Pflegeheim und Erbe

Meine Schwiegereltern sind der Meinung, dass sie Ihrer Tochter bevor sie zum Pflegefall werden das meiste was sie erspart haben an Vermögen schenken, da ja das Sozialamt für die Pflege aufkommt.
Meine Frau würde in dem Fall ihre Arbeit aufgeben, und das Vermögen aufbrauchen. Kann das Sozialamt von Ihrem Geld das sie sich monatlich auszahlen lässt und für den Lebensunterhalt einbehält etwas genommen werden? Oder wird der Ehemann zur Kasse gebeten?

Moin

Meine Schwiegereltern sind der Meinung, dass sie Ihrer Tochter
bevor sie zum Pflegefall werden das meiste was sie erspart
haben an Vermögen schenken, da ja das Sozialamt für die Pflege
aufkommt.

das nennt man dann Sozialschmarotzer.

Aber keine Angst.
Wenn die Schenkung weniger als zehn Jahre vor dem Fall eintritt, fordert das Sozialamt den Betrag zurück.
So schlau sind die schon lange.

Gandalf

Hi Gandalf,

Wenn die Schenkung weniger als zehn Jahre vor dem Fall eintritt, fordert das Sozialamt den Betrag zurück.

So schlau sind die schon lange.

Mag sein - aber weg ist weg.

Wenn die Kohle also tatsächlich verbraten wurde oder man dies zumindest glaubhaft machen kann, zahlt wieder schön die Allgemeinheit.

Tipps, wie man sowas „richtig“ macht, gibts scheinbar überall und nicht wenige in diesem unserem Lande leben (nicht schlecht) damit.

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Seltsam diese Einstellung, sich alles vom Staat zahlen zu lassen.
Meine Mutter hatte immer den Stolz, dass sie immer ihr Auskommen hatte und nie den Staat (also die Allgemeinheit, den Steuerzahler, das Sozialamt) brauchte. Und sie war stets darauf bedacht, dass sie ihr Erspartes für ihre Pflege verwendet wissen will.
Sie muss deshalb auch nicht auf den Cent achten, sondern kann sich die Pflege leisten, die sie will. Und auch Zusatzausgaben kann sie sich noch leisten, die das Sozialamt nicht bezahlt.
Petra

Wenn deine Schwiegereltern wirklich was für sich (und euch) tun wollen, dann sollten sie mal aktiv mit dem Thema umgehen. Und unter aktiv verstehe ich jetzt nicht 1001 Trick wie man den Staat zur Kasse kriegt.

Ich gehe mal davon aus, dass sie dann auch nicht „irgendwo“ landen wollen. Also können sie sich ja mal umgucken in der Gegend, was es da so für Projekte gibt. In fast jeder Region entstehen gerade solche Konstrukte, die man im weitesten Sinne „Altenwohnen“ nennen könnte, die aber nichts (mehr) mit dem zu tun hat, was man da so noch von vor 20 Jahren im Kopf hat.

Sinnvoll ist (auch und gerade wenn man noch kein Pflegefall ist), sich da eine geeignete Wohnung zu suchen (man kann so etwas kaufen oder mieten). Oft bauen die Dinger auf so etwas wie Nachbarschaftshilfe auf, es gibt Mulitgenerationsprojekte, in der Regel mit angeschlossenem Pflegedienst, den man dann wenn was ist buchen kann. Allerdings sind die Modelle sehr unterschiedlich und man muss genau gucken, was gebraucht wird.

Eines halte ich aber nicht nur für unsozial, sondern obendrein auch noch aus Sicht deiner Frau schlicht für bescheuert: Wenn sie - nur damit das Geld verbraten wird (und dann später nicht mehr abrufbar ist), jetzt ihren Job aufgibt. Dann viel Spass, wenn sie in 3, 4, 5 Jahren wieder einen bekommen will!

LG Petra

Dir auch einen schönen guten Tag!

da ja das Sozialamt für die Pflege aufkommt.

Großartige Idee. In den Arsch beißen werden die sich, wenn sie sehen, wieviel „Pflege“ sie dann bekommen.

Beste Grüße

Avera

Hallo erstmal,

ich hätte da noch eine bessere Idee. Warum hängen die sich nicht gleich an den nächsten Baum, dann müssen sie gar nichts ihres Vermögens für eigene Pflege aufbringen, müssen die Pflegestandards auf Sozialhilfeniveau nicht ertragen, und können ihr sauer verdientes Geld ungeschmälert vererben.

Sorry ob der Deutlichkeit, aber ganz abgesehen von dem in solchen Fragestellungen zutage tretenden Sozialschmarotzertum, ist der Ansatz sowas von kurzsichtig, das es schlimmer nicht geht. Könnte die Erbin wirklich mit gutem Gewissen das Geld der Eltern ausgeben, wenn sie mit ansehen müsste, wie diese auf Sozialhilfeniveau ihre letzten Jahre fristen müssen?

