Ph.D. in den USA

Hallo zusammen,

bei mir geht es um eine Förderung eines Promotionsstudiums in den USA.

Ich habe im Februar dieses Jahres an der Uni Bonn mein Politikwissenschafts Studium mit dem Magister abgeschlossen. Kurz entschlossen bewarb ich mich dann um einen Ph.D. Platz in den USA. Zu dem Zeitpunkt waren die application deadlines an vielen Unis bereits vorbei, aber an einigen konnte ich mich noch im März bewerben.

Ich erhielt zwei Zusagen, und zwar von der Florida International University in Miami, Florida, und der Kent State University in Ohio. Die Euphorie wich jedoch alsbald Ernüchterung als sich herausstellte dass ich zunächst keine Unterstützung bekommen werde. Für dass “Fall Semester“, welches Ende August anfängt, muss ich die Kosten alleine tragen. Der dickste Brocken stellt die out of state tuition dar. 7800$ für die FIU, 5500$ für Kent State. In state tuition beträgt lediglich 2000$ für FIU, 3300$ für Kent.
(227$ in state/ 865$ out of state, per credit hour in FIU) (365$ in state/ 685$ out of state in Kent) Und ich muss mind. 9 credit hours belegen.

Ich versuche momentan alles um nur für in state tuition in Anspruch genommen zu werden. Die Antwort darauf steht noch aus.

Wie es im darauf folgenden Semester aussehenden wird ist noch unklar, höchstwahrscheinlich aber genauso. Erst im Anschluss daran, also zum akademischen Jahr 2006/2007 kann ich mit finanzieller Unterstützung rechnen, z.B. als teaching assistantt.
Nach 12 Monaten Aufenthalt im Bundesstaat wird man auf jeden Fall berechtigt für in state tuition.

Hallo!
Ähnliches hat auch eine Bekannte aus Australien berichtet - Internationale Studenten werden unheimlich gerne genommen, weil sie die Kassen klingeln lassen! Es würde mich ehrlich gesagt wundern, wenn sie dir die Gebühr reduzieren würden…aber berichte mal, wenn du Antwort hast, würde mich echt interessieren! Hatte auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, für ein gesamtes „postgraduate“ ins Ausland zu gehen,aber das aufgrund der hohen Kosten wieder verworfen!
Schöne Grüße,
Kathi

Hallo,

was sagt denn der DAAD?

Gruß

Fritze

zu DAAD
Falls ich ein DAAD Stipendium bekommen sollte, wäre dies frühestens für das Spring Semester, im Januar 2006. Denn bei meinem Telefonat mit dem DAAD wurde mir gesagt, wenn ich mich bis zum 15. Juni bewerbe, dass eine Förderung ab Januar möglich sei.

Selbst dies wäre hervorragend. Zumindest könnte ich die zweite Hälfte des akademischen Jahres finanz. absichern. Für den Herbst steh ich aber immer noch allein.

Problem ist halt, ich muss jetzt finaz. Mittel für das gesamte akad. Jahr 2006/2007 nachweisen. Wenn ich definitiv mit dem DAAD rechnen könnte, d.h. meine eigenen Mittel 100% für Fall, wonach ich nichts mehr habe, und dann unterstützt mich der DAAD, wäre alles erstmal OK.

Doch DAAD teilt mir die Entscheidung, laut Broschüre, erst im Oktober mit.

Wie gesagt, dass erste Jahr ist kritisch. Denn ab dem zweiten Jahr wäre es mir durch teaching assistant oder ähnlichem möglich, das Studium unabhängig zu bestreiten.

Schlimm wäre es wenn ich im Herbst anfange, dann eine Absage vom DAAD erhalte; dann wird’s bitter im Januar.

Es ist ein großes finanzielles Risiko dass ich eingehe, ich plane ins dunkle herein.

Es ist halt (subjektiv) unfair, habe in acht Semestern fertig studiert, war sogar ein Jahr in den USA, habe Note 1,8; habe mich direkt nach Abschluss selbständig in den USA um einen Ph.D. beworben und auch Zusagen bekommen – also keine Zeit verloren – doch am Ende kann’s trotzdem Scheitern. Ärgerlich.

Hallo,

Es ist halt (subjektiv) unfair, habe in acht Semestern fertig
studiert, war sogar ein Jahr in den USA, habe Note 1,8; habe
mich direkt nach Abschluss selbständig in den USA um einen
Ph.D. beworben und auch Zusagen bekommen – also keine Zeit
verloren – doch am Ende kann’s trotzdem Scheitern. Ärgerlich.

der DAAD war noch nie von der schnellen oder gar großzügigen Truppe. Bei Deinem Werdegang würde ich es auch unbedingt bei privaten Stiftungen oder parteinahen Organisationen versuchen, falls Du ein entsprechendes Parteibuch hast. Es gibt auch Organisationen wie Fullbright, die Stipendien vergeben. Informiere Dich halt. 1,8 in 8 Semestern reicht halt alleine nicht :smile:

Gruß

Fritze