ein Chemiker hat mir mal erzählt, dass Phenolharze nicht hydrolysierbar sind. Warum eigentlich? Dachte immer dass man alle Polykondensate irgendwie hydrolysieren kann. Die einen einfach die anderen eben mit härteren chemischen Keulen… Oder können auch nicht hydrolysierbare Bindungen entstehen?
Genau beantworten kann ich das leider nicht, da Phenolharze ja wie du gesagt hast, Kondensate sind, die eben durch Wasserabspaltung entstehen, müsste es ja auch irgendwie eine mögliche Rückreaktion geben.
Der eine Ansatz, der sich mir in den Kopf gesetzt hat wäre die gängige „Ausrede“: Eine Ausnahme. Es läuft ja nicht IMMER alles nach Schema F.
Allerdings kann es auch sein, dass einfach noch nichts bekannt ist, was eine Hydrolyse bewirken könnte, bzw. einfach noch nicht umfassend genug danach geforscht wurde.
MfG
Robin
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Oder können auch nicht hydrolysierbare Bindungen entstehen?
genau das.
Wenn Du Dir mal einen schematischen Formelausschnitt von Bakelit anschaust http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bake…
siehst Du, daß die einzelnen Benzolringe durch Methylengruppen -CH2-Gruppen verbunden sind, die aus Methylolgruppen -CH2-OH durch Wasserabspaltung entstanden sind. Das andere Wasserstoffatom stammt vom Benzolring.
Aha, also sind nicht alle Polykondensate automatisch und selbstverständlich wieder hydrolysierbar sondern es kann Beispielsweise bei Phenolharz auch eine nicht hydrolysierbare Bindung entstehen.
Dachte bisher immer dass alles was durch Kondensation entstanden ist auch wieder rückwärts trennbar ist. Dann ist dass so nicht immer korrekt Danke dir !
Dachte bisher immer dass alles was durch Kondensation
entstanden ist auch wieder rückwärts trennbar ist. Dann ist
dass so nicht immer korrekt
sooooo sicher will ich das nciht sagen.
Die Verbindung ist so entstanden und das hat energetische oder sterische Gründe. Ev. ist durch diese Umstände auch eine Hydrolyse möglich. Das Bakelit aber weder quillt noch zersetzt wird, sollte die Rückreaktion eher langsam sein.
Zudem kommen noch andere Gründe dazu.
PF-Harze sind stark vernetzt, sodaß Wasser nicht ins Netzwerk eindringen, sondern höchstens an der Oberfläche wirken kann, was eine Rückreaktion weiter verlangsamt/verhindert.