Es ist schön, wenn Eltern ihren Kindern etwas hinterlassen, aber zunächst mal ist es ihr eigenes Vermögen, und dies sollten sie nicht nur vor dem Hintergrund der fragwürdigen Einstellung gegenüber unserem Sozialstaat zunächst mal für sich selbst einsetzen. Gerade wenn es einem nicht mehr so richtig gut geht, gibt es so viele Dinge, die man mit Geld zum eigenen Vorteil regeln kann. Will der überlebende Elternteil dann wirklich mit einem wildfremden Menschen im kleinstmöglichen Zimmer seine letzten Jahre verbringen, oder vielleicht doch lieber alleine in einem netten Appartement wohnen? Will man am Ende dann im x-Bettzimmer im Krankenhaus landen, oder vielleicht doch lieber seine Ruhe im Einzelzimmer haben?

Ansätze wie den hier vorgestellten erlebe ich ständig im Mandantenkreis, aber nach einem deutlichen und offenen Gespräch verfliegt diese Idee üblicherweise recht schnell.

Gruß vom Wiz

Mist
jetzt hast du mein Posting schon vorweggenommen.

Gruß
Elke

DEM kann ich nichts mehr hinzufügen…

da ja das Sozialamt für die Pflege
aufkommt.

Was seid Ihr denn für Assis?

Hallo Petra,
auch von mir ein Sternchen.

Aber ich wollte noch was dazu sagen:

Eines halte ich aber nicht nur für unsozial, sondern obendrein
auch noch aus Sicht deiner Frau schlicht für bescheuert: Wenn
sie - nur damit das Geld verbraten wird (und dann später nicht
mehr abrufbar ist), jetzt ihren Job aufgibt. Dann viel Spass,
wenn sie in 3, 4, 5 Jahren wieder einen bekommen will!

Nicht nur das, sondern auch wenn sie nachher selbst einen „Heimplatz“ braucht! Wo will sie denn der her kriegen?
;o)))
Ansonsten ganz einverstanden.

Schöne Grüße,
Helena

So einer wie Du, wer andere Leute beleidigt, ist auch nichts besseres, sondern eher schlechter!!!

So einer wie Du, wer andere Leute beleidigt, ist auch nichts
besseres, sondern eher schlechter!!!

Hallo,

naja, du hättest ihm ja auch erklären können, warum du in deinen Augen kein Assi bist. Es war schließlich als Frage formuliert.
So wie du das machst, bestätigst du nur den ersten (schlechten) Eindruck, den du mit einer Frage hinterlassen hast.

Gruß
Elke

Schmarozertum
Dann dürfte keiner Arbeitslos werden oder Berufsunfähig oder in Rente gehen, denn dann wäre er ja sofort ein Sozialschmarozer. Wir alle zahlen Pflegeversicherung.
Also könnten sich ja dann alle sofort bei Arbeitslosigkeit, Rente, Pflege, Berufsunfähigkeiit aufhängen?

Die Schwiegereltern könnten es ja auch vorher verbraten. Dann wären sie im Falle der Pflege auch Sozialschmarozer, wenn die Rente nicht ausreicht.

Die Rentner von heute sind dann auch alle Sozialschmarozer, da sie ja von dem Geld jetzt leben was wir jüngeren in die Rentenkasse einzahlen.

Die Schwiegereltern waren nie arbeitslos und sind nie dem Staat auf der Tasche gelegen. Aber der Staat nimmt sich das Recht trotz jahrelanger Einzahlung in die Kranken,Renten, Pflege, und Arbeitslosenversicherung ans Vermögen der Leute zu gehen. Da sehe ich eher Staatsschmarozertum.
Da ist dann der Staat der größte aller Schmarozer,weil er Leute benachteiligt die jahrelang gearbeitet haben, und nie auf der Tasche des Staats gelegen sind.

Das Problem mit den Job wiederbekommen stellt sich nicht.

Ein Teil der Schenkung ist schon vor über 10 Jahren passiert.

Wie schon vorher beschrieben, kann es sich gar nicht um Schmarozertum handelt, weil die Leute jahrzehntelang gearbeitet haben ohne dem Staat auf der Tasche zu liegen.

Staatsschmarozertum nenne ich es, wenn Millionen durch Spitzenmanagern beiseite geschaft werden, die womöglich nicht mal in die Pflegeversicherung einzahlen.

Sozialschmarozer wären dann alle Rentner die jetzt von den eingezahlten Rentenbeiträgen der jüngeren leben. Aber da regt sich wohl keiner drüber auf.

