Hallo, ich bin Berufssoldat und möchte eine große Anwartschaftsversicherung zur Krankenversicherung abschließen. Nun habe ich einige Vorschläge vorliegen und beschäftige mich gerade mit dem Thema Pflegetagegeld etwas näher.
Bei der AXA wurde der Vorschlag gemacht die Pflegetagegeld in die Anwartschaft zu integrieren. Die Anwartschaft lebt ja grundsätzlich erst dann auf, wenn ich in Pension gehe bzw. aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt werde.
Die Pflegetagegeld versicherung zahlt ab Eintritt des Pflegefalles.
Wie verhält es sich jedoch wenn der Pflegefall vor dem Aufleben der Anwartschaft eintritt? Zwischen dem Eintritt des Pflegefalles und der Entlassung aus der Bundeswehr können schließlich einige Tagen/Wochen/Monate vergehen.
bis zur Entlassung greift die freie Heilfürsorge und erst dann würde die Anwartschaft aufleben also auch erst dann die Pflegetagegeldvers.
die jetzt ggf für einen Pflegefall zählen müsste der schon einige Zeit zurück liegt ??? Geht das?
Bsp:
01.03.2020 Soldat erleidet außer Dienst einen Unfall durch den er zum Pflegefall wird. Nach ärztlicher Behandlung im Bundeswehrkrankenhaus wird er schließlich am 01.06.2020 entlassen, wird in Pension geschickt, bekommt seine Beihilfe und die Anwartschaft lebt auf.
Zahlt dann ab dem Punkt des Auflebens der Anwartschaft die Pflegetagegeldvers. oder zahlt sie gar nicht weil der Eintritt des Versicherungsfalles vor dem Aufleben der Anwartschaft lag?
Bei der AXA wurde der Vorschlag gemacht die Pflegetagegeld in
die Anwartschaft zu integrieren.
Das ist Unsinn. Wenn Du ein Pflegetagegeld versichern willst, nützt Dir eine Anwartschaft nichts, weil die freie Heilfürsorge keine Pflegeleistungen abdeckt. Dieser Tarif sollte aktiv sein.
Wie verhält es sich jedoch wenn der Pflegefall vor dem
Aufleben der Anwartschaft eintritt?
Hallo Vaterlandsverteidiger!
Also… grundsätzlich hast Du keinerlei Leistungsansprüche während der Anwartschaft.
Diese hat nur den Sinn: bei Wiederaufleben der Versicherung musst Du keine Risikoprüfung mehr durchlaufen. Soll heißen: gleichgültig wie Krank Du bist, Du wirst ohne Risikozuschlag aufgenommen. Dazu gibt es noch die große Anwartschaft. Diese zahlt für Dich die Altersrückstellungen weiter, so dass Du in Deine Versicherung einsteigst, als wenn Du nie ausgetreten wärst. Ist natürlich teurer und nur für max 2 Jahre interessant.
Hallo mxfive,
warum soll ich Nordlicht wiederholen?
Er hat es treffend gesagt: Du brauchst Deine Pflegetagegeldversicherung weiter!
Sonst hast Du nur die gesetzliche Pflegepflichtversicherung, die hinten und vorne nicht reicht. Dann ist Deine Frau, Deine Kinder für den fehlenden Betrag im Fall einer stationären Pflege zuständig.
Möchtest Du das?
Wohl kaum!
Also das Pflegetagegeld weiter bezahlen.
Grüße
Causa
Bei der AXA wurde der Vorschlag gemacht die Pflegetagegeld in
die Anwartschaft zu integrieren.
Das ist Unsinn. Wenn Du ein Pflegetagegeld versichern willst,
nützt Dir eine Anwartschaft nichts, weil die freie
Heilfürsorge keine Pflegeleistungen abdeckt. Dieser Tarif
sollte aktiv sein.
das die freie Heilfürsorge dies nicht trägt ist nicht relevant da der pensionierte Soldat(welchen Grund es auch immer für die Pension gibt)keine freie Heilfürsorge mehr bekommt sondern Beihilfe! Die Frage müsste also lauten welche Aufwendungen für Pflege beihilfefähig sind.
Wie verhält es sich jedoch wenn der Pflegefall vor dem
Aufleben der Anwartschaft eintritt?
