Phänomen Gottschalk

Hi Christopher

Schon mal daran gedacht, daß man an einem Samstagabend auch
was anderes machen kann als nur vor der Glotze zu sitzen? :wink:

hier verwechselst Du zwei Begriffe:

Eigentlich verwechsle ich gar nichts bzw. wollte ich nicht darauf hinaus, sondern habe ich mich einzig und alleine auf die Auflistung von Falke bezogen.
Wenn man Gottschalk nicht mag und das restliche Programm auch Sch**** findet, könnte man ja einfach was anderes machen.

Sehbeteiligung in Prozent , ein nur wenig beachteter
Wert, gibt dagegen an, wie viele der Zuschauer, die eine
Sendung hätten sehen können, diese tatsächlich gesehen haben.

Die Sender werden sich hüten diesen Wert bekanntzugeben. Der Marktanteilswert klingt einfach besser, weil sehr viel höher.

Gruß
Edith

1 „Gefällt mir“

Sehbeteiligung in Prozent , ein nur wenig beachteter
Wert, gibt dagegen an, wie viele der Zuschauer, die eine
Sendung hätten sehen können, diese tatsächlich gesehen haben.

Die Sender werden sich hüten diesen Wert bekanntzugeben. Der
Marktanteilswert klingt einfach besser, weil sehr viel höher.

Und nicht zu vergessen die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Sehern, wo erschreckende Differenzen zu Tage kommen können!!!

Gruß
Falke

Gottschalk (mal wieder) mit Spitzeneinschaltquoten.

Woran liegt das?

Ich glaube, das hat heutzutage überwiegend auch mit dem „Phänomen Gottschalk“ zu tun.

Es ist mir kein Fall bekannt, wo Gottschalk die Beherrschung und Contenance verloren hätte, Reporter angepöbelt oder seine Mitarbeiter. Er ist DER Sunnyboy durch und durch. Und das absolut authentisch. Der meint das wirklich alles so.

Ich halte Gottschalk für einen wahren Profi. Nicht arrogant oder überheblich. Der Mann hat’s einfach drauf.

Er leistet sich keine Skandale und weiß, was „Deutschland bewegt“ (in den Medien).

Seine schrägen Klamotten sind ein Markenzeichen von ihm, und zu ihm (und wohl NUR zu ihm) paßt das auch. Das ist so, wie der Frack, der für „Johannes Heesters ansonsten hätte erfunden werden müssen“.

Daß Gottschalk Rockmusik mag und dieser Generation anhängt, ist wohl ein offenes Geheimnis. Kleinere Sendungen, die dies zum Thema haben, sind quasi eine Art Herzensbedürfnis von ihm.

Das Konzept der Sendung ist mittlerweile in die Jahre gekommen, aber dank Gottschalk ist es immer noch das Zugpferd der Samstagabendunterhaltung.

Und wer käme potentiell als Konkurrent in Frage?
Oft wird G. Jauch genannt. Wie Gottschalk hat auch er Familie.

Aber der ist vom Typ her völlig anders. Er ist nämlich scheinheilig freundlich und lieb. Ich kenne Mitarbeiter von ihm, die über ihn hinter den Kulissen und nach abgestellten Kameras berichten, er sei ein unmöglicher Choleriker, der seine Mitarbeiter terrorisiert und ziemlich arrogant behandelt. Nur für die Kamera ist er der „Schwiegersohntyp“.

In seinen Sendungen ist Jauch bemüht höflich und freundlich, es wirkt nach längerem Hinsehen aber schleimerisch und anbiedernd. Typisch daher, daß er außer „seinem“ Millionenquiz noch ein Sensationsmagazin moderiert.

Seine Sendung hat viel mit dem „Deutschen Michel“ zu tun, der im Hintergrund gern Besserwisserei betreibt (beim Raten in „Wer wird Millionär?“), wenn die Kandidaten in Aufregung zu versagen drohen. Er selbst gibt sogar zu, daß er rein spannungstechnisch gebunden ist, Kandidaten hinzuhalten, zu verunsichern, ihnen Joker abzuluchsen.

Natürlich kann man Gottschalk kritisieren hinsichtlich Steuerproblemen (wohnt ja im schönen Malibu) und Werbung (mit seinem Bruder), aber Jauch macht auch Werbung (sehr fragwürdige).

Für mich ist Jauch derjenige, den Phil Collins mit „Jesus he loves me“ besingt. 1:1.