Pflegeheim und Erbe
Wenn jemand meint man ist ein Sozialschmarozer, wenn man Vermögen hat und dies seinen Kindern schenken will um es vor dem Sozialamt zu schützen, was sind dann die Leute die kein Vermögen haben, und trotzdem die Hilfe des Sozialamts (Pflege) in Anspruch nehmen?

Da könntet ihr ja auch sagen derjenige der kein Vermögen hat ist der wahre Sozialschmarozer, da er sich ja auch was hätte ersparen können.

Den Verlierer gibt man, dem Gewinner nimmt man? Ist das Gerecht?

Nur mal eine ganz bescheidene Frage: Wer ist eigentlich der Staat?

Ist dass irgendein häßlicher uralter Griesgram, der auf einem täglich größer werdenden Geldhaufen sitzt? Oder sind wir das nicht doch eher alle?

Was Du da an Plattheiten ansonsten von Dir gibst spottet leider jeder Beschreibung. Fährst Du auch alle zehn Jahre mit Absicht deine Karre zu Schrott, weil Du schließlich ganz umsonst zehn Jahre Versicherung dafür bezahlt hast? Und die Hütte müsste man auch mindestens alle dreißig Jahre abfackeln, wo kämen wir denn hin, wenn man die Feuerversicherung nicht regelmäßig in Anspruch nehmen würde, …

Rente basiert auf einem Generationenvertrag, und hat vollkommen anderen Berechnungsmechaniken als Sozialleistungen. Wenn Du die nach einem „Spareinlagenprinzip“ haben wolltest, dann zahle bitte mindestens den dreifachen Steuersatz den Du jetzt hast. Wir alle müssen nur deshalb „so wenig“ Abgaben zahlen, weil Sozialleistungen ähnlich wie Versicherungsleistungen gerechnet werden, es also ein gewisses Risiko gibt, dass jeder von uns auf Sozialleistungen angewiesen sein könnte, und dieses Risiko durch entsprechende Einzahlungen abgedeckt werden muss. Weder Auto- noch Feuerversicherung kommen nach ein paar Jahren auf Dich zu und fragen, ob Du jetzt nicht deine Beiträge in Form eines neuen Autos oder neuen Hauses wieder raus haben möchtest. Das Geld ist längst zur Abdeckung des versicherten Risikos drauf gegangen, weil jemand anderem die Hütte abgebrannt ist, und der glücklicherweise auch nicht den kompletten Wert einzahlen musste, sondern ggf. schon nach einem Jahr das Pech hatte, und jetzt mit einem Jahresbeitrag schon ein neues Haus bekommt.

Ich finanziere mit meinen Steuern locker so zwei bis drei Sozialleistungsempfänger, und habe damit auch gar kein Problem, solange es Menschen sind, die diese Unterstützung wirklich brauchen. Und selbstverständlich erwarte ich auch, dass auch mir geholfen würde, wenn ich es mal brauchen sollte. Aber that’s it

Kopfschüttelnder Gruß vom Wiz

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Hallo,

Wenn jemand meint man ist ein Sozialschmarozer, wenn man
Vermögen hat und dies seinen Kindern schenken will um es vor
dem Sozialamt zu schützen, was sind dann die Leute die kein
Vermögen haben, und trotzdem die Hilfe des Sozialamts (Pflege)
in Anspruch nehmen?

Es gab mal einen Satz, allerdings aus der Mode gekommen : jedem nach seinen Bedürfnissen, jeder nach seinen Vermögen (Vermögen meint hier Können); so in etwa jedenfalls.

Da könntet ihr ja auch sagen derjenige der kein Vermögen hat
ist der wahre Sozialschmarozer, da er sich ja auch was hätte
ersparen können.

Wenn er es gekonnt hätte, dann vielleicht ja. Der Unterschied liegt aber für mich darin, dass deine Schwiegereltern das gezielt so machen, das ist etwas anderes, wie „wenn das Leben halt so spielt“ (abgesehen davon, dass - wie schon erwähnt - deine Schwiegereltern aber ganz schön blöd aus der Wäsche gucken werden, wenn sie feststellen, aus was die staatliche Unterstützung so (nicht) besteht).

Den Verlierer gibt man, dem Gewinner nimmt man? Ist das
Gerecht?

Ist es gerecht, dass jemand Verlierer wird?
Solidargemeinschaft bedeutet etwas anderes.

Gruß
Elke

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Meine Schwiegereltern sind der Meinung, dass sie Ihrer Tochter
bevor sie zum Pflegefall werden das meiste was sie erspart
haben an Vermögen schenken, da ja das Sozialamt für die Pflege
aufkommt.

Ja vielen Dank!
Dann darf ich also nicht nur die Pflege meiner Eltern sondern die von deinen Schwiegereltern auch noch mitfinanzieren??? Schenkt ihr mir dann auch vorher ein bischen Geld oder wie soll ich mir das vorstellen?

Susanne