Phase zu Nulleiter und PE?

Hi,

eigentlich sollte ich es wissen, aber momentan hakt da echt was bei mir im Kopf.
Meine Lehrzeit wo ich mein Wissen über Hausinstallationen ja gelernt hab ist ewig her und beruflich hab ich damit seit ich arbeite nichts mehr zu tun…

Also ich kann ja an einer Steckdose mithilfe eines Meßgerätes die Spannung von der Phase zum Nulleiter messen. Was dabei rauskommen sollte ist klar ~220/230V. Was aber messe ich von der Phase zum Schutzkontakt, bzw. sollte da gemessen werden? Hab mich schon wund gesucht, bin aber beim googeln nicht so dolle :frowning:

Rein theoretisch musste ich doch das gleiche messen, da ja Nulleiter und auch PE das gleiche Potential haben, oder?

Vielleicht kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen, wär echt nett.

Gruß
Andrea

Hallo Andrea,

Rein theoretisch musste ich doch das gleiche messen, da ja
Nulleiter und auch PE das gleiche Potential haben, oder?

Genau !!!

Heute wird bis zum Hauptanschluss PEN verdrahtet, ab dort gehen dann PE und N getrente Drähte.

Sinn der Geschichte ist, dass bei Stromfluss an jeden Leiter Spannung abfällt.
EIne weiter Gefahr besteht darin, dass wenn der PEN irgendwo unterbrochen ist, dann alle Metallteile welche mit PEN verbunden sind über die Last auf L-Potential liegen.

MfG Peter(TOO)

Hi Peter,

Rein theoretisch musste ich doch das gleiche messen, da ja
Nulleiter und auch PE das gleiche Potential haben, oder?

Genau !!!

Heute wird bis zum Hauptanschluss PEN verdrahtet, ab dort
gehen dann PE und N getrente Drähte.

Sinn der Geschichte ist, dass bei Stromfluss an jeden Leiter
Spannung abfällt.
EIne weiter Gefahr besteht darin, dass wenn der PEN irgendwo
unterbrochen ist, dann alle Metallteile welche mit PEN
verbunden sind über die Last auf L-Potential liegen.

Danke, irgendwie war ich etwas irritiert. Heißt also das wenn ich eine Steckdose habe wo ich das nicht messe der PE entweder nicht vorhanden ist oder einen Bruch in der Leitung hat, korrekt?

Gruß
Andrea

Hallo,

Heißt also das wenn
ich eine Steckdose habe wo ich das nicht messe der PE entweder
nicht vorhanden ist oder einen Bruch in der Leitung hat,
korrekt?

So oder so ähnlich, jedenfalls ist dann was faul, dem man nachgehen sollte. Ich habe einen FI-Schutzschalter, den ich gelegentlich dadurch prüfe, dass ich einen Stecker mit ca. 100 kOhm (^= ca. 30 mA Spitze) von Phase zum Schutzleiter in eine Steckdose stecke. Der FI sollte dann sofort rausfliegen. Wenn nicht ist was mit dem Schutzleiter faul.

Gruß
Laika

Hallo Andrea,

Danke, irgendwie war ich etwas irritiert. Heißt also das wenn
ich eine Steckdose habe wo ich das nicht messe der PE entweder
nicht vorhanden ist oder einen Bruch in der Leitung hat,
korrekt?

Zwischen L und N bzw. L und PE solltest du die 230V messen.
Zwischen N und PE dürfen ein paar Volt anststehen (Im N-Leiter fliesst ja meist ein Strom, welcher einen Spannungsabfall verursacht, im Gegensatz zum PE-Leiter, welcher normalerweise praktisch keinen Strom führen darf [Netzfilter haben aber Ableitstöme gegen den PE, sodass bis etwa 10mA noch als normal gelten]).

Zwischen N und PE kannst du auch noch den Widerstand messen, was aber nur funktioniert wenn dazwischen keine Spannung anliegt.

MfG Peter(TOO)

Hallo Andrea,

Rein theoretisch musste ich doch das gleiche messen, da ja
Nulleiter und auch PE das gleiche Potential haben, oder?

Genau !!!

Heute wird bis zum Hauptanschluss PEN verdrahtet, ab dort
gehen dann PE und N getrente Drähte.

ist das nicht abhaengig vom bundesland oder irre ich mich da?

