ich versuche gerade, mich in meine hausarbeit für ein sprachwissenschaftliches seminar, das da hieß: „französisch außerhalb frankreichs“, einzuarbeiten. die hausarbeit soll das thema des schon von mir gehaltenen vortrags vertiefen. das vortragsthema hieß „französische kreolsprachen im indischen ozean“, bezog sich also hinsichtlich der sprachwissenschaftlichen betrachtung auf seychellenkreol, mauritiuskreol und créole réunionnais.
habe mit dem dozenten abgesprochen, was die hausarbeit beinhalten soll und er meinte, sie solle etwa 15 seiten umfassen, von denen 6 die sprachexterne richtung betrachen (kultur, geographie, politik, wie kam das französische nach dort, wie entstanden die kreolsprachen). dann solle ich mir einen text suchen, ca. 1 A4 seite lang, in einer der drei betreffenden kreolsprachen und solle dazu einen kleinen philologischen kommentar schreiben. und da fängt mein problem an.
was habe ich unter einem philologischen kommentar zu verstehen? der dozent zeigte mir hierzu kurz ein blatt, auf dem immer aus dem text eine kleine stelle (3-4 wörter) herausgenommen wurde und zu der etwa eine viertel seite text verfasst wurde.
dann hab ich einen germanistikstudenten gefragt, der meinte, ein philologischer kommentar sei ja nicht mit ner viertelseite abgetan, da gäbe es mehrere register zu bearbeiten (?). schwiegermama (deutschlehrerin mit doktortitel in ebendiesem fach) hatte den begriff schon gehört, fand aber keine beispiele und hatte das im studium auch nie machen müssen.
bin jetzt etwas ratlos, welchen umfang die analyse so einer textstelle umfassen soll. und was ich da überhaupt genau machen soll. beispielsweise an einer spezifischen textstelle ein grammatisches phänomen und dessen bedeutung erklären? der dozent meinte außerdem, es brauche nicht alles eigenleistung zu sein, dies sei ja schließlich eine hausarbeit im grundstudium und keine vom hauptstudium oder examen. allerdings finde ich in der bibliothek nur reine textsammlungen und keine kommentierten texte. *seufz*
tja, ich denke, „philologisch“ bedeutet nichts anderes als „nach den Regeln der Kunst“, in diesem Fall der Linguistik. Was habt ihr denn so im Seminar besprochen? Ein paar Beispielanalysen müssen doch gemacht worden sein, oder?
tja, ich denke, „philologisch“ bedeutet nichts anderes als
„nach den Regeln der Kunst“, in diesem Fall der Linguistik.
Was habt ihr denn so im Seminar besprochen? Ein paar
Beispielanalysen müssen doch gemacht worden sein, oder?
hallo
danke!
nein, haben wir leider nicht. das seminar sah so aus, dass jede woche 2-3 leutchen einen andern teil französischsprachigen gebiets auf der welt vorgestellt haben, immer mit landeskundlichem, sprachexternem und sprachinternem teil. in letzterem wurden natürlich die sprachlichen merkmale der jeweiligen sprache hinsichtlich phonetik, lexik, morphosyntax usw. unter die lupe genommen, allerdings nur schematisch. also es wurde genannt, max. mal noch ne zusammenstellungen von beispielen, die das verdeutlichten.
so wie ich es verstanden habe, soll ich jetzt an einem text genau solche merkmale nachweisen und erklären, welche funktion sie haben und meinetwegen woher das kommt. ist das richtig?
Nun, „créole“ ist ja ein weites Feld, insb. in geographischer Hinsicht; da stiefelkatzis Anfrage sich lediglich auf den Indischen Ozean bezog, bietet nur der zweite Link indirekt Infos, und zwar über:
Ich seh’ schon, die übliche Seminarpraxis…
Ansonsten: ja, das ist richtig. Jetzt kommt’s natürlich drauf an, wieviel Zeit und Energie du investieren willst. Viel Erfolg!