Hallo werte Usergemeinde,
ein PFO Verschluss scheint zwar eine durchaus sinnige Erfindung zu sein.
Auch dann, wenn ein Betroffener fast 50 Jahre problemlos mit diesem Fehler??? kerngesund durch den Tag aktiv marschiert?
Immerhin stellt das einen schweren Eingriff in ein hydraulisches System dar. So sehe ich als Techniker das zumindest.
(Never touch a running System!)
Ist meine Info richtig, dass ca. ein Viertel / Drittel der Bevölkerung mit diesem Fehler??? geboren wird?
Ich bedanke mich für eure Hilfe
Hallo,
ja, jedes Neugeborene besitzt ein Foramen ovale, ein Loch in der Vorhofscheidewand des Herzens.
Da der Blutkreislauf im Mutterleib über die Nabelschnur der Mutter aufrechterhalten wird, ist der Kreislauf vor Geburt ein anderer als nach Geburt.
Normalerweise verschließt sich dieses Loch in ca. der ersten Lebenswoche. Passiert das nicht, spricht man vom Krankheitsbild des „persistierenden Foramen ovale“.
Kleine Defekte mögen keine Probleme bereiten, größere - und erst recht über einen längeren Zeitraum - können jedoch hämodynamisch wirken, d.h. den Kreislauf negativ beeinflussen und das Herz unnötig belasten.
Lass dich also bei Zweifeln an der OP-Notwendigkeit ruhig nochmal von einem zweiten Mediziner beraten oder dich direkt an einen Kardiologen überweisen.
Wenn du weitere Informationen zum Einlesen suchst, kannst du auch „ASD“ oder „Atriumseptumdefekt“ in deine Suchmaschine eingeben, diese Krankheitsbilder ähneln einem PFO und werden mit der gleichen Technik operiert.
Ich hoffe ich konnte dir zumindest ein paar Anhaltspunkte geben, Karakia