfe dazu.
Beatrix
Hallo…
Eine Frage nebenher gestellt:
Wenn die Verwandten soviel Geld nicht haben, z.B. weil sie gerades das Existensminimum erreichen, oder (was heute ja auch nicht mehr selten ist) sie befinden sich in der privaten Insolvenz…
Wer kommt denn dann für die Kosten auf?
Gruss
Hallo…
Eine Frage nebenher gestellt:
Wenn die Verwandten soviel Geld nicht haben, z.B. weil sie
gerades das Existensminimum erreichen, oder (was heute ja auch
nicht mehr selten ist) sie befinden sich in der privaten
Insolvenz…
Wer kommt denn dann für die Kosten auf?
Das Sozialamt
Gruss
Der Kater
Hallo, sollte das Haus an den Pflegefall zurückfallen gab es zumindest vor ein paar Jahren (vor der grundlegenden Umstrukturierung des SGB mit Hartz4 und Co) die Möglichkeit, statt das Haus zu verkaufen, eine Stück für Stück sich auftürmende Hypothek beim Sozialamt zu bekommen, also das Sozialamt hat die Kosten fürs Pflegeheim bezahlt, aber statt Bank eben das Haus als Sicherheit und anteile des Hauses als Hypothek für die so entstandenen Schulden erhalten.
So kann der Rest der Familie weiter in dem Haus leben.
Das war aber eine Regelung, die der zuständige Sozialarbeiter gerne „vergisst“.
Hat Mein Vater damals bei meiner Oma (Omas Haus wurde zugleich auch noch vermietet)so gemacht, allerdings war er beim Nachbarsozialamt und kannte die Möglichkeiten. Dennoch musste er die zuständige „Kollegin“ fast durchs Telefon ziehen, damit die sich schlau macht. Auf ihr „geht nicht/gibts nicht“ bekam sie irgendwann ein „Schauen sie im SGB §xy nach und faxen sie mir die entsprechenden Unterlagen ins Büro: Sozialamt Stadt bla“
Allerdings war in diesem Fall auch eine nicht allzulange Pflegedauer abzusehen (waren am Ende so ca. 2 Jahre).
Bei Bedarf kann ich die § in Erfahrung bringen…und obs überhaupt noch geht.
Gruß Susanne
Das Sozialamt
Also Du und ich!
Gruß
Jörg