Johannes B. Kerner würde ich nicht sehen wollen. Der kann ja nicht einmal vernünftig sprechen. Genuschel pur. Meine Oma hätte abgeschaltet. Ich persönlich werde wohl nie kapieren, wieso Nuscheltypen (männliche wie weibliche) ins TV gelassen werden.

So, nu langts aber erstmal *g*.

Snubbelfot.

Hallo Snubbel,
das über Jauch habe ich gar nicht gewusst, aber mich würde interessieren, was Du von Stefan Raab und von Harald Schmidt hältst, ob die vielleicht auch mal „Wetten dass“ moderieren könnten. Stefan ist natürlich mehr für das jüngere Publikum geeignet. Harald hatte auch schon mal „Verstehen Sie Spaß?“ moderiert. Wenn man als Zuschauer 20 Jahre zurückdenkt, als noch ‚Schmidteinander‘ mit Herbert Feuerstein in der ARD lief, aber die Medienleute Harald nicht mehr haben wollten -ich möchte seinen Humor mal mit Monty Python vergleichen-, und wenn zu Weihnachten Harald wieder in die ARD zurückkehrt, dann lässt sich darüber doch nur noch sagen, dass Haralds Humor 20 Jahre vor unserer Zeit liegt. Das Gleiche darf ich von Stefan Raab behaupten.
Grüße
Franz

Aber der ist vom Typ her völlig anders. Er ist nämlich
scheinheilig freundlich und lieb. Ich kenne Mitarbeiter von
ihm, die über ihn hinter den Kulissen und nach abgestellten
Kameras berichten, er sei ein unmöglicher Choleriker, der
seine Mitarbeiter terrorisiert und ziemlich arrogant
behandelt. Nur für die Kamera ist er der „Schwiegersohntyp“.

In seinen Sendungen ist Jauch bemüht höflich und freundlich,
es wirkt nach längerem Hinsehen aber schleimerisch und
anbiedernd. Typisch daher, daß er außer „seinem“ Millionenquiz
noch ein Sensationsmagazin moderiert.

Seine Sendung hat viel mit dem „Deutschen Michel“ zu tun, der
im Hintergrund gern Besserwisserei betreibt (beim Raten in
„Wer wird Millionär?“), wenn die Kandidaten in Aufregung zu
versagen drohen. Er selbst gibt sogar zu, daß er rein
spannungstechnisch gebunden ist, Kandidaten hinzuhalten, zu
verunsichern, ihnen Joker abzuluchsen.

Natürlich kann man Gottschalk kritisieren hinsichtlich
Steuerproblemen (wohnt ja im schönen Malibu) und Werbung (mit
seinem Bruder), aber Jauch macht auch Werbung (sehr
fragwürdige).

Für mich ist Jauch derjenige, den Phil Collins mit „Jesus he
loves me“ besingt. 1:1.

Hallo Snubbel,
das über Jauch habe ich gar nicht gewusst, aber mich würde
interessieren, was Du von Stefan Raab und von Harald Schmidt
hältst, ob die vielleicht auch mal „Wetten dass“ moderieren
könnten. Stefan ist natürlich mehr für das jüngere Publikum
geeignet. Harald hatte auch schon mal „Verstehen Sie Spaß?“
moderiert.
Franz

Hallo Franz,

Also von den beiden dann eher noch Harald Schmidt :wink:

Du hast Recht, vieles vom heutigen „Standardhumor“ wäre vor ein paar Jahren gar nicht möglich gewesen. Der Nachthemdauftritt eines Joachim Fuchsberger - damals unerhört skandalös - würde heute niemanden mehr ernsthaft irritieren.

„Schmidteinander“ mochte meine Oma damals schon gerne sehen und seine Sketche mit Herbert Feuerstein finde ich auch urkomisch. Damit wäre der generationsübergreifende Samstagabend vor dem Fernseher durchaus möglich. Ob das heutzutage aber alle Senioren und alle Teens so sehen, wäre noch zu überlegen.

Stefan Raab mögen die jüngeren Leute, aber schon meine Eltern gucken lieber etwas anderes. Er geht zu sehr und zu oft unter die Gürtellinie.

Sowohl Stefan Raab als auch Harald Schmidt fehlt dieses Sunnyboyimage, dieses Unkomplizierte, Harmoniehafte (es ist schwer zu beschreiben *g*).

Ich denke einfach, „Wetten Dass…“ ohne Thomas Gottschalk wäre (zwangsläufig) ein anderes, als wir es bislang gewohnt sind. Manche Sendungen sind ihren Schauspielern und Moderatoren einfach wie auf den Leib geschrieben.

