Pflegemittel Kürzung der Pflegekasse

zum verbrauch stehenden Pflegemittel werden monatlich mit 31 euro von der Pflegekasse übernommen. So sieht es das Gesetz vor! bisher gab es wenig zu beantstanden, doch vor ca. einem halben Jahr hat die Pflegekasse mit den drei Buchstaben (Axx) angefangen die eingereichten Belege zu kürzen. Beispielsweise wurde uns kein Desinfektionsmittel mehr gutgeschrieben, auf nachfragen wurde uns mitgeteilt das mein Vater (Pflegestufe 2) keine ansteckende Krankheit habe und so keine Desinfektionsmittel mehr benötige. Er ist bettlägrig und hat eine Magensonde, die auf anraten des Arztes mehrmals die Woche desinfiziert werden muß.

Wir kaufen weiterhin in Vorauskasse ein und reichen die Belege ein. Der neuste Hit der Pflegekasse ist die Kürzung beispielsweise für Einweghandschuhe vom ursprünglichen Preis 8,40 auf 7 Euro. Auf nachfrage bekamen wir mitgeteilt, daß dies Pauschalen wären.

Mir geht es nicht um die auf den ersten Blick „Klecksbeträge“, doch sehe ich mich ganz klar veräppelt, das Gesetz schreibt doch 31,- euro als Freibertrag vor, wieso kann man dann von einer Rechnung von 28,70 Euro nochmals einige Euro streichen?

Wir haben diesen Fall an unseren FV vom VdK weitergereicht, diese haben nach mehrmaliger Kontaktaufnahme ebenfalls resigniert und würden ggf. Klagen. Jedoch ist dies mit Kosten verbunden…

Hat jemand schon mal ähnliches erlebt oder kann gar Licht ins DUnkle bringen und mir erläutern, dass die Krankenkasse „richtig“ und rechtens handelt?

Hallo,
ich bin als Mitarbeiter einer gesetzlichen Krankenkasse von Anbeginn
an (01.04.1995) für die Entscheidungen von Leistungen der Pflegeversicherung zuständig. Diese Geschichte ist eine schlimme Sache,
handelt es sich doch einwandfrei um eine Auslegungssache - nicht nur, dass diese 31,00 € in vielen Fällen ohnehin nicht ausreichen, da
werden auch noch „Gründe“ seitens der Pflegekasse gesucht um diese
Leistung auch noch zu kürzen - bei mir gibt es so etwas nicht !!!
Das hilft zwar hier nicht unbedingt weiter, musste aber in dieser
Deutlichkeit mal gesagt werden.
Ich empfehle der Pflegekasse einen persönlichen Besuch abzustatten
und dort eine Bestätigung eines Pflegedienstes vorzulegen, der die
Notwendigkeit die Verbrauchshilfsmittel bestätigt. Man sollte
sich nicht vom Sachbearbeiter abspeisen lassen sondern den oder
die Vorgesetzte verlangen und dort eindringlich nachfragen,
ggf. auch mit der Presse drohen. Ich weiß, dass ich da gegen meine eigene Zunft wettere, aber so etwas bringt mich in Rage.
Gruß
Czauderna

Vielen dank für die ehrliche Meinung. Also alles sprechen ist absolut sinnlos, da wir schon bei der „Hauptverantwortlichen“ Sachbearbeiterin gelandet sind und diese absolut unverschämt und staubtrocken ist. Ist es denn wirklich rechtens? Also ich habe schon einen halbvollen Ordner Briefverkehr, es sprengt jeden Rahmen hier noch weiter Vollgas zu geben, da der Aufwand dem ersparten nicht in Einklang bringen würde. Ich muß aber auch zugeben, daß mir die Art und Weise ziemlich stinkt, ferner fühle ich mich absolut im Recht und auch die Pflegekasse konnte mir keine passenden Paragraphen nennen, auf welche sie sich denn beruft.

Ohnmacht?
Interessiert sich denn die Presse für so ein Vorhaben, es geht hier um Klecksbeträge…

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Hallo
vielleicht sollten Sie in diesem Falle mal über einen Kassenwechsel nachdenken - sicher werden Sie u.U. jetzt denken - was erzählt der da für
einen Unsinn, als ob andere Kassen jemanden haben wollen, der viel
Geld kostet - aber ich erwähne dazu nur zwei Sachen.

  1. Die Pflegeversicherung ist nicht die Krankenversicherung
  2. Unter den Kassen tobt der Wettbewerb um jeden Kopf - da wird
    auch schon mal ein Pflegefall in Kauf genommen
    Nachteil an meinem „Tipp“ - Sie sollten vorher abklären, dass die
    Pflegeleistungen auch so erbracht werden, dass sich der Wechsel lohnt.
    Gruss
    Czauderna