Phasendrehung von Audio

Hallo, Tag.

Seit geraumer Zeit denke ich nun schon über folgendes nach:
Ich würde gerne die Phasenlage eines beliebigen (Mono) Audiosignals mittels Drehpoti ändern können. Gibt es ein Gerät das das kann oder gibt es einen Bauplan dafür? Ich stell mir das Schaltungstechnisch nicht soooo schwierig vor.
Wäre halt ganz toll, würde dann z.B. zum aufnehmen von Bass, Kickdrum, oder Vocal das original Signal abzweigen und in einem weiteren Kanal im Mischpult solange phasenverdrehen bis es halt entweder Fetter wird oder z.B. bei Snare Top/Bottom Aufnahmen die Auslöschungen exakt (also nicht nur 180° drehen) verhindern.

Viele Dank Fabian

Moin, Fabian,

der Begriff Phasendrehung ist hier ein wenig irreführend, weil das Audiosignal immer aus einem Frequenzgemisch besteht, selbst ein a von der Stimmgabel ist kein reiner Sinus, sondern hat Obertöne. Treffender wäre wohl, in diesem Fall von Verzögerung zu sprechen.

Solche Geräte gibt es, ich bin allerdings mit der heutigen Technik nicht vertraut (vor 40 Jahren wurde das Signal mechanisch verzögert, Stichwort Hallspirale). Ob sich damit eine Änderung der Klangfarbe erreichen lässt, müsstest Du ausprobieren; wenn die Verzögerung im Bereich von Millisekunden liegt, wird ein Hall erzeugt, so etwa wie Singen in der Badewanne.

Gruß Ralf

Sucht mal nach dem Stichwort ‚Allpass‘
Ist aber auch nur ungefähr einfach ein Delay mit sehr kurzer Verzögerungszeit.

Gruß

Stefan

Hi besten Dank für die Anteilnahme.
Ja nen Delay ist ja scho was anderes- will ja eigentlich nur nur die Phasenlage also den Nulldurchgang ändern,
aber ich denk mal mit dem Allpass ist man da schon auf dem richtigen Weg, denke aber, dass das prinzipiell nicht so schwer aufzubauen ist.

Fabian

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Hallo,

will ja eigentlich nur
nur die Phasenlage also den Nulldurchgang ändern,

Du solltest Dir mal ein Geräusch als Kurve auf einem Oszilloskop anschauen. Oder eine Wav-datei auf einem PC mittels Wav-Editor.
Da jedes Geräusch als Sammelsurium von Frequenzen daherkommt, kann man nicht einfach die Phasenlage verschieben - welche Phasenlage welches Frequenzanteils meinst Du denn da genau?
Zudem wird das zu allem möglichen führen, aber nicht dazu, dass der Klang ‚fetter‘ wird (was ist das überhaupt, wenn Du Dir mal die einzelnen Frequenzen anschaust?).
Bei einer Stimme hast Du damit überhaupt keine Chance, da hier mehr Dissonanzen beteiligt sind als bei jedem Musikinstrument.
Vielleicht solltest Du einfach mal beschreiben, welches Effektgerät Du nachbauen willst. Vielleicht kennt das hier jemand und weiß, was da drin passiert.
Gruß
loderunner

hi klar hab ich mir das alles schon angeschaut. Zum beispiel kann soweit ich weiß der SSl Virtulizer das, aber sooo kompliziert und teuer muss es ja net sein.
Im Prinzip ist die Idee mit dem Dalay ja schon richtig. Es ist doch im Prinzip ganz simpel. Ein Beispiel:

Ich nehm eine Kickdrum mit zwei Mikros auf. Anstatt das zweite Mikro jedoch wie z.B. Beatles Mäßisch in einem Tepichtunnel soweit vom ersten weg zu stellen, dass es sich genau auf dem Amplitudenmaximum befindet -also beide Mikros genau in Wellenlängenabstand zueinander befinden würde ich gerne beide nahe zueinander (z.B für Live Anwendungen interessant) stellen und also die Phasenlage (also den Nulldurchgang oder auch das Maximum quasi solange verzögern) bis eben dieser Effekt eintritt (ohne einen EQ bemühen zu müssen); wobei es ja auch relativ egal ist was für ein Instrument es ist solange die Schwingung periodiosch ist und die hat ja nun mal Nulldurchgänge.

Viele Grüße

Fabian

Hallo,

hi klar hab ich mir das alles schon angeschaut. Zum beispiel
kann soweit ich weiß der SSl Virtulizer das, aber sooo
kompliziert und teuer muss es ja net sein.
Im Prinzip ist die Idee mit dem Dalay ja schon richtig. Es ist
doch im Prinzip ganz simpel. Ein Beispiel:

Also brauchst Du ein einstellbares Delay. Das funktioniert nur gescheit über einen Signalprozessor. Und sowas gibt es für 95€ zu kaufen, z.B. hier: http://www.klangfarbe.com/shop/detail.php?sh=T&w=013…
Einfacher, geschweige denn billiger wird es mit Sicherheit nicht. Und professionell aussehen erst recht nicht. Und es ist ein paar Nummern zu groß für einen Nichtelektroniker und Nichtprogrammierer.

Gruß
loderunner