Dann bekommst Du keine Leistungen.
das befürchte ich auch.
Abgesichert wäre die Zahlung von Pflegetagegeld aus der priv. Pflegetagegeld -Versicherung somit nur wenn der Pflegefall NACH! dem Aufleben der Anwartschaft eintreten würde.
FAZIT:
integriere ich die Pflegetagegeld Versicherung in die Anwartschaft erhalte ich - solange diese läuft keine Leistungen - nur der Eintritt eines Pflegefalls nach aufleben der Anwartschaft ist abgesichert.
Einziger Vorteil den die Integration bietet ist der günstigere Beitrag weil Eintrittsalter und Gesundheitszustand gemäß dem Zustand bei Versicherungsabschluss gesichert sind.
Zum Pflegetagegeld.
Hier streiten sich die Geister welcher Tarif am besten ist.
Es ist aber auch zugleich eine Geldfrage. Denn ein Tarif mit Leistungen in Pflegestufe 1 -3 und gleichgültig ob daheim oder im Pflegeheim ist logischerweise sehr teuer.
Solltest Du aber einen günstigen mit relativ guten Leistungen suchen, so empfehle ich den der ARAG.
Grund: er leistet in Pflegeheimfall ab Stufe 2. Solltest Du evtl. dir sagen: „ich bin zwar nur Stufe 1 aber ich bin allein (kann ja sein, oder? Ich halte Dir die Daumen, dass das nicht sein wird), ich kann mich daheim nicht mehr richtig selbst verpflegen. Ich gehe ins Pflegehiem“ dann zahlt der Tarif noch 50 % des vereinbarten Tagegeldes. Gut, die Leistungen sind nicht so, dass es einem „aus dem Hocker reißt“. Doch wenn man es mit dem Beitrag ansieht, dann ist es ein sehr guter Tarif.
Es ist der von meinen Kunden am liebsten abgeschlossener Tarif. einfach vom Preis/Leistungsverhältnis.
Auch die Barmenia hat einen sehr guten… nur eben wesentlich teurer.
Causa
Zum Pflegetagegeld.
Hier streiten sich die Geister welcher Tarif am besten ist.
Es ist aber auch zugleich eine Geldfrage. Denn ein Tarif mit
Leistungen in Pflegestufe 1 -3 und gleichgültig ob daheim oder
im Pflegeheim ist logischerweise sehr teuer.
ja das stimmt
Solltest Du aber einen günstigen mit relativ guten Leistungen
suchen, so empfehle ich den der ARAG.
wie bitte heißt der Tarif ?
Grund: er leistet in Pflegeheimfall ab Stufe 2.
Du meinst ab Pflegestufe 2 ?
Auch die Barmenia hat einen sehr guten… nur eben wesentlich
teurer.
ja mit der Barmenia habe ich mich schon beschäftigt ( Tarif PT1 bzw. PT3)
Beihilfe! Die Frage müsste also lauten welche Aufwendungen für
Pflege beihilfefähig sind.
Ohne die REgeln der Bundesbeihilfe im DEtail zu kennen, würde ich sagen dass es da eher mau aussieht.
das befürchte ich auch.
Also macht es keinen Sinn, das Pflegetagegeld als Anwartschaft zu führen.
Einziger Vorteil den die Integration bietet ist der günstigere
Beitrag weil Eintrittsalter und Gesundheitszustand gemäß dem
Zustand bei Versicherungsabschluss gesichert sind.
Also: Pfelegtagegeld als aktiven Tarif. Sollte in Deinem Alter bezahlbar sein.
Solltest Du aber einen günstigen mit relativ guten Leistungen
suchen, so empfehle ich den der ARAG.
wie bitte heißt der Tarif ?
Es ist der Tarif 69.
Ich habe mal mein Vergleichsprogramm befragt:
ein Mann, 30 Jahre, Bundesbeamter, 50 € Pflegetagegeld, kostet 5 € mtl.
Das ist m.M. nach sehr günstig, oder?
Dazu der Leistungstext: Erfolgen Leistungen bei teilstationärer oder vollstationärer Pflege?