Snubbelfot.

Ähm - Gottschalk und nett…
Hi!

Sorry, aber ich kann nicht anders!

Es ist mir kein Fall bekannt, wo Gottschalk die Beherrschung
und Contenance verloren hätte, Reporter angepöbelt oder seine
Mitarbeiter. Er ist DER Sunnyboy durch und durch. Und das
absolut authentisch. Der meint das wirklich alles so.

Er verliert sie doch dauernd! Oder sind seine platten zweideutigen sexistischen Andeutungen (Zitat letzte Sendung in Richtung Marianne: Gibt es eigentlich auch Dirndl-Strapse? - Zitat in Richtung K. Minouge: Darf ich Dir diese Blume ins Revers stecken?) und sein dauerndes Angrabschen etwa im Bereich „Contenence wahren“ anzusiedeln?

Nebenbei: Ich kenne einen Elektroingeniuer, der seinerzeit als Student mal in der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle beim Ton geholfen hat. Alles Negative, was Du über Jauch sagst, hättest Du genauso gut über Gottschalk schreiben können! Es trifft nämlich genauso zu! Er behandelt seine Mitarbeiter (vielleicht nicht die, die etwas zu sagen haben) wie Leibeigene!

Ich halte Gottschalk für einen wahren Profi. Nicht arrogant
oder überheblich. Der Mann hat’s einfach drauf.

Er ist zweifelsohne ein Profi!
Allerdings hat er seinen Zenit seit gut und gerne 5 Jahren völlig überschritten, ist absolut arrogant (wenn Du kannst, besuche mal eine Generalprobe von Wetten dass - soweit diese überhaupt noch [mit ihm] gemacht werden) und überheblich, aber ein guter Schauspieler :wink:

LG
Guido, der auch schon sehr mieses über Jauch gehört hat (von einem ehemaligen WWM-Kandidaten)

Hi Guido,

Sorry, aber ich kann nicht anders!

Ich jetzt grad auch nicht.

Gottschalk […] aber
ein guter Schauspieler :wink:

Kann sich jemand an „Sister Act II“ erinnern (eines
der schlimmsten Sequels) erinnern? Lief grad im TV
hier. Kein Wunder, dass man Gottschalk danach nicht
mehr in Hollywood-Filmen sah.

Gruesse
Elke

Huhu!

Kann sich jemand an „Sister Act II“ erinnern (eines
der schlimmsten Sequels) erinnern? Lief grad im TV
hier.

HUCH! Hat der da etwa mitgespielt? Ich habe mir diese Fortsetzung gespart!

Kein Wunder, dass man Gottschalk danach nicht
mehr in Hollywood-Filmen sah.

OK - dann kann er sich halt sehr gut verkaufen (die Sache mit dem guten Schauspieler sollte eigentlich genau das ausdrücken)!

LG
Guido

Bitte keine Rock-Shows mehr

Daß Gottschalk Rockmusik mag und dieser Generation anhängt,
ist wohl ein offenes Geheimnis. Kleinere Sendungen, die dies
zum Thema haben, sind quasi eine Art Herzensbedürfnis von ihm.

Hallo,
„Wetten Dass“ macht er wirklich gut, aber -Herzensbedürfnis hin oder her - seine Rock-Musik-Shows finde ich abgrundtief schlecht. Nicht nur, dass die von Leslie Mandoki zusammengekaufte Band „Soulmates“ grauslich klingt - am schlechtesten ist Gottschalk selbst. Er versucht ständig englischer als die Engländer zu klingen, und spricht dann „Foreigner“ falsch aus (Vor lauter „nach Cockney klingen wollen“). Und er möchte unbedingt den Eindruck erwecken, als verstünde er was von Musik - was nicht der Fall ist.

Wenn das ZDF schon kein Geld hat, die Leute zu holen, die auch heute noch angesagt sind, wie Elton John, Tina Turner, Joe Cocker usw., dann sollte man sich doch dazu durchringen, bei der Entscheidung, wér life singt, und wer nicht, höhere Maßstäbe anzusetzen.
Bei allem Respekt vor den Rock-Legenden ist mir ein unversteckter Playback-Auftritt lieber, als ein Life Stück, bei dem der Sänger - aus welchem Grund auch immer - die Töne nicht mehr trifft!

Beste Grüße

Günther

1 „Gefällt mir“