Pflichtanteil der Erben sperren

Liebe Leute,

das Thema „Testament“ ist ja gerade verschärft aktuell. Mit 57 Jahren komm auch ich da kaum noch drum rum. Die Rechtslage ist folgende:

Ich habe wahnsinnig viel Geld gespart und kenne eigentlich niemanden, der’s kriegen soll. Ich bin kein sozialer Typ, deshalb muß ich mich mit den Menschen abfinden, die bereits heute darauf lauern, demnächst möglichst viel Kohle abzugreifen.

Mein Wunsch ist, alles Geld mit ins Grab zu nehmen! Mein Notar meint, das klappt nur, wenn ich die potentiellen Erben möglichst schlimm beleidige, um auszudrücken, daß ich sie auf’s Heftigste verachte! Hier mein Vorschlag:

„Der alte Eber ist verstimmt,
weil seine Kinder Ferkel sind!
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandschaft, alles Schweine!“

Frage:
Reicht das, um der lausigen Verwandschaft juristisch zweifelsfrei mitzuteilen, daß sie von mir keinen einzigen Cent zu erwarten haben?

Vielen Dank für jede fachkundige Auskunft,
Andreas

Liebster Andreas,

gibs mir!!!

Nein ernstlich, aber Du hast die Möglichkeit Dein Geld entweder sozialen Zwecken (auch wenn Du Dich unsozial nennst) zukommenzulassen und noch so viel als möglich selber zu verbrauchen für Reisen, Theater, irgendein Interesse mußt Du doch haben…??

Herzl. gruß
d.

PS: Du wirst noch mehr Anwärter finden, aber ich war die erste,
nein, ich kenne Deinen Humor nicht, will nicht verletzend sein,
aber es gibt soviel Not auf der Welt, da findet sich ganz sicher was!!!
Wie das allerdings rein rechtl. zu bewältigen ist, werden Dir
die Experten sagen können

d

Lieber Andreas,

das reicht nicht. Der Pflichtteil ist vom vorhandenen Vermögen an die Erben zu zahlen. Wenn Du aber schon soviel gepart hast, nicht willst, dass es jemand erhält, verschenke es doch an irgend eine Organisation oder an Personen, wo Du meinst, sie könnten es verdient haben.

Oder, Du lebst . Beginnst vielleicht in diesem Alter zu leben. Denn nicts kann so tragisch sein, als Geld zu haben, aber nicht sozial sein zu müssen, weil es sowieso niemand gibt, dem man vertrauen, etwas schenken oder mit dem man umgehen will. Ob um Dich herum wikrlich alle nur sind, weil sie auf Dein Geld warten, wirst Du dann erkennen, wenn Du Dir vielleicht eine Weltreise leistet, mehrfach in den Urlaub fährst. Nur, wenn es Deiner Umgebung auch egal ist, dann sorry, daa geht es wohl nicht um Dein Geld.

das Thema „Testament“ ist ja gerade verschärft aktuell. Mit 57
Jahren komm auch ich da kaum noch drum rum. Die Rechtslage ist
folgende:

Ich habe wahnsinnig viel Geld gespart und kenne eigentlich
niemanden, der’s kriegen soll. Ich bin kein sozialer Typ,
deshalb muß ich mich mit den Menschen abfinden, die bereits
heute darauf lauern, demnächst möglichst viel Kohle
abzugreifen.

Dies ist wohl weniger ein tiefgreifendes persönliches Problem statt einer Rechtslage.

Mein Wunsch ist, alles Geld mit ins Grab zu nehmen!

Bitte beahcten, dass mindestens für eine Woche jemand das Grab bewacht und nur Pappiergeld mitnehmen, wobei der Notar Dir wohl auch erklärt hat, dass dies nicht möglich ist, wenn es sogar bekannt ist, wird das Geld aus Deinem Sarg, aus Deinem Grab genommen. Das Geld, das Du gespart hast, gehört zwar Dir, aber die Scheine gehören der Allgemeinheit, man nennt dies Staat.

Mein Notar

meint, das klappt nur, wenn ich die potentiellen Erben
möglichst schlimm beleidige, um auszudrücken, daß ich sie
auf’s Heftigste verachte! Hier mein Vorschlag:

„Der alte Eber ist verstimmt,
weil seine Kinder Ferkel sind!
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandschaft, alles Schweine!“

Frage:
Reicht das, um der lausigen Verwandschaft juristisch
zweifelsfrei mitzuteilen, daß sie von mir keinen einzigen Cent
zu erwarten haben?

wie dargestellt, reicht nicht.

Gruss Günter

Hallo Andreas,

also das Erbrecht ist da leider schon ziemlich eindeutig, was die Pflichtanteile betrifft. Aber wie andere schon gesagt haben: Da wo nichts mehr ist, gibt es nichts mehr zu verteilen!