Das vereinbarte Pflegetagegeld wird unabhängig der Pflegestufe nur bei notwendiger vollstationärer Pflege zu 100% gezahlt. Wird vollstationäre Pflege gewählt, obwohl diese nicht notwendig ist, werden in Pflegestufe I und II 50% und in Pflegestufe III 100% des versicherten Tagessatzes gezahlt.
Günstig muss nicht gut sein !!!
hier mal ein Auszug aus den AVB`s zum Tarif 69:
Pflegetagegeld-Versicherung
„Das Pflegetagegeld wird bei Pflegebedürftigkeit in der vereinbarten Höhe für jeden Tag der notwendigen vollstationären Pflege unabhängig von der Pflegestufe gezahlt.“
—Was ist wenn häusliche Pflege anstatt vollstationäre Pflege ausreicht?
„Wird vollstationäre Pflege gewählt, obwohl diese nicht
notwendig ist, werden in Pflegestufe III 100 %, in Pflegestufe II und I 50 % des versicherten Tagegeldes gezahlt.“
—klingt prinzipiell gut
„Ein Anspruch entsteht jedoch frühestens nach Ablauf der Wartezeit“
—Wie hoch ist diese? Viele Versicherer haben keine Wartezeiten
„Voraussetzung ist, dass eine Leistung der Pflege-Pflichtversicherung
erfolgt.“
—ungünstig, die Versicherung sollte unabhängig leisten
„Der Versicherer ermittelt spätestens alle drei Jahre die durchschnittlichen Kosten für die vollstationäre Pflege. Bei einem Anstieg von mindestens 10 % gegenüber den der letzten Leistungsanpassung zu Grunde liegenden Durchschnittskosten wird das vereinbarte Pflegetagegeld entsprechend angepasst…“
—Und wenn die Mehrkosten nur 9 % sind wird nicht erhöht?
Das ist nicht gut andere Versicherer erhöhen alle drei Jahre generell um 10 % und zwar auch dann wenn der Leistungsfall schon eingetreten ist
„Der Beitrag für das hinzu kommende Pflegetagegeld wird nach dem im
Jahr der Leistungsanpassung erreichten Lebensalter der versicherten
Person berechnet.“
—Bedeutet: wird das Pflegetagegeld angepasst so zahlt der VN einen höheren Beitrag – andere Versicherer stellen die Versicherung hingegen beitragsfrei
Anstatt dem Pflegebedürftigen noch mehr Kosten aufzubrummen
Das ist schon richtig… nur: wenn Du monatlich 40 oder 50 € hinlegen musst, um auch bei häuslicher Pflegegeld zu bekommen dann muss man sich halt nach der Decke strecken.
Und das ist der Grund, warum so viel diesen ARAG-Tarif nehmen.
So zahlt ein Beamter (30 Jahre) für 50 € nur 5 € Monatsbeitrag.
Ich glaube, dass man da von sehr gutem Preis/Leistungsverhältnis ausgehen kann.
Ich habe ja auch geschrieben, dass es bessere Tarife gibt. Doch die sind halt auch vom Beitrag exklusiver.
Wer sich sagen wir mal 30 € im Monat leisten kann, der kann auch zu einem höherwertigen Tarif greifen.
Es ist halt so wie beim Auto. Da kann der Maibach noch so gut sein, der Maurer oder die Verkäuferin muss sich trotzdem mit einem Golf oder Polo zufrieden geben.
Nur muss es nicht der Smart sein! (obwohl der in der Stadt ideal ist!)
Causa
nein muss es nicht - vor allem nicht wenn ich fürs gleiche Geld einen „Golf“ bekomme ich will mit Dir nicht streiten schließlich ist das Thema um welches es sich jetzt dreht ein ganz anderes als ursprünglich in meinem Fred geposted.
Letztendlich ist aber auch die ARAG mit dem von Dir genannten Tarif nicht führend denn auch für 5 Euro gibt es, wenn auch nicht viele andere Versicherer mit weitaus besseren Tarifen.
wenn Du Lust hast dann schau doch mal hier : http://www.dewion.de/pflegezusatz/vergleich.shtml
ich danke Dir trotzdem für Deine Beiträge.
Ich habe die Frage aus meinem Fred an die Axa weitergegeben und werde die Antwort hier einstellen sobald ich diese bekommen
Grüße
m