Hallo Fragewurm,

Heute wird bis zum Hauptanschluss PEN verdrahtet, ab dort
gehen dann PE und N getrente Drähte.

ist das nicht abhaengig vom bundesland oder irre ich mich da?

Eigentlich nicht, aber ich bin in CH zu Hause.
Grundsätzlich ist es mehr eine Frage des alters der Anlage.
Es gibt den Bestandsschutz. Wenn sich die Norm ändert, können nicht einfach alle Anlagen, welche früheren Normen entsprochen haben, einfach abgeschaltet werden. Allerdings müssen neu erstellte Anlagenteile auch nach den neuen Normen ausgeführt werden, was dann schon etwas verwirrend sein kann.

Hier in CH war der N-Leiter bis vor etwa 15 Jahren noch GELB. Wenn man jetzt etwas erweitert, verdrahtet man den N-Leiter in BLAU und macht am Ende einen gelben Kabelbinder an den Draht.
Das Problem ist, dass man früher BLAU für geschaltete L-Leiter verwendet hat! Allerdings ist der heutige N-Leiter Hellblau und die alte Phase war Dunkelblau, aber keine Regel ohne Ausnahme.

Ganz früher wurde noch ohne PE installiert und die STeckdosen hatten nur zwei Pole.

Als dann Steckdosen mit PE aufkamen, hat man direkt in der Steckdose N und PE gebrückt. Ist als klassische Nullung bekannt.

Hier in CH war dann der nächste Schritt, für Neuinstallationen, dass man ab der (Unter)Verteilung N und PE getrennt geführt hat. DIe Steigleitungen wurden mit PEN ausgeführt.

Später wurde dann ab dem Hauptanschluss N und PE separat geführt. Bis zum Hauptanschluss verkabelt aber das E-Werk immer noch mit PEN.

MfG Peter(TOO)

Hallo!

… dass ich einen Stecker mit ca. 100 kOhm (^= ca. 30 mA Spitze)

Sicher? Für 30mA sollte man besser 10 kOhm nehmen.

Dieser Test berücksichtigt aber nicht die vorgeschriebene Auslösezeit des FI. Zum Testen des PE ist er allerdings „ausreichend“.
Die kurzzeitig auftretende Leistung am Widerstand liegt bei etwa 7W, daher nicht gerade den schwächsten R verwenden.

Gruß
Martin

huhu,

also in thueringen benutzt man , glaube ich, das TT-netz. da gibt es keinen PEN.

[in kiel weiss ich allerdings nicht…]

im haus aber schon. in alten haeussern PEN, in neuen PE/N getrennt.

wenn ich da nix verwechsele…

mfg:smile:
rene

Rrrr - eine Null zu viel …

Sicher? Für 30mA sollte man besser 10 kOhm nehmen.

… kann ja mal passieren

Dieser Test berücksichtigt aber nicht die vorgeschriebene
Auslösezeit des FI. Zum Testen des PE ist er allerdings
„ausreichend“.

Eben, nur ein Grobtest, den ich bei Neuinstallation einer Steckdose mache und damals als ich mein Haus verdrahtet hatte.

Die kurzzeitig auftretende Leistung am Widerstand liegt bei
etwa 7W, daher nicht gerade den schwächsten R verwenden.

Sicher! Damals ist mir kein Rechenfehler wie oben unterlaufen … :wink:)

Gruss
Laika

Hallo Andrea,

Du hast schon recht, Nullleiter und Erde haben das gleiche Potential,
da in der Verteilung Null und Erde gebrückt sind. Beim Einsatz eines
„FI-Schalters“, darf nur vor dem FI gebrückt sein. Würde hinter dem FI gebrückt werden (Verbindung zwischen Null und Erde)würde beim kleinsten Stromfluss der FI-Schalter schon auslösen.
Bevor dein Strom in Dein Haus kommt, ist der MP in der Trafostation bereits geerdet.

Gruß

Manfred

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kleine Korrektur
Hallo,

Würde hinter dem FI gebrückt werden (Verbindung zwischen Null und
Erde)würde beim kleinsten Stromfluss der FI-Schalter schon
auslösen.

Im Gegenteil - er würde niemals auslösen, weil die Summe der Ströme dann immer Null ergibt. Erst, wenn der Strom (über den Schutzleiter) um den FI herumfließt, ist die Summe ungleich Null und der FI löst aus.
Gruß
loderunner