Also - ich könnte demnächst zum Beispiel mal einen neuen Rechner gebrauchen; meine Kiste ist nach 5 Jahren elend langsam geworden. Das wäre eine sinvolle Verwendung, zumindestens von einem kleinen Teil… :wink:)))))))))

Herzliche Grüße

Alex

P.S.: Such Dir doch Freunde, pflege Freundschaften und frage diese Freunde nach sinnvollen Verwendungsmöglichkeiten (z. B. Ausbildung von Kindern). Dann weißt Du wenigstens, was mit dem Geld gemacht wird und Du kannst bei der Verwendung mitreden und Dich mitfreuen, wenn andere sich freuen. Wenn Du tot bist, kannst Du das nicht mehr…

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Hallo Andreas,

ich hätte da eine Idee: Investiere dein Geld in ein Startup. Nach der derzeitigen Wirtschaftslage wäre das Geld dann erstmal für ein paar Jahre nichts mehr wert, bis das Startup doch irgendwann Gewinne macht.

Wenn du eine Adresse brauchst, kontakte mich :wink:

Alles Gute wünscht
Michael

hallo andreas,

ich bezweifle, daß deine beschimpfungen deine angehörigen dazu bewegen könnten, auf dein erbe zu verzichten. du dokumentierst damit zwar deinen widerwillen gegen sie - aber ob sie sich dann nicht noch mehr auf erbe stürzen werden, oder noch schlimmer: dein natürliches ableben in ruhe abwarten würden???

um dein problem aber zu relativieren und deinen immensen leidensdruck zu mindern, würde ich mich bereiterklären, die mein konto bei einem berliner kreditinstitut zur verfügung zu stellen, um dein vermögen schon zu lebzeiten dort zu parken (sein gesamtes geld für eine frau auszugeben ist durchaus legitim und hätte mit sicherheit zur folge, daß deine erben - so wie es dein wille ist - leer ausgehen).
ich verpflichte mich, es nach deinem ableben von meinem konto abzuheben, es zu verbrennen und die asche den koniferen auf deinem grab als nährstoff zuzufügen.

na! is dasn angebot?

beste grüße
ann

Hallo Andreas,

wie du schon gelesen hast, wird das schwierig, so richtig legal.
Aber vielleicht treffen wir uns mal zum Spielen mit deinem Patenkind und reden in Ruhe darueber. Ich habe da ein paar ganz uneigennuetzige (!) :wink: Ideen.

Helau

gernot

Hi Andreas!

Du hast ja nun gelesen, dass Du Dein Geld nur verfressen, versaufen, verbrennen oder verschenken kannst. Ich plädiere für letzteres.

Ich bin zwar nicht bedürftig, keine Kinderhilfsorganisation oder sonstiges in der Richtung, aber ich könnte schon einen neuen Porsche gebrauchen.

Vielleicht befriedigt es Dich, Deinen Erben dann ein Photo von dem Wagen und mir zu senden und ihnen zu zeigen, wohin ihr Erbe gerade unterwegs ist…

Grüße,

Mathias

Hallo Andreas,

nachdem die Leute in diesem Forum auch nicht anders sind als Deine Verwandten (geldgierig) :wink:,
gründe eine Stiftung, die Dein Geld verwaltet und den Stiftungszweck legst Du selber fest und wenn Du noch was übrig hast, dann gibs - Nein, nicht mir - sondern meiner Frau, so werde ich vielleicht etwas entlastet.

Gruß
Harry

Hallo Andreas,

wie wäre es mit einem richtig fetten Mausoleum?
Und das Grab auch schon im Voraus für 2000 Jahre bezahlen…naja…Dein Leichenhemd kannst Du Dir ja auch schon mal
kaufen…vielleicht Seide, mit Goldstickereien oder so…
Und warum nicht, weil Du ja so christlich bist, eine antiquarische Bibel in den gefaltenen Händen halten, wenn Du
unter die Erde bzw. ins Mausoleum kommst…
Vor ein paar Tausend Jahren haben die Leute auch richtig teure Pyramiden gebaut…wäre vielleicht etwas zu heftig für
einen Dorffriedhof, ok, aber irgendwo findet sich bestimmt ein hübsches Fleckchen…
Natürlich solltest Du das ganze vielleicht mittels eines Verwalters verwalten lassen, vielleicht ein Notar oder so…

Gruß Mike

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Andreas,

Du hast doch hier einmal nach Hilfe bei Deinem Patenkind gefragt, das Dir so am Herzen liegt. Und Nun erzählst Du, Du wüsstest nicht wem Du Dein vieles Geld vererben sollst?
Möglicherweise das, das Du bei Deinem Job als Leuchtturmwärter verdient hast?
Ich glaube Du schwindelst ein bischen, hmm?

Max

Die Lösung des Dilemmas
Hallo und erstmal vielen Dank für die tollen Ideen!

Leider war nix dabei, was mir richtig gut gefallen hat. - Habe deshalb alles Geld heute nachmittag mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen. Ihr hättet sehen sollen, was da auf der Gass’ los war…

Die Sorgen bin ich los!

Nochmal danke,